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Aufgabe 1

Aufgaben
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Das heutige Landschaftsbild im Norden Polens wurde stark durch die Eiszeiten geprägt.
1.
a)
Charakterisiere die räumliche Verteilung der in M 1 dargestellten Endmoränen.
(3P)
b)
Erkläre die Entstehung der in M 1 dargestellten Formen A bis D in ihrer zeitlichen Abfolge.
(8P)
2.
a)
Ordne die Bodentypen Podsol und Parabraunerde mithilfe von M 2 den Sanderflächen und den Grundmoränen der Weichsel-Eiszeit (M 1) begründet zu.
(3P)
b)
„Die Parabraunerde ist ein sehr fruchtbarer Bodentyp.“
Überprüfe diese Aussage anhand von M 2 und M 3.
(6P)
M 1 Glazial überformte Landschaften im Norden Polens
M 2 Porenvolumen und Korngrößenanteile von Parabraunerde und Podsol
ParabraunerdePodsol
Anteil Ton (in %)
10
3
Anteil Schluff (in %)
30
12
Anteil Sand (in %)
60
85
Porenvolumen (in %)
55
38
M 3 Ausgewählte Parameter von Parabraunerde und Podsol
Quellennachweise [nach oben]
[1]
Kartengrundlage: Diercke Weltatlas; Westermann-Verlag 2004
[2]
zusammengestellt nach Daten von:
Hendl/ Liedtke, Lehrbuch der allgemeinen physischen Geographie, Gotha: Perthes 1997
www.geog.uni-hannover .de/refsol/ab bildungen/bilder /TEXTURDREIECK.pdf
[3]
K. Billwitz (aus: Hendl/ Liedtke, Lehrbuch der allgemeinen physischen Geographie, Gotha: Perthes 1997, S. 270)
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1.
a)
Der Operator „charakterisieren“ verlangt von dir, dass Sachverhalte und Vorgänge mit ihren typischen Merkmalen beschrieben und in ihren Grundzügen bestimmt werden. In dieser Teilaufgabe kannst du mithilfe der Karte aus M 1 arbeiten. Bevor du die Verteilung der Endmoränen beschreibst, sollten diese zunächst definiert werden.
b)
Der Operator „erklären“ verlangt von dir, dass du mithilfe deines eigenen Wissens die glazialmorphologischen Oberflächenformen A-D aus M 1 in eine zeitliche Abfolge bringst. Die Buchstaben aus der Abbildung müssen dabei nicht der dargestellten Reihenfolge entsprechen.
2.
a)
In dieser Aufgabe sollst du mithilfe von M 2 die beiden Bodentypen den glazialmorphologischen Oberflächenformen zuordnen. Die Tabelle zeigt dir, welche Korngrößenanteile die beiden Bodentypen Parabraunerde und Podsol aufweisen. Da die Bodenentwicklung stark von dem Gestein bzw. dem abgelagerten Material und dessen Korngröße abhängt, musst du erst einmal klären, welches Material in den Sanderflächen und den Grundmoränen vorzufinden ist. Anschließend kannst du über die beiden typischen bodenbildenden Prozesse auf die dort vorkommenden Boden schließen.
b)
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, dass du anhand M 2 und M 3 die vorgegebene Aussage bzw. Behauptung an konkreten Sachverhalten misst. Dabei solltest du nun Argumente aufzählen, die sowohl für als auch gegen eine sehr hohe Bodenfruchtbarkeit sprechen. Gegen Ende solltest du jedoch nicht vergessen, die Argumente mit einem Fazit abzuschließen.
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Lösungen
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1.
a)
$\blacktriangleright$   Die räumliche Verteilung der Endmoränen charakterisieren.
Tipp
Der Operator „charakterisieren“ verlangt von dir, dass Sachverhalte und Vorgänge mit ihren typischen Merkmalen beschrieben und in ihren Grundzügen bestimmt werden. In dieser Teilaufgabe kannst du mithilfe der Karte aus M 1 arbeiten. Bevor du die Verteilung der Endmoränen beschreibst, sollten diese zunächst definiert werden.
Tipp
Der Operator „charakterisieren“ verlangt von dir, dass Sachverhalte und Vorgänge mit ihren typischen Merkmalen beschrieben und in ihren Grundzügen bestimmt werden. In dieser Teilaufgabe kannst du mithilfe der Karte aus M 1 arbeiten. Bevor du die Verteilung der Endmoränen beschreibst, sollten diese zunächst definiert werden.
Die Endmoräne stellt einen Bestandteil der Abfolge der Glazialen Serie nach Albrecht Penck dar. Eine Moräne wird durch die wallartige Aufschiebung des erodierten Gesteinsmaterials während einer Eiszeit, zum Beispiel durch eine Gletscherzunge, gebildet. Die Endmoräne kennzeichnet die Aufschüttung, bei der das Eis, d.h. der Gletscher, am weitesten vorgestoßen war. Diese wallartigen Erhebungen können dabei eine Länge von über 100 Kilometern sowie eine Höhe von über 100 Metern erreichen. Je nachdem wie weit die Eismassen der jeweiligen Eiszeit im Inland vorgestoßen waren, können die Endmoränen der vorherigen Eiszeit überprägt worden sein. Das kann dazu führen, dass diese in Karten nur noch schwer zu erkennen sind.
In Nordeuropa stießen, während der Eiszeiten im Pleistozän, die Gletschermassen von Norden her kommend in das Inland vor und prägten das heutige Landschaftsbild. Wichtig sind dabei die letzten beiden Eiszeiten, die Weichsel-Eiszeit (vor ca. 115.00 bis 11.700 Jahren) und die Saale- Eiszeit (vor ca. 300.00 - 130.00 Jahren).
Anhand der Karte in M 1 wird deutlich, dass die ältere Saale-Eiszeit einen deutlich weiteren Vorstoß Richtung Süden aufzeigt, als im Vergleich zu der jüngeren Weichsel-Eiszeit. Aufgrund dessen befinden sich die Endmoränen der Saale-Eiszeit weiter südlich als die Endmoränen der Weichsel-Eiszeit. Die ausgeprägte Endmoränenkette der Weichsel-Eiszeit verläuft mit einer Ausrichtung von Südwesten bis Nordosten und befindet sich nördlicher als die Endmoränen der Saale-Eiszeit. Die teilweise parallel verlaufenden Endmoränenwälle deuten darauf hin, dass sich der Gletscher während der Weichsel-Eiszeit zurückgezogen hat und schließlich erneut vorgestoßen ist, jedoch nicht in dem selben Ausmaß wie zuvor.
b)
$\blacktriangleright$   Bringe die dargestellten Formen in eine zeitlicher Abfolge und erkläre deren Entstehung.
Tipp
Der Operator „erklären“ verlangt von dir, dass du mithilfe deines eigenen Wissens die glazialmorphologischen Oberflächenformen A-D aus M 1 in eine zeitliche Abfolge bringst. Die Buchstaben aus der Abbildung müssen dabei nicht der dargestellten Reihenfolge entsprechen.
Tipp
Der Operator „erklären“ verlangt von dir, dass du mithilfe deines eigenen Wissens die glazialmorphologischen Oberflächenformen A-D aus M 1 in eine zeitliche Abfolge bringst. Die Buchstaben aus der Abbildung müssen dabei nicht der dargestellten Reihenfolge entsprechen.
Während der Eiszeiten vor über 10.000 Jahren überzogen große Eismassen die Kontinente. Von Norden aus Skandinavien kommend, stießen die Gletscher bis an die deutsche und polnische Mittelgebirgsschwelle heran. Nach dem Rückgang der Eismassen in der darauffolgenden Warmzeit hinterließen diese eine ausgeprägte Vielfalt an Oberflächenformen, welche erstmals von Albrecht Penck als Glaziale Serie bezeichnet wurde. Diese beinhaltet die folgenden Formen: Grundmoräne, Endmoräne, Sander und Urstromtal.
A
Endmoräne: Eine Endmoräne kennzeichnet den weitesten Vorstoß des Gletschereises. An dieser Stelle verweilte das Eis über einen längeren Zeitraum, woraufhin sich dort hohe Wälle aus erodiertem Material sammeln konnten. Die in M 1 dargestellten Endmoränen der Weichsel-Eiszeit befinden sich am weitesten südlich und stellen somit die ältesten Moränen dieser Eiszeit dar.
D
Grundmoräne: Während dem Vorrücken des Gletschereises in der Weichsel-Eiszeit wurde von diesem viel erodiertes Material nach Süden transportiert und beim Abschmelzen letztendlich abgelagert. So entstand ein flaches bis leicht kuppiges Oberflächenrelief, welches nun eine Vielzahl an Seen beinhaltet. Die in M 1 dargestellte Fläche zeigt die Weichsel-Grundmoränen, welche zwischen den unterschiedlichen Vorstößen der Eismassen entstanden sind. Sie befinden sich somit zwischen den beiden älteren Endmoränen- und den jüngeren Endmoränenketten der Weichsel-Eiszeit.
B
Endmoräne: Nachdem das Gletschereis der Weichsel-Eiszeit weit Richtung Süden vogestoßen war und den älteren Endmoränenwall (A) gebildet hatte, zog sich das Eis wieder gen Norden zurück. Anschließend gab es einen weiteren Vorstoß, welcher jedoch nicht so weit reichte wie zuvor. Somit bildeten sich durch erneute Aufschüttung des Gesteinmaterials weitere jüngere Endmoränen.
C
Sander: Beim Übergang von der Eiszeit zur Warmzeit begann der Gletscher zu schmelzen. Das Schmelzwasser durchbrach die jüngeren Endmoränen (B) und lagerte das mitgeführte Material in Form von Schwemmkegeln ab. Die Ablagerung erfolgte stark sortiert. Zunächst wurden die schwereren Kiese, anschließend die Sande und letztendlich die Tone abgelagert.
2.
a)
$\blacktriangleright$   Ordne die beiden Bodentypen Podsol und Parabraunerde mithilfe M 2 den Sanderflächen und Grundmoränen zu.
Tipp
In dieser Aufgabe sollst du mithilfe von M 2 die beiden Bodentypen den glazialmorphologischen Oberflächenformen zuordnen. Die Tabelle zeigt dir, welche Korngrößenanteile die beiden Bodentypen Parabraunerde und Podsol aufweisen. Da die Bodenentwicklung stark von dem Gestein bzw. dem abgelagerten Material und dessen Korngröße abhängt, musst du erst einmal klären, welches Material in den Sanderflächen und den Grundmoränen vorzufinden ist. Anschließend kannst du über die beiden typischen bodenbildenden Prozesse auf die dort vorkommenden Boden schließen.
Tipp
In dieser Aufgabe sollst du mithilfe von M 2 die beiden Bodentypen den glazialmorphologischen Oberflächenformen zuordnen. Die Tabelle zeigt dir, welche Korngrößenanteile die beiden Bodentypen Parabraunerde und Podsol aufweisen. Da die Bodenentwicklung stark von dem Gestein bzw. dem abgelagerten Material und dessen Korngröße abhängt, musst du erst einmal klären, welches Material in den Sanderflächen und den Grundmoränen vorzufinden ist. Anschließend kannst du über die beiden typischen bodenbildenden Prozesse auf die dort vorkommenden Boden schließen.
Die Ablagerung der unterschiedlichen Korngrößen hängt zum einen mit der Fließgeschwindigkeit des Schmelzwassers, zum anderen mit der Erosionsleistung des Gletschereises zusammen. Das aktive Gletschereis transportierte enorme Mengen an Gesteinsmaterial, dem sogenannten Geschiebe, mit sich. Wichtig dabei ist der Gletscherschliff, bei dem durch Abschleifen des Gletschers vor allem Material der Korngrößen Ton und Schluff entstanden ist. Weiterhin stellt die Zermahlung größerer Gesteinsbruchstücke eine wichtige Rolle dar. Bei Rückzug des Gletschers lagerte sich dieses Material ab und formte die Grundmoränen. Somit kann allgemein gesagt werden, dass die typischen Korngrößen der Grundmoräne aus Tonen und Schluffen bestehen.
Die Sanderflächen wurden nicht direkt vom Gletscher geprägt, sondern vom mitgeführten Material des Schmelzwassers. Diese transportierten sowohl feineres Material wie Tone und Schluffe als auch grobes Material wie Sande aus den Endmoränen heraus. Entsprechend der Fließgeschwindigkeit des Flusses wurde das Material nach der Korngröße sortiert hinter dem Gletscherrand abgelagert. Demnach finden sich die größeren Sande unmittelbar an den Endmoränen anschließend, während die leichten Schluffe und Tone erst später abgelagert oder gänzlich wegtransportiert wurden. Somit findet sich in den Sandern, wie der Name auch verrät, vorrangig die Korngröße Sand.
Wichtige bodenbildende Prozesse stellen hier die Lessivierung zu einer Parabraunerde sowie die Podsolierung zu einem Podsol dar. Bei der Lessivierung, auch Tonverlagerung genannt, werden die Tonteilchen (< 0,002$\,$mm) aus den oberen Bodenhorizonten mit dem Sickerwasser in untere Bodenhorizonte verlagert und bei Austrocknung oder Verengung der Bodenklüfte abgelagert. Es entsteht die für diesen Prozess typische Parabraunerde, welche etwa zu 10$\,$% aus Ton, zu 30$\,$% aus Schluff und zu 60$\,$% aus Sand besteht. Da in einer Grundmoräne der für diesen Prozess notwendige Ton zur Verfügung steht, findet man auf diesen hauptsächlich den Bodentyp Parabraunerde.
Bei der Podsolierung, auch Sauerbleichung genannt, werden mithilfe von Sickerwasser Huminstoffe sowie Eisen- und Aluminiumverbindungen aus dem Oberboden in den Unterboden verlagert. Voraussetzung für diese Verlagerung stellt vor allem das Vorhandensein eines stark durchsickerbaren Bodenmaterials, wie zum Beispiel die Sande, dar. Somit bestehen typische Podsole aus etwa 85$\,$% Sand, 12$\,$% Schluff und lediglich 3$\,$% Ton. Die Sanderflächen stellen dementsprechend Gebiete mit einem hohen Vorkommen an Podsolen dar.
b)
$\blacktriangleright$   Überprüfe die folgende Aussage: „Die Parabraunerde ist ein sehr fruchtbarer Bodentyp“ .
Tipp
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, dass du anhand M 2 und M 3 die vorgegebene Aussage bzw. Behauptung an konkreten Sachverhalten misst. Dabei solltest du nun Argumente aufzählen, die sowohl für als auch gegen eine sehr hohe Bodenfruchtbarkeit sprechen. Gegen Ende solltest du jedoch nicht vergessen, die Argumente mit einem Fazit abzuschließen.
Tipp
Der Operator „überprüfen“ verlangt von dir, dass du anhand M 2 und M 3 die vorgegebene Aussage bzw. Behauptung an konkreten Sachverhalten misst. Dabei solltest du nun Argumente aufzählen, die sowohl für als auch gegen eine sehr hohe Bodenfruchtbarkeit sprechen. Gegen Ende solltest du jedoch nicht vergessen, die Argumente mit einem Fazit abzuschließen.
Sachverhalte, die gegen eine hohe Bodenfruchtbarkeit sprechen:
  • Die geringe Wasserdurchlässigkeit im tonreichen Unterboden kann bei ausreichend Niederschlag zu Staunässe und somit zu Sauerstoffarmut führen.
  • Durch den Verlust des Tons im Oberboden wird das Gefüge, d.h. die Bodenstruktur, sehr instabil. Dies führt zu einer erhöhten Erosionsanfälligkeit der oberen Bodenhorizonte.
  • Die Tonanreicherung im Unterboden führt zu einer Verringerung des Porenvolumens und somit zu einer Einschränkung der Durchwurzelbarkeit und der biologischen Aktivität von z.B. Regenwürmern und Bodenwühlern.
Sachverhalte, die für eine hohe Bodenfruchtbarkeit sprechen:
  • Der hohe Anteil an günstigen Tonmineralen führt gleichermaßen zu einer hohen Kationenaustauschkapazität, d.h. einer günstigen Nährstoffspeicherung.
  • Durch Verlagerung des Tonanteils in den Unterboden bleiben Schluff und Sand im Oberboden zurück. Diese Korngrößen verfügen über ein hohes Porenvolumen und führen somit zu einer günstigen Durchlüftung und Durchwurzelbarkeit.
  • Die hohe Durchlüftung im Oberboden begünstigt das Bodenleben, was wiederum die Einarbeitung des fruchtbaren Auflagehumus in die Mineralbodenhorizonte fördert.
  • Die Wasserspeicherung des Bodens ist ein entscheidender Faktor für die Verfügbarkeit von Wasser für die Pflanzen. Über das ideale Wasserhaltevermögen verfügt die Korngröße Schluff, von welchem in der Parabraunerde ein sehr hoher Teil vorliegt.
Abschließend kann gesagt werden, dass es sich bei der Parabraunerde um einen fruchtbaren Bodentyp handelt. Jedoch ist in der Aussage von einem sehr fruchtbaren Boden die Rede. Da es auch einige Faktoren gibt, die gegen eine hohe Fruchtbarkeit sprechen, kann die Parabrauerde nicht zu den sehr fruchtbaren Bodentypen gezählt werden.
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