Inhalt
Smarter Learning!
Inhalt
Bundesland, Schulart & Klasse
Bundesland, Schulart & Klasse
HE, Gesamtschule
Baden-Württemberg
Berufl. Gymnasium (AG)
Berufl. Gymnasium (BTG)
Berufl. Gymnasium (EG)
Berufl. Gymnasium (SGG)
Berufl. Gymnasium (TG)
Berufl. Gymnasium (WG)
Berufskolleg - FH
Gemeinschaftsschule
Gymnasium (G8)
Gymnasium (G9)
Hauptschule
Realschule
Werkrealschule
Bayern
Fachoberschule
Gymnasium
Mittelschule
Realschule
Berlin
Gymnasium
Integrierte Sekundarschule
Brandenburg
Gesamtschule
Gymnasium
Oberschule
Bremen
Gymnasium (G8)
Oberschule (G9)
Hamburg
Gymnasium
Stadtteilschule
Hessen
Berufl. Gymnasium
Gesamtschule
Gymnasium (G8)
Gymnasium (G9)
Haupt- und Realschule
Hauptschule
Realschule
Mecklenburg-Vorpommern
Gesamtschule
Gymnasium
Niedersachsen
Gymnasium (G8)
Gymnasium (G9)
Integrierte Gesamtschule
Kooperative Gesamtschule
Oberschule
Realschule
NRW
Gesamtschule
Gymnasium
Hauptschule
Realschule
Sekundarschule
Rheinland-Pfalz
Gesamtschule
Gymnasium
Saarland
Gemeinschaftsschule
Gesamtschule
Gymnasium
Realschule
Sachsen
Gymnasium
Oberschule
Sachsen-Anhalt
Fachgymnasium
Gesamtschule
Gymnasium
Sekundarschule
Schleswig-Holstein
Gemeinschaftsschule
Gymnasium (G8)
Gymnasium (G9)
Thüringen
Berufl. Gymnasium
Gemeinschaftsschule
Gesamtschule
Gymnasium
Regelschule
Klasse 13
Klasse 13
Klasse 12
Klasse 11
Klasse 10
Klasse 9
Klasse 8
Klasse 7
Klasse 6
Klasse 5
Fach & Lernbereich
Fachauswahl: Deutsch
Mathe
Deutsch
Englisch
Bio
Chemie
Physik
Geschichte
Geo
Lernbereich
Lektürehilfen
Digitales Schulbuch
Abitur LK
Abitur GK
Realschulabschluss
Lernstandserhebung 8 E-Ku...
Lernstandserhebung 8 G-Ku...
Realschulabsc...
Prüfung
wechseln
Abitur LK
Abitur GK
Realschulabschluss
Lernstandserhebung 8 E-Kurs
Lernstandserhebung 8 G-Kurs
Smarter Learning!
Schneller lernen mit deinem SchulLV-Zugang
  • Zugang zu über 1.000 Original-Prüfungsaufgaben mit Lösungen von 2004-2019
  • Alle Bundesländer und Schularten, empfohlen von über 2.300 Schulen in Deutschland
  • Digitales Schulbuch: Über 1.700 Themen mit Aufgaben und Lösungen
  • Monatlich kündbar, lerne solange du möchtest
Jetzt Zugang freischalten!

Teil 1: Lesen

Aufgaben
Download als Dokument:PDF
Material 1
$\;$
Franz Hohler
Gutscheine
Es begann damit, dass ich es eines Tages müde wurde, bei der immer wiederkehrenden Frage der Verkäuferinnen: „Haben Sie eine Supercard?“ mit immer wieder andern Formen von Verneinung zu antworten, also kapitulierte ich und schickte einen Anmeldungszettel ein. Der Besitz einer solchen Karte hat zunächst zur Folge, dass der Großverteiler für mich ein Punktekonto eröffnet, das nun langsam wächst, und
5
mit der nötigen Anzahl Punkte kann ich mir aus einem Katalog Dinge bestellen, wie einen Flaschenkühler, ein Set Fitnesshanteln oder einen Tischgrill, und, das ist ein weiterer Vorteil, man wird in Gutscheinaktionen mit einbezogen.
Da liegt, unbestellt und überraschend, ein Couvert für den Supercardinhaber im Briefkasten, aus dem Glücksangebote flattern, Rabatte noch und noch, 5 Rappen[1] pro Liter beim Tanken, 5 Franken[2] beim
10
Kauf von Obst und Gemüse, 5 Franken beim frühzeitigen Erwerb von großen Osterhasenmengen, 10fache Superpunkte auf einen beliebigen Einkauf oder 15 Franken auf einen Betrag von über 100 Franken usw.
Es ist klar, dass eine optimale Verwertung dieser Rabattpalette eine minutiöse Planung verlangt, umso mehr als die Gutscheine nicht alle gleichzeitig und auch nur zu gestaffelten Zeiten gültig sind. Am einfachsten auszuscheiden ist für den Nichtautomobilisten der Benzingutschein, aber ab dann muss man sich kleine
15
Listen machen, was man zu welcher Zeit einzukaufen gedenkt, um sich möglichst viele der Vergünstigungen zu holen. Im Übrigen war ich von Anfang an entschlossen, nichts Überflüssiges zu kaufen, das den Spareffekt wieder aufheben würde.
Und so stand ich nun mit dem Einkaufswagen und dem Einkaufszettel, den ich an einen Gutschein geheftet hatte, im Super Center, das in unserer Nähe in die Zukunft hineingebaut wurde, mitten in einen Stadtteil, der
20
erst im Entstehen ist, was dazu führt, dass das überdimensionierte Center, solange der Stadtteil noch nicht gebaut ist, angenehm leer ist und man an der Kasse immer gleich drankommt. Dennoch werden die scheinbar vollen Gestelle ununterbrochen aufgefüllt, für mich ist nie ganz klar, wer das alles braucht und kauft.
Jetzt war ich also einer der wenigen Käufer, und zwar hatte ich mir, da ich über einen Gutschein für 10%
25
auf alle „Non Food“-Produkte verfügte, ein Zettelchen mit ebensolchen Produkten angelegt, die in unserm Haushalt zu ergänzen waren, also z. B. lange Gläser, für die man den Namen Longdrinkgläser herausgefunden hat, Champagnergläser, weil sie sofort zerbrechen, wenn man einmal kräftig damit anstößt, oder Spritzdeckel, von denen ich gleich zwei bringen sollte, wie mich meine Frau ermahnte – diesen Auftrag nahm ich natürlich angesichts der zu erwartenden 10% gelassen entgegen. Stabkerzen, Putzmittel,
30
Putzschwämme ohne FCKW, Zahnpasta, naturgerecht hergestellte Watte, wiederverwertetes WC-Papier, die dreiklingigen Rasiermessereinsätze – ich legte eines nach dem andern aufs Rollband und präsentierte der Kassiererin sofort triumphierend meinen 10%- Gutschein zusammen mit meiner Supercard. Sie scannte einen „Non Food“- Artikel nach dem andern, fuhr auch über den einsamen Halbrahm und das winzige Bauernbrot, rief dazwischen nach einer andern Verkäuferin und sagte mir, diesen Gutschein habe sie noch
35
nie gesehen, sie sei eben neu hier.
Die andere Verkäuferin warf einen kurzen Blick auf meinen Gutschein und sagte dann trocken, der sei nur in der City-Filiale gültig. „Sehen Sie?“, sagte sie zu mir und hielt ihren Zeigefinger unter das Wort „City“.
Ein Blick von mir genügte. Natürlich hatte sie Recht, und ich, der ich mich auf der Kampfbahn des Gutscheinwesens noch nicht auskenne, hatte Unrecht.
40
„Pfui“, sagte ich scherzhaft, und zu meinem Erstaunen war ich wirklich enttäuscht, wenn nicht gekränkt. Offensichtlich hatte ich mich auf die 10% gefreut. Mechanisch packte ich alle Artikel, Food und Non Food, in den großen Rucksack auf meinem Einkaufswagen, bezahlte den Betrag von 90.50, und erst dann kam mir die Idee, die mir eigentlich gleich hätte kommen können, wäre ich nicht durch diesen Schlag zunächst wie betäubt gewesen.
45
„Wenn ich noch etwas dazu kaufe, so dass ich über 100 Franken komme, könnte ich dann diesen Gutschein brauchen?“, fragte ich und zupfte aus meinem Glücksbündelchen den Bon, der bei einem Einkauf von über 100 Franken ganze 15 Franken Rabatt versprach.
Hilfesuchend schaute sich die Neue nach der Kollegin um, die vorher Bescheid gewusst hatte. Diese stand mit einer andern Verkäuferin an der Nebenkasse und wechselte die Papierrolle aus. Energisch schüttelte sie
50
den Kopf, nein, das gehe auf keinen Fall, der Kauf sei ja schon abgeschlossen.
Als ich nun nochmals „Pfui!“ rief, schaltete sich die zweite Kollegin ein, die offensichtlich eine Vorgesetzte war, kam zu unserer Kasse, schaute mütterlich die Neue und mich an und sagte dann, es gehe schon, aber sie, die Verkäuferin, müsse eine FR[3] schreiben, und ich, der Käufer, müsse wieder zurück und alles nochmals aufs Rollband legen, zusammen mit dem, was ich zusätzlich kaufe.
55
Ich war einverstanden, drängte mich also mit meinem Wagen an der Kundin hinter mir vorbei, ging dann zum nächsten Gestell, auf dem mir biologisch abbaubare Unterhosen aufgefallen waren, oder naturreine jedenfalls, rechnete die 9.90 zu den 90.50 und erreichte damit die Schallgrenze des Rabatts. Leider gab es die Unterhosen in meiner Größe weder in blau noch in schwarz, nur in giftgrün, aber auf solche Details konnte ich keine Rücksicht nehmen. Während die Kundin hinter mir, eine Japanerin, von den zwei
60
Verkäuferinnen hingehalten wurde, schrieb die Neue unter Anleitung der Vorgesetzten die erste FR ihres Lebens, dann zog ich alle meine Artikel wieder aus dem großen Rucksack und legte sie hinter den Unterhosen aufs Rollband, die Verkäuferin scannte sie nochmals, und zuletzt leuchtete auf dem Display der Endbetrag von 100.40 auf, ich war also als Konsument nahezu die Ideallinie gefahren.
Die Neue machte sich nun mit einem Zettelchen und einem Kugelschreiber ans Ausrechnen der Differenz,
65
die ich noch zu bezahlen hatte, da traf mich der unbestechliche Blick der Vorgesetzten.
„Hatten Sie eine oder zwei Weinflaschen?“, fragte sie.
Ich hatte zwei kleine Weißweinflaschen zum Kochen gekauft.
„Zwei“, sagte ich argwöhnisch.
„Da sind zweimal 30 Rappen Depot[4] drauf, das zählt nicht als Kauf. Sie sind erst auf 99.80.“
70
„Und das genügt nicht?“, fragte ich, wohl wissend, dass die Frage überflüssig war. Natürlich genügte es nicht, 100 Franken sind nun einmal 100 Franken, und jetzt gab es kein Zurück mehr, zu tief steckte ich schon in der Rabattfalle drin, ich defilierte also trotzig an der länger werdenden Schlange hinter mir vorbei zum Textilienregal und griff mir noch einen zweiten dieser wirklich abstoßend grünen Slips heraus und legte ihn wie eine Opfergabe vor die Kassiererin. Diese tippte die giftgrünen 9.90 ein und rechnete dann die neu
75
entstandene Differenz aus, die ich zu bezahlen hatte, eine anspruchsvolle Rechnung, 110.30 minus 90.50, das ergab 19.80, weniger 15 Franken Rabatt, macht 4.80. Eigentlich hatte ich also für 4.80 zwei hässliche, wenn auch ökologisch unbedenkliche Unterhosen gekauft, die ich eigentlich gar nicht wollte.
Die Neue bedankte sich bei der Vorgesetzten – das hätte sie nie allein geschafft, sagte sie mit einem zweideutigen Blick auf mich, ich bedankte mich bei den beiden aufopferungswilligen Verkäuferinnen, aber
80
ich brauchte eine Weile, um mich von den Strapazen des errungenen Rabatts zu erholen, und erst zu Hause merkte ich beim Studium meines Quittungsstreifens, dass ich doch noch profitiert hatte: Meine 89 Supercard-Punkte vom durch die FR annullierten Kauf, diese 89 Supercard-Punkte also wurden nicht gelöscht, sondern blieben einfach auf meinem Konto stehen, das sich nun schon der Grenze nähert, wo ich mir einen Kristallelefant kommen lassen kann.
Franz Hohler: Der Autostopper. Die kurzen Erzählungen. München, 2014, S. 697–701.
Die Rechtschreibung folgt der Textvorlage.

[1] Rappen: Kleingeldmünze in der Schweiz
[2] Franken: schweizerische Währung
[3] FR: hier: Stornierung
[4] Depot: hier: Pfand
#kurzgeschichte

Teil 1: Lesen

1.
Kreuze die richtige Aussage an. Es gibt jeweils nur eine richtige Lösung.
a)
Der Erzähler wird Besitzer einer Supercard, weil
alle Freunde ebenfalls eine besitzen.
er an der Kasse immer wieder danach gefragt wird.
seine energische Frau ihn dazu drängt.
man dann keinen Einkaufszettel braucht.
b)
Der Erzähler nimmt sich zu Beginn fest vor,
die Benzingutscheine zu verschenken.
den Einkauf möglichst nicht zu planen.
nur wirklich benötigte Dinge zu kaufen.
wegen des Spareffekts viel zu kaufen.
c)
Der Erzähler sagt mehrmals „Pfui“, um
ein Kind bei den Süßigkeiten zu maßregeln.
seinen Ekel gegenüber Gemüse auszudrücken.
auf die mangelnde Sauberkeit aufmerksam zu machen.
seinen Unmut über das Gutscheinwesen zu äußern.
d)
Beim Einkauf fragt sich der Erzähler, ob er
wirklich 20% auf Non-Food- Produkte erhält.
vielleicht in die Rabattfalle tappen könnte.
seinen Einkaufszettel tatsächlich eingesteckt hat.
oder andere all diese Produkte in den Regalen brauchen.
e)
Der Erzähler kauft zwei Packungen grüne Unterhosen, um
die Rabattgrenze zu erreichen.
seine Frau zu beeindrucken.
einen Vorrat anzulegen.
die Verkäuferin zu belustigen.
f)
Der tatsächliche Gewinn des Einkaufs
ist eine hohe Geldersparnis.
sind viele andere Gutscheine.
sind weitere Supercard-Punkte.
ist sehr elegante Unterwäsche.
#leseverstehen
2.
Kreuze die richtige Aussage an. Es gibt jeweils nur eine richtige Lösung.
a)
„kapitulieren“ (vgl. Z. 3) bedeutet hier
einen aussichtslosen Krieg gewinnen.
einen Sachverhalt ausgiebig diskutieren.
eine Haltung gezwungenermaßen aufgeben.
eine Aufgabe endlich richtig verstehen.
b)
„überdimensioniertes Center“ (vgl. Z. 27) bedeutet hier
eine zu groß angelegte Einkaufsmöglichkeit.
eine festgelegte Größe in der Technik.
ein völlig überfülltes Stadtzentrum.
ein ausgedehnter und moderner Stadtkern.
c)
„Schallgrenze des Rabatts“ (Z. 74) bedeutet hier
ein Sonderangebot, das besonders lohnenswert ist.
eine Beschwerde wegen deutlich überhöhter Preise.
ein Betrag, der für eine Ermäßigung erreicht werden muss.
das Höchstmaß für einen rechtlich zulässigen Preisnachlass.
d)
„Rabattfalle“ (vgl. Z. 93) bedeutet hier, dass jemand
ausschließlich auf Sonderangebote aus ist.
Überflüssiges kauft, um einen Nachlass zu erhalten.
freiwillig auf das Sammeln von Punkten verzichtet.
an der Supermarktkasse verhaftet wird.
e)
„Studium des Quittungsstreifens“ (vgl. Z. 107) bedeutet hier
die Kontrolle des Kassenzettels.
der Abgleich mit der Kreditkarte.
das Prüfen des Bankkontoauszugs.
das Addieren der Sonderangebote.
#leseverstehen
3.
Welche der folgenden Aussagen sind richtig?
a)
Die Gutscheinaktionen
A verändern das Einkaufsverhalten.
B preisen überteuerte Produkte an.
C werden nur an den Kassen angeboten.
D sollen zum Kauf anregen.
Kreuze die richtige Antwort an.
Nur A und B stehen im Text.
Nur A und D stehen im Text.
Nur B und C stehen im Text.
Nur C und D stehen im Text.
b)
Im „Super Center“
A beschwert sich ein Kunde lautstark.
B kämpft ein Kunde mit der Rabattgrenze.
C steht eine Japanerin in der Schlange.
D steht man vor leeren Regalen.
Kreuze die richtige Antwort an.
Nur A und B stehen im Text.
Nur A und D stehen im Text.
Nur B und C stehen im Text.
Nur C und D stehen im Text.
c)
Die junge Kassiererin
A gibt versehentlich das Rückgeld falsch heraus.
B kennt sich mit den Gutscheinen schlecht aus.
C vertippt sich mehrmals bei den Waren.
D wird von ihrer Vorgesetzten unterstützt.
Kreuze die richtige Antwort an.
Nur A und C stehen im Text.
Nur A und D stehen im Text.
Nur B und C stehen im Text.
Nur B und D stehen im Text.
#leseverstehen
4.
Zitiere eine Textstelle, in der sich ein Vergleich befindet.
5.
Der Autor setzt häufig das Stilmittel der Ironie ein.
Erkläre die ironische Wirkung anhand einer Textstelle.
6.
„Es begann damit, dass ich es eines Tages müde wurde, …“ (Z. 1ff.)
Erkläre, was hier mit „müde“ gemeint sein könnte.
7.
Nenne zwei Vorteile, die der Besitz einer Supercard angeblich hat.
8.
Erläutere anhand von zwei Textstellen, wie Gutscheinaktionen Kundinnen und Kunden zum Einkaufen motivieren und anlocken.
9.
Der Besuch im „Super Center“ löst bei dem Erzähler verschiedene Stimmungen aus.
Arbeite anhand von drei Textstellen seine Stimmungsschwankungen heraus.
10.
„Die Geschichte zeigt, dass der Kunde König ist.“
Begründe anhand von zwei Textstellen, ob du dieser Aussage zustimmst oder sie ablehnst.
#leseverstehen
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
Jetzt freischalten
Infos zu SchulLV PLUS
Ich habe bereits einen Zugang
Zugangscode einlösen
Login
Lösungen
Download als Dokument:PDF

Teil 1: Lesen

1.
$\blacktriangleright$  Kreuze an
a)
Der Erzähler wird Besitzer einer Supercard, weil
alle Freunde ebenfalls eine besitzen.
er an der Kasse immer wieder danach gefragt wird.
seine energische Frau ihn dazu drängt.
man dann keinen Einkaufszettel braucht.
b)
Der Erzähler nimmt sich zu Beginn fest vor,
die Benzingutscheine zu verschenken.
den Einkauf möglichst nicht zu planen.
nur wirklich benötigte Dinge zu kaufen.
wegen des Spareffekts viel zu kaufen.
c)
Der Erzähler sagt mehrmals „Pfui“, um
ein Kind bei den Süßigkeiten zu maßregeln.
seinen Ekel gegenüber Gemüse auszudrücken.
auf die mangelnde Sauberkeit aufmerksam zu machen.
seinen Unmut über das Gutscheinwesen zu äußern.
d)
Beim Einkauf fragt sich der Erzähler, ob er
wirklich 20% auf Non-Food- Produkte erhält.
vielleicht in die Rabattfalle tappen könnte.
seinen Einkaufszettel tatsächlich eingesteckt hat.
oder andere all diese Produkte in den Regalen brauchen.
e)
Der Erzähler kauft zwei Packungen grüne Unterhosen, um
die Rabattgrenze zu erreichen.
seine Frau zu beeindrucken.
einen Vorrat anzulegen.
die Verkäuferin zu belustigen.
f)
Der tatsächliche Gewinn des Einkaufs
ist eine hohe Geldersparnis.
sind viele andere Gutscheine.
sind weitere Supercard-Punkte.
ist sehr elegante Unterwäsche.
2.
$\blacktriangleright$  Kreuze die richtige Lösung an
a)
„kapitulieren“ (vgl. Z. 3) bedeutet hier
einen aussichtslosen Krieg gewinnen.
einen Sachverhalt ausgiebig diskutieren.
eine Haltung gezwungenermaßen aufgeben.
eine Aufgabe endlich richtig verstehen.
b)
„überdimensioniertes Center“ (vgl. Z. 27) bedeutet hier
eine zu groß angelegte Einkaufsmöglichkeit.
eine festgelegte Größe in der Technik.
ein völlig überfülltes Stadtzentrum.
ein ausgedehnter und moderner Stadtkern.
c)
„Schallgrenze des Rabatts“ (Z. 74) bedeutet hier
ein Sonderangebot, das besonders lohnenswert ist.
eine Beschwerde wegen deutlich überhöhter Preise.
ein Betrag, der für eine Ermäßigung erreicht werden muss.
das Höchstmaß für einen rechtlich zulässigen Preisnachlass.
d)
„Rabattfalle“ (vgl. Z. 93) bedeutet hier, dass jemand
ausschließlich auf Sonderangebote aus ist.
Überflüssiges kauft, um einen Nachlass zu erhalten.
freiwillig auf das Sammeln von Punkten verzichtet.
an der Supermarktkasse verhaftet wird.
e)
„Studium des Quittungsstreifens“ (vgl. Z. 107) bedeutet hier
die Kontrolle des Kassenzettels.
der Abgleich mit der Kreditkarte.
das Prüfen des Bankkontoauszugs.
das Addieren der Sonderangebote.
3.
Welche der folgenden Aussagen sind richtig?
a)
Die Gutscheinaktionen
A verändern das Einkaufsverhalten.
B preisen überteuerte Produkte an.
C werden nur an den Kassen angeboten.
D sollen zum Kauf anregen.
Kreuze die richtige Antwort an.
Nur A und B stehen im Text.
Nur A und D stehen im Text.
Nur B und C stehen im Text.
Nur C und D stehen im Text.
b)
Im „Super Center“
A beschwert sich ein Kunde lautstark.
B kämpft ein Kunde mit der Rabattgrenze.
C steht eine Japanerin in der Schlange.
D steht man vor leeren Regalen.
Kreuze die richtige Antwort an.
Nur A und B stehen im Text.
Nur A und D stehen im Text.
Nur B und C stehen im Text.
Nur C und D stehen im Text.
c)
Die junge Kassiererin
A gibt versehentlich das Rückgeld falsch heraus.
B kennt sich mit den Gutscheinen schlecht aus.
C vertippt sich mehrmals bei den Waren.
D wird von ihrer Vorgesetzten unterstützt.
Kreuze die richtige Antwort an.
Nur A und C stehen im Text.
Nur A und D stehen im Text.
Nur B und C stehen im Text.
Nur B und D stehen im Text.
4.
Zitiere eine Textstelle, in der sich ein Vergleich befindet.
„[…] wie betäubt gewesen.“ (Z. 44)
„[…] wie eine Opfergabe […].“ (Z. 74)
5.
Der Autor setzt häufig das Stilmittel der Ironie ein.
Erkläre die ironische Wirkung anhand einer Textstelle.
  • „[…] beim frühzeitigen Erwerb von großen Osterhasenmengen, […].“ (Z. 10)
    Die Ironie besteht darin, dass der Kauf saisonaler Produkte in großen Mengen für einen durch- schnittlichen Haushalt unangebracht ist.
  • „minutiöse Planung“ (Z. 12f.)
    Der Aufwand für den Kunden besteht darin, dass der Einkauf erst genauestens geplant werden muss und somit sehr zeitaufwändig ist. Der erreichte Rabatt steht somit nicht im Verhältnis zu der Zeit, die man für die Planung investieren muss.
  • „[…] durch diesen Schlag zunächst wie betäubt gewesen.“ (Z. 43ff) – Die Ironie besteht darin, dass der Erzähler impliziert, die Niederlage physisch zu spüren.
  • „biologisch abbaubare Unterhosen“ (Z. 55) oder „ökologisch unbedenkliche Unterhosen“ (Z. 77) – Die Ironie besteht darin, dass diese Attribute üblicherweise nicht für Unterwäsche verwendet werden.
6.
„Es begann damit, dass ich es eines Tages müde wurde, …“ (Z. 1ff.)
Erkläre, was hier mit „müde“ gemeint sein könnte.
  • Der Erzähler empfindet die ständige Nachfrage nach einer Supercard durch die Verkäuferinnen als lästig (vgl. Z. 1f.) und zermürbend.
  • Dem Erzähler gehen langsam die Antworten („Verneinungen“, Z. 2) aus. Es ist ihm zu anstrengend, das Angebot immer wieder ablehnen zu müssen. Schließlich gibt er auf und beantragt eine Supercard (vgl. Z. 3f.).
7.
Nenne zwei Vorteile, die der Besitz einer Supercard angeblich hat.
  • Sammeln und Einlösen von Punkten (vgl. Z 4ff.)
  • Bestellen von Waren aus dem Katalog (vgl. Z. 5)
  • Teilnahme an Gutscheinaktionen (vgl. Z. 5ff.)
  • Zusendung von Glücksangeboten (vgl. Z. 9)
  • Erhalt von Rabatten (vgl. Z. 9)
8.
Erläutere anhand von zwei Textstellen, wie Gutscheinaktionen Kundinnen und Kunden zum Einkaufen motivieren und anlocken.
  • Glücksangebote flattern unbestellt und überraschend per Post ins Haus, sodass man durch die Rabattaktionen zum Einkaufen in den Geschäften motiviert wird (vgl. Z. 9ff.).
  • Der Einkauf muss genau geplant werden, da die Gutscheine nur eine beschränkte Gültigkeit haben. Dadurch achtet man besonders auf Rabatte und Angebote, um die Gutscheine nicht verfallen zu lassen (vgl. Z. 14ff.).
  • Einige Gutscheine sind nur in bestimmten Filialen gültig; dadurch werden Kundinnen und Kunden in diese Filialen gelockt (vgl. Z. 45ff.).
  • Die bei jedem Einkauf gesammelten Supercard-Punkte ermöglichen das Auswählen einer Prämie, die wiederum zum Sammeln der Punkte und somit zum Einkaufen animiert (vgl. Z. 4ff., Z. 84).
9.
Der Besuch im „Super Center“ löst bei dem Erzähler verschiedene Stimmungen aus.
Arbeite anhand von drei Textstellen seine Stimmungsschwankungen heraus.
  • Er möchte eher scherzhaft mit der Situation umgehen („Pfui“), bemerkt aber, dass er enttäuscht ist, weil seine Vorfreude auf die zu erwartenden 10% zunichte gemacht wird (vgl. Z. 51).
  • Er agiert „mechanisch“ und „wie betäubt“, weil er enttäuscht ist (vgl. Z. 41).
  • Einen anderen Gutschein ausprobierend, schöpft er neue Hoffnung (vgl. Z. 45ff.).
  • Nach langem Hin und Her versucht der Mann, doch noch zu seinem Rabatt zu kommen, er handelt nunmehr trotzig, verärgert und getrieben, weil die Kassiererinnen ihm den gewünschten Rabatt nicht gewähren. Stattdessen muss er nun zwei Packungen grüne Unterhosen kaufen, die er eigentlich gar nicht wollte (vgl. Z. 70ff.).
  • Nach dem erfolgreichen Einsatz eines Gutscheins ist der Mann sehr erschöpft und muss sich erholen (vgl. Z. 79f.).
  • Ganz am Ende triumphiert der Mann, denn er verbucht einen doppelten Erfolg: Der Gutschein kam zum Einsatz und durch diesen konnte er seine Supercard-Punkte vermehren, sodass nun bald ein Werbegeschenk eingelöst werden kann (vgl. Z. 84).
10.
„Die Geschichte zeigt, dass der Kunde König ist.“
Begründe anhand von zwei Textstellen, ob du dieser Aussage zustimmst oder sie ablehnst.
Zustimmung:
Der Kunde ist dann König, wenn er zuvorkommend und freundlich behandelt wird. Die Kassiererinnen bemühen sich, die Kundschaft bei Laune zu halten. Sie bleiben neutral und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen, auch als der Erzähler einen Gutschein nach dem anderen aus seinem Bündel zieht (vgl. Z. 45). Die Vorgesetzte schaltet sich schließlich ein und blickt „mütterlich“ (Z. 52) auf das Geschehen. Die Kassiererinnen rechnen den Endbetrag sogar mit „einem Zettelchen und einem Kugelschreiber“ (Z. 64f.) aus und bleiben selbst dann beherrscht, als der Mann eine weitere Packung Unterhosen bringt (vgl. Z. 62f.), sich an anderen Kundinnen und Kunden vorbeidrängt (vgl. Z. 55f.) und die Schlange an der Kasse länger wird (vgl. Z. 59).
Ablehnung:
In diesem Gutscheinsystem ist der Kunde nicht König, denn der Einsatz der Gutscheine erfordert auf der Seite der Kundschaft einen enormen Aufwand (vgl. Z. 12f.) und gründliche Recherche. Zudem ist anscheinend nicht auf den ersten Blick ersichtlich, wo welcher Gutschein gültig ist, z.B. nur in der City-Filiale (vgl. Z. 37f.).
Die Kundinnen und Kunden werden manipuliert, denn sie erhalten Geschenke, die sie gar nicht benötigen. Zudem werden sie durch das Rabattsystem angelockt und dazu verführt, große Mengen zu kaufen, obwohl sie diese weder kaufen wollten noch benötigen (vgl. Z. 5ff.).
Auch der Erzähler in der Geschichte bekommt keine wirkliche Hilfe, denn er muss sich allein auf der „Kampfbahn des Gutscheinwesens“ (Z. 39) gegen den „unbestechlichen Blick der Vorgesetzten“ (Z. 65) behaupten.
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
Jetzt freischalten
Infos zu SchulLV PLUS
Ich habe bereits einen Zugang
Zugangscode einlösen
Login
Folge uns auf
SchulLV als App