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Teil A

Aufgaben
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Analyse pragmatischer Texte

$\blacktriangleright$  Materialien:
Georg Simmel (1858-1918): Aus dem nachgelassenen Tagebuche (Textauszug)
$\blacktriangleright$  Aufgabenstellung:
$\;$
Analysiere den Textauszug und bewerte seine Gestaltungs- und Wirkungsweise.
#sachtext#beurteilen#analysieren
Material: Georg Simmel (1858-1918): Aus dem nachgelassenen Tagebuche (Textauszug)
$\;$
Das Wesen des Tragischen ist vielleicht damit zu bestimmen: daß ein Schicksal gegen den Lebenswillen, die Natur, den Sinn und Wert einer Existenz zerstörerisch gerichtet ist - und daß zu
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gleich empfunden wird, dieses Schicksal gehe aus der Tiefe und Notwendigkeit eben dieser Existenz hervor. Die Tragik von Frauenlosen ist in der Regel dies, daß das Abhängig­keitsverhältnis, das sie zerstört, dennoch in dem Fundament ihres Wesens angelegt ist. Der fal-
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-lende Dachstein tötet einen jungen, hoffnungsvollen,lebenswilligen Menschen; das ist an sich eigentlich nur traurig, nicht tragisch. Dazu wird es von dem Gefühl aus, daß der Tod eben doch die Notwendigkeit und Bestimmung auch dieses Menschen war, deren Vollzug aber gegen andere
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Notwendigkeiten und Bestimmungen seiner gerichtet ist. Das Maß der Spannung: daß das, was ein Leben zerstört, aus einem Innersten dieses Lebens selbst not­wendig war, ist das Maß des Tragischen. In den Shakespearischen Tragödien ist dies ganz deutlich. In der antiken Tragödie tritt
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an die Stelle der personalen Notwendigkeit, die die Ba­sis des zerstörenden Geschehens ist, die Schicksalsnotwendigkeit - entsprechend der Sin­nesweise des Altertums, die überhaupt nicht eine individuelle Bestimmtheit als metaphysische Basis des Lebens der Person kannte. - Das
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Verhältnis des Komischen zum Tragischen ist damit bezeichnet, daß das gegen die Lebensintentionen Gerichtete im Komischen nicht den letzten Lebensgrund und sein notwendiges Verhängnis realisiert, sondern gegen diesen ganz zufällig ist,mit ihm gar nichts zu tun hat, so daß
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es schließlich auch überwunden wird und sich als bloßes Spiel zeigt. Im Tragischen ist das äußerlich Zufällige ein innerlich Not­wendiges, im Komischen das äußerlich Notwendige ein innerlich Zufälliges. Im Tragischen lebt eine tiefe Harmonie zwischen dem Positiven im Menschen
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und dem, was dies Positive zerstört, im Komischen widerspricht sich beides, und darin liegt der Lachreiz, das Ridiküle1. Darum ist die betrogene Frau tragisch, weil sich darin das Schicksal ihrer Schwäche vollzieht, der betrogene Mann komisch, weil es sich für ihn, den Starken, nicht paßt,
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betrogen zu werden.
In der Komödie vollzieht sich ein ganz individuelles Schicksal an typischen Charakteren, in der Tragödie ein allgemeinmenschliches Schicksal an individuellen Charakteren.
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Das Wesen der Tragödie ist dies: daß das tiefste Wollen des Menschen verneint wird, und daß diese Verneinung im tiefsten Grunde gewollt wird. Daß der tragische Held so oft durch Selbstmord endet, ist zwar eine sehr äußerliche Realisierung dieser Konstellation, aber im­merhin ein Symbol
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dessen, was die Tragödie überhaupt ausmacht.- Der Schuldbegriff, mit dem man das Wesen der Tragödie zu decken pflegt, ist nur ein dumpfer, abschwächender Ausdruck für diesen Sachverhalt; er erklärt und rechtfertigt ihn nicht; in die rätselhafte tragi­sche Einheit dessen, was der Mensch
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will und was er nicht will, setzt er ein Gelenk ein, das aber keine Verbindung ist, sondern eher der beweisende Ausdruck dafür, daß eben keine besteht [ … ]. Die Schuld erscheint als die Brücke, auf der sich das Wollen und die Tatsache, daß dieses Wollen seine eigne Basis zerstört,
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begegnen, wo das Wollen sich selbst als Ge­genwollen trifft. Mit der Schuld wird die Paradoxie des Tragischen dem Menschen ins Gewissen geschoben, aber eben damit ihre Paradoxität anerkannt.
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Der Dichter - zunächst der dramatische - hat die große Liebe, die selbst dem, der unrecht hat, noch recht gibt. Mindestens das Recht der Existenz. In der Wirklichkeit existiert das Böse nicht aufgrund eines Rechts dazu, sondern nur, weil es eben da ist. Im Kunstwerk aber hat es eine
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Existenz nur, weil es zu ihr berechtigt ist. [ … ]


1 Ridiküle: hier für Lächerlichkeit
(e 1923)
Aus: Georg Simmel. Postume Veröffentlichungen. Ungedrucktes. Schulpädagogik.
Herausgegeben von Torge Karlsru­hen IFd Otthein Rammstedt.
Frankfurt am Main (Suhrkamp) 2004.
#sachtext#tragödie
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Analyse pragmatischer Texte

$\blacktriangleright$  Materialien:
Georg Simmel (1858-1918): Aus dem nachgelassenen Tagebuche (Textauszug)
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Analysiere den Textauszug und bewerte seine Gestaltungs- und Wirkungsweise.
In diesem Prüfungsteil A hast du es mit einer Textanalyse zu tun. In diesem Prüfungsteil findest du in der Aufgabenstellung zwei Operatoren: analysieren und bewerten.
Beim Analysieren eines Textes geht es darum, die wichtigen inhaltlichen, formalen, strukturellen und sprachlichen Merkmale des Textes zu erschließen. Die Analyse bleibt im Gegensatz zur Interpretation objektiv.
Beim Bewerten wird von dir erwartet, dass du bestimmte Elemente reflektierst und dann anhand von Fachwissen und Fachmethoden eine begründete Einschätzung dazu lieferst. Dabei musst du dich hier auf die Gestaltungs- und Wirkungsweise konzentrieren. Die Bewertung folgt für gewöhnlich der Analyse, die ihre Grundlage darstellt.
Bevor du mit dem Verfassen deiner Analyse anfängst, musst du den Text lesen. Da du den Textauszug analysieren musst, sollst du sichergehen, dass du ihn möglichst gut verstehst. Lies den Text mehrmals durch und markiere oder liste die Elemente auf, die den Aspekten der Aufgabenstellung entsprechen.
Wichtig ist hier, die Hauptaussage des Textes zusammenzufassen. Gliederung und besondere Stilmittel des Textes im Hinblick auf die Aufgabenstellung musst du berücksichtigen, um sie später in die Analyse einfließen lassen zu können.
Für deine Textanalyse musst du folgende Gliederung erarbeiten : Einleitung - Hauptteil - Schluss.
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Beim Bewerten wird von dir erwartet, dass du bestimmte Elemente reflektierst und dann anhand von Fachwissen und Fachmethoden eine begrüdete Einschätzung davon lieferst. Hier muss du dich dabei auf die Gestaltungs- und Wirkungsweise konzentrieren. Die Bewertung folgt für gewöhnlich der Analyse, die ihre Grundlage darstellt.
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In dem Textauszug „Aus dem nachgelassenen Tagebuche“, das 1923 postum erschienen ist, befasst sich Georg Simmel mit der Definition des Tragischen und der Tragödie. Im Nachstehenden wird untersucht, wie der Autor diese Begriffe definiert und wie er seine Argumentation gestaltet.
Einleitung
Titel, Autor, Jahr, Textgattung, Hauptaussage, Überleitung zum Hauptteil
Im vorliegenden Text versucht der Autor, eine Definition des Tragischen und der Tragödie zu erarbeiten. Trotz der langen literarischen Tradition des Tragischen, die bis zur Antike zurückreicht, gibt es keine einheitliche Theorie darüber. Heute noch stehen viele Fragen in Bezug auf sein Wesen, die Abgrenzung zwischen dem Tragischen und dem Komischen und die Figuren der Tragödie noch offen. Laut Simmel liegt das Wesen des Tragischen in der Tatsache, dass das Schicksal des tragischen Helden, das in der Regel mit seinem Tod besiegelt wird, nicht nur notwendig, sondern auch im Wesen des Helden selbst verankert ist („daß das, was ein Leben zerstört, aus einem Innersten dieses Lebens selbst notwendig war, ist das Maß des Tragischen.“ Z. 9-11). Die vorliegende Textstelle lässt sich in drei Hauptteile gliedern. Im ersten Teil, der dem ersten Abschnitt (bis z. 24) entspricht, versucht Georg Simmel „das Wesen des Tragischen“ (Z. 1) zu bestimmen. Er bietet zunächst eine Definition an, die er anhand von Beispielen aus der Tradition des Tragischen untermauert (zB. „In den Shakespearischen Tragödien“ Z.11; „In der antiken Tragödie“ Z.11). Dann stellt er das Komische und Tragische gegenüber, um beide Begriffe zu unterscheiden. Im zweiten Teil des Textes geht es dann um die Tragödie, wobei die Zeilen 25 und 26 einen klaren Übergang zwischen beiden Teilen bilden. Der Autor verfährt im zweiten Teil argumentativ wie im ersten Teil, indem er zuerst eine Definition liefert („Das Wesen der Tragödie ist dies:“ Z. 27), und dann diese danach von einer anderen abgrenzt. Hier distanziert er sich von einer anderen gängigen Definition der Tragödie, die ihrerseits auf dem Prinzip der Schuld beruht (Z.30-32). Im letzten Abschnitt des Textes schließlich schneidet der Autor die Rolle des Dichters beim Entstehen von Tragischem und Tragödie an. Jetzt da die allgemeine Struktur des Textes erläutert wurde, wird diese präziser untersucht und erklärt, wie diese die Argumentation von Simmel unterstützt.
Hauptteil
Inhalt
Hauptthema des Textes, Einführung des Begriffs, Hauptthese des Autors, Gliederung
Simmel beginnt seine Argumentation, indem er direkt seine These über das Wesen des Tragischen vorstellt. Hier muss man anmerken, dass er noch behutsam vorgeht, da er seine Aussage erstmal durch ein „vielleicht“ relativiert. Um diese These anschaulicher zu machen, benutzt er ein Beispiel aus dem Alltagsleben, das jeder Leser nachvollziehen kann („Der fallende Dachstein tötet einen jungen, hoffnungsvollen, lebenswilligen Menschen“ Z.5-6). Hier schon verwendet er die Gegenüberstellung, um seine Definition zu präzisieren und zu untermauern. Diese ist ein zentraler Bestandteil seiner Argumentation, der sich durch den ganzen ersten Teil des Textes hindurchzieht. Zunächst grenzt er das Traurige vom Tragischen ab („das ist an sich nur traurig, nicht tragisch“ Z.6-7) und dann die Shakespierischen von den antiken Tragödien (Z.10-14), um den Unterschied zwischen personaler und Schicksalsnotwendigkeit im Tragischen zu erörtern. Darauf folgt erneut eine Gegenüberstellung von Tragischem und Komischem. Der zweite Teil des Textes fängt argumentativ wie der erste Teil an. Hier beginnt der Autor wieder mit seiner These, wobei er hier schon deutlich dezidierter als im ersten Teil formuliert: Das „vielleicht“ fällt dieses Mal weg. Durch diese Wiederholung verleiht der Autor dem Text eine starke argumentative Struktur, die dem Leser hilft der Argumentation gut zu folgen. Im übrigen zweiten Teil benutzt der Autor ein indirektes Argument: Indem er eine Definition entkräftet, die auf dem Prinzip der Schuld beruht („Der Schuldbegriff, mit dem man das Wesen der Tragödie zu decken pflegt, ist nur ein dumpfer, abschwächender Ausdruch für diesen Sachverhalt“ Z.30-32), bestärkt er seine eigene. Mit dem letzten Teil erweitert Simmel seinen theoretischen Gedankengang auf die Rolle des Dichters im Entstehen des Tragischen und der Tragödie. Das Mittel der Gegenüberstellung und der Parallele wird hier ein letztes Mal mit dem Vergleich von der Wirklichkeit und dem Kunstwerk wieder aufgegriffen.
Struktur
Argumentationsweise:
Hauptthese, Beispiel
Gegenüberstellung von Begriffen
Parallele Struktur 1. und 2. Teil
Erweiterung
Bei der von Simmel verwendeten Sprache bemerkt man als erstes, dass der Autor im vorliegenden Textauszug eine literarische und philosophische Fachsprache benutzt (Shakespearisch… Z.11; „Paradoxie“ Z.36). Der Parallelismus ist darüber hinaus das Sprachmittel, das für den Text am meisten kennzeichnend ist. Man findet ihn auf jeder Ebene des Textes: in der Makrostruktur (gleicher Beginn vom ersten und zweiten Teil), innerhalb der verschiedenen Teilen und in der Satzstruktur. Die Parallelismen werden auch jedes Mal von Anaphern begleitet, die die parallele Struktur unterstreichen. Die Zeilen 18-22 sind dafür ein gutes Beispiel. Dort versucht der Autor, das Tragische vom Komischen abzugrenzen. Jeder Satz ist in zwei Teile gegliedert, wobei der erste Satzteil immer mit „im Tragischen“ und der zweite mit „im Komischen“ anfängt. Diese Parallelismen ermöglichen es, die Gegenüberstellung von Begriffen anschaulicher zu machen, damit die Abgrenzung zwischen beiden Begriffen deutlicher wird. Nachdem jetzt der Inhalt, die Argumentatiosweise und die Sprache des Textes analysiert wurden, folgt nun die Bewertung dieser Elemente.
Sprache
Fachsprache
Parallelismus und Anaphern
Insbesondere wird im Nachstehenden auf die Gestaltungs- und Wirkungsweise des Textes eingegangen. Georg Simmel versucht, wie schon oben erwähnt, eine Definition für einen umstrittenen Begriff herauszuarbeiten und diese von anderen Begriffen und Definitionen abzugrenzen. Dazu dient ihm sowohl die Struktur als auch die Sprache der Argumentation. Die Verwendung von Fachbegriffen führt zwar einerseits dazu, dass der Text für den Laien weniger zugänglich ist. Aber andererseits verleiht diese Fachsprache seiner Argumentation mehr Überzeugungskraft, weil sie die Legitimation Simmels verdeutlicht, über das Thema zu schreiben. Die ständige Gegenüberstellung von Begriffen ist darüber hinaus eine kluge Argumentationsstrategie, wenn man es wie beim Tragischen mit einem Begriff zu tun hat, der umstritten und schwer abzugrenzen ist. Die stringente Struktur des Textes, die auf Parallelismen beruht, leitet den Leser und hilft, vom Anliegen des Autors zu überzeugen. Alles in allem schafft es Georg Simmel, über einen umstrittenen Begriff eine klar durchstrukturierte und nachvollziehbare Definition zu liefern.
Bewertung
Gestaltungs- und Wirkungsweise
Legitimation durch Fachbegriffe
Klarheit durch eine klare Struktur
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Autor in diesem Textauszug versucht, in der Frage nach einer Definition des Tragischen und der Tragödie für Klarheit zu sorgen. Dank einer präzisen Fachsprache und einer streng durchstrukturierten Argumentation, schafft er es, die Begriffe für den Leser klar abzugrenzen und damit eine klare Definition für einen umstrittenen Begriff herauszuarbeiten.
Schluss
Hauptaussage /Intention des Autors
Bewertung
#argumentation#analysieren#stilmittel#sachtext#tragödie
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