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Aufgabe 2

Aufgaben
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$\blacktriangleright\;$ Thema:
Heinrich Leopold Wagner (*1747 - †1779): Die Kindermörderin. Ein Trauerspiel (1776)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  1. Analysiere den Auszug aus Heinrich Leopold Wagners Trauerspiel „Die Kindermörderin“. Berücksichtige dabei besonders die Gestaltung der Figur Evchen.
  2. Stelle dar, wie die Figur Gretchen in „Goethes Faust I“ angelegt ist. Erläutere auf dieser Grundlage knapp, wie sich ihre äußere und innere Situation nach der Begegnung mit Faust entwickelt. Vergleiche die Gestaltung der Frauenfiguren Evchen und Gretchen in ihrer jeweiligen Konfliktsituation – auch unter Berücksichtigung deines Wissens zum Sturm und Drang.
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#figurenkonstellation#sturmunddrang#textanalyse#erläutern#dramenauszug
Heinrich Leopold Wagner

Die Kindermörderin. Ein Trauerspiel

Auszug aus dem 4. Akt
Evchen Humbrecht, 18-jährige Tochter eines Straßburger Metzgers, wird zusammen mit ihrer Mutter von einem adligen Leutnant namens von Gröningseck nach einem Karnevalsball in ein Bordell geführt. Dort verabreicht von Gröningseck der Mutter einen Schlaftrunk, vergeht sich an der Tochter, verspricht ihr, sie zu heiraten. Evchen wird schwanger und hofft auf die Heirat, die stattfinden soll, sobald von Gröningseck nach einigen Monaten seine Militärlaufbahn aufgegeben und die Angelegenheiten mit seiner Familie geklärt hat. Bevor von Gröningseck dazu nach Hause reist, kommt es zu folgendem Gespräch (siehe den vorliegenden Textauszug aus dem 4. Akt).
Im Anschluss an das hier vorliegende Gespräch verhindert eine Intrige seines Freundes Hasenpoth, der gegen die nicht standesgemäße Verbindung ist, die Verwirklichung der Heiratspläne. Evchen bringt ihr Kind zur Welt, tötet es aus Verzweiflung und wird am Ende, als die Intrige aufgedeckt wird und von Gröningseck zur Heirat zurückkommt, als Kindsmörderin verhaftet. Obwohl der Leutnant beim König ein Gnadengesuch vorbringen will, nimmt Evchen das Todesurteil an.
$\,$
Evchen (bebt zurück.) Wie! sie erkühnen sich – um Mitternacht – was wollen sie? was ist ihre Absicht?
v. Gröningseck. Die reinste, tugendhafteste, die je ein Mann gehabt hat. Ihnen ihre Ruhe wieder zu geben –
Evchen. Können sie das? können sie geschehne Sachen ungeschehn machen? – oder wollen sie sich
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zum Gott lügen, und mich noch einmal täuschen?
v. Gröningseck. Das nicht, Evchen! wahrhaftig nicht! – Das letzte mag ich nicht, das erste kann ich nicht – und doch wollt ich, ich könnts! mit meinem Blut wollt ich ihn wiederkaufen, den unglücklichen Augenblick, da ich im Taumel –
Evchen. Er ist mir tief genug in die Seele gebrennt, sie brauchen mich nicht noch selbst daran zu
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erinnern; – oder – sind sie Satans genug, Verführer und Kläger zugleich zu seyn? –
v. Gröningseck (springt auf.) Ums Himmels willen, für welch ein scheusliches Ungeheuer halten sie mich! – Ich kam hieher –
Evchen. Zu einer Zeit, in einer Stunde, in der sie nicht gekommen wären, wenn sie nur die geringste Hochachtung noch für mich hätten.
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v. Gröningseck. Verzeihn sie! Evchen! ich schwör ihnen das Gegentheil: da ich ihre Delikatesse[1] kenne und billige, so stand ich lang an, eh ich mich zu diesem unzeitigen Besuch entschließen konnte: es mußte aber gewagt seyn! – ich war ihnen und mir es schuldig, sie nochmals allein zu sprechen, eh ich nach Haus reise.
Evchen. Sie verreisen?
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v. Gröningseck. So bald als möglich, um noch zu rechter Zeit wiederkommen, und ihnen meine Hand anbieten zu können.
Evchen. Ist das ihr Ernst, Gröningseck? spricht ihr Herz so? mich deucht[2], sie schwuren mirs schon ehmals.
v. Gröningseck. Und wiederhohls hier aufs feyerlichste. – Ihrer beleidigten Tugend alle mir mögliche
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Genugthuung zu geben, war, so bald ich fand, daß sie das nicht waren, für das ich sie in meinem Leichtsinn versehn hatte, meine erste Empfindung, und wird auch da noch, wenn alle andren Empfindungen mit Blut und Athem stocken, meine letzte seyn. – Möchte sie dieses Versprechen doch in etwas beruhigen! Ich hab nur ein Wort. – Aber, du Evchen – hast mir nicht Wort gehalten.
Evchen. Wie so!
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v. Gröningseck. Versprachst du mir nicht, dir Gewalt anzuthun – dir nichts merken zu lassen! –
Evchen. Es ist wahr, ich versprach, mir alle Mühe desfalls zu geben; thats auch, und –
v. Gröningseck. Und doch kam ich niemals ins Zimmer, daß du nicht bis in die Augen roth geworden wärst! – Wars Zorn, Verachtung, Abscheu?
Evchen. Das wars nicht, Gröningseck! ich liebte sie, so wie ich sie kennen lernte, jetzt kann ichs ihnen
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sagen – sonst hätten sie mich nicht so schwach gefunden, – und kann sie auch noch nicht hassen, wenn ich auch nie die Hofnung hätte, die Ihrige zu werden: – aber den Gewissenswurm, der mir am Herzen nagt, zu ersticken, hab ich noch nicht gelernt! – wenn ichs könnte, würde ich doppelt vor mir erröthen.
v. Gröningseck. Göttliches Mädchen! (ergreift ihre Hand, und führt sie dem Mund zu.)
Evchen (zieht sie schnell zurück.) Ich dachte, sie hätten nur ein Wort! – ists Vergessenheit? –
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v. Gröningseck. Vergessenheit! Ergießung der Seelen! wie dus nennen willst – Kurz, ich kann nicht, ich muß den Schwur meiner ewigen Treue mit einem Handkuß versiegeln. (will ihre Hand mit Gewalt küssen, sie stößt ihn von sich.)
Evchen. Nein, Herr Lieutenant! – Sollten sie es auch für Ziererey halten: ein Handkuß ist nichts, das weiß ich, und dennoch kann er zu allem führen. – Wenn sie in Kleinigkeiten nicht Wort halten, wie soll ich ihnen
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in wichtigern Angelegenheiten trauen? Ich will ihnen wenigstens einen Meyneid ersparen. – Wer einmal in Feuersnoth gewesen, und das zweytemal nicht vorsichtig ist, verdient es, daß er darinn umkommt. – Bis wann denken sie wieder hier zu seyn?
v. Gröningseck. Zwey Monat werden mit der Reise wohl drauf gehn.
Evchen. Zwey Monat! – Da wird mir das Herz noch manchmal klopfen: – aber, das muß nun seyn, folglich
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muß ich mirs auch gefallen lassen. – Ich heiß sie nicht eilen, wenn sie ihr Herz das nicht selbst heißt, – so bin ich ohnehin verlohren. –
v. Gröningseck. Das thuts gewiß.
Evchen. Jetzt, Gröningseck! ja! das glaub ich ihnen, traus ihrer Rechtschaffenheit zu. Wer kann mir aber für die Zukunft stehn? – niemand; sie selbst nicht! – Keins von uns hat im Buche der Vorsehung sein
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Schicksal gelesen: – eine innre Stimme, die ich aber immer zu betäuben suche, sagt mir, das Meinige wäre mit Blut geschrieben.
v. Gröningseck. Evchen! wie kommen sie da dran?
Evchen. Wie? auf die leichteste, simpelste Art von der Welt. – Den Fall gesetzt, sie hielten ihr Wort nicht –
v. Gröningseck. Der Fall ist aber unmöglich! –
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Evchen. Das kann nur die Zeit lehren: – ich setz indessen – hören sie nur! – sie hielten ihr Wort nicht, überließen mich meinem Schicksal, dem ganzen Gewicht der Schande, die mich erwartet, dem Zorn meiner Anverwandten, der Wuth meines Vaters, glaubst du, daß ich dies alles abwarten würde? abwarten könnte? – gewiß nicht! – die grauenvollste Wildniß würde ich aufsuchen, von allem was menschliches Ansehn hat entfernt, mich im dicksten Gesträuch vor mir selbst verbergen, nur den Regen des Himmels
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trinken, um mein Gesicht, mein geschändetes Ich nicht im Bach spiegeln zu dürfen; und wenn dann der Himmel ein Wunderwerk thäte, mich und das unglückliche Geschöpf, das Waise ist noch eh es einen Vater hat, beym Leben zu erhalten, so wollt ich, so bald es zu stammeln anfieng, ihm statt Vater und Mutter, die gräßlichen Worte, Hure und Meyneid, so lang ins Ohr schreyn, bis es sie deutlich nachspräche, und dann in einem Anfall von Raserey durch sein Schimpfen mich bewöge, seinem und
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meinem Elend ein Ende zu machen. – Wär das nicht blutig? Gröningseck! –
v. Gröningseck. Nur zu sehr – die Haar stehn mir – ich bin Soldat – war sehr jung schon im Feld mit; hab manche schreckliche Scene mit angesehn – aber so was –
Evchen. Kannst nur du veranlassen, und ich ausführen!
v. Gröningseck. Da bewahr sie Gott vor! – mir schaudert schon beym Gedanken! – Ums Himmelswillen,
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Evchen! entsagen sie doch allen diesen melancholischen Träumereyen, schlagen sie sich dieselben ganz aus dem Sinn – verlassen sie sich auf mich, auf mein gegebenes Ehrenwort, auf meinen Überrest von Gefühl und Tugend; wenns auch nur ein Fünkchen wär; so haben sie es doch wieder angefacht.
Evchen. Gut, Gröningseck! so seys denn! – ich versprechs ihnen.


[1] Delikatesse: hier: heikle Lage
[2] mich deucht: mir scheint
Aus: Heinrich Leopold Wagner: Die Kindermörderin. Ein Trauerspiel. Hrsg. von Jörg-Ulrich Fechner. Stuttgart: Reclam 2014, S. 50.53 (Der vorliegende Textauszug aus der Reclam-Ausgabe folgt dem Erstdruck von 1776).
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Analysieren des Trauerspiel-Auszuges

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Heinrich Leopold Wagner (*1747 - †1779): Die Kindermörderin. Ein Trauerspiel (1776)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Analysiere den Auszug aus Heinrich Leopold Wagners Trauerspiel „Die Kindermörderin“. Berücksichtige dabei besonders die Gestaltung der Figur Evchen.

Einleitung

Wie in jeder Analyse beginnst du deine Einleitung mit einem kurzen Basissatz, in dem du die wichtigsten Informationen nennst und den Inhalt von „Die Kindermörderin“ knapp zusammenfasst.
Basissatz
  • Titel: Die Kindermörderin. Ein Trauerspiel
  • Autor: Heinrich Leopold Wagner
  • Erscheinungsjahr: 1776
  • Inhalt: Die Tragödie verdeutlicht auf gesellschaftskritische Art und Weise die Probleme der Ständetrennung zwischen Bürgertum und Adel und den Stand der Frau in der Gesellschaft. Nicht zuletzt soll das Werk auch das Problem des Kindermordes im 18. Jahrhundert und dessen harte Bestrafung ansprechen.

Hauptteil

Im Hauptteil fasst du nun zuerst den Inhalt der vorliegenden Szene zusammen und ordnest sie knapp in die vorangegangene Entwicklung der Tragödie ein. Anschließend untersuchst du unter Berücksichtigung der sprachlichen Gestaltung die Figurengestaltung in der dargestellten Kommunikationssituation. Gehe dabei besonders auf die Figur Evchen ein.
Inhaltliche Zusammenfassung
  • Unterhaltung zwischen von Gröningseck und Evchen
  • von Gröningseck erscheint um Mitternacht vor Evchens Haus, um sich von ihr für längere Zeit zu verabschieden
    $\rightarrow$ Evchen ist aufgebracht, weil sie es für unangemessen hält, um Mitternacht vor dem Haus einer Frau aufzulauern
  • Evchen und er versichern sich ihre gegenseitige Liebe und von Gröningseck wiederholt sein Eheversprechen
  • dennoch kann Evchen ihre Gedanken nicht für sich behalten
    $\rightarrow$ sie erschreckt von Gröningseck mit ihren Vorahnungen eines Schicksals, das „mit Blut geschrieben“ sei
  • von Gröningseck verspricht Evchen, in zwei Monaten wieder bei ihr zu sein
    $\rightarrow$ versucht sie damit zu beruhigen, was nicht ganz klappt
  • Szene endet mit Versprechen Evchens, das sie von Gröningseck gibt
    $\rightarrow$ verspricht ihm, nicht mehr melancholisch zu sein, sondern auf Versprechen von Gröningseck zu vertrauen
Deutungshypothese der Szene
  • Zerrissenheit Evchens zwischen Liebe zu von Gröningseck, ihrer unehelichen Schwangerschaft und den Regeln der Gesellschaft
  • Vorausahnung auf Evchens weiteres Schicksal und den Kindsmord
Einordnung in die Evchen-Handlung
  • Evchen ist die 18-jährige Tochter des Straßburger Metzgers Herr Humbrecht
  • wird nach einem Maskenball mit ihrer Mutter von Leutnant von Gröningseck in ein Bordell geführt
  • Evchen wird dort von von Gröningseck vergewaltigt und geschwängert
  • hofft auf Heirat, um gesellschaftlicher Schmach zu entgehen
  • von Gröningseck muss für zwei Monate verreisen um Militärlaufbahn aufzugeben und Angelegenheiten mit Familie zu klären
  • kommt vor Abreise nochmal zu Evchen
    $\rightarrow$ vorliegende Szene
  • wegen Intrige von Hasenpoth werden Heiratspläne vereitelt
  • Evchen bringt ihr Kind zur Welt und tötet es, was schon in der vorliegenden Szene prophezeit wurde
  • als von Gröningseck zurückkommt, wird Evchen wegen Kindesmord verhaftet und nimmt trotz der Proteste von Gröningsecks das Todesurteil an
Figurengestaltung
$\blacktriangleright$ Evchen
  • Evchen scheint zunächst sehr befremdet vom späten Erscheinen von Gröningsecks
    $\rightarrow$ „Wie! sie erkühnen sich – um Mitternacht – was wollen sie? was ist ihre Absicht?“ (Z. 1)
    $\rightarrow$ Zeitpunkt des Besuchs verletzt ihre Vorstellungen von Anstand
    $\rightarrow$ denkt, dass von Gröningseck sie nochmals verführen will und seine Gefühle nicht tugendhaft sind, weshalb er nur um Mitternacht kommen kann
  • „Können sie das? können sie geschehne Sachen ungeschehn machen? – oder wollen sie sich zum Gott lügen, und mich noch einmal täuschen?“ (Z. 4-5)
    $\rightarrow$ denkt, dass von Gröningseck sie nochmals täuschen will, wie bei der Vergewaltigung
    $\rightarrow$ kann guten Absichten von Gröningsecks zunächst keinen Glauben schenken, obwohl sie ihn liebt
    $\rightarrow$ will nicht nochmal enttäuscht werden
    $\rightarrow$ aus letzter Täuschung ging ungewollte Schwangerschaft hervor
    $\rightarrow$ scheint wütend auf von Gröningseck zu sein, da er das Geschehene nicht ungeschehen machen kann
  • „Er ist mir tief genug in die Seele gebrennt, sie brauchen mich nicht noch selbst daran zu erinnern […]“ (Z. 11)
    $\rightarrow$ Evchen ist traumatisiert von der Vergewaltigung
    $\rightarrow$ sieht deshalb in von Gröningseck den Teufel, der sie verführt hat und vom richtigen Weg abgebracht hat
  • Wut über von Gröningseck verpufft, als sie von seiner baldigen Abreise erfährt
    $\rightarrow$ insgeheim hegt sie die Angst, dass er sie nach seiner Abreise im Stich lässt und nicht mehr wieder kommt
  • „Ist das ihr Ernst, Gröningseck? spricht ihr Herz so? mich deucht, sie schwuren mirs schon ehmals.“ (Z. 22)
    $\rightarrow$ unsicher, ob von Gröningseck sein Eheversprechen wirklich ernst meint
    $\rightarrow$ ist noch beleidigt, weil sie sein spätes Erscheinen als geringe Wertschätzung ihrer Person wahrnimmt
    $\rightarrow$ weiß nicht, ob er sie wirklich liebt oder sie nur aus Pflichtgefühl heiratet
    $\rightarrow$ erinnert sich schließlich, dass er ihr die Heirat bereits schon einmal versprochen hat
  • Ausruf „Wie so!“ (Z. 29) zeigt Sprachlosigkeit Evchens auf von Gröningsecks Beschuldigung
    $\rightarrow$ erschrocken über Unterstellung von Gröningsecks, dass sie ihr Wort nicht gehalten hat
    $\rightarrow$ scheint sich zunächst nicht daran zu erinnern, welches Versprechen er meint
    $\rightarrow$ Anklage wendet sich ab von von Gröningseck und gegen sie selbst, was ihr die Sprache verschlägt
  • „Es ist wahr, ich versprach, mir alle Mühe desfalls zu geben; thats auch, und –“ (Z. 31)
    $\rightarrow$ beteuert, dass sie ihr Wort gehalten hat
    $\rightarrow$ gibt zu, dass sie ein Versprechen gegeben hat, sich nichts anmerken zu lassen
    $\rightarrow$ wird von von Gröningseck unterbrochen, bevor sie weitersprechen kann
    $\rightarrow$ Unterbrechung hat dramaturgische Funktion; macht Gespräch zweier Personen rasanter und hitziger
  • Evchen gibt in Zeile 34 ihre Liebe zu von Gröning zu, die sie bereits bei ihrer ersten Begegnung empfunden hat
    $\rightarrow$ hat keine Hoffnung seine Frau zu werden, da es nicht standesgemäß wäre
    $\rightarrow$ kann ihn aber auch nicht dafür hassen, da beide nichts für ihre Herkunft können
  • „– aber den Gewissenswurm, der mir am Herzen nagt, zu ersticken, hab ich noch nicht gelernt! – wenn ichs könnte, würde ich doppelt vor mir erröthen.“ (Z. 36ff.)
    $\rightarrow$ hat wegen Liebe schlechtes Gewissen, da sie niemandem davon erzählen kann
    $\rightarrow$ würde es ihren Eltern, die sie sehr liebt und zu denen sie eine enge Bindung hat, gerne erzählen, aber kann es nicht, aus Angst von ihnen und dem Rest der Gesellschaft verstoßen zu werden
    $\rightarrow$ charakterisiert sich selbst: ist schlecht darin, zu lügen und ein schlechtes Gewissen zu verbergen
    $\rightarrow$ Mutter hatte sie zuvor schon auf Melancholie angesprochen
    $\rightarrow$ schlechtes Gewissen hält sie davon ab, ihr Leben wie gewohnt weiterzuführen
  • „Ich dachte, sie hätten nur ein Wort! – ists Vergessenheit? –“ (Z. 39)
    $\rightarrow$ Evchen beharrt auf Versprechen, das von Gröningseck ihr gegeben hat
    $\rightarrow$ Handkuss steht für Intimität, die sie vor der Ehe nicht eingehen will
    $\rightarrow$ erschrocken, weil von Gröningseck Tugendhaftigkeit vergessen zu haben scheint und sich seiner Begierde hingibt
    $\rightarrow$ Tugend, also Einhaltung des Versprechens, achtet Evchen mehr als die Versuchung und das Verlangen des Augenblicks
  • „sie stößt ihn von sich“ (Z. 42)
    $\rightarrow$ heftige Reaktion; Wandel des lieben naiven Mädchens, das alles mit sich machen lässt, zu Frau, die weiß, was sie will
    $\rightarrow$ erbost über Unbedachtheit von Gröningsecks
    $\rightarrow$ hat Angst, dass nichtssagender Handkuss sie erneut verführen könnte
    $\rightarrow$ zeugt von Evchens frommer und guter Erziehung
    $\rightarrow$ lenkt schließlich ab, indem sie von Gröningseck die Frage stellt, wann er denn zurückkehren werde
  • „Zwey Monat! – Da wird mir das Herz noch manchmal klopfen: – aber, das muß nun seyn, folglich muß ich mirs auch gefallen lassen. – Ich heiß sie nicht eilen, wenn sie ihr Herz das nicht selbst heißt, – so bin ich ohnehin verlohren. –“ (Z. 51ff.)
    $\rightarrow$ hofft, dass er sich beeilt, will ihn aber zu nichts zwingen
    $\rightarrow$ stellt eine Art Test für von Gröningseck dar: wenn er sich beeilt, um schnell zurückzukommen, liebt er Evchen wirklich
    $\rightarrow$ Risiko: kommt er zu spät zurück, trägt Evchen alleine die Schmach für die uneheliche Schwangerschaft
  • „– eine innre Stimme, die ich aber immer zu betäuben suche, sagt mir, das Meinige wäre mit Blut geschrieben“ (Z. 55)
    $\rightarrow$ hat Angst vor Zukunft, da Gesellschaft uneheliche Schwangerschaft schwer ächtet und weil sie nicht weiß, ob von Grönigseck zurückkommen wird, um sie zu unterstützen
    $\rightarrow$ behält Recht, da schicksalhafte Intrige ihn nicht rechtzeitig zurückkehren lässt, um Evchen und das Kind zu retten
    $\rightarrow$ Evchen glaubt nun an von Gröningsecks gute Absichten und will ihm Glauben schenken
    $\rightarrow$ verfällt jedoch wieder in Verzweiflung und Melancholie
    $\rightarrow$ erste Vorausdeutung auf Evchens Schicksal
  • im Monolog von Zeile 60 bis 70 schildert Evchen von Gröningseck die Konsequenzen, sollte er nicht zurückkehren
    $\rightarrow$ Schilderung macht sogar von Gröningseck Angst
    $\rightarrow$ Evchen versucht ihn zur Einhaltung seines Versprechens zu zwingen, indem sie an seine Liebe zu ihr und seine Menschlichkeit appelliert
    $\rightarrow$ Verzweiflung und Wut über unentrinnbare Situation brechen aus Evchen heraus
    $\rightarrow$ im Fall eines Meineids von von Gröningseck würde sie aus dem Haus ihrer Eltern in die Wildnis fliehen und ihrem Kind, bevor sie es umbringt, die Worte Hure und Meyneid beibringen
    $\rightarrow$ Vorausdeutung auf Kindsmord
  • verspricht von Gröningseck zum Schluss, von diesen dunklen Gedanken abzulassen und darauf zu vertrauen, dass er wiederkommt und alles gut wird
    $\rightarrow$ nach Schilderung des Kindmordes und ihren Gedanken kann man Evchen dieses Versprechen jedoch nicht glauben

Schluss

Fasse zum Schluss deine Analyse-Ergebnisse nochmals in einem Fazit zusammen.
  • Evchen eigentlich gut erzogenes Mädchen
    $\rightarrow$ grämt sich wegen Schwangerschaft und Vergewaltigung
  • Verzweiflung und Melancholie scheinen sie zu überwältigen und sie sieht keinen Ausweg aus der Situation
    $\rightarrow$ hat Angst vor Ausschluss aus Gesellschaft beziehungsweise aus Familie
    $\rightarrow$ hat Angst, dass von Gröningseck nicht von Reise zurückkehren wird und sich nicht an Heiratsversprechen halten wird
    $\rightarrow$ Evchen ist zerrissen zwischen Sitten der Gesellschaft und ihrer Liebe zu von Gröningseck
  • Szene ist eine Vorausdeutung auf Evchens Schicksal und den Kindsmord

Vergleich mit Goethes „Faust“

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Heinrich Leopold Wagner (*1747 - †1779): Die Kindermörderin. Ein Trauerspiel (1776)
Johann Wolfgang Goethe: „Faust. Der Tragödie Erster Theil“
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Stelle dar, wie die Figur Gretchen in „Goethes Faust I“ angelegt ist. Erläutere auf dieser Grundlage knapp, wie sich ihre äußere und innere Situation nach der Begegnung mit Faust entwickelt. Vergleiche die Gestaltung der Frauenfiguren Evchen und Gretchen in ihrer jeweiligen Konfliktsituation – auch unter Berücksichtigung deines Wissens zum Sturm und Drang.

Einleitung

Überlege dir für die Einleitung einen Basissatz, in welchem du die wichtigsten Informationen zu Goethes Werk „Faust“ nennst, sowie den Inhalt des Werkes kurz zusammenfasst.
Basissatz
  • Titel: Faust. Der Tragödie Erster Theil
  • Autor: Johann Wolfgang Goethe
  • Erscheinungsjahr: 1808
  • Inhalt: Die Tragödie spielt in Deutschland um das Jahr 1500 und handelt von dem Wissenschaftler Heinrich Faust, der nach Wissen strebt und unfähig ist, sein Leben zu genießen. Aus diesem Grund schließt er einen verhängnisvollen Pakt mit dem Teufel und verspricht diesem seine Seele.

Hauptteil

Im Hauptteil stellst du dar, wie die Figur Gretchen in Goethes „Faust“ angelegt ist. Erläutere anschließend knapp, wie die Gretchenhandlung und dabei auch Gretchens äußere und innere Situation sich entwickelt. Zuletzt vergleichst du die Figuren Gretchen und Evchen - auch unter Berücksichtigung deines Wissens zum Sturm und Drang.
Figurengestaltung
$\blacktriangleright$ Gretchen
  • Figur Gretchen, die eigentlich Margarete heißt, soll ein junges Mädchen darstellen, welches etwa 14 oder 15 Jahre alt ist und aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammt
  • bei der ersten Begegnung mit Faust wird sie als wohlerzogen, schüchtern und hübsch dargestellt
  • reines Herzens und die personifizierte Unschuld
  • stark gläubig und lebt streng nach den Regeln der Kirche
  • durch den Namen „Gretchen“ wird die naive und kindliche Seite dieser Figur deutlich
  • verliebt sich in Faust und wird von ihm schwanger
  • wird von Gesellschaft geächtet, als uneheliche Schwangerschaft bekannt wird
  • Gretchen ermordet aus Verzweiflung ihr Kind und wird verhaftet
  • als Faust sie befreien will, erkennt sie jedoch ihre Schuld und gibt sich der Gnade Gottes hin, woraufhin sie von ihrer Sünde reingewaschen wird und stirbt
Entwicklung der Situation Gretchens
  • Gretchenhandlung beginnt, als Gretchen von Faust auf der Straße angesprochen wird
    $\rightarrow$ glaubt deshalb, dass sie etwas unsittliches getan hat
  • als Faust ihr ein Schmuckkästchen schenkt, entdeckt Gretchen ihre Sexualität, die sie aber noch nicht als solche erkennt
    $\rightarrow$ wünscht sich, mit ihrer Mutter über die unbekannten Gefühle reden zu können, vor denen sie Angst hat
  • besingt im Lied „Ein König in Thule“ ihre Bereitschaft, ein außereheliches Verhältnis einzugehen und den Wunsch nach einer bedingungslosen und hingebungsvollen Liebe
  • im Gartenhäuschen gibt sich Gretchen dem Kuss von Faust leidenschaftlich hin
    $\rightarrow$ werden von Mephisto gestört
    $\rightarrow$ danach sehnt sich Gretchen immer mehr nach Faust
    $\rightarrow$ Weg in die soziale Schande beginnt
  • am Brunnen erfährt sie das Schicksal von Frauen, die unehelich schwanger geworden sind
  • betet danach zur Muttergottes, was die bevorstehende Ermordung ihres Kindes andeutet
  • Gretchen singt ein Lied, in dem sie die Gottesmutter als leidende Mutter anbetet
    $\rightarrow$ bittet wegen ihrer Schwangerschaft um die Rettung vor Schande und dem Tod
    $\rightarrow$ spricht zum ersten Mal aus, was bereits in der Szene „AM BRUNNEN“ angedeutet wurde
  • Gretchens Bruder Valentin will die Ehre und Anständigkeit seiner Familie wiederherstellen, indem er Faust tötet
    $\rightarrow$ Valentin wird von Faust und Mephisto tödlich verwundet und klagt vor dem zusammengelaufenen Volk seine Schwester an, eine Hure und für seinen Tod verantwortlich zu sein
    $\rightarrow$ Gretchens Kindsmord wird prophezeit
    $\rightarrow$ Gretchen ist nun der sozialen Schande ausgeliefert und von Faust verlassen; ihr Weg in den Wahnsinn beginnt
    $\rightarrow$ Gretchen erlebt nun die Konsequenzen ihrer Sünde und wird mit ihrer Angst konfrontiert, von Faust verlassen zu werden
  • im Dom steht der böse Geist für Gretchens Schuldbewusstsein
    $\rightarrow$ Gretchen verzweifelt wegen ihres schlechten Gewissens und hat Angst
    $\rightarrow$ Änderung von Gretchens Gottesbild: der behütende Gott wird zum Richter
  • nach Gretchens Verhaftung geschieht im Kerker ein Umbruch
    $\rightarrow$ Gedanke der Weimarer Klassik: Gretchen erkennt ihre Schuld, trennt sich von Faust, der Welt und der Sünde und wird dadurch erlöst
    $\rightarrow$ Faust handelt egoistisch, will Gretchen gegen ihren Willen retten, gesteht sich die Schuld nicht ein, weshalb es für ihn keine Erlösung gibt
    $\rightarrow$ Faust ist dem Diesseits verhaftet, Gretchen wendet sich dem Jenseits zu aus schlechtem Gewissen, da sie ihr Kind ertränkt hat
    $\rightarrow$ Gretchen wird wieder zu Margarete durch ihr eigenständiges Handeln und die Erkenntnis, dass Faust sie nicht liebt
  • Gretchens äußere und innere Situation entwickelt sich im Verlauf des Dramas erst zum Schlechten hin
    $\rightarrow$ seit der öffentlichen Anklage ihres Bruders äußert sich ihre soziale Schande zum einen äußerlich, anhand ihres Verhaltens (Kindesmord), zum anderen aber auch an ihren Gefühlen (Verzweiflung, Selbstmordgedanken)
    $\rightarrow$ Tiefpunkt erreicht die Entwicklung im Kerker
    $\rightarrow$ im Kerker ist Gretchen apathisch und erkennt Faust erst nicht wieder
    $\rightarrow$ als sie ihn schließlich erkennt, folgt die Erkenntnis und der Umbruch, welche ihre äußere und innere Situation wieder verbessert
Merkmale des Sturm und Drang
  • relativ kurze Epoche von 1767 bis 1785
  • Gegenströmung zur Aufklärung
    $\rightarrow$ Gefühl statt Vernunft
  • im Drama war ein wesentliches Merkmal die Zerissenheit der Hauptfiguren
  • Themen waren vor allem: Liebe, Verantwortung, Lust und Moral, Beziehungen und Ständeunterschiede
Gretchen und Evchen und Merkmale des Sturm und Drang
  • Gretchen ist zerissen zwischen den Sitten der Gesellschaft und ihrer Liebe zu Faust
    $\rightarrow$ auch Evchen fühlt sich zerrissen zwischen der Gesellschaft, ihrer Familie und von Gröningseck
    $\rightarrow$ während Evchens Schwangerschaft jedoch auf einer Vergewaltigung beruht, ist Gretchens Schwangerschaft zwar ungewollt, jedoch hat sie sich dem Geschlechtsverkehr freiwillig hingegeben
  • in der Szene am Brunnen wird ihr nochmals vor Augen geführt, was ihre Unsittlichkeit für Konsequenzen haben kann
    $\rightarrow$ entscheidet sich für die Lust, statt der Moral
    $\rightarrow$ Evchen kennt die Konsequenzen ihrer Schwangerschaft schon, muss sie aber noch von Gröningseck erklären, um ihn an sein Versprechen zu binden
  • Gretchentragödie behandelt auch Themen wie Liebe, Lust und Moral sowie nicht-standesgemäße Beziehungen
    $\rightarrow$ Liebe zwischen Faust und Gretchen, die als Tragödie endet
    $\rightarrow$ Gretchen zuerst als gottesfürchtiges Mädchen, das vom Teufel getäuscht wird
    $\rightarrow$ Beziehung zwischen Faust und Gretchen unsittlich
    $\rightarrow$ Liebe zwischen von Gröningseck und Evchen endet ebenfalls als Tragödie
    $\rightarrow$ Evchen ist auch ein wohl erzogenes Mädchen, es wird jedoch nicht deutlich, ob sie ebenso gottesfürchtig ist wie Gretchen
    $\rightarrow$ Beziehung zwischen Evchen und von Gröningseck ist ebenfalls nicht standesgemäß
  • Gretchen hört zuerst auf ihr Gefühl und gibt sich Faust hin
    $\rightarrow$ später siegt bei ihr jedoch die Vernunft und sie übergibt sich der Gnade Gottes
    $\rightarrow$ Evchen vertraut von Gröningseck, wird jedoch enttäuscht und tötet ebenfalls, wie vorhergesagt, ihr Kind
    $\rightarrow$ obwohl von Gröningseck sie hätte befreien können, nimmt sie das Todesurteil an, da auch sie ihre Sünde erkannt hat

Schluss

Fasse zum Schluss deine Ergebnisse nochmals in einem kurzen Fazit zusammen.
  • Figuren Gretchen und Evchen weisen viele Parallelen auf
    $\rightarrow$ beide kommen aus der bürgerlichen Schicht
    $\rightarrow$ wurden gut und religiös erzogen; verfallen trotzdem Männern aus einer höheren gesellschaftlichen Schicht und werden geschwängert
    $\rightarrow$ beide ermorden aus Verwzeiflung ihre Kindern, gestehen später jedoch Sünde ein und akzeptieren ihr Todesurteil
  • Evchen hatte den Kindsmord schon geplant, während das bei Gretchen nicht der Fall ist
  • beide Figuren sind zerrissen zwischen Lust und Moral
  • beide Figuren weisen in ihren Konfliktsituationen Merkmale des Sturm und Drang auf
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Lösungen
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Aufgabe 2

Analysieren des Trauerspiel-Auszuges

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Heinrich Leopold Wagner (*1747 - †1779): Die Kindermörderin. Ein Trauerspiel (1776)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Analysiere den Auszug aus Heinrich Leopold Wagners Trauerspiel „Die Kindermörderin“. Berücksichtige dabei besonders die Gestaltung der Figur Evchen.
Die 1776 publizierte Tragödie Die Kindermörderin. Ein Trauerspiel von Heinrich Leopold Wagner verdeutlicht auf gesellschaftskritische Art und Weise die Probleme der Ständetrennung zwischen Bürgertum und Adel und den Stand der Frau in der Gesellschaft. Nicht zuletzt soll das Werk auch das Problem des Kindermordes im 18. Jahrhundert und dessen harte Bestrafung ansprechen.
Die vorgegebene Szene gibt eine Unterhaltung zwischen von Gröningseck und Evchen wieder. Von Gröningseck erscheint um Mitternacht vor Evchens Haus, um sich von ihr für längere Zeit zu verabschieden. Evchen ist deswegen aufgebracht, weil sie es für unangemessen hält, um Mitternacht vor dem Haus einer Frau aufzulauern. Evchen und er versichern sich ihre gegenseitige Liebe und von Gröningseck wiederholt sein Eheversprechen. Dennoch kann Evchen ihre Gedanken nicht für sich behalten und sie erschreckt von Gröningseck mit ihren Vorahnungen eines Schicksals, das „mit But geschrieben“ sei. Von Gröningseck verspricht Evchen jedoch, in zwei Monaten wieder bei ihr zu sein, er versucht also, sie zu beruhigen, was nicht ganz zu funktionieren scheint. Die Szene endet mit dem Versprechen Evchens, nicht mehr melancholisch zu sein, sondern auf das Ehrenwort von Gröningseck zu vertrauen. In dieser Szene wird insbesonders die Zerrissenheit Evchens zwischen ihrer Liebe zu von Gröningseck, ihrer unehelichen Schwangerschaft und den Regeln der Gesellschaft. Zudem bietet die Szene eine Vorausahnung auf Evchens weiteres Schicksal und den Kindsmord.
Evchen ist die 18-jährige Tochter des Straßburger Metzgers Herr Humbrecht. Nach einem Maskenball, den sie mit ihrer Mutter besucht, wird sie von von Gröningseck vergewaltigt und gewschängert. Sie hofft daraufhin auf eine Heirat, um der gesellschaftlichen Schmach zu entgehen. Von Gröningseck muss allerdings für zwei Monate verreisen, um seine Militärlaufbahn aufzugeben und um Angelegenheiten mit seiner Familie zu klären. Vor seiner Abreise besucht er Evchen nochmals - dies ist die vorliegende Szene. Allerdings werden die Heiratspläne des Paares durch den Leutnant von Hasenpoth vereitelt. Evchen bringt schließlich ihr Kind zur Welt und tötet es, was ja schon in der vorangegangenen Szene prophezeit wurde. Als von Gröningseck schließlich zurückkommt, wird Evchen wegen Kindsmord verhaftet und nimmt trotz der Proteste von Gröningsecks das Todesurteil an.
In der Szene scheint Evchen zunächst sehr befremdet vom späten Erscheinen von Gröningsecks (vgl. Z. 1). Der Zeitpunkt des Besuchs verletzt ihre Vorstellungen von Anstand, sie denkt dass von Gröningseck sie nochmals verführen will und seine Gefühle nicht tugendhaft sind, weshalb er nur um Mitternacht kommen kann. Sie denkt außerdem, dass von Gröningseck sie nochmals täuschen will, wie bei der vorangegangenen Vergewaltigung. Zuerst kann sie den guten Absichten von Gröningsecks keinen Glauben schenken, obwohl sie ihn zu lieben scheint. Allerdings will sie nicht nochmals enttäuscht werden, denn aus der letzten Täuschung ging ihre Schwangerschaft hervor. Außerdem ist sie wütend auf von Gröningseck, da er das Geschehene nicht rückgängig machen kann: „Können sie das? können sie geschehne Sachen ungeschehn machen? – oder wollen sie sich zum Gott lügen, und mich noch einmal täuschen?“ (Z. 4-5). Evchen ist regelrecht traumatisiert von der Vergewaltigung und sieht in von Gröningseck Teufel und Verführer zugleich (vgl. Z. 8ff.). Dies spiegelt ihre innere Zerrissenheit wider. Und trotz ihrer Wut auf von Gröningseck, reagiert sie ängstlich, als sie von seiner Abreise erfährt. Verlassenängste keimen in ihr. Generell ist sie sich der Gefühle und der Authentizität und Tugend von Gröningseck alles andere als sicher (vgl. Z. 22). Sie weiß weder, ob er sein Eheversprechen ernst nimmt oder ob er sie wirklich liebt. Schließlich hatte er ihr die Heirat schon einmal versprochen und sein spätes Erscheinen sind für sie eigentlich ein Indiz der geringen Wertschätzung von Gröningsecks ihr gegenüber. Allerdings gibt Evchen in Zeile 34 ihre Liebe zu von Gröningseck zu, die bereits bei ihrer ersten Begegnung empfunden hat. Hier stellt sich für den Leser hauptsächlich die Frage, ob dann überhaupt von einer Vergewaltigung gesprochen werden kann, wenn sie ja damals schon Gefühle für ihn empfungen hat. Trotzdem hat Evchen keine Hoffnung, seine Frau zu werden, da es nicht standesgemäß wäre; sie hasst ihn dafür auch nicht, da beide nichts für ihre Herkunft können. Wegen ihrer Liebe hat sie allerdings ein schlechtes Gewissen, ja einen „Gewissenswurm“, der an ihr nagt (Z. 36), da sie niemandem davon erzählen kann. Nicht einmal ihren eng verbundenen Eltern kann sie davon berichten aus Angst vor der Verstoßung ihrerseits. Sie charakterisiert sich auch selbst, indem sie hier anspricht, dass sie nicht lügen kann und auch ein schlechtes Gewissen nicht verbergen kann (vgl. Z. 36ff.). Evchen ist so von dieser Zerrissenheit gepärgt, dass sie dadurch melancholisch geworden ist und ihr Leben nicht mehr regulär weiterführen kann. Als von Gröningseck ihr einen Handkuss geben will, ist sie erschrocken. Der Handkuss steht für sie für eine gewisse Intimität, die sie vor der Ehe allerdings nicht für angemessen hält. Für sie hat von Gröningseck seine Tugendhaftigkeit vergessen und er gibt sich seiner Begierde hin. Evchen achtet also die Tugend mehr als die Versuchung und das Verlangen des Augenblicks. Deswegen stößt sie ihn energisch von sich, was ihren Wandel von dem naiven Mädchen zu einer Frau, die weiß, was sie will, zeigt. Sie ist geradezu erbostüber die Unbedachtheit von Gröningsecks. Ein Handkuss könnte sie erneut verführen - dies zeugt von Evchens frommer und guter Erziehung. Um dieser Situation zu entgehen, fragt sie von Gröningseck, wann er zurückkommen werde. Sie ist sich seiner Gefühle für sie immer noch nicht sicher, weswegen sie ihn einem Test unterzieht - wenn er vor den angegebenen zwei Monaten zurückkommt, so liebt er sie wirklich. Diese zwei Monate sind aber gleichzeitig das höchste Gebot Evchens, sind sie verstrichen, so wird ihre Schande überdeutlich und sie wird der sozialen Ächtung ausgesetzt sein. Tatsächlich kennt Evchen ihr bevorstehendes Schicksal. Ein „innre Stimme“ (Z. 55) sagt ihr, dass ihr Schicksal mit Blut besiegelt ist. Im Monolog von Zeile 60 bis 70 schildert Evchen von Gröningseck die Konsequenzen, sollte er nicht zurückkehren. Diese Schilderungen machen sogar von Gröningseck Angst und durch diese grausam Vorhersehung der Zukunft versucht Evchen ihn zur Einhaltung seines Versprechens zu zwingen, indem sie an seine Liebe zu ihr und seine Menschlichkeit appelliert. In ihrem Monolog prophezeit sie zusätzlich den Kindsmord. Trotz allem verspricht sie von Gröningseck, diese melancholischen Gedanken fallen zu lassen und darauf zu vertrauen, dass er rechtzeitig zurückkehrt.
Evchen kann eigentlich als wohl erzogenes Mädchen gesehen werden. Sie grämt sich schließlich aufgrund ihrer Schwangerschaft und der Vergewaltigung und verfällt sogar in eine Melancholie. Diese und ihre Verzweiflung über die Situation scheinen sie zu überwältigen und sie sieht keinen Ausweg aus der Situation. Sie hat Angst vor dem Ausschluss aus der Gesellschaft oder auch aus ihrer Familie und hofft deshalb inständig auf die rechtzeitige Rückkehr von Gröningsecks. Evchen ist also zerrissen zwischen den Sitten der Gesellschaft und ihrer Liebe zu von Gröningseck - dies bringt sie jedoch nicht davon ab, später den Kindsmord zu begehen.
#figurenkonstellation#textanalyse
Aufgabe 2

Vergleich mit Goethes „Faust“

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Heinrich Leopold Wagner (*1747 - †1779): Die Kindermörderin. Ein Trauerspiel (1776)
Johann Wolfgang Goethe: „Faust. Der Tragödie Erster Theil“
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Stelle dar, wie die Figur Gretchen in „Goethes Faust I“ angelegt ist. Erläutere auf dieser Grundlage knapp, wie sich ihre äußere und innere Situation nach der Begegnung mit Faust entwickelt. Vergleiche die Gestaltung der Frauenfiguren Evchen und Gretchen in ihrer jeweiligen Konfliktsituation – auch unter Berücksichtigung deines Wissens zum Sturm und Drang.
Die 1776 publizierte Tragödie „Die Kindermörderin. Ein Trauerspiel“ von Heinrich Leopold Wagner verdeutlicht auf gesellschaftskritische Art und Weise die Probleme der Ständetrennung zwischen Bürgertum und Adel und den Stand der Frau in der Gesellschaft. Nicht zuletzt soll das Werk auch das Problem des Kindermordes im 18. Jahrhundert und dessen harte Bestrafung ansprechen. Goethes Tragödie „Faust I“ spielt in Deutschland um das Jahr 1500 und thematisiert ebenfalls eine Liebe, die aufgrund unterschiedlicher Stände nicht sein darf, die daraus resultierende Schwangerschaft und darauffolgenden Kindsmord.
Die Gretchenhandlung beginnt tatsächlich, als Gretchen von Faust auf der Straße angesprochen wird. Sie glaubt deshalb, dass sie etwas unsittliches getan hat. Als Faust ihr dann ein Schmuckkästchen schenkt, entdeckt Gretchen ihre Sexualität, die sie aber noch nicht als solche erkennt und sie wünscht sich insgeheim, mit ihrer Mutter über die unbekannten Gefühle reden zu können, vor denen sie Angst hat. Trotz dessen besingt sie im Lied „Ein König in Thule“ ihre Bereitschaft, ein außereheliches Verhältnis einzugehen und den Wunsch nach einer bedingungslosen und hingebungsvollen Liebe. Im Gartenhäuschen gibt sich Gretchen dem Kuss von Faust schließlich leidenschaftlich hin, doch sie werden von Mephisto gestört. Danach sehnt sich Gretchen immer mehr nach Faust und ihr Weg in die soziale Schande beginnt. Am Brunnen erfährt sie jedoch das Schicksal von Frauen, die unehelich schwanger geworden sind und betet danach zur Muttergottes, was wiederum die bevorstehende Ermordung ihres Kindes andeutet. Als innerhalb Gretchens Familie ihre Situation bekannt wird, will ihr Bruder Valentin die Ehre und Anständigkeit seiner Familie wieder herstellen, indem er vorhat, Faust zu töten. Valentin wird jedoch von Faust tödlich verwundet und klagt vor dem anwesenden Volk seine Schwester an, eine Hure und für seinen Tod verantwortlich zu sein. Gretchens Kindsmord wird hier schon prophezeit und sie ist der sozialen Schande ausgeliefert und wird von Faust verlassen, womit ihr Weg in den Wahnsinn beginnt. Gretchen erfährt jetzt die direkten Konsequenzen ihrer Sünde und wird mit ihrer Angst konfrontiert, von Faust verlassen zu werden. Gretchen ist regelrecht verzweifelt über ihr Schicksal und wird im Dom mit dem bösen Geist konfrontiert, welcher für ihr Schuldbewusstsein steht. Der Gott der bisher über sie gewacht hatte, erfährt nun eine Wandlung und wird zum wertenden Richter. Als Gretchen wegen des Kindsmordes verhaftet wird, erfährt sie im Kerker einen Umbruch. Gretchen erkennt ihre Schuld, trennt sich von Faust, der Welt und der Sünde und wird dadurch erlöst, was wiederum dem Gedanken der Weimarer Klassik entspricht. Faust hingegen handelt egoistisch und will Gretchen gegen ihren Willen retten. Ergesteht sich seine Schuld an der ganzen Situation nicht ein, weshalb es für ihn keine Erlösung gibt. Faust ist also dem Diesseits verhaftet währen dich Gretchen dem Jenseits aus schlechtem Gewissen zuwendet, da sie ihr Kind ertränkt hat. Gretchen wird wieder zu Margarete durch ihr eigenständiges Handeln und die Erkenttnis, dass Faust sie nicht liebt. Gretchens äußere wie auch innere Situation entwickelt sich im Verlauf des Dramas erst zum Schlechten hin. Seit der öffentlichen Anklage ihres Bruder äußert sich ihre soziale Schande zum einen äußerlich anhand ihres Verhaltens - der Kindsmord - und zum anderen auch an ihren Gefühlen, also ihrer Verzweiflung und ihren Selbstmordgedanken. Der allgemeine Tiefpunkt ihrer Entwicklung erfährt sie im Kerker - sie ist apathisch und erkennt Faust nicht wieder. Als sie ihn jedoch erkennt, folgt die Erkenntnis und der Umbruch, welche ihre äußere und innere Situation wieder verbessert.
Sowohl „Faust I“, als auch „Die Kindermörderin. Ein Trauerspiel“ in die Epoche des Sturm und Drang eingeordnet werden. Sie war die Gegenströmung zur Aufklärung und deklariert Gefühl statt Vernunft. Wesentliche literarische Merkmale in Dramen waren die Zerrissenheit der Hauptfiguren; thematisiert wurden hauptsächlich de Aspekte Liebe, Verantwortung, Lust und Moral, Beziehungen und Ständeunterschiede.
Gretchen ist zerissen zwischen den Sitten der Gesellschaft und ihrer Liebe zu Faust - auch Evchen fühlt sich zerrissen zwischen der Gesellschaft, ihrer Familie und von Gröningseck. Beide sind mehr oder minder ungewollt schwanger geworden. Während Evchens Schwangerschaft jedoch auf einer Vergewaltigung beruht, ist Gretchens Schwangerschaft zwar ungewollt, jedoch hat sie sich dem Geschlechtsverkehr freiwillig hingegeben. In der Szene am Brunnen wird ihr nochmals vor Augen geführt, welche Konsequenzen ihre Unsittlichkeit haben kann. Sie entscheidet sich für die Lust anstatt der Moral. Evchen hingegen kennt die Konsequenzen ihrer Schwangerschaft schon, muss sie aber noch von Gröningseck erklären, um ihn an sein Versprechen zu binden. Die unsittliche Liebe zwischen Gretchen und Faust, die als Tragödie endet ist vergleichbar mit der ebenfalls nicht standesgemäßen Beziehung zwischen Evchen und von Gröningseck. Die Liebe zwischen von Gröningseck und Evchen endet ebenfalls als Tragödie. Evchen ist vermutlich ähnlich wohlerzogen wie Gretchen; es wird jedoch nicht deutlich, ob sie ebenso gottesfürchtig wie Gretchen ist. Gretchen hört zuerst auf ihr Gefühl und gibt sich Faust hin, später siegt jedoch ihre Vernunft und sie übergibt sich der Gnade Gottes. Evchen vertraut von Gröningseck auch, wird jedoch enttäuscht und tötet wie Gretchen ihr Kind. Beide Male wurde der Kindsmord prophezeit. Beide Frauen hätten von ihren Liebhabern befreit werden können, weigern sich aber konsequent und nehmen lieber den Tod und dadurch die Erlösung in Kauf. Sie haben beide ihre Sünde erkannt.
Die Figuren Gretchen und Evchen weisen sehr viele Parallelen auf - beide kommen aus der bürgerlichen Schicht, sie wurden gut und religiös erzogen. Beide verfallen jedoch Männern aus einer höheren gesellschaftlichen Schicht und werden geschwängert. Beide ermorden aus Verzweiflung ihre Kinder, gestehen später jedoch die Sünde ein und akzeptieren ihr Todesurteil. Evchen hingegen hatte den Kindsmord schon geplant, während das bei Gretchen nicht der Fall ist. Durch ihre Zerrissenheit zwischen Lust und Moral weisen beide Figuren in ihren Konfliktsituationen Merkmale des Sturm und Drang auf.
#erläutern#figurenkonstellation#sturmunddrang
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