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Aufgabe B

Aufgaben
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Interpretation literarischer Texte mit Textvergleich

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Literarische Strömungen und Epochenbegriff: Aufklärung – Empfindsamkeit – Sturm und Drang
$\blacktriangleright\;$ Texte:
  • Friedrich Leopold Graf zu Stolberg: Genius (1773)
  • Johann Wolfgang von Goethe: Natur und Kunst (1800)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Interpretiere und vergleiche die Gedichte von Friedrich Leopold Graf zu Stolberg und Johann Wolfgang von Goethe.
  • Beachte dabei insbesondere das jeweils gestaltete Verhältnis von Künstler und Natur.
Material 1
Friedrich Leopold Graf zu Stolberg: Genius (1773)
$\;$
Den schwachen Flügel reizet der Äther nicht
Im Felsenneste fühlt sich der Adler schon
Voll seiner Urkraft, hebt den Fittich[1],
Senkt sich, und hebt sich, und trinkt die Sonne.
5
Du gabst, Natur, ihm Flug und den Sonnendurst!
Mir gabst du Feuer! Durst nach Unsterblichkeit!
Dies Toben in der Brust! Dies Staunen,
Welches durch jegliche Nerve zittert,
Wenn schon die Seelen werdender Lieder mir
10
Das Haupt umschweben, eh das nachahmende
Gewand der Sprache sie umfließet,
Ohne den geistigen Flug zu hemmen!
Du gabst mir Schwingen hoher Begeisterung!
Gefühl des Wahren, Liebe des Schönen, du!
15
Du lehrst mich neue Höhen finden,
Welche das Auge der Kunst nicht spähet!
Von dir geleitet, wird mir die Sternenbahn
Nicht hoch, und tief sein nicht der Oceanus[2],
Die Mitternacht nicht dunkel, blendend
20
Nicht des vertrauten Olymps Umstrahlung!


[1] Fittich: Flügel, Schwingen
[2] Oceanus: hier für Ozean
Quelle: Friedrich Leopold Graf zu Stolberg: Genius. In: Friedrich Leopold Graf zu Stolberg: Gedichte. Michael Holzinger, Berliner Ausgabe: CreateSpace Independent Publishing Platform 2013, S. 12.
Erläuterung: Friedrich Leopold Graf zu Stolberg (1750-1819), deutscher Dichter,Übersetzer, Jurist
Material 2
Johann Wolfgang von Goethe: Natur und Kunst (1800)
$\;$
Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen
Und haben sich, eh man es denkt, gefunden;
Der Widerwille ist auch mir verschwunden,
Und beide scheinen gleich mich anzuziehen.
5
Es gilt wohl nur ein redliches Bemühen!
Und wenn wir erst in abgemeßnen Stunden
Mit Geist und Fleiß uns an die Kunst gebunden,
Mag frei Natur im Herzen wieder glühen.
So ist ?s mit aller Bildung auch beschaffen:
10
Vergebens werden ungebundne Geister
Nach der Vollendung reiner Höhen streben.
Wer Großes will, muß sich zusammenraffen:
In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister,
Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.
Quelle: Johann Wolfgang von Goethe: Natur und Kunst In: Goethes Werke in zwölf Bänden. Erster Band, Gedichte 1. Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag 1981, S. 299.
Erläuterungen: Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), einer der bedeutendsten deutschen Dichter, darüber hinaus als Theaterleiter, Naturforscher, Kunsttheoretiker und Staatsmann wirksam
Das Gedicht Natur und Kunst ist der Epoche der Klassik zuzuordnen und wurde in der Form eines Sonetts verfasst. Diese Gedichtform zeichnet sich durch einen besonderen formalen Aufbau aus und folgt einer inhaltlichen Logik.
#vergleichen#gedichtinterpretation#goethe
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Interpretation literarischer Texte mit Textvergleich

$\blacktriangleright\;$ Thema:
Literarische Strömungen und Epochenbegriff: Aufklärung – Empfindsamkeit – Sturm und Drang
$\blacktriangleright\;$ Texte:
  • Friedrich Leopold Graf zu Stolberg: Genius (1773)
  • Johann Wolfgang von Goethe: Natur und Kunst (1800)
$\blacktriangleright\;$ Aufgabenstellung:
  • Interpretiere und vergleiche die Gedichte von Friedrich Leopold Graf zu Stolberg und Johann Wolfgang von Goethe.
  • Beachte dabei insbesondere das jeweils gestaltete Verhältnis von Künstler und Natur.
Tipp
$\blacktriangleright\;$ Bei dem Gedichtvergleich wird von dir verlangt, dass du einerseits die Gedichte interpretierst und sie andererseits miteinander vergleichst. Wichtig ist, dass du dich für eine Vorgehensweise entscheidest. Du kannst enteweder die beiden Gedichte nacheinander interpretieren und dann miteinander vergleichen oder das erste ausführlicher interpretieren und dann das zweite auf der Grundlage der ersten Interpretation vergleichend erläutern.
$\blacktriangleright\;$ Die Aufgabenstellung enthält manchmal einen bestimmten Aspekt, auf den du in deiner Analyse eingehen musst: hier handelt es sich um
  • Vorarbeit: Zuerst musst du die Texte lesen und dir Notizen dazu machen: Autor, Epoche, Hauptaussage, formale Merkmale. Analysiere die Texte sehr gründlich. Aus dieser Analyse wirst du die Elemente herausarbeiten müssen, die als Grundlage für deine Interpretationshypothese, Interpretation und deinen Vergleich fungieren werden
  • Gliederung: Grundsätzich muss dein Gedichtvergleich folgende Teile aufweisen:
    Einleitung - Hauptteil - Schluss
    Jeder Teil deiner Arbeit soll folgende Bestandteile beinhalten:
    Einleitung: Autor, Titel, Erscheinungsjahr, Gattung, Hauptaussage des Textes
    Hauptteil:
    1. Möglichkeit: Interpretation des ersten Gedichtes (kurze Inhaltsangabe, Formulierung der Interpretationshypothese, formale Analyse, eigentliche Interpretation), Überleitung zum zweiten Gedicht, Intrepretation des zweiten Gedichtes, Vergleich
    2. Möglichkeit: ausführliche Interpretation des ersten Gedichtes, Überleitung zum zweiten Gedicht, Interpretation des zweiten Gedichtes im Hinblick auf das erste
    Schluss: Zusammenfassung der Hauptaussage - Fazit über den Vergleich
  • Bei einer Gedichtinterpretation sollst du auf die Form und die Sprache des Textes noch mehr achtgeben: in einem Gedicht gibt es sehr häufig ein Metrum, ein Reimschema und zahlreiche Stilmittel, die du erkennen, analysieren und interpretieren musst.
Tipp
$\blacktriangleright\;$ Bei dem Gedichtvergleich wird von dir verlangt, dass du einerseits die Gedichte interpretierst und sie andererseits miteinander vergleichst. Wichtig ist, dass du dich für eine Vorgehensweise entscheidest. Du kannst enteweder die beiden Gedichte nacheinander interpretieren und dann miteinander vergleichen oder das erste ausführlicher interpretieren und dann das zweite auf der Grundlage der ersten Interpretation vergleichend erläutern.
$\blacktriangleright\;$ Die Aufgabenstellung enthält manchmal einen bestimmten Aspekt, auf den du in deiner Analyse eingehen musst: hier handelt es sich um
  • Vorarbeit: Zuerst musst du die Texte lesen und dir Notizen dazu machen: Autor, Epoche, Hauptaussage, formale Merkmale. Analysiere die Texte sehr gründlich. Aus dieser Analyse wirst du die Elemente herausarbeiten müssen, die als Grundlage für deine Interpretationshypothese, Interpretation und deinen Vergleich fungieren werden
  • Gliederung: Grundsätzich muss dein Gedichtvergleich folgende Teile aufweisen:
    Einleitung - Hauptteil - Schluss
    Jeder Teil deiner Arbeit soll folgende Bestandteile beinhalten:
    Einleitung: Autor, Titel, Erscheinungsjahr, Gattung, Hauptaussage des Textes
    Hauptteil:
    1. Möglichkeit: Interpretation des ersten Gedichtes (kurze Inhaltsangabe, Formulierung der Interpretationshypothese, formale Analyse, eigentliche Interpretation), Überleitung zum zweiten Gedicht, Intrepretation des zweiten Gedichtes, Vergleich
    2. Möglichkeit: ausführliche Interpretation des ersten Gedichtes, Überleitung zum zweiten Gedicht, Interpretation des zweiten Gedichtes im Hinblick auf das erste
    Schluss: Zusammenfassung der Hauptaussage - Fazit über den Vergleich
  • Bei einer Gedichtinterpretation sollst du auf die Form und die Sprache des Textes noch mehr achtgeben: in einem Gedicht gibt es sehr häufig ein Metrum, ein Reimschema und zahlreiche Stilmittel, die du erkennen, analysieren und interpretieren musst.

Einleitung

Deine Interpretation beginnt wie jeder Text mit einer Einleitung. In der Einleitung musst du den Titel, den Autor und das Erscheinungsjahr nennen und den Inhalt kurz und knapp zusammenfassen.
  • Titel: Genius
  • Autor: Friedrich Leopold Graf zu Stolberg
  • Erscheinungsjahr: 1773
  • Inhalt: In dem Gedicht „Genius“ von Friedrich Leopold Graf zu Stolberg, das auf das Jahr 1773 datiert ist, geht es um die Gaben der Natur, die es dem lyrischen Ich ermöglichen, die Welt mit anderen Augen zu sehen und Freiheit zu erlangen.
Da außerdem ein Vergleich gefordert ist, musst du in der Einleitung auch auf das zweite Gedicht eingehen. Nenne ebenfalls den Titel, den Autor und das Erscheinungsjahr und beschreibe kurz, was dieses Gedicht mit dem ersten vergleichbar macht.
  • Titel: Natur und Kunst
  • Autor: Johann Wolfgang von Goethe
  • Erscheinungsjahr: 1800
  • Inhalt: In dem Gedicht „Natur und Kunst“ von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahr 1800 wird ebenfalls die Verbindung von Kunst und Natur thematisiert. Allerdings sieht Goethe die Regeln der Kunst nicht als Gegensatz zur individuellen Freiheit an.

Hauptteil

In deinem Hauptteil geht es nun darum, das erste Gedicht zu interpretieren. Führe dazu zunächst eine formale Analyse durch. Dazu gehört, dass du die Anzahl der Strophen und Verse, das Metrum, das Reimschema und die Kadenz ermittelst und angibst.
Für die Interpretation des Inhalts gehst du am besten Strophe für Strophe vor - so gehst du sicher, dass du bei deiner Interpretation keinen Aspekt vergisst. Neben dem Inhalt sind aber auch die sprachlichen Mittel, die Graf zu Stolberg verwendet, essenziell. Lasse diese aber nicht einfach so stehen, sondern erkläre immer, warum die Mittel eingesetzt werden, denn sie heben immer den Inhalt hervor und unterstreichen ihn.
Gehe bei deiner Interpretation auch auf den Bezug des Textes zum Titel ein und erkläre, wie diese zusammenhängen. Es bietet sich an, dies nach der Interpretation aller Verse zu machen, denn dann hast du den gesamten Inhalt erfasst und nicht erst Teile davon.
Formale Analyse
  • 5 Strophen à 4 Verse
  • Metrum: kein durchgängiges Metrum
  • Reimschema: kein Reimschema
1. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Es geht um einen jungen Adler in seinem Nest
  • Er kann noch nicht fliegen, spürt aber schon die „Urkraft“ in sich
  • Trotz Schwächen können schon Stärken da sein
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Enjambement: „schon / voll seiner …“
    $\rightarrow$ Die Verbindung der Verse verdeutlicht die Aktivität
  • Inversion: „voll seiner Urkraft“
    $\rightarrow$ Die Kraft wird betont
  • Aktive Verben wie „senkt“ und „hebt“ versinnbildlichen die Bewegung
  • Metapher: „trinkt die Sonne“
    $\rightarrow$ Der Adler nimmt die Gaben der Natur in sich auf
2. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Die Natur wird als aktiver Mitspieler angesprochen, der Gaben verteilt
  • Das lyrische Ich tritt zum ersten Mal auf
  • Es beschreibt, dass die Natur ihm das Verlangen nach Unendlichkeit und die Fähigkeit, Gefühlen zu empfinden, gab
  • All das ist der Antrieb des lyrischen Ich
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Neologismus: „Sonnendurst“
    $\rightarrow$ Der Adler sehnt sich nach dem Leben, hier die Sonne. Das lyrische Ich dagegen hat Durst nach Unsterblichkeit
  • Metapher: „Durst nach Unsterblichkeit“
    $\rightarrow$ Das lyrische Ich will mehr, als bloß leben, es sehnt sich nach Unendlichkeit
  • Enjambement: „Staunen, / Welches“
    $\rightarrow$ Der Zeilensprung sorgt auf sprachlicher Ebene für ein Gefühl des Staunens
3. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Das lyrische Ich kann durch die Natur kreativ sein und Ideen entwickeln
  • Mit der Sprache kann das lyrische Ich seine Ideen einkleiden, ohne sie einzuengen
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Enjambement: „zittert / wenn“
    $\rightarrow$ Strophe 2 und 3 werden verbunden zu einer Sinneinheit
  • Matapher: „Seelen werdender Lieder“
    $\rightarrow$ meint die Ideen, die dem lyrischen Ich zufliegen
  • Auch hier werden Worte aus dem Themenbereich „Fliegen“ verwendet
4. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Das lyrische Ich lobt die Gabe der Begeisterung
  • Die Natur ist für das lyrische Ich ein Gefühl des Wahren
  • Durch die Gabe der Kreativität und der Sprache kann das lyrische Ich höhere Ebenen erreichen und quasi höher als der Adler fliegen
  • Die Kunst mit ihren Regeln und Normen könnte das nie erreichen
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Metapher: „Schwingen hoher Begeisterung“
    $\rightarrow$ Die Gabe der Begeisterung für etwas ermöglicht es dem lyrischen Ich, auf eine höhere geistige Ebene zu gelangen
  • Personifikation: „du“
    $\rightarrow$ Das lyrische Ich spricht die Natur als Person an, die aktiv handelt
5. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Das lyrische Ich lobt die Natur als rettenden Helfer, das ihm den Weg leitet
  • Die Natur ermöglicht durch seine Gaben die Freiheit des lyrischen Ich
  • Durch die Fantasie und die Sprache kann das lyrische Ich die Welt mit anderen Augen sehen
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Inversion: „tief sein nicht“ / „blendend nicht“
    $\rightarrow$ Das Wort „nicht“ wird extra betont
  • Der Wechsel von korrekter Wortstellung und Iversionen betont den Gegensatz von eigentlicher Ansicht der Welt und der Ansicht, die die Natur ermöglicht
Bezug zum Titel
  • Der Genius-Gedanke war im Sturm und Drang weit verbreitet
  • Für das Genie erscheint dank der Natur im Gedicht alles machbar; es kann zu etwas Neuem werden ohne Regeln zu gehorchen
  • Menschen, die die Gaben der Natur als Freiheit erkennen und nutzen, werden zu einem Genie

Vergleich

In diesem Teil musst du zunächst das Gedicht von Goethe interpretieren. Arbeite dann Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Gedichte heraus. Hierbei musst du sowohl den Inhalt als auch Form und sprachliche Gestaltung analysieren.
Da der Schwerpunkt des Vergleichs auf dem gestalteten Verhältnis von Künstler und Natur liegt, solltest du dich auf diesen Aspekt konzentrieren.
Formale Analyse
  • 4 Strophen; 1 und 2 mit 4 Versen (Quartette), 3 und 4 mit drei Versen (Terzette)
    $\rightarrow$ es liegt ein Sonett vor
  • Metrum: fünfhebiger Jambus
  • Reimschema: Strophe 1 und 2 umarmende Reime (abba, cddc); Strophe 3 und 4 reimen sich untereinander (efg, efg)
  • Kadenz: weiblich
1. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Im ersten Vers wird eine These aufgestellt: Natur und Kunst hängen nicht zusammen
  • Im zweiten Vers folgt die Antithese: Natur und Kunst sind voneinander abhängig
  • Das lyrische Ich wird von beidem gleichermaßen angezogen und beeinflusst
  • Früher schien seine Einstellung dazu eine andere gewesen zu sein
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Personifikation: „scheinen sich zu fliehen“
    $\rightarrow$ Natur und Kunst werden vermenschlicht
  • Alliteration: „sie scheinen sich“
    $\rightarrow$ Der Gleichklang dieser Worte deutet schon an, dass es in Wahrheit anders ist
  • Inversion: „ist auch mir verschwunden“
    $\rightarrow$ Durch die veränderte Wortstellung wird das lyrische Ich hervorgehoben
2. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Der Mensch bzw. der Dichter wird als Arbeiter dargestellt
  • Nur, wer sich bemüht und hart arbeitet, wird mit Freiheit belohnt
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Alliteration: „wenn wir“
    $\rightarrow$ Der Gleichklang versprachlicht die Normen, an die sich Menschen halten sollen
  • Enjambement: „Stunden / mit; gebunden / mag“
    $\rightarrow$ Die Verbindung der Verse vermittelt ein Gefühl des Fortschritts
3. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Diese Strophe handelt von der Bildung der Menschen, im weiteren Sinne aber auch von der Kunst an sich, die Dinge formt und bildet
  • Hier heißt es, dass ein Mensch nie alles können kann
  • Wer nach Vollendung strebt, wird enttäuscht
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Metapher: „reiner Höhen“
    $\rightarrow$ Hindeutung auf das Göttliche
  • Während in der Stophe davor das Wort „gebunden“ vorkam, wird hier der Gegensatz verwendet: „ungebundne“
4. Strophe
$\blacktriangleright$ Inhalt
  • Wer erfolgreich werden will, muss sich für einen Weg im Leben entscheiden
  • Freiheit gibt es nur, wenn man sich an Regeln und Normen hält
$\blacktriangleright$ Sprache
  • Alliteration: „Wer Großes will“
    $\rightarrow$ Der Gleichklang bildet auf sprachlicher Ebene die Norm, an die sich Menschen halten sollen
  • Inversion: „Das Gesetz nur“
    $\rightarrow$ Durch die Umstellung der Worte wird hervorgehoben, dass einzig und allein das Gesetz Freiheit geben kann
Bezug zum Titel
  • Der Titel zeigt schon, dass Natur und Kunst zusammenhängen
  • Entsprechend der Klassik-Denkweise werden die früher antithetischen Pole Natur und Kunst hier vereint zu einem großen Ganzen
Vergleich des gestalteten Verhältnisses von Künstler und Natur
GeniusNatur und Kunst
Natur und Kunst als GegensatzNatur und Kunst als Einheit
Das Natürliche ist das einzig WahreDas Natürliche braucht Normen
Widerwille gegen GesetzeDie Reglementierung ist willkommen
Gesetze als einengendGesetze bieten neue Freiheiten
Genie-Gedanke: Alles ist machbar ohne RegelnVernunft-Gedanke: Wer Normen einhält, wird ein Meister
Seitenhieb auf die reglementierende Kunst (V. 16)Seitenhieb auf Stürmer und Dränger (V. 10)
Gedicht ohne feste Form und ReimschemaAufbau nach Regeln des Sonetts
Künstler frei von Normen, hält sich nur an NatürlichesKünstler als Arbeiter, der sich an Regeln hält

Schluss

Am Schluss solltest du die Hauptaussage, die Intention, der Gedichte noch einmal kurz zusammenfassen. Du kannst hier auch sagen, welche Gefühle das Lesen in dir ausgelöst und in welche Stimmung dich die Gedichte versetzt haben. Dann nimmst du noch einmal kurz Bezug auf den Vergleich und nennst ein Fazit dazu. Du kannst auch deine eigene Meinung sagen und erklären, welches Gedicht dir besser gefallen hat.
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