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Gründung UdSSR

Skript
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Die Geschehnisse des Jahres 1917 hatten in Russland die Chance auf einen Neuanfang ermöglicht. Weg von der Monarchie, hin zur Volkssouveränität. Unter der Führung Lenins hatten die Bolschewiki in der Oktoberrevolution die Kontrolle über Petrograd erlangt und die Provisorische Regierung abgelöst. Diese Ereignisse des Jahres 1917 waren jedoch nur ein einziger Schritt auf dem Weg zur Gründung der UdSSR. Welche Hindernisse Lenin und die Bolschewiki überwinden mussten, wie sich die Sowjetunion unter Stalin veränderte und was die Folgen dieser Entwicklungen waren, erfährst du in diesem Lernskript.

Der Bürgerkrieg in Russland

Russische Revolution: Gründung UdSSR
Abb. 1: Weiße Truppen in Finnland (1917).
Russische Revolution: Gründung UdSSR
Abb. 1: Weiße Truppen in Finnland (1917).
Besonders die unbarmherzige Gewalt der roten Truppen machte vor niemand halt; Menschen, die einer anderen Auffassung als die Bolschewiki waren, wurden vertrieben oder umgebracht. Daher spricht man heute in diesem Zusammenhang von einem Roten Terror, wenn man das Vorgehen der Bolschewiki im Bürgerkrieg spricht. Eine durch die Wirren des Krieges verursachte Hungersnot im Winter 1921/22 kostete weiteren fünf Millionen Menschen im ehemaligen Russischen Reich das Leben. So musste das Sowjetregime um Lenin in einem völlig zerrütteten Land seine neue Gesellschaft aufbauen.

Ein Neuanfang

Zwar waren die Bolschewiki um Lenin siegreich aus dem Bürgerkrieg hervorgegangen, jedoch befanden sich Land und Bevölkerung nach den letzten Jahren kurz vor dem Kollaps. Um die Wirtschaft und das ehemalige Zarenreich zurück in die Spur zu bringen, verordnete Lenin die Neue Ökonomische Politik (NEP). Durch die NEP sollte die ökonomische sowie politsche Stabilisierung des Vielvölkerreiches gelingen. Neben der Wiederherstellung marktwirschaftlicher Wirtschaftsweisen, stand besonders der Schulterschluss mit der ländlichen Bevölkerung und der Herstellung kultureller Autonomie für die nicht russischen Völker an den Grenzen Russlands im Mittelpunkt dieser neuen Politik. Denn es stand außer Frage, dass die Gründung eines solch großen Staates nur gelingen konnte, wenn sich alle Regionen an das russisch-sozialistische Kernland binden ließen und an einem Strang zogen.
Der gelebte Sozialismus, der von den Bolschewisten proklamiert wurde, stellt sich hierbei als Bindeglied zwischen den Menschen und dem Staat dar. Von 1921 bis 1929 verdoppelte sich die Zahl der Parteimitglieder auf über eine Millionen; nahezu die Hälfte davon stammte aus der Arbeiterklasse. Der Sozialismus der Bolschewiki stieß in alle Lebensbereiche vor; die Umgestaltung geschah im Bildungssektor, in der Gesundheitsversorgung, in der Schaffung von Wohnraum, in der Stadtplanung und der Sozialarbeit. Die Wohlfahrt der Bevölkerung sollte verbessert werden und zwar für alle Menschen.

Im Dezember 1922 kam es zur Gründung der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR). Die Verfassung wurde gebilligt und stand allen Mitgliedern grundsätzliche Ebenbürtigkeit zu. Zwar stand diese Gleichheit von Regionen wie der Ukraine in der Verfassung, wie sich jedoch später herausstellen sollte, bestimmte die Moskauer Zentralregierung, was in der Sowjetunion geschah. Wo nichtrussische Bevölkerungsgruppen sich der Einverleibung in die UdSSR widersetzten, wurde der Widerstand militärisch niedergeschlagen.

Hammer und Sichel in der Flagge symbolisierten die Einheit von Arbeitern (Hammer) und Bauern (Sichel). Nach dieser Staatsgründung lag es im Interesse der Sowjetunion, mit anderen europäischen Nationen Handelsbeziehungen aufzunehmen, um die heimische Wirtschaft in Schwung zu bringen. Mit Großbritannien und Deutschland konnten erste wirtschaftliche Beziehungen geknüpft werden. Dadurch etablierte sich die UdSSR als anerkannter Staat in Europa.

Josef Stalin: Der neue Mann an der Spitze

Russische Revolution: Gründung UdSSR
Abb. 3: Josef Stalin
Russische Revolution: Gründung UdSSR
Abb. 3: Josef Stalin

Stalinismus

Josef Stalin hatte innerhalb weniger Jahre die Sowjetunion nach seinen Vorstellungen gestaltet. Um seine Macht als Erster Mann im Staat zu behalten, schreckte Stalin auch nicht vor Gewalt und Terror zurück. Es wurden Notstandsmaßnahmen verhängt, die den willkürliche Zugriff auf Gegner aller Art und ihre unverzügliche Bestrafung, einschließlich der Hinrichtung, ermöglichten. Listen mit Namen von ca. 340.000 zu verhaftenden und zum Teil sofort zu erschießenden Personen tauchten nach dem Zusammenfall der Sowjetunion auf, die von Stalin selbst unterzeichnet waren.
Physische Gewalt und Gewaltandrohung entwickelten sich als Instrumente der Regierung. Diese Entwicklung unter Stalin werden von Historikern als Stalinismus bezeichnet. In Form von Schauprozessen wurde sich politischer Gegner entledigt. Man spricht von Schauprozessen, da bereits vor Prozessbeginn klar war, dass der Angeklagte verurteilt werden würde. Angeklagte wurden entweder zum Tode verurteilt oder mussten mehrere Jahrzehnte in Arbeitslagern (auch Gulags genannt) schuften. Als Konsequenz lebten die Menschen unter der Diktatur Stalins in Angst und Schrecken.
Bildnachweise [nach oben]
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