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Die Deutsche Wiedervereinigung

Skripte
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An jedem 3. Oktober seit 1990 wird die Deutsche Einheit gefeiert. Seit der Gründung der BRD 1949 war es erklärtes Ziel, die Wiedervereinigung der beiden Staaten herbeizuführen. Als es nach 51 Jahren Trennung dazu kam, konnten es viele Menschen nicht glauben. In diesem Skript erklären wir dir anhand von zehn ausgewählten Daten den Hergang der Friedlichen Revolution.

Massendemonstrationen

In Leipzig kommt es am 04.09.1989 zur ersten großen Demonstration für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Diese Demonstration entstand aus der kirchlichen Friedensbewegung, die das Wettrüsten zwischen Ost und West kritisierte. Im Herbst 89 kam es in vielen Ostdeutschen Städten zu ähnlichen Protestzügen. In Halle, Magdeburg, Dresden oder auch Rostock zogen Menschen montags durch die Straßen und forderten den Beitritt zur BRD. Zur allgemeinen Parole wurde der Satz "Wir sind das Volk!".

Grenzöffnung Ungarn-Österreich

Weltpolitik nach 1945: Die Deutsche Wiedervereinigung
Abb. 2: Bereits im August 1989 flohen hunderte DDR Bürger über Ungarn nach Österreich.
Weltpolitik nach 1945: Die Deutsche Wiedervereinigung
Abb. 2: Bereits im August 1989 flohen hunderte DDR Bürger über Ungarn nach Österreich.

Grenzöffnung Berliner Mauer

Zwar beschränkte die DDR die Reisefreiheit in Richtung Ungarn, doch nachdem die damalige Tschechoslowakei ebenfalls ihre Grenzen öffnete, flüchteten im November 1989 tausende DDR Bürger auf diesem Weg in die Bundesrepublik. Es war der DDR Führung daher ein Anliegen, die Reiseregelungen ihrer Bevölkerung neu zu strukturieren. Dies führte zu einer Pressekonferenz des hochrangigen Politikers Günter Schabowski zu diesem Thema. Hier fielen die Worte die die Berliner Mauer öffneten.
"Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen - Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse - beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Die zuständigen Abteilungen Pass- und Meldewesen der VP - der Volkspolizeikreisämter - in der DDR sind angewiesen, Visa zur ständigen Ausreise unverzüglich zu erteilen, ohne dass dafür noch geltende Voraussetzungen für eine ständige Ausreise vorliegen müssen."
(Pressekonferenz von SED-Politbüro-Mitglied Günter Schabowski am 9. November 1989 in Berlin)
"Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen - Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse - beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Die zuständigen Abteilungen Pass- und Meldewesen der VP - der Volkspolizeikreisämter - in der DDR sind angewiesen, Visa zur ständigen Ausreise unverzüglich zu erteilen, ohne dass dafür noch geltende Voraussetzungen für eine ständige Ausreise vorliegen müssen."
(Pressekonferenz von SED-Politbüro-Mitglied Günter Schabowski am 9. November 1989 in Berlin)
Noch in der selben Nacht nutzten tausende Bewohner Ost-Berlins die Möglichkeit, die einst tödliche Grenze freien Fußes zu überqueren. Es kam zu einem spontanen Volksfest in der ganze Stadt.
Dabei wurde nicht vergessen, dass seit dem Bau der Mauer 1961 über hundert Menschen dort ihr Leben ließen. Teile der Mauer sind auch heute noch im Berliner Stadtbild sichtbar und erinnern an das Unrechtsregime der DDR.

Wahl zur Volkskammer

Auf Einladung der Kirchen in der DDR trat der "Zentrale Runde Tisch" in Berlin zusammen. Hier versammelten sich Vertreter der regierenden SED, Kirchenvertreter und Abgesandte der neu entstandenen Bürgerbewegung. Es sollte über die gesellschaftliche Krise diskutiert werden und Lösungsvorschlage zur Überwindung derer gefunden werden. Als Lösungsansatz einigte man sich auf die Herbeiführung der ersten freien und gleichen Wahlen seit 1946 in der DDR.

Parteien und Ausgang

Die Wahl wurde vom konservativen Bündis "Allianz für Deutschland" gewonnen. Dieses Wahlbündnis bestand aus der CDU, der Deutschen Sozialen Union (DSU) und der Partei "Demokratischer Aufbruch". Die Wahlbeteilgung erreichte mit 93,4% einen historischen Höchstwert. Eine Koalition aus "Allianz für Deutschland", SPD und der Bund freier Demokraten stellte schlußendlich die Regierung. Ministerpräsident wurde Lothar de Maizière. Der Regierung unter Lothar de Maizière (der Cousin des aktuellen Politikers Thomas de Maizière) war klar vom Volk mit dem Auftrag ausgestattet worden, die Wiedervereinigung mit der BRD einzuleiten.
Wahlergebnis vom 18. März 1990
CDU 40,59 %
SPD 21,76 %
Partei des Demokratischen Sozialismus 16%
DSU 6,27 %
Wahlergebnis vom 18. März 1990
CDU 40,59 %
SPD 21,76 %
Partei des Demokratischen Sozialismus 16%
DSU 6,27 %

Verträge regelten den Ablauf

Bevor die DDR und die BRD ein Staat werden konnten, mussten erst die großen Siegermächte des Zweiten Weltkrieges zustimmen. Auf Seite des Westens war Anfangs nur die USA für das Projekt Deutsche Einheit. Frankreich und Großbritannien fürchteten eine künftige Dominanz eines vereinigten Deutschlands. Bis Ende Februar 1990 stimmten Paris und London der Wiedervereinigung zu, unter der Voraussetzung ein geeintes Deutschland würde NATO Mitglied werden.
Nun war vor allem die Zustimmung aus Moskau notwendig. Bundeskanzler Kohl erhielt mitte Juli 1990 nach Gesprächen mit Michail Gorbatschow, dem Staatspräsidenten der Sowjetunion, dessen Einwilligung. Die BRD verpflichtete sich im Zuge dessen der Sowjetunion Wirtschaftshilfen zukommen zu lassen. Festgehalten wurden diese Gespräche im Zwei-plus-Vier-Vertrag, der am 15. März 1991 die komplette Souveränität der BRD herstellte.

Währungs-Wirtschafts- und Sozialunion

Nach dem Ergebnis der Volkskammerwahl war das Stimmungsbild in der DDR deutlich auf die Wiedervereinigung ausgelegt. Da die bereits seit längerem anhaltende Westwanderung der DDR Bürger nun ungebremst weiterging, verlor die DDR Wirtschaft an Zugkraft. Mit der zügigen Integration der DDR in das Wirtschaftssystem der BRD sollte dem ein Ende gesetzt werden. Am 1. Juli 1990 wurde eine Währungs-Wirtschafts- und Sozialunion zwischen den Ländern eingegangen. Die D-Mark wurde zum Zahlungsmittel in der DDR.

DDR Volkskammer stimmt Einigungsvertrag zu

Weltpolitik nach 1945: Die Deutsche Wiedervereinigung
Abb. 5: Die Staatsoberhäupter der beiden Deutschlands stoßen auf das gelungene Projekt Wiedervereinigung an.
Weltpolitik nach 1945: Die Deutsche Wiedervereinigung
Abb. 5: Die Staatsoberhäupter der beiden Deutschlands stoßen auf das gelungene Projekt Wiedervereinigung an.

Beitritt der DDR zur BRD

Im Einigungsvertrag wurde festgelegt, dass der Beitritt der DDR zur BRD am 03.10.1990 stattfindet. Mit der Bundestagswahl am 02.12.1990 wurde Helmut Kohl zum ersten Bundeskanzler des vereinten Deutschlands.
Obwohl seit Oktober 1990 in allen 16 Bundesländern gleiche Rechte gelten, sind nach wie vor die Lebensverhältnisse unterschiedlich. Die Arbeitslosigkeit ist in den fünf jüngeren Bundesländern höher, die Gehälter geringer und viele Gemeinden kämpfen immer noch mit der Westwanderung ihrer Bürger. Die Herstellung Gleichwertiger Lebensverhältnisse bleibt eine Aufgabe für die aktuelle Generation.
Weltpolitik nach 1945: Die Deutsche Wiedervereinigung
Abb. 6: Der 3. Oktober wurd als Tag der Deutschen Einheit im Einigungsvertrag 1990 zum gesetzlichen Feiertag in Deutschland bestimmt.
Weltpolitik nach 1945: Die Deutsche Wiedervereinigung
Abb. 6: Der 3. Oktober wurd als Tag der Deutschen Einheit im Einigungsvertrag 1990 zum gesetzlichen Feiertag in Deutschland bestimmt.
Bildnachweise [nach oben]
[1]
https://goo.gl/AWOV5x – Leipzig, Montagsdemonstration, Bundesarchiv, CC BY-SA 3.0 DE.
[2]
https://goo.gl/bLH805 – Der Durchbruch, Wik1966total, CC BY-SA 3.0.
[3]
https://goo.gl/Ko1757 – Auf der Bösebrücke, Staatsvertrag BRD-DDR CC BY-SA 3.0 DE.
[4]
https://goo.gl/7ObbUe – Dresden, Volkskammerwahl, Bundesarchiv, Häßler, Ulrich CC BY-SA 3.0 DE.
[5]
https://goo.gl/AhqPtR – Staatsvertrag BRD-DDR, Bundesarchiv, Settnik, Bernd CC BY-SA 3.0 DE.
[6]
Public Domain.
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