Teil 2
Aufgabe 1: Wandern und Routenplaner
Karla macht Wanderurlaub am Bodensee. Sie plant eine Wanderung in zwei Etappen von Lindau bis Bregenz und von Bregenz zum Brüggelekopf. Auf der Karte ist die erste Etappe der Wanderung zu sehen: Die Route von Lindau bis nach Bregenz.
Abbildung 1: Ausschnitt der Wanderkarte. Die erste Etappe startet in Lindau und führt bis zur markierten Stelle in Bregenz.
a) Schätze anhand der Karte die Länge der Strecke der ersten Etappe ab.
Notiere dein Vorgehen.
Die zweite Etappe der Wanderung von Bregenz bis zum Brüggelekopf plant Karla mithilfe eines Höhenprofils (siehe Abbildung unten). Sie möchte wissen, welche Auf- und Abstiege sie bei ihrer Wanderung bewältigen muss. Das Höhenprofil ordnet jedem Punkt des Weges auf der Karte seine Höhe über dem Meeresspiegel zu.
Notiere dein Vorgehen.
Abbildung 2: Höhenprofil von Bregenz bis zum Brüggelekopf
b) In Oberfeld will Karla ihre erste Pause machen. Entnimm der Abbildung 2 die Länge der Strecke von Bregenz bis Oberfeld.
c) Auf wie viele Meter genau kannst du die Höhe eines Ortes aus der Abbildung 2 ablesen?
d) Das letzte Stück des Weges zwischen Alberschwende und dem Brüggelekopf ist ziemlich steil.
Wie viele Meter liegt der Brüggelekopf höher als der Ort Alberschwende?
Auf den letzten Wie viele Meter liegt der Brüggelekopf höher als der Ort Alberschwende?
e) Karlas kleiner Bruder behauptet: „Die Strecke, die du wandern musst, ist länger als
.“
Hat Karlas kleiner Bruder recht? Begründe deine Entscheidung.
Hat Karlas kleiner Bruder recht? Begründe deine Entscheidung.
f) Steigungen im Gelände werden üblicherweise in Prozent angegeben.
Berechne die ungefähre Steigung in Prozent für die letzten
.
Karla möchte abschätzen, wie lange sie ohne Pausen unterwegs sein wird. Sie findet im Internet für die Wanderung von Bregenz zum Brüggelekopf die folgenden Informationen:
Berechne die ungefähre Steigung in Prozent für die letzten
| Länge der Strecke: | |
| Höhenunterschiede insgesamt: | |
| Aufstieg: | |
| Abstieg: |
g) Berechne mithilfe der Informationen die ungefähre Wanderzeit (ohne Pausen) von Bregenz bis zum Brüggelekopf.
Aufgabe 2: Fallschirmsprung
Andreas möchte einen Fallschirmsprung durchführen. Er informiert sich vorher und findet eine Abbildung, die den Verlauf eines typischen Sprunges annähernd beschreibt. Bei diesem Sprung öffnet sich der Fallschirm in etwa
Abbildung: Höhe (in m) eines Fallschirmspringers in Abhängigkeit von der Zeit (in s)
a) Wie lange dauert der Sprung ungefähr? Gib die Zeitdauer in Minuten an.
b) Andreas überlegt, wie sich der Sprung verändert, wenn er den Fallschirm bereits in
Höhe öffnet.
Skizziere den Verlauf des geänderten Fallschirmsprungs im vorhandenen Koordinatensystem.
In einer weiteren Abbildung ist ein Ausschnitt des vorher abgebildeten Sprunges detaillierter dargestellt. Darin sind nur die ersten Skizziere den Verlauf des geänderten Fallschirmsprungs im vorhandenen Koordinatensystem.
Abbildung: Ausschnitt mit vier Flugphasen (I, II, III, IV) Bildnachweis
c) Welche Aussage passt zu welcher Flugphase? Mache für jede Phase ein Kreuz. Eine Aussage kann auch zu mehreren Phasen passen.
Der Springer ist am Ende der Phase I nach
Sekunden in
Metern Höhe. Die Höhe des Springers wird in der Phase I durch folgende Funktion beschrieben:
ist die Zeit in Sekunden,
gibt die Höhe in Metern an.
| Phase I | Phase II | Phase III | Phase IV | |
|---|---|---|---|---|
|
Der Springer fällt in dieser Phase immer schneller: Die Geschwindigkeit steigt.
|
||||
|
Der Springer fällt in dieser Phase immer langsamer: Die Geschwindigkeit sinkt.
|
||||
|
Der Springer fällt in dieser Phase immer gleich schnell: Die Geschwindigkeit bleibt gleich.
|
d) Begründe, dass die Funktion
den Graphen aus Phase I beschreibt.
e) Berechne, wie viele Sekunden der Springer vom Absprung aus braucht, bis er
gefallen ist.
f) Bestimme die Geschwindigkeit des Springers in der Phase II in
.
Aufgabe 3: Tetraeder in Bottrop
Der „Tetraeder“ ist ein begehbarer Aussichtsturm in Bottrop. Die äußeren Kanten des Stahlgerüstes des Tetraeders haben jeweils die Länge von ca.
(vgl. Abbildung unten).
Luca baut ein verkleinertes Modell des Tetraeders mit der Kantenlänge von
aus Holzstäben.
(Der Tetraeder in Bottrop) Bildnachweis
a) In welchem Maßstab baut Luca das Modell?
b) Die Seitenflächen sind jeweils gleichseitige Dreiecke. Berechne die Höhe einer Seitenfläche des Modells.
Zur Bestimmung der Oberfläche einer Pyramide müssen die Inhalte der Grundfläche und der Seitenflächen addiert werden. Luca findet in einer Formelsammlung jedoch:
, wobei
die Kantenlänge und
die Höhe der Seitenfläche bezeichnen.
c) Begründe, wie die Oberflächenformel des Tetraeders zustande gekommen ist.
Dem Tetraeder in Bottrop liegt eine mathematische Struktur zugrunde. In jedem Schritt entstehen aus jedem Tetraeder vier kleinere Tetraeder. Die Kantenlänge der neuen Tetraeder wird dabei in jedem Schritt halbiert (vgl. Abbildungen unten).
d) Ergänze die folgende Tabelle:
| Schritt 0 | Schritt 1 | Schritt 2 | Schritt 3 | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Tetraeder | ||||
| Kantenlänge eines Tetraeders (cm) |
e) Gib einen Term an, mit dem du die Anzahl der Tetraeder für jeden beliebigen Schritt
berechnen kannst.
Luca fährt mit seiner Klasse zum Tetraeder nach Bottrop, um dort am „Tetraeder Treppenlauf“ teilzunehmen. Bei dem
Abbildung: Die Boxplots zeigen die Laufzeiten in Minuten. Der Median der Laufzeiten aus Gruppe B beträgt ca.
Minuten.
f) Kreuze an, welche Aussagen zutreffen:
Leider hat sich die Klasse vor dem Lauf nicht darauf geeinigt, wie die Siegergruppe ermittelt wird.
|
trifft zu
|
trifft nicht zu
|
nicht entscheidbar
|
|
|---|---|---|---|
| Aus einem der Boxplots kann man die durchschnittliche Laufzeit ablesen. | |||
| Die meisten Läufer haben weniger als |
|||
| Die Läufer sind in kleinen Gruppen gelaufen. |
g) Gib ein Argument anhand der Boxplots dafür an, dass die Gruppe A gewonnen hat.
h) Gib ein Argument anhand der Boxplots dafür an, dass die Gruppe B gewonnen hat.
Bildnachweise [nach oben]
Fotolia - Bojanovic78
commons.wikimedia.org - Wiegels CC BY 3.0.
Aufgabe 1
a)
Links unten auf der Karte kann ausgemessen werden, dass
auf der Karte
in der Realität entsprechen.
Die Strecke wird näherungsweise gemessen: Auf der Karte sind es von Lindau bis nach Bregenz etwa
.
Mit dem Dreisatz folgt:
Die Streckenlänge der ersten Etappe beträgt etwa
.
Die Strecke wird näherungsweise gemessen: Auf der Karte sind es von Lindau bis nach Bregenz etwa
b
Die Länge der Strecke von Bregenz nach Oberfeld kann an der
-Achse abgelesen werden.
Oberfeld befindet sich kurz nach der Achsenmarkierung bei Kilometer
. Die Strecke ist ungefähr
lang.
c)
Im Koordinatensytem ist ein Gitter eingezeichnet, das die
-Achse alle
schneidet.
Daher kann die Höhe auf
genau abgelesen werden.
Daher kann die Höhe auf
d)
Zunächst müssen die Höhen von Alberschwende und Brüggelkopf ermittelt werden.
Der Brüggelekopf liegt ungefähr
höher als der Ort Alberschwende.
- Alberschwende befindet sich knapp oberhalb von
Es wird mit
gerechnet.
- Der Brüggelekopf befindet sich knapp unterhalb von
Es wird mit
gerechnet.
e)
Zeichne ein rechtwinkliges Dreieck in das Koordinatensystem:
Im rechtwinkligen Dreieck gilt:
.
Die tatsächliche Strecke ist länger als
da zu
der Höhenunterschied
dazu kommt. Karlas kleiner Bruder hat recht.
ist die ebene Strecke =
ist die Höhendifferenz
ist die tatsächliche Wanderstrecke (näherungsweise)
Die tatsächliche Strecke ist länger als
f)
Für die durchschnittliche Steigung
zwischen zwei Punkten
und
gilt:
Aus der Aufgabenstellung ist bekannt:
Das entspricht einer Steigung von
g)
1. Schritt: Wanderzeit auf ebener Strecke berechnen
Berechne die Wanderzeit für
bei einer Geschwindigkeit von
auf ebener Strecke. Die Formel hierfür ist:
Umstellen nach der Zeit
und einsetzen liefert:
2. Schritt: Benötigte Zeit für den Höhenunterschied berechnen
Für Auf- und Abstieg gibt es einen Zuschlag von
pro
.
Der Höhenunterschied beträgt insgesamt
.
Die zusätzliche Zeit kann mit dem Dreisatz berechnet werden.
3. Schritt: Ungefähre gesamte Wanderzeit berechnen
Die ungefähre Wanderzeit von Bregrenz bis zum Brüggelekopf beträgt ungefähr
Stunden.
Der Höhenunterschied beträgt insgesamt
Aufgabe 2
a)
Der Wert kann an der
-Achse abgelesen werden. Der Graph schneidet die
-Achse bei ungefähr
.
Demnach dauert der Sprung ungefähr
.
Demnach dauert der Sprung ungefähr
b)
c)
| Phase Ⅰ | Phase Ⅱ | Phase Ⅲ | Phase Ⅳ | |
|---|---|---|---|---|
| Der Springer fällt in dieser Phase immer schneller: Die Geschwindigkeit steigt. |
|
|||
| Der Springer fällt in dieser Phase immer langsamer: Die Geschwindigkeit sinkt. |
|
|||
| Der Springer fällt in dieser Phase immer gleich schnell: Die Geschwindigkeit bleibt gleich. |
|
|
d)
Phase Ⅰ geht von
. Setze in die Formel
für
Werte zwischen
und
ein und gleiche das Ergebnis mit dem Verlauf des Fallschirmsprungs im Koordinatensystem ab. Es eignen sich die Werte
.
e)
Der Springer springt aus
Höhe ab. Gefragt ist also, nach wievielen Sekunden sich der Springer auf einer Höhe von
befindet. Einsetzen in die Formel liefert:
Der Springer braucht vom Absprung aus ungefähr
Sekunden, bis er
gefallen ist.
f)
Die Geschwindigkeit in Phase Ⅱ ist konstant. Folgende Informationen können dem Koordinatensystem entnommen werden:
Sekunden werden also
Meter Höhendifferenz zurückgelegt.
Somit beträgt die Geschwindigkeit
- Phase Ⅱ geht von
und dauert somit
Sekunden
- Bei
befindet sich der Fallschirmspringer auf
Höhe
- Phase Ⅰ endet bei
An dieser Stelle gilt also
Aufgabe 3
a)
Mit dem Dreisatz gilt:
Luca baut das Modell im Maßstab
b)
Die Höhe
im gleichseitigen Dreieck wird berechnet mit
Bekannt ist die Kantenlänge des Modells mit
Die Höhe einer Seitenfläche des Modells beträgt
.
c)
Ein Tetraeder ist ein Körper mit
dreieckigen Seitenflächen. Die Oberfläche eines Tetraeders setzt sich also aus den Flächen von vier Dreiecken zusammen.
Die allgemeine Formel für die Berechnung des Flächeninhalts eines Dreiecks lautet
Alle äußeren Kanten des Tetraeders in Bottrop haben jeweils eine Länge von
. Also besteht das Tetraeder aus
gleichseitigen Dreiecken - es handelt sich um ein regelmäßiges Tetraeder.
Damit sind die Grundseite
und die Höhe
in den
Dreiecken des Tetraeders jeweils gleich. Multipliziere die Formel zur Berechnung des Flächeninhalts eines Dreiecks deshalb mit
:
d)
| Schritt 0 | Schritt 1 | Schritt 2 | Schritt 3 | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Tetraeder | ||||
| Kantenlänge eines Tetraeders (cm) |
e)
Bei jedem Schritt entstehen aus jedem Tetraeder vier kleinere Tetraeder. Die Anzahl setzt sich folgendermaßen zusammen:
Der Term für die Berechnung der Tetraeder-Anzahl bei jedem beliebigen Schritt
lautet
f)
| trifft zu | trifft nicht zu | nicht entscheidbar | |
|---|---|---|---|
| Aus einem der Boxplots kann man die durchschnittliche Laufzeit ablesen. | ![]() |
||
| Die meisten Läufer haben weniger als |
![]() |
||
| Die Läufer sind in kleinen Gruppen gelaufen. | ![]() |
g)
Der schnellste Läufer aus Gruppe A war schneller als der schnellste Läufer aus Gruppe B. Ein Argument dafür, dass Gruppe A gewonnen hat, wäre also, dass Gruppe A den schnellsten Läufer hat.
h)
Der Median aus Gruppe B ist niedriger als der Median aus Gruppe A. Ein Argument für Gruppe B wäre also, dass Gruppe B im Mittel schneller war als Gruppe A.