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Aufgabe 1

Aufgaben
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Gestaltendes Schreiben

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Auszug aus „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm (S.107, Z. 21 - S. 108, Z. 19)

[…] Auch das ging vorüber; aber noch eine Genugtuung[1] empfing der Deichgraf eines Tages, da er in stillem, selbstbewussten Sinnen auf dem neuen Deich entlangritt. Es mochte ihm wohl die Frage kommen, weshalb der Koog, der ohne ihn nicht da wäre, in dem sein Schweiß und seine Nachtwachen steckten, nun schließlich nach einer der der herrschaftlichen Prinzessinnen „der neue Carolinenkoog“
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getauft sei; aber es war doch so: Auf allen dahin gehörigen Schriftstücken stand der Name, auf einigen sogar in roter Frakturschrift[2]. Da, als er aufblickte, sah er zwei Arbeiter mit ihren Feldgerätschaften, der eine etwa zwanzig Schritte hinter dem anderen, sich entgegenkommen: „So wart' doch!“, hörte er den Nachfolgenden rufen; der andere aber - er stand eben an einem Akt[3], der in den Koog hinunterführt - rief ihm entgegen: „Ein andermal, Jens! Es ist schon spät; ich soll hier Klei[4] schlagen.“
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„Wo denn?“
„Nun hier, im Hauke-Haien-Koog!“
Er rief es laut, indem er den Akt hinabtrabte, als solle die ganze Marsch es hören, die darunterlag. Hauke aber war es, als höre er seinen Ruhm verkünden; er hob sich im Sattel, gab seinem Schimmel die Sporen und sah mit festen Augen über die weite Landschaft hin, die zu seiner Linken lag. „Hauke-Haien-Koog!“,
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wiederholte er leis; das klang, als könnt' es alle Zeit nicht anders heißen! Mochten sie trotzen, wie sie wollten, um seinen Namen war doch nicht herumzukommen; der Prinzessinnen-Name - würde er nicht bald nur noch in alten Schriften modern? - Der Schimmel ging in stolzem Galopp; vor seinen Ohren aber summte es: „Hauke-Haien-Koog! Hauke-Haien-Koog!“ In seinen Gedanken wuchs fast der neue Deich zu einem achten Weltwunder; in ganz Frisland war nicht seinesgleichen! Und er ließ den Schimmel tanzen;
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ihm war, er stünde inmitten aller Friesen; er überragte sie um Kopfeshöhe, und seine Blicke flogen scharf und mitleidig über sie hin. […]
Storm, Theodor: Der Schimmelreiter. Cornelsen Verlag GmbH, Berlin 2016.

[1] Genugtuung: Anerkennung, Dank
[2] Frakturschrift: besondere Schriftart
[3] Klei schlagen: Lehm aufhäufen
[4] Akt: Weg

Arbeitsaufträge

Aufgabe 1

Ordne diesen Textauszug in den Gesamtzusammenhang der Novelle ein.

Aufgabe 2

a)
Bestimme die in diesem Textauszug vorherrschende Erzählperspektive.
b)
Erläutere die Funktion.

Aufgabe 3

Bestimme die sprachlichen Gestaltungsmittel in den folgenden Textstellen.
Erläutere ihre Funktion.
a)
„Hauke-Haien-Koog! Hauke-Haien-Koog!“ (Z. 18)
Gestaltungsmittel:
Funktion:
b)
[…], und seine Blicke flogen scharf und mitleidig über sie hin. (Z. 20f.)
Gestaltungsmittel:
Funktion:

Aufgabe 4

Nenne zwei Adjektive, die Hauke charakterisieren, und belege sie jeweils mit einem passenden Zitat aus dem Textauszug oder der Novelle (mit Seiten- und Zeilenangabe).
a)
b)

Aufgabe 5

Erkläre, was Elke meint, wenn sie sagt:
„Da steht der Deichgraf!“ sagte sie; „nun sieh ihn an; nur wer ein Amt regieren kann, der hat es!“ (S. 71, Z. 3ff.)

Aufgabe 6

„Nun“, meinte der Alte und stieß ein Lachen aus: „du kannst es ja vielleicht zum Deichgraf bringen; dann mach' sie anders!“ (S. 22, Z. 11ff.)
Erläutere, wie sich die Haltung des Vaters zu Haukes Lebensziel entwickelt.

Aufgabe 7

Am Ende des Textauszuges heißt es:
Der Schimmel ging in stolzem Galopp; vor seinen Ohren aber summte es: „Hauke-Haien-Koog! Hauke-Haien-Koog!“ In seinen Gedanken wuchs fast der neue Deich zu einem achten Weltwunder; in ganz Friesland war nicht seinesgleichen! Und er ließ den Schimmel tanzen; ihm war, er stünde inmitten aller Friesen; er überragte sie um Kopfeshöhe, und seine Blicke flogen scharf und mitleidig über sie hin. […] (S. 108)
In diesem Moment zieht Haukes Leben wie ein Film an ihm vorbei.
Er denkt darüber nach, welche Schwierigkeiten er auf dem Weg zu diesem Punkt seines Lebens überwinden musste.
Schreibe einen inneren Monolog.
Berücksichtige dabei Haukes Selbsteinschätzung in diesem Textauszug.
#innerermonolog#derschimmelreiter
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Gestaltendes Schreiben

Arbeitsaufträge

Aufgabe 1

Ordne diesen Textauszug in den Gesamtzusammenhang der Novelle ein.
Der Protagonist Hauke Haien stammt ursprünglich aus ärmlichen Verhältnissen und ist durch Heirat mit der
Tochter des ehemaligen Deichgrafen und durch das Land-Erbe seines Vaters, aber auch durch sein Wissen im
Bereich der Landvermessung zum Deichgrafen ernannt worden. Schon als Kind träumte er davon, seinen
eigenen, flacheren Deich zu bauen, was er nun in die Tat umgesetzt hat. Die Arbeiter und er selbst nennen ihn den
Hauke-Haien-Koog, obwohl der Deich offiziell nach einer Prinzessin benannt ist.

Aufgabe 2

a)
Bestimme die in diesem Textauszug vorherrschende Erzählperspektive.
Auktorialer Erzähler
b)
Erläutere die Funktion.
Der auktoriale Erzähler gibt Einblicke in alle handelnden Personen, demnach also auch in Haukes
Gedanken und Gefühle.

Aufgabe 3

Bestimme die sprachlichen Gestaltungsmittel in den folgenden Textstellen.
Erläutere ihre Funktion.
a)
„Hauke-Haien-Koog! Hauke-Haien-Koog!“ (Z. 18)
Gestaltungsmittel:
Wiederholung

Funktion:
Hauke ist verbittert darüber, dass der Deich nicht nach ihm benannt ist. Als die Arbeiter den Deich nach
ihm benennen, hört Hauke den Namen zum wiederholten Male. Es brennt sich sozusagen in seinem
Gedächtnis ein.
b)
[…], und seine Blicke flogen scharf und mitleidig über sie hin. (Z. 20f.)
Gestaltungsmittel:
Personifikation

Funktion:
Hauke schaut auf die Arbeiter und Bauern um sich herum und belächelt sie. Er sieht die einzelnen
Personen nicht, sie sind für ihn eine anonyme Masse.

Aufgabe 4

Nenne zwei Adjektive, die Hauke charakterisieren, und belege sie jeweils mit einem passenden Zitat aus dem Textauszug oder der Novelle (mit Seiten- und Zeilenangabe).
a)
selbstbewusst - „[…], da er in stillem, selbstbewussten Sinnen auf dem neuen Deich entlangritt“ (Z. 1f.)
b)
arrogant - „[…]; ihm war, er stünde inmitten aller Friesen; er überragte sie um Kopfeshöhe, und seine Blicke
flogen scharf und mitleidig über sie hin.“ (Z. 20f.)

Aufgabe 5

Erkläre, was Elke meint, wenn sie sagt:
„Da steht der Deichgraf!“ sagte sie; „nun sieh ihn an; nur wer ein Amt regieren kann, der hat es!“ (S. 71, Z. 3ff.)
Elke meint damit, dass man gewisse Fähigkeiten mitbringen muss, um ein Amt zu regieren. Es vererbt zu
bekommen reicht hierfür nicht.

Aufgabe 6

„Nun“, meinte der Alte und stieß ein Lachen aus: „du kannst es ja vielleicht zum Deichgraf bringen; dann mach' sie anders!“ (S. 22, Z. 11ff.)
Erläutere, wie sich die Haltung des Vaters zu Haukes Lebensziel entwickelt.
Hauke beschwert sich schon als Kind über die unsicheren Deiche und stellt Berechnungen an, um den perfekten
Deich zu bauen. Um die Deiche selber planen und bauen zu können, muss er allerdings Deichgraf werden. Dieses
Ziel erreicht er, indem er am Hof des jetzigen Deichgrafen eine Stelle bekommt, sich hocharbeitet, und schließlich
dessen Tochter einen Antrag macht. Als deren Vater stirbt, erbt er den Titel des Deichgrafen.

Aufgabe 7

Am Ende des Textauszuges heißt es:
Der Schimmel ging in stolzem Galopp; vor seinen Ohren aber summte es: „Hauke-Haien-Koog! Hauke-Haien-Koog!“In seinen Gedanken wuchs fast der neue Deich zu einem achten Weltwunder; in ganz Friesland war nicht seinesgleichen! Und er ließ den Schimmel tanzen; ihm war, er stünde inmitten aller Friesen; er überragte sie um Kopfeshöhe, und seine Blicke flogen scharf und mitleidig über sie hin. […] (S. 108)
In diesem Moment zieht Haukes Leben wie ein Film an ihm vorbei.
Er denkt darüber nach, welche Schwierigkeiten er auf dem Weg zu diesem Punkt seines Lebens überwinden musste.
Schreibe einen inneren Monolog.
Berücksichtige dabei Haukes Selbsteinschätzung in diesem Textauszug.
$\blacktriangleright$  Innerer Monolog
Wie weit ich es doch geschafft habe, wenn ich mir all diese ärmlichen, kleinen Bauern um mich herum ansehe. Nichts haben sie erreicht, keine Träume haben sie, nichts! Erbärmlich ist das. Das konnte ich ja schon als kleines Kind besser. Und schon damals waren die, die so alt waren wie ich Taugenichtse. Ausgelacht haben sie mich alle! Weil ich anders war als sie, weil ich meinem Vater half, weil ich Geometrie und das Vermessen liebte - nicht so wie sie, die den ganzen Tag nichts anderes machten, als unnütze Spiele spielen, Mädchen ärgern und das Vieh versorgen. So ein Schwachsinn! Schon damals waren sie dazu verdammt, ein Leben als mittellose Bauern zu fristen. Und sie dachten, sie hätten das bessere Leben als ich. Das hat ja schon damals angefangen, als Vater mir das holländische Buch von Euklid zum lesen gab. Den anderen wäre das nicht im Traum eingefallen, so ein Buch zu lesen und schon gar nicht, dafür Holländisch zu lernen! Selber hab ich mir das beigebracht. Ganz allein und ohne Hilfe, während die anderen nicht mal auf drei zählen. An Wissen, Zielstrebigkeit und Selbstvertrauen war ich denen ja schon damals weit überlegen.
Und jetzt, jetzt bin ich der Deichgraf, nicht sie! Ich bin es, der die Deiche aufbaut, der das meiste Land besitzt, der sich kaufen kann, was er will! Während die armselig daheim sitzen, Angst haben, dass die nächste Flut ihre baufällige Hütte wegschwemmt, Angst davor, ihre Familie nicht ernähren zu können. Ich hab es ihnen gesagt, aber nein, sie wollten mir ja nicht glauben! Und ja, der Weg zum Deichgrafen war nicht einfach. Aber ich hab meine Chance ergriffen, hab gemerkt, dass Tede Schwierigkeiten beim Rechnen hat - das war wie ein Zeichen für mich! Ich hab mich beworben und bekam die Stelle. Und das schafft man auch nicht einfach so, da gehört viel mehr dazu!
Vor allem die Zeit bei Ole Peters war die Hölle - aber dem hab ichs gezeigt! Ich bin einfach besser als er. Wer auch so lange schon bei dem ehemaligen Deichgrafen ohne jegliche Beförderung oder Aussicht auf eine bessere Arbeit, der hat es auch nicht anders verdient. Harte Arbeit - so habe ich mir den Titel verdient! Durch Kompetenz und schieren Willen habe ich den Deichgrafen davon überzeugt, eben mich für die Verwaltungsarbeiten zu engagieren - nicht den Peters, diesen Dummkopf, der meint, immer alles besser zu wissen und immer alles besser zu können. Und der dachte, er könnte Deichgraf werden! Ha! Für solch ein Amt muss man geboren worden sein! So wie ich, das hat sich ja auch schon früh abgezeichnet, dass ich es soweit bringen würde. Natürlich hat mir auch etwas Glück in die Karten gespielt - mein Landbesitz war ja viel zu klein, um eigentlich Deichgraf zu werden. Und der Peters hatte ja viel geerbt und hätte mir fast den Titel streitig gemacht. Aber nicht mit mir, niemals hätte ich das zugelassen! Und Elke war ja auch die hübscheste und netteste zukünftige Braut, die ich mir hätte vorstellen können. Da hab ich eben zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Und nicht mal das, selbst Jahre später hat der Peters mir noch übel nachgestellt, meinte, ich wäre nur Deichgraf geworden, weil ich Elke geheiratet hab. Dreist ist das, einfach dreist. Dabei war der einfach nur eifersüchtig und neidsüchtig, nichts anderes. Und die Bauern genauso - wollten meinen Deich nicht bauen. Dabei ist der ja viel besser und sicherer, als der alte! Aber diese rachsüchtigen, verbitterten Leute gönnen einem einfach gar nichts. Aber mir egal, sie müssen mir gehorchen. Jetzt ist es der Hauke-Haien-Koog, nicht der Carolinen-Koog, nicht der Ole-Peters-Koog. Der Hauke-Haien-Koog.
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