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Propagandarede

Skripte
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In der Geschichte des Nationalsozialismus ist Propaganda ein Schlüsselbegriff. Propaganda war für die Nationalsozialisten sowohl ein Instrument zur Gewinnung neuer Anhänger, als auch die Möglichkeit, ein ganzes Land nach den eigenen Vorstellungen zu lenken. Besonders in den Reden der Nationalsozialisten ist diese Propaganda zu erkennen. Was eine Propagandarede ausmacht und wie du die verschiedenen Elemente einer solchen Rede erkennst, erfährst du in diesem Skript.

Propaganda - was ist das überhaupt?

Methodik: Propagandarede
Abb. 1: Mussolini und Hitler setzten Propaganda gezielt ein.
Methodik: Propagandarede
Abb. 1: Mussolini und Hitler setzten Propaganda gezielt ein.
einprägsam sind. Wichtige Verbreitungsmittel von Propaganda im Nationalsozialismus waren Zeitungen, Bücher und Reden, aber auch neue Medien wie Rundfunk und Film. Adolf Hitler und Parteigänger der Nationalsozialisten waren sich dessen bewusst, dass Propaganda einen großen Einfluss auf Menschen haben kann. Bereits Mitte der 1930er Jahre begann die NS-Diktatur damit, die deutsche Bevölkerung mit Hilfe einer intensiven Kriegspropaganda für den geplanten Krieg zu mobilisieren und vorzubereiten.

NS-Propaganda

Die Propaganda während der NS-Diktatur ist umfassend und vielschichtig. Wurde bereits vor der Machtergreifung Propaganda betrieben, intensivierten sich diese Bemühungen ab 1933 durch die Einführung des Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.
Fortan sollten es zu einer „Mobilisierung der Massen“ kommen, beruhend auf den folgenden Prinzipien:
  • Beschränkung auf wenige Themen und Schlagworte
  • geringer geistiger Anspruch
  • Abzielung auf Gefühle
  • Keine Differenzierung
  • tausendfache Wiederholung der Propaganda

  • Besonders Themen wie Führerkult, Rassismus, Antisemitismus, deutsche Volksgemeinschaft, die Wehrmacht und das Bild der deutschen Frau stehen im Mittelpunkt der NS-Propaganda. Im Laufe des 2. Weltkrieges konzentriert sich die Propaganda immer mehr auf den Siegeswillen und das Durchhaltevermögen der Deutschen im Krieg.

    Analyse der Propagandarede

    Betrachtet man eine Propagandarede aus Zeiten der NS-Diktatur gibt es einige sprachliche Mittel auf die man achten muss:

  • Emotionalisierung: Besonders durch Superlative und Übertreibungen
  • Wiederholungen: bestimmte Begriffe werden im Laufe der Rede immer wieder aufgegriffen
  • Euphemismen: geschönte Darstellungen, die nicht der Realität entsprechen
  • wertende Adjektive: um Gegner in schlechtes Licht zu stellen
  • imperativer Stil: Zuhörer werden zu etwas aufgefordert
  • unbestimmte Begriffe: national aufgeladen, aber nicht näher definiert
  • religiöser Sprachgebrauch: Begriffe, die einen religiösen Hintergrund haben, jedoch in einem anderen Kontext


  • Im folgenden sollen Auszüge der Rede von Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast vom 18. Februar 1943 nach diese sprachliche Mittel analysiert werden.

    $\,$
    […] Es ist verständlich, dass wir bei den groß angelegten Tarnungs- und Bluffmanövern des bolschewistischen Regimes das Kriegspotenzial der Sowjetunion nicht richtig eingeschätzt haben. Erst jetzt offenbart es sich uns in seiner ganzen wilden Größe. Dementsprechend ist auch der Kampf, den unsere Soldaten im Osten zu bestehen haben, über alle menschlichen
    5
    Vorstellungen hinaus hart, schwer und gefährlich. Er erfordert die Aufbietung unserer ganzen nationalen Kraft. Hier ist eine Bedrohung des Reiches und des europäischen Kontinents gegeben, die alle bisherigen Gefahren des Abendlandes weit in den Schatten stellt. Würden wir in diesem Kampfe versagen, so verspielten wir damit überhaupt unsere geschichtliche Mission! Alles, was wir bisher aufgebaut und geleistet haben, verblasst angesichts der
    10
    gigantischen Aufgabe, die hier der deutschen Wehrmacht unmittelbar und dem deutschen Volke mittelbar gestellt ist. […]

    Ihr also, meine Zuhörer, repräsentiert in diesem Augenblick für das Ausland die Nation. Und an euch möchte ich zehn Fragen richten, die ihr mit dem deutschen Volke vor der ganzen
    15
    Welt, insbesondere aber vor unseren Feinden, die uns auch in dieser Stunde an ihrem Rundfunk zuhören, beantworten müsst. Wollt ihr das?

    […]Viertens: Die Engländer behaupten, das deutsche Volk wehrt sich gegen die totalen Kriegsmaßnahmen der Regierung. Es will nicht den totalen Krieg, sagen die Engländer,
    20
    sondern die Kapitulation! Ich frage Euch: Wollt Ihr den totalen Krieg? Wollt Ihr ihn, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt erst vorstellen können?

    Fünftens: Die Engländer behaupten, das deutsche Volk hat sein Vertrauen zum Führer verloren! Ich frage Euch – ich frage Euch: Vertraut Ihr dem Führer? Ist eure Bereitschaft, ihm
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    auf allen seinen Wegen zu folgen und alles zu tun, was nötig ist, um den Krieg zum siegreichen Ende zu führen, eine absolute und uneingeschränkte?


    sprachliche MittelZitat(e) (mit Zeilennummern)
    Emotionalisierung„in seiner ganzen wilden Größe“ (3)
    „über alle menschlichen Vorstellungen hinaus“ (4f.)
    „die alle bisherigen Gefahren des Abendlandes weit in den Schatten stellt“ (7)
    „alles [..] verblasst angesichts dieser gigantischen Aufgabe“ (9f.)
    „totaler und radikaler, als wir ihn uns [..] vorstellen können“ (21)
    Wiederholungen„total“ Z. 18, 19, 20, 21
    Euphemismen„dass wir [..] das Kriegspotenzial der Sowjetunion nicht richtig eingeschätzt haben“ (2f.)
    wertende Adjektive„wild“ (3)
    imperativischer Stil„die ihr [..] beantworten müsst“ (14f.)
    unbestimmte Begriffe„nationale Kraft“ (6)
    „unsere geschichtliche Mission“ (8f.)
    religiöser Sprachgebrauch„Mission“ (9)
    „Bereitschaft, ihm auf allen seinen Wegen zu folgen“ (24f)

    Bildnachweise [nach oben]
    [1]
    https://goo.gl/U2aGRJ – Adolf Hitler and Benito Mussolini in Munich, Germany, Marion Doss, CC BY-SA 2.0.
    [2]
    https://goo.gl/Mu2trS – Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, Bundesarchiv CC BY-SA 3.0.
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