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Thema 2

Aufgaben
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Sachtexterörterung

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Dietrich Schwanitz (1940-2004): Kanon1, Schrift und Lesekultur (Auszug, 2001)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
Erörtere den vorliegenden Textauszug.
  • Arbeite die Kernaussagen des Verfassers heraus.
  • Setze dich argumentativ mit ausgewählten Positionen auseinander.
#argument#erörtern

Dietrich Schwanitz: „Kanon1, Schrift und Lesekultur“

$\,$
[…] Unsere Kultur entstammt einer Medienrevolution. Sie erfolgte in zwei
Schritten: als Erfindung der Schrift und als Erfindung des Buchdrucks. Durch
Umwandlung von mündlicher in schriftliche Kommunikation wurde als Dimen-
sion erst faßbar, was dabei identisch blieb: der Sinn. Deshalb wurde Sinn direkt
5
mit Schrift identifiziert und als Logos oder „Heilige Schrift“ gefaßt.
Mündliche Verständigung lebt vom selbstproduzierten Energiestrom der eigenen
Dramaturgie. In ihr kommt es nicht auf Sachlichkeit an, sondern auf den Bezie-
hungsaspekt und die emotionale Einfärbung. All dies wird in schriftlichen Texten
durch die Konzentration auf ein Thema und durch die innere Kohärenz2 ersetzt.
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Erst Schrift hat die Sprache fixiert, kontrollierbar gemacht und am Regelsystem
der Grammatik ausgerichtet. Der Tempounterschied zwischen mündlicher Rede
und Schrift wird benutzt, um den Sinn zu strukturieren. Durch Linearisierung der
Folge Subjekt, Prädikat, Objekt mit all ihren Zusätzen kann die logische Ord-
nung des Gedankens auf die Reihenfolge der Satzteile abgebildet werden. Dazu
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bedarf es der Abkopplung von der Außenwelt und der Lenkung der Aufmerk-
samkeit nach innen. Kurzum, es bedarf der Fähigkeit zur Konzentration.
In den letzten dreißig Jahren ist dieser Fähigkeit ein tödlicher Feind erwachsen:
das Fernsehen, vor allem der Fernsehkonsum der Kinder, bevor sie lesen können.
Bei ihm entspricht das Tempo der Bilder genau dem Stimulationsbedarf des
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Hirns. Deshalb absorbiert das Fernsehen die Aufmerksamkeit. Es wirkt wie eine
Droge. Fehlt der Nachschub an Stimulation, gibt es sofort Entzugserscheinungen.
Entsprechend können sich die Kinder immer weniger konzentrieren. Sie halten
die Tempodrosselung für Sinnbildungsprozesse nicht mehr aus. Sie begreifen
Unterricht deshalb als eine Art von Unterhaltung, messen den Lehrer an Fernseh-
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stars und zappen ihn weg, wenn er sie langweilt. Mit dem Fernsehen hat die
mündliche Kommunikation wieder das Kommando übernommen. Wer seine
Phantasiebedürfnisse nicht aus Büchern befriedigt, bevor er fernsieht, entwickelt
keine festen Lesegewohnheiten. Für ihn bleibt das Lesen mühselig. Er koppelt
sich schließlich von der Schriftkultur ab und sinkt zurück in eine schriftlose Bil-
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derkultur. […]
Aus: Dietrich Schwanitz: Kanon. Schrift und Lesekultur.
In: Christiane Zschirnt: Bücher. Alles was man lesen muss.
Frankfurt am Main 2002. S. 16.

1 Kanon: hier im Sinne „Liste mustergültiger literarischer Werke einer Kultur“
2 Kohärenz: Zusammenhang
#sachtext#buch#schrift#lesen
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Sachtexterörterung

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Dietrich Schwanitz (1940-2004): Kanon1, Schrift und Lesekultur (Auszug, 2001)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
Erörtere den vorliegenden Textauszug.
  • Arbeite die Kernaussagen des Verfassers heraus.
  • Setze dich argumentativ mit ausgewählten Positionen auseinander.
Du sollst zunächst den Text von Dietrich Schwanitz ausführlich lesen und am Text arbeiten, damit du dann die Kernaussagen darstellen kannst. Hierbei ist es sinnvoll, chronologisch vorzugehen und die wichtigen Aussagen in eigenen Worten darzustellen. Versuche, das Wesentliche auf den Punkt zu bringen und den Text nicht nachzuerzählen. Verwende den Konjunktiv, um Aussagen des Autors indirekt wiederzugeben.
Im Anschluss sollst du ausgewählte Positionen erörtern. Hierbei kannst du Aspekte verstärken oder hinterfragen. Achte darauf, nicht alles erörtern zu wollen, sondern konzentriere dich auf einige wichtige Positionen.
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Sachtexterörterung

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Dietrich Schwanitz (1940-2004): Kanon1, Schrift und Lesekultur (Auszug, 2001)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
Erörtere den vorliegenden Textauszug.
  • Arbeite die Kernaussagen des Verfassers heraus.
  • Setze dich argumentativ mit ausgewählten Positionen auseinander.
Tipp
Du sollst zunächst den Text von Dietrich Schwanitz ausführlich lesen und am Text arbeiten, damit du dann die Kernaussagen darstellen kannst. Hierbei ist es sinnvoll, chronologisch vorzugehen und die wichtigen Aussagen in eigenen Worten darzustellen. Versuche, das Wesentliche auf den Punkt zu bringen und den Text nicht nachzuerzählen. Verwende den Konjunktiv, um Aussagen des Autors indirekt wiederzugeben.
Im Anschluss sollst du ausgewählte Positionen erörtern. Hierbei kannst du Aspekte verstärken oder hinterfragen. Achte darauf, nicht alles erörtern zu wollen, sondern konzentriere dich auf einige wichtige Positionen.
Tipp
Du sollst zunächst den Text von Dietrich Schwanitz ausfühlich lesen und am Text arbeiten, damit du dann die Kernaussagen darstellen kannst. Hierbei ist es sinnvoll, chronologisch vorzugehen und die wichtigen Aussagen in eigenen Worten darzustellen. Versuch, das Wesentliche auf den Punkt zu bringen und den Text nicht nachzuerzählen. Verwende den Konjunktiv, um Aussagen des Autors indirekt wiederzugeben.
Im Anschluss sollst du ausgewählte Positionen erörtern. Hierbei kannst du Aspekte verstärken oder hinterfragen. Achte darauf, nicht alles erörtern zu wollen, sondern konzentrier dich auf einige wichtige Positionen.
Dietrich Schwanitz veröffentlichte den Text „Kanon, Schrift und Lesekultur“ und in dem vorliegenden Auszug wird hierbei der Zusammenhang zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit, Konzentration und Sinn sowie der Einfluss des Fernsehers dargestellt.
Einleitung
Nach der Darstellung der Hauptaussagen werden einzelne ausgewählte Positionen erörtert.
Hauptteil
Schwanitz beginnt seine Darstellung mit der Unterscheidung von Schriftlichkeit und Mündlichkeit nach Entwicklung des Buchdrucks. Bei mündlicher Kommunikation „kommt es nicht auf Sachlichkeit an, sondern auf den Beziehungsaspekt“ (Z. 7), behauptet er. Schriftliche Kommunikation ermögliche hingegen die „Konzentration auf ein Thema“ (Z. 9) und dadurch, dass einem mehr Zeit zur Verfügung stehe, sei es möglich, den „Sinn zu strukturieren“ (Z. 12). Grundlage hierfür sei aber die Fähigkeit zur Konzentration (vgl. Z. 16).
Durch das Fernsehen verlernen Kinder laut Schwanitz diese Konzentrationsfähigkeit, da das Tempo der Bilder (Z. 19) dazu führe, dass Sinnbildungsprozesse nicht mehr funktioniere. Konzentrationsfähigkeit gehe verloren und die Mündlichkeit rücke wieder in den Fokus.
Lösung sei es, die „festen Lesegewohnheiten“ (Z. 28) zu entwickeln, bevor die Konzentrationsfähigkeit durch das Fernsehen verloren gehe.
Kernaussagen
Diese Aussagen sind sehr einseitig und die Darstellung ist nicht vielseitig, sondern auf ein Ergebnis hin orientiert. Das bedeutet nicht, dass die Darstellung falsch ist, sie sollte nur in ausgewählten Aspekten ergänzt und gegebenenfalls hinterfragt werden.
Erörterung
Nimmt man nur den ersten Teil der Argumentation Schwanitz´, so ist seine Darstellung nachvollziehbar. Die Erfindung der Schrift hat die Erfassungsfunktion verstärkt. Der Buchdruck hat es dann möglich gemacht, verschriftlichte Informationen der breiten Bevölkerung zugänglich zu machen. Dennoch ist es nicht ganz richtig, bei schriftlicher Kommunikation die Beziehungsebene auszuschließen, da gerade bei Briefen, Gedichten und Erörterungen der Adressat wichtig ist. Der Zeitaspekt ist natürlich bedeutend. Der Verfasser hat genügend Zeit, seine Gedanken zu sammeln und den Sinn zu strukturieren. Vorausgesetzt, er nimmt sich die Zeit.
Aspekt 1
Dieser Zeitaspekt ist der Hauptkritikpunkt am Fernsehen aus seiner Sicht. Denn die schnelle Wahrnehmung verschiedener Bildern führt zu weniger Konzentrationsfähigkeit und somit verliert man den Bezug zur Schriftlichkeit. Hierbei ist zu kritisieren, dass Schwanitz zuvor die schriftliche Kommunikation aus Sicht des Autors erläuterte. Nun wechselt er zur Lesersicht. Hierbei fallen die Aspekte der Themenkonzentrierung und Strukturierung weg, da diese nur für den Verfasser gelten. Für den Leser ist es gerade wichtig, dass er schnell Dinge erfassen kann. Da hat Schwanitz vielleicht recht. Ich würde die Schuld allerdings nicht nur dem Fernseher geben, sondern dem allgemeinen Wandel in unserer Gesellschaft. Zeit ist zu einem, wenn nicht sogar zu dem, wichtigsten Gut geworden. Effizienz ist ein Wettbewerbsvorteil. Ob ich einen Text lese, um Informationen zu erhalten, liegt nicht zwangsläufig an meiner mangelnden Konzentrationsfähigkeit, sondern vielmehr daran, wieviel Zeit es mir wert ist, die Informationen zu erhalten.
Aspekt 2
Der Vergleich zwischen Fernsehen und Schule ist nicht in allen Aspekten schlüssig. Zwar ist nachvollziehbar, wenn die Konzentrationsfähigkeit grunsätzlich geringer ist, dann schalten Kinder im Unterricht schneller ab. Aber war das nicht vor dem Fernsehen genau so? Ich denken Kinder haben bei langweiligem Unterricht immer abgeschaltet. Hierbei kommt es immer auf die Darstellungsweise und die inhaltliche Aufarbeitung der Themen durch den Lehrer an. Langweiligen Unterricht zu tollerieren und die Schuld an der Unaufmerksamkeit der Schüler dem Fernsehkonsum zu geben, ist hierbei ein zu einfacher Weg.
Aspekt 3
Ob nun der Fernsehkonsum die Konzentrationsfähigkeit verringert oder nicht, hängt für mich nicht nur mit dem Fernsehkonsum an sich zusammen. Ich denke Kinder können sowohl schnelle Wahrnehmung beim Fernsehen aber auch konzentriertes Lesen lernen. Es muss kein entweder oder sein, sondern vielleicht ein Nebeneinander, beider Informations- und Unterhaltungsmedien.
Schluss
#argumentationsstruktur#these#argument#beleg
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