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Aufgabe 2

Aufgaben
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Der Mittelmeerraum zeigt sich als vielgestaltiger Natur- und Kulturraum. Im Folgenden sollen einerseits Aspekte der Bodenbildung und das Wettergeschehen sowie andererseits Migration und Verstädterungsphänomene in Spanien beziehungsweise Tunesien analysiert werden.

Aufgabe 1

In den Regionen Burgos, Málaga und Sfax verläuft die Bodenbildung unterschiedlich.
a)
Beschreibe allgemein den Einfluss des Ausgangssteins, der Vegetation und der Hangneigung auf die Bildung von Böden.
(6VP)
b)
Stelle die zu erwartende Intensität der Humusproduktion in den Regionen Málaga, Burgos und Sfax ausgehend von den klimatischen Verhältnissen begründet dar.
(9VP)

Aufgabe 2

Das Wettergeschehen im Einflussbereich der Westwindzone wird im Wesentlichen von Vorgängen in der oberen Troposphäre gesteuert.
a)
Analysiere die Höhenwetterkarte vom 6. November 2014.
(8VP)
b)
Erkläre ausgehend von M4 und M5 folgende Wettersituation am 6.11.2014:
Über Málaga sinken Luftmassen ab, die zur Wolkenauflösung führen; in Sfax fällt trotz aufsteigender Luftmassen kein Niederschlag.
(9VP)

Aufgabe 3

Einige Wirtschaftwissenschaftler formulieren, dass Wanderungsgewinne und -verluste in der Regel einen engen Zusammenhang zum Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der jeweiligen Region aufweisen.
Analysiere mit Hilfe einer selbst erstellten Karte am Beispiel der Regionen Spaniens (M6 und M7), ob sich dieser Zusammenhang zwischen BIP pro Kopf und Wanderungsbilanz bestätigen lässt.
(14VP)

Aufgabe 4

In vielen Ländern findet sowohl Verstädterung als auch Metropolisierung statt. Analysiere die Bevölkerungsdaten dahingehend, ob diese beiden Prozesse auch in Tunesien ablaufen.
(14VP)
Material 1

Klimadiagramm von Málaga

Material 2

Klimadiagramm von Burgos

Material 3

Klimadiagramm von Sfax

Material 4

Höhenwetterkarte (300 hPa-Niveau) vom 06.11.2014

Material 5

Modell der Wirkung von Konvergenz und Divergenz im 300 hPa-Niveau

Material 6

Demographische und wirtschaftliche Daten 2009-2013:
Spanien und ausgewählte Regionen

Durchschnittliches
jährliches BIP
pro Kopf
(€ kaufkraft-
bereinigt)
Bevölkerungs-
veränderung
(Einwohner
in 1.000)
Natürliche
Bevölkerungsbilanz
(Lebendgeborene
abzgl. Gestorbene
in 1.000)
Wanderungs-
bilanz
(einwohner in
1000)
Spanien22.194150367
Noroeste20.483-28-72
Noreste27.807-128
C. Madrid31.00939148
Centro19.407-33-31
Este24.12213155
Sur17.538171159

Eurostat, 2015
Material 7
Material 8

Städtische Bevölkerung nach Stadtgrößen in Tunesien

Material 9

Bevölkerungsentwicklung in Tunesien

JahrGesamtbevölkerung
19503.098.621
19603.915.220
19704.982.564
19806.308.096
19908.135.302
20009.552.776
201010.631.830
201511.235.248
202011.782.531
203012.561.225

Population Division, DESA, United Nations; 2014
Material 10

Bevölkerungszahl der beiden größten Städte Tunesiens 2015

StadtBevölkerungszahl
Tunis1.993.000
Sfax714.000

UN/DESA, World Urbanization Prospects, The 2014 Revision
Material 11

Anzahl der Städte in Tunesien mit weniger als 300.00 Einwohnern

Anzahl der Städte
198020002010
Unter 300.000 Einwohner39100102

Institut National de la Statistiuqe Tunisie
Bildnachweise [nach oben]
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© 2016 – SchulLV.
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Der Mittelmeerraum zeigt sich als vielgestaltiger Natur- und Kulturraum. Im Folgenden sollen einerseits Aspekte der Bodenbildung und das Wettergeschehen sowie andererseits Migration und Verstädterungsphänomene in Spanien beziehungsweise Tunesien analysiert werden.

Aufgabe 1

$ $
In den Regionen Burgos, Málaga und Sfax verläuft die Bodenbildung unterschiedlich.
a)
Beschreibe allgemein den Einfluss des Ausgangssteins, der Vegetation und der Hangneigung auf die Bildung von Böden.
Diese Aufgabe gehört zum Themengebiet Pedosphäre. Die Aufgabenstellung verlangt von dir, den Einfluss der drei Faktoren Ausgangsgestein, Vegetation und Hangneigung auf die Bildung von Boden zu beschreiben. Dazu steht dir kein weiteres Material zur Verfügung, du sollst diese Aufgabe mit Hilfe deines im Unterricht erworbenen Wissens beantworten. Versuche dabei möglichst Fachbegriffe zu verwenden.
b)
Stelle die zu erwartende Intensität der Humusproduktion in den Regionen Málaga, Burgos und Sfax ausgehend von den klimatischen Verhältnissen begründet dar.
Diese Aufgabe behandelt die Themengebiete Pedosphäre und Klima. Dir stehen die Klimadiagramme M1, M2 und M3 zur Verfügung, um die klimatischen Bedingungen für die drei Orte zu beschreiben. Betrachte den Jahresverlauf sowohl für die Temperatur als auch für den Niederschlag. Interpretiere diese beiden Parameter dahingehend, wie sie die Humusproduktion beeinflussen und bewerte anschließend, wie die Humusproduktion für die jeweilige Station voraussichtlich ausfällt.

Aufgabe 2

$ $
Das Wettergeschehen im Einflussbereich der Westwindzone wird im Wesentlichen von Vorgängen in der oberen Troposphäre gesteuert.
a)
Analysiere die Höhenwetterkarte vom 6. November 2014.
Diese Aufgabe gehört zum Themengebiet Atmosphäre. Du sollst die Höhenwetterkarte M4 analysieren. Du sollst zunächst beschreiben, was du auf der Karte siehst. Betrachte dazu die Höhe der Druckflächen, die Windrichtungen und die Windstärken. Setze dann deine Beschreibung in Zusammenhang mit deinen erworbenen Kenntnissen über den Bereich der Westwindströmungen. Verwende dazu Fachbegriffe.
b)
Erkläre ausgehend von M4 und M5 folgende Wettersituation am 6.11.2014:
Über Málaga sinken Luftmassen ab, die zur Wolkenauflösung führen; in Sfax fällt trotz aufsteigender Luftmassen kein Niederschlag.
Die Aufgabenstellung verlangt von dir, mit Hilfe der Höhenwetterkarte M4 und dem Material M5 die in der Karte abgebildete Wettersituation zu beschreiben. Du sollst dich dabei auf die zwei Regionen Sfax und Málaga konzentrieren. Dir wird in der Aufgabenstellung bereits gesagt, dass über Málaga die Luftmassen absinken und es zur Wolkenauflösung kommt, während in Sfax kein Niederschlag fällt, obwohl Luftmassen aufsteigen. Diesen Vorgang sollst du mit Hilfe der genannten Materialien genauer begründen.

Aufgabe 3

$ $
Einige Wirtschaftwissenschaftler formulieren, dass Wanderungsgewinne und -verluste in der Regel einen engen Zusammenhang zum Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der jeweiligen Region aufweisen.
Analysiere mithilfe einer selbst erstellten Karte am Beispiel der Regionen Spaniens (M6 und M7), ob sich dieser Zusammenhang zwischen BIP pro Kopf und Wanderungsbilanz bestätigen lässt.
$ $
Berechne am Anfang der Aufgabe die Wanderungsbilanz Spaniens und die der ausgewählten Regionen. Wenn du nun die BIP Statistik den von dir errechneten Wanderungsbilanzen gegenüberstellst lassen sich drei Gruppen bilden. Zuerst die Gruppe der Regionen Este, Madrid und Noreste. Diese Gruppe eint, dass sie zu einem ein überdurchschnittliches BIP und eine negative Wanderungsbilanz aufweist. Anschließend die Gruppe der Regionen Noroeste und Sur. Bei dieser Gruppe ist das Gegenteil zu beobachten, eine positive Wanderungsbilanz und ein unterdurchschnittliches BIP. Die Region Centro steht etwas für sich. Zwar besitzt sie wie die Gruppe Sur und Noroeste ein unterdurchschnittliches BIP im Gegensatz allerdings eine fast ausgeglichene Wanderungsbilanz.

Entgegen der gängigen Annahme scheint es als ob vor allem die Regionen mit überdurchschnittlichem BIP pro Kop in einem stärkeren Grad von der Abwanderung betroffen sind. Die gegebenen Daten lassen es so erscheinen als ob die Regionen mit einem unterdurchschnittliches BIP Wanderungsgewinne verzeichnen. Die in der Aufgabestellung genannte Regel schreibt einem hohen BIP eine Funktion als "Pull-Faktor" zu und erläutert Zuwanderung in eine bestimmte Region.
Anhand der gegebenen Daten kann allerdings kein Zusammenhang zwischen dem BIP pro Kopf und der Wanderungsbilanz hergestellt werden. Um die Beweggründe für die Wanderungsbilanzen der einzelnen Regionen erläutern zu können, bräuchte man noch zusätzliche Daten.

Aufgabe 4

$ $
In vielen Ländern findet sowohl Verstädterung als auch Metropolisierung statt. Analysiere die Bevölkerungsdaten dahingehend, ob diese beiden Prozesse auch in Tunesien ablaufen.
Berechne am Anfang der Aufgabe die Wanderungsbilanz Spaniens und die der ausgewählten Regionen. Wenn du nun die BIP Statistik den von dir errechneten Wanderungsbilanzen gegenüberstellst lassen sich drei Gruppen bilden. Zuerst die Gruppe der Regionen Este, Madrid und Noreste. Diese Gruppe eint, dass sie zu einem ein überdurchschnittliches BIP und eine negative Wanderungsbilanz aufweist. Anschließend die Gruppe der Regionen Noroeste und Sur. Bei dieser Gruppe ist das Gegenteil zu beobachten, eine positive Wanderungsbilanz und ein unterdurchschnittliches BIP. Die Region Centro steht etwas für sich. Zwar besitzt sie wie die Gruppe Sur und Noroeste ein unterdurchschnittliches BIP im Gegensatz allerdings eine fast ausgeglichene Wanderungsbilanz.

Entgegen der gängigen Annahme scheint es als ob vor allem die Regionen mit überdurchschnittlichem BIP pro Kop in einem stärkeren Grad von der Abwanderung betroffen sind. Die gegebenen Daten lassen es so erscheinen als ob die Regionen mit einem unterdurchschnittliches BIP Wanderungsgewinne verzeichnen. Die in der Aufgabestellung genannte Regel schreibt einem hohen BIP eine Funktion als "Pull-Faktor" zu und erläutert Zuwanderung in eine bestimmte Region.
Anhand der gegebenen Daten kann allerdings kein Zusammenhang zwischen dem BIP pro Kopf und der Wanderungsbilanz hergestellt werden. Um die Beweggründe für die Wanderungsbilanzen der einzelnen Regionen erläutern zu können, bräuchte man noch zusätzliche Daten.
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Aufgabe 1

a)
Du sollst allgemein den Einfluss der drei Faktoren Ausgangsgestein, Vegetation und Hangneigung auf die Bildung von Böden beschreiben.
Tipp
Diese Aufgabe gehört zum Themengebiet Pedosphäre. Die Aufgabenstellung verlangt von dir, den Einfluss der drei Faktoren Ausgangsgestein, Vegetation und Hangneigung auf die Bildung von Boden zu beschreiben. Dazu steht dir kein weiteres Material zur Verfügung, du sollst diese Aufgabe mit Hilfe deines im Unterricht erworbenen Wissens beantworten. Versuche dabei möglichst Fachbegriffe zu verwenden.
Tipp
Diese Aufgabe gehört zum Themengebiet Pedosphäre. Die Aufgabenstellung verlangt von dir, den Einfluss der drei Faktoren Ausgangsgestein, Vegetation und Hangneigung auf die Bildung von Boden zu beschreiben. Dazu steht dir kein weiteres Material zur Verfügung, du sollst diese Aufgabe mit Hilfe deines im Unterricht erworbenen Wissens beantworten. Versuche dabei möglichst Fachbegriffe zu verwenden.
Ausgangsgestein:
Das Ausgangsgestein ist das Grundmaterial zur Bodenbildung oder auch Pedogenese und hat somit wesentlichen Einfluss auf die Qualität des Bodens. Die physikalischen Eigenschaften des Ausgangsgesteins bestimmen die Relation von Grob- zu Feinboden und bedingen so die Wasserspeicher- und Luftkapazität sowie die Empfindlichkeit bei Auflast. Die chemischen Eigenschaften des Ausgangsgesteins sind entscheidend für das Nährstoffangebot wie Tonminerale und Mineralstoffionen sowie den pH-Wert.
Vegetation:
Die Vegetation und ihre Verwurzelung im Untergrund hält die Bodenteilchen zusammen und verhindert so eine starke Erossion des Bodens. Außerdem lockern die Wurzeln den Boden weiter auf. Des Weiteren liefern abgestorbene Pflanzen die organische Grundsubstanz zur Bildung des Humus.
Hangneigung:
Das Relief und dabei insbesondere die Hangneigung steuern den Grad der Erosion, d. h. wie viel von der bereits verwitterten lockeren Gesteinsschicht abgetragen wird. Bei sehr starker Hangneigung ist es beispielsweise möglich, dass gar kein Boden sondern nur noch Fels vorhanden ist, während flache Gebiete in der Regel eine mächtige Bodenschicht aufweisen.
b)
Du sollst nun für die drei Regionen Málaga, Burgos und Sfax die Intensität der Humusproduktion begründet abschätzen. Dazu sollst du die klimatischen Verhältnisse der drei Regionen (Materialien M1 - M3) zur Hilfe nehmen. In den Klimadiagrammen M1 bis M3 sind die Temperaturkurve sowie der Niederschlag als Säulendiagramm abgebildet.
Tipp
Diese Aufgabe behandelt die Themengebiete Pedosphäre und Klima. Dir stehen die Klimadiagramme M1, M2 und M3 zur Verfügung, um die klimatischen Bedingungen für die drei Orte zu beschreiben. Betrachte den Jahresverlauf sowohl für die Temperatur als auch für den Niederschlag. Interpretiere diese beiden Parameter dahingehend, wie sie die Humusproduktion beeinflussen und bewerte anschließend, wie die Humusproduktion für die jeweilige Station voraussichtlich ausfällt.
Tipp
Diese Aufgabe behandelt die Themengebiete Pedosphäre und Klima. Dir stehen die Klimadiagramme M1, M2 und M3 zur Verfügung, um die klimatischen Bedingungen für die drei Orte zu beschreiben. Betrachte den Jahresverlauf sowohl für die Temperatur als auch für den Niederschlag. Interpretiere diese beiden Parameter dahingehend, wie sie die Humusproduktion beeinflussen und bewerte anschließend, wie die Humusproduktion für die jeweilige Station voraussichtlich ausfällt.
Málaga:
Málaga liegt im Süden Spaniens und weist ein mediteranes Klima auf, d. h es ist feucht und mild. Das lässt sich am Klimadiagramm an den folgenden Aussagen fest machen:
Die Monate Mai, Juni, Juli, August und September sind mit jeweils mehr als $20^{\circ}\,C$ Monatsdurchschnittstemperatur sehr warm und mit einer monatlichen Durchschnittsniederschlagsmenge von $20\,\text{mm}$ und weniger sehr trocken. Da die Temperaturkurve hier oberhalb der Niederschlagskurve verläuft, bezeichnet man diese Monate als aride. In den verbleibenden sieben Monaten steigt der durchschnittliche Niederschlag stark an auf bis zu $100\,\text{mm}$ (November und Dezember). Die Temperatur sinkt unter die Niederschlagskurve ab. Diese Monate können als humid bezeichnet werden.
Insgesamt bleibt die Durchschnittstemperatur das ganze Jahr oberhalb von $10^{\circ}\,C$ und zeugt von einem ganzjährigen milden bis warmen Klima.
Das Klima in den humiden Frühjahrsmonaten begünstigt das Pflanzenwachstum, allerdings werden sich während der ariden Periode einige Gewächse an das trockene Klima anpassen und zurückbilden, sodass nur eine eingeschränkte Anzahl an Pflanzen für dieStreubildung zur Verfügung steht. Die im Herbst wieder einsetzende milde und humide Phase sorgt für eine schnelle Humufizierung.
In der Gesamtbetrachtung kann man so eine mittlere bis mäßige Humusbildung für die Region Málaga prognostizieren.
Burgos:
Die spanische Stadt Burgos ist ganzjährig sehr niederschlagsreich, alle Monate außer dem ariden Juli und dem ariden August können als humid bezeichnet werden. Insgesamt ist es mit einem Jahresdurchschnittsniederschlag von 575 mm eher feucht. Die Temperatur ist mit durchschnittlich $10,5^{\circ}\,C$ im Jahresmittel mild und bleibt in den Monaten von März bis einschließlich November auch im Monatsmittel relativ deutlich über den $5^{\circ}\,C$.
Das feucht-milde Klima begünstigt das Pflanzenwachstum und die damit verbundene Streubildung ganzjährig nahezu uneingeschränkt. Nur in den Wintermonaten von Dezember bis Februar, während derer das Thermometer auch mal in die Nähe des Gefrierpunktes rutscht, ist die Humufizierung verlangsamt.
Unter Berücksichtigung der genannten Punkte kann für Burgos eine hohe Intensität der Humusproduktion erwartet werden.
Sfax:
Sfax ist eine Stadt in Tunesien, Nordafrika. Dadurch ist das Klima insgesamt stark von der Wüste Sahara beeinflusst. Dies zeigt sich auch an dem der Stadt zugehörigen Klimadiagramm.
Für das gesamte Jahr sind nur aride Monate auszumachen. Der Jahredurchschnittsniederschlag ist mit $212\,\text{mm}$ gering, während die Durchnschnittstemperatur von $19^{\circ}\,C$ recht hoch ist. Das ganze Jahr über bleibt der Temperaturverlauf oberhalb der $10^{\circ}\,C$-Marke. Besonders die Sommermonate Juni, Juli und August sind mit durchschnittlichen Temperaturen um die $25^{\circ}\,C$ und durchschnittlichem Niederschlag von weniger als $5\,\text{mm}$ sehr heiß und trocken.
Ein derart trockenes Klima behindert sowohl die Streubildung als auch die Humufizierung. Daher kann man davon ausgehen, dass die Humusbildung für die Region Sfax sehr gering ausfällt.
Zusammenfassend kann die Intensität der Humusbildung für die drei Städte folgendermaßen unterteilt werden: Sfax: niedrig; Málaga: mittel; Burgos: hoch.

Aufgabe 2

a)
Du sollst die Höhenwetterkarte M4 vom 06. November 2014 analysieren. Es handelt sich um eine Wetterkarte für das $300\,\text{hPa}$-Niveau.
Tipp
Diese Aufgabe gehört zum Themengebiet Atmosphäre. Du sollst die Höhenwetterkarte M4 analysieren. Du sollst zunächst beschreiben, was du auf der Karte siehst. Betrachte dazu die Höhe der Druckflächen, die Windrichtungen und die Windstärken. Setze dann deine Beschreibung in Zusammenhang mit deinen erworbenen Kenntnissen über den Bereich der Westwindströmungen. Verwende dazu Fachbegriffe.
Tipp
Diese Aufgabe gehört zum Themengebiet Atmosphäre. Du sollst die Höhenwetterkarte M4 analysieren. Du sollst zunächst beschreiben, was du auf der Karte siehst. Betrachte dazu die Höhe der Druckflächen, die Windrichtungen und die Windstärken. Setze dann deine Beschreibung in Zusammenhang mit deinen erworbenen Kenntnissen über den Bereich der Westwindströmungen. Verwende dazu Fachbegriffe.
Beginne mit der Windrichtung. Die Strömung verläuft entlang der Höhenlinien des $300\,\text{hPa}$-Niveaus. Zunächst fällt auf, dass sich die Höhenströmung im Großen und Ganzen von West nach Ost bewegt, allerdings nicht geradlinig sondern in Mäanderform. Es stechen vor allem drei Wellen ins Auge: Die eine zwischen den Breitengraden $10^{\circ}$ W und $10^{\circ}$ O, die zweite zwischen $40^{\circ}$ W und $20^{\circ}$ W und die dritte zwischen $60^{\circ}$ W und $40^{\circ}$ W. Erstere befindet sich über Nordafrika und Europa, zweitere ist über dem Nordatlantik und letztere bei Grönland beziehungsweise westlich davon.
Analysiert man die Windgeschwindigkeit, bemerkt man die besonders starken Geschwindigkeiten von bis zu $194\,\frac{\text{km}}{\text{h}}$ und mehr.
Als nächstes werden die Isolinien untersucht, die die Höhe für einen Druck von $300\,\text{hPa}$ angeben. Nördlich der Wellen, die eine Ausbuchtung nach Süden aufweisen, sinkt das Höhenniveau und man spricht von einem Höhentrog, die Ausbeulung nach Norden bei Grönland nennt man einen Höhenkeil, nach Süden hin nimmt die Höhe zu.
Ganz allgemein kann man sagen, dass ein mäandrierenden Polarfronjetstream abgebildet ist, die Wellen werden Rossby-Wellen genannt. Ein Jetstream entsteht um Druckunterschiede von Süd nach Nord auszugleichen, die wegen der unterschiedlichen Lufttemperatur und damit Luftausdehnung entstehen. Die Corioliskraft sorgt dafür, dass der Wind von Westen her weht.
b)
Du sollst die Wettersituation vom 6.11.2014 in Málaga und Sfax genauer erklären. Dazu stehen dir eine Höhenwetterkarte (M4) und eine Graphik, die die Wirkung von Divergenz und Konvergenz genauer erklärt (M5), zur Verfügung. Außerdem wird dir in der Aufgabenstellung bereits gesagt, dass über Málaga die Luftmassen absinken und in Sfax die Luftmassen aufsteigen.
Tipp
Die Aufgabenstellung verlangt von dir, mit Hilfe der Höhenwetterkarte M4 und dem Material M5 die in der Karte abgebildete Wettersituation zu beschreiben. Du sollst dich dabei auf die zwei Regionen Sfax und Málaga konzentrieren. Dir wird in der Aufgabenstellung bereits gesagt, dass über Málaga die Luftmassen absinken und es zur Wolkenauflösung kommt, während in Sfax kein Niederschlag fällt, obwohl Luftmassen aufsteigen. Diesen Vorgang sollst du mit Hilfe der genannten Materialien genauer begründen.
Tipp
Die Aufgabenstellung verlangt von dir, mit Hilfe der Höhenwetterkarte M4 und dem Material M5 die in der Karte abgebildete Wettersituation zu beschreiben. Du sollst dich dabei auf die zwei Regionen Sfax und Málaga konzentrieren. Dir wird in der Aufgabenstellung bereits gesagt, dass über Málaga die Luftmassen absinken und es zur Wolkenauflösung kommt, während in Sfax kein Niederschlag fällt, obwohl Luftmassen aufsteigen. Diesen Vorgang sollst du mit Hilfe der genannten Materialien genauer begründen.
Der Höhenwetterkarte kannst du entnehmen, dass sich zwischen Málaga und Sfax ein Höhentrog auf dem $300\,\text{hPa}$-Niveau befindet.
Für Málaga bedeutet das, dass sich über der Stadt auf dem $300\,\text{hPa}$-Niveau eine Konvergenzzone befindet. Bei einer Konvergenzzone werden Luftteilchen akkumuliert und weichen nach unten aus, da ihnen nach oben hin durch die Tropopause eine natürliche Grenze gesetzt ist. Die Luft, die nach unten absinkt, erwärmt sich adiabatisch. Da sich dadurch die maximale Luftfeuchte erhöht, die absolute Luftfeuchte jedoch gleich bleibt, verringert sich die relative Luftfeuchte, d. h. die Luft kann wieder mehr Wasser aufnehmen. Bereits entstandene Wolken lösen sich auf. Auf Bodenniveau kommt es bei Málaga zu einem Bodenhoch sowie zu Divergenz.
Sfax befindet sich auf der Trogvorderseite. Das führt zu einer Divergenz in der Höhe und Konvergenz am Boden, sodass Luftmassen aus unteren Luftschichten gehoben werden. Dadurch steigt die relative Luftfeuchte an und Wasser kondensiert, sobald der Taupunkt erreicht ist. Dies führt im Normalfall zur Wolkenbildung und schließlich zu Niederschlag. Laut Aufgabenstellung regnet es in Sfax jedoch trotz des Bodentiefs nicht. Das liegt an der geographischen Lage der nordafrikanischen Stadt. Aus Material M5 kannst du entnehmen, dass die Luftmassen, die gehoben werden, großteils aus den sehr trockenen bzw. ariden Sahara-Gebieten kommen. Die absolute Luftfeuchte ist somit ausgesprochen gering und nicht ausreichend für Regen.

Aufgabe 3

$\,$
Analysiere mithilfe einer selbst erstellten Karte am Beispiel der Regionen Spaniens (M6 und M7), ob sich dieser Zusammenhang zwischen BIP pro Kopf und Wanderungsbilanz bestätigen lässt.
Tipp
Berechne am Anfang der Aufgabe die Wanderungsbilanz Spaniens und die der ausgewählten Regionen. Wenn du nun die BIP Statistik den von dir errechneten Wanderungsbilanzen gegenüberstellst lassen sich drei Gruppen bilden. Zuerst die Gruppe der Regionen Este, Madrid und Noreste. Diese Gruppe eint, dass sie zu einem ein überdurchschnittliches BIP und eine negative Wanderungsbilanz aufweist. Anschließend die Gruppe der Regionen Noroeste und Sur. Bei dieser Gruppe ist das Gegenteil zu beobachten, eine positive Wanderungsbilanz und ein unterdurchschnittliches BIP. Die Region Centro steht etwas für sich. Zwar besitzt sie wie die Gruppe Sur und Noroeste ein unterdurchschnittliches BIP im Gegensatz allerdings eine fast ausgeglichene Wanderungsbilanz.

Entgegen der gängigen Annahme scheint es als ob vor allem die Regionen mit überdurchschnittlichem BIP pro Kop in einem stärkeren Grad von der Abwanderung betroffen sind. Die gegebenen Daten lassen es so erscheinen als ob die Regionen mit einem unterdurchschnittliches BIP Wanderungsgewinne verzeichnen. Die in der Aufgabestellung genannte Regel schreibt einem hohen BIP eine Funktion als "Pull-Faktor" zu und erläutert Zuwanderung in eine bestimmte Region.
Anhand der gegebenen Daten kann allerdings kein Zusammenhang zwischen dem BIP pro Kopf und der Wanderungsbilanz hergestellt werden. Um die Beweggründe für die Wanderungsbilanzen der einzelnen Regionen erläutern zu können, bräuchte man noch zusätzliche Daten.
Tipp
Berechne am Anfang der Aufgabe die Wanderungsbilanz Spaniens und die der ausgewählten Regionen. Wenn du nun die BIP Statistik den von dir errechneten Wanderungsbilanzen gegenüberstellst lassen sich drei Gruppen bilden. Zuerst die Gruppe der Regionen Este, Madrid und Noreste. Diese Gruppe eint, dass sie zu einem ein überdurchschnittliches BIP und eine negative Wanderungsbilanz aufweist. Anschließend die Gruppe der Regionen Noroeste und Sur. Bei dieser Gruppe ist das Gegenteil zu beobachten, eine positive Wanderungsbilanz und ein unterdurchschnittliches BIP. Die Region Centro steht etwas für sich. Zwar besitzt sie wie die Gruppe Sur und Noroeste ein unterdurchschnittliches BIP im Gegensatz allerdings eine fast ausgeglichene Wanderungsbilanz.

Entgegen der gängigen Annahme scheint es als ob vor allem die Regionen mit überdurchschnittlichem BIP pro Kop in einem stärkeren Grad von der Abwanderung betroffen sind. Die gegebenen Daten lassen es so erscheinen als ob die Regionen mit einem unterdurchschnittliches BIP Wanderungsgewinne verzeichnen. Die in der Aufgabestellung genannte Regel schreibt einem hohen BIP eine Funktion als "Pull-Faktor" zu und erläutert Zuwanderung in eine bestimmte Region.
Anhand der gegebenen Daten kann allerdings kein Zusammenhang zwischen dem BIP pro Kopf und der Wanderungsbilanz hergestellt werden. Um die Beweggründe für die Wanderungsbilanzen der einzelnen Regionen erläutern zu können, bräuchte man noch zusätzliche Daten.

Aufgabe 4

$\,$
In vielen Ländern findet sowohl Verstädterung als auch Metropolisierung statt. Analysiere die Bevölkerungsdaten dahingehend, ob diese beiden Prozesse auch in Tunesien ablaufen.
Tipp
Grundlegend für diese Arbeit ist der Unterschied zwischen Verstädterung und Metropolisierung. Unter Metropolisierung versteht man die Entwicklung einer Stadt die andere Städte eines Landes an Größe und Bedeutung überragt. Dieser Vorgang ist häufig in Entwicklungsländern zu beobachten.
Unter Verstädterung definiert man die Ausweitung oder Vergrößerung von Städten eines speziellen Raumes nach Zahl, Fläche und Einwohnern. Dies gilt absolut als auch im Verhältnis zu den nicht städtischen Siedlungen.
Tipp
Text
Das Material 8 informiert uns über das ansteigen der städtischen Bevölkerung in Tunesien. Daraus ist ersichtlich, dass sich die städtische Bevölkerung zwischen 1980 und 2000 von 3 Millionen auf 6 Millionen verdoppelt hat. Im Jahr 2010 gab es 7 Millionen Stadtbewohner in Tunesien und es wird prognostiziert, dass dieser Wert bis 2030 auf 9 Millionen ansteigt.
Ausgehend von Material 8 kann man von einem Verstädterungsprozess ausgehen. Unterstrichen wird dies durch den steigenden Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung. Dieser Trend ist in Material 9 zu entnehmen. Im Jahr 2000 lebten 63% der Tunesier in Städten, 2010 steigerte sich dieser Wert auf 66% und es sollen bis 2030 72% werden. Falls der Verstädterungsgrad 2030 die progonostizierten 72% erreicht wäre dieser Anteil auf dem Niveau der Industrieländer. Nicht nur wohnen mehr Menschen in den Städten, es stieg ebenfalls zwischen 1980 und 2000 die Anzahl der Städte mit weniger als 300.000 Einwohnern von 39 auf 100.
Wenn man Material 10 in Bezug setzt zu M8 fällt auf, dass 2015 Tunis 30% der tunesischen städtischen Bevölkerung stellte. Davon ausgehend sieht man bereits welche Stellung Tunis im Städtesystem des Landes einnimmt. Tunis' Status als größte Metropole wird durch den Index of Primacy unterstrichen. Die zweitgrößte Stadt Tunesiens' Sfax ist um das 2,8 fache kleiner als Tunis. Der Index of Primacy beträgt daher 2,8. Ab einem Wert von 2 liegt eine Primatstruktur vor. Da bis 2030 ein durchschnittliches Bevölkerungswachstum von 5% für Tunesien vorausgesagt wird, wird auch die Bevölkerung von Tunis in den kommenden Jahren weiterhin wachsen. Der Vorsprung vor Sfax ist uneinholbar und als politische Hauptstadt beherbergt Tunis zusätzlich politische Organe die die Vorrangstellung untermauern. Es wäre interessant den Index of Primacy für die Vergangenheit oder die Zukunft zu berechnen, um den genauen Trend zu beschreiben. Ohne die vorliegenden Daten ist dies allerdings nicht möglich.
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