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Teil A

Aufgaben
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Traum und Wirklichkeit

Textverständnis und Sprachuntersuchung

Lies Material A gründlich.
Löse anschließend die Aufgaben.
Material A
$\;$
Heinrich Heine (1797 - 1856)
Lyrisches Intermezzo[1]
LVIII. (1822)
Der Herbstwind rüttelt die Bäume,
Die Nacht ist feucht und kalt;
Gehüllt im grauen Mantel,
Reite ich einsam im Wald.
5
Und wie ich reite, so reiten
Mir die Gedanken voraus;
Sie tragen mich leicht und luftig
Nach meiner Liebsten Haus.
Die Hunde bellen, die Diener
10
Erscheinen mit Kerzengeflirr;
Die Wendeltreppe stürm ich
Hinauf mit Sporengeklirr.
Im leuchtenden Teppichgemache,
Da ist es so duftig und warm,
15
Da harret meiner die Holde -
Ich fliege in ihren Arm.
Es säuselt der Wind in den Blättern,
Es spricht der Eichenbaum:
Was willst du, thörichter[2] Reiter,
20
Mit deinem thörichten Traum?
Windfuhr, Manfred (Hg.): Heinrich Heine. Historisch-kritische Gesamtausgabe der Werke. Band I/I. Hamburg: Hoffmann und Campe 1975, S. 191.

[1] Lyrisches Intermezzo (Einschub, Zwischenspiel) benannte Heinrich Heine eine Reihe von Gedichten, die mit Ordnungszahlen statt Titeln in seinem ersten Gedichtband „Buch der Lieder“ abgedruckt wurden.
[2] Die heutige Schreibweise des Wortes „thöricht“ ist „töricht“
1.
Ordne den Strophen des Gedichts die Begriffe Traum und Wirklichkeit zu. Kreuze an. Mehrfachangaben sind möglich.
StropheTraumWirklichkeit
$\quad \quad$ 1 $\quad \quad$ $\quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad$ $\quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad$
$\quad \quad$ 2 $\quad \quad$
$\quad \quad$ 3 $\quad \quad$
$\quad \quad$ 4 $\quad \quad$
$\quad \quad$ 5 $\quad \quad$
2.
Traum und Wirklichkeit sind im Gedicht mit unterschiedlichen Orten verbunden.
Beschreibe anhand je eines Textbeispiels, wie die jeweilige Umgebung wirkt.
3.
In der folgenden Kurve wird die Stimmung des lyrischen Sprechers skizziert.
a)
Trage Vers 16 an passender Stelle der Kurve ein.
b)
Begründe deine Entscheidung.
4.
a)
Nenne drei formale Auffälligkeiten des Gedichts.
b)
Beschreibe die dadurch hervorgerufene Wirkung.
5.
a)
Deute folgende Zitate.
ZitatDeutung
„so reiten mir die Gedanken voraus“ (Vers 5/6) $\quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad$
„Sie tragen mich leicht und luftig“ (Vers 7)
„Es spricht der Eichenbaum:“ (Vers 18)
b)
Benenne das in den Zitaten verwendete sprachliche Gestaltungsmittel.
6.
a)
Ersetze in den folgenden Verszeilen den Begriff „thöricht“ durch ein sinnentsprechendes Adjektiv, das für beide Verszeilen passend ist.
„Was willst du, thörichter Reiter,
Mit deinem thörichten Traum?“
(Vers 19/20)
„Was willst du, Reiter,
Mit deinem Traum? “
b)
Übertrage die folgende Verszeile in die Standardsprache.
„Da harret meiner die Holde -“ (Vers 15)
7.
a)
Vergleiche die Wahrnehmung der Natur durch den lyrischen Sprecher in der ersten und letzten Strophe.
b)
Nenne die beiden Verben, die den Wirkungsunterschied verdeutlichen.
c)
Erläutere, welche Stimmung des lyrischen Sprechers in der letzten Strophe deutlich wird.
8.
Leser diskutieren, ob das Gedicht der Liebeslyrik zugeordnet werden kann.
Formuliere diese Aussage an einem Textbeispiel.
9.
Das Gedicht kann der literarischen Epoche der Romantik zugeordnet werden.
Erläutere diese Aussage an einem Textbeispiel.
10.
Heinrich Heine (1797 - 1856) gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter und Journalisten des 19. Jahrhunderts. Frühen schriftstellerischen Erfolg erlangte er mit Reisebildern, die teilweise als Versdichtung verfasst waren. Sie wurden gemeinsam mit Gedichten aus dem frühen Schaffen des Dichters zur Grundlage für Heines Durchbruch als Lyriker. Volksliedhafte Formen und eine eingängige Sprache sind der Grunddafür, dass seine Lyrik zu den m häufigsten vertonten und übersetzten Werken deutscher Literatur zählt. Berühmt wurde Heinrich Heine vor allem durch seine sprachgewandten und engagierten zeitkritischen Texte. Wegen seines politischen Engagements angefeindet, siedelte er 1831 nach Paris über. Die Sehnsucht nach seiner Heimat blieb Kennzeichen seiner späten Dichtung.
Heinrich Heine (1797 - 1856) gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter und Journalisten des 19. Jahrhunderts. Frühen schriftstellerischen Erfolg erlangte er mit Reisebildern, die teilweise als Versdichtung verfasst waren. Sie wurden gemeinsam mit Gedichten aus dem frühen Schaffen des Dichters zur Grundlage für Heines Durchbruch als Lyriker. Volksliedhafte Formen und eine eingängige Sprache sind der Grunddafür, dass seine Lyrik zu den m häufigsten vertonten und übersetzten Werken deutscher Literatur zählt. Berühmt wurde Heinrich Heine vor allem durch seine sprachgewandten und engagierten zeitkritischen Texte. Wegen seines politischen Engagements angefeindet, siedelte er 1831 nach Paris über. Die Sehnsucht nach seiner Heimat blieb Kennzeichen seiner späten Dichtung.
Heinrich Heines Gedicht soll in einer Leseempfehlung vorgestellt werden.
Schreibe einen kurzen Begleittext, der zum Verständnis des Gedichts beiträgt.
Benenne darin das Thema des Gedichts und verarbeite fünf unterstützende Informationen zum Leben und Schaffen des Autors. Du kannst den beiligenden Informationstext, Erkenntnisse aus deiner Textbearbeitung und dein eigenes Wissen nutzen.
#leseverstehen
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Traum und Wirklichkeit

Textverständnis und Sprachuntersuchung

1.
Ordne den Strophen des Gedichts die Begriffe Traum und Wirklichkeit zu. Kreuze an. Mehrfachangaben sind möglich.
StropheTraumWirklichkeit
$\quad \quad$ 1 $\quad \quad$ $\quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad \quad$ $\quad \quad \quad \quad$ X $\quad \quad \quad \quad$
$\quad \quad$ 2 $\quad \quad$ $\quad \quad \quad \quad$ X $\quad \quad \quad \quad$ $\quad \quad \quad \quad$ X $\quad \quad \quad \quad$
$\quad \quad$ 3 $\quad \quad$ $\quad \quad \quad \quad$ X $\quad \quad \quad \quad$
$\quad \quad$ 4 $\quad \quad$ $\quad \quad \quad \quad$ X $\quad \quad \quad \quad$
$\quad \quad$ 5 $\quad \quad$ $\quad \quad \quad \quad$ X $\quad \quad \quad \quad$
2.
Traum und Wirklichkeit sind im Gedicht mit unterschiedlichen Orten verbunden.
Beschreibe anhand je eines Textbeispiels, wie die jeweilige Umgebung wirkt.
  • In der ersten Strophe wird die Natur abweisend dargestellt. Begriffe wie „Nacht“ (V. 2), „feucht und kalt“ (V. 4) und „rüttelt“ (V. 1) vermitteln eine düstere und unangenehme Stimmung.
  • Als das lyrische Ich in Gedanken im Haus seiner Liebsten ist, wird die Umgebung als angenehm dargestellt. Das Zimmer leuchtet und wird als „duftig und warm“ beschrieben (vgl. V. 13)
3.
In der folgenden Kurve wird die Stimmung des lyrischen Sprechers skizziert.
a)
Trage Vers 16 an passender Stelle der Kurve ein.
Teil A
Teil A
b)
Begründe deine Entscheidung. Die in Vers 16 dargestellte Situation beschreibt die vorgestellte Erfüllung der Sehnsucht des lyrischen Ichs nach einem Zusammentreffen mit seiner Geliebten. Die Stimmung des Gedichts steigt bis zu diesem Vers.
4.
a)
Nenne drei formale Auffälligkeiten des Gedichts.
  • Reimform abcb
  • fünf ungleichmäßig gebaute vierzeilige Strophen
  • Zeilensprünge (Enjambements)
b)
Beschreibe die dadurch hervorgerufene Wirkung.
  • Die Form lässt das Gedicht gleichmäßig und volksliedhaft wirken. Die Zeilensprüunge in den Strophen 2 und 3 treiben das Geschehen voran.
5.
a)
Deute folgende Zitate.
ZitatDeutung
„so reiten mir die Gedanken voraus“ (Vers 5/6) das lyrische Ich verlässt die Wirklichkeit und folgt träumend seinen Gedanken, während sein Körper in der Realität verweilt
„Sie tragen mich leicht und luftig“ (Vers 7) lyrisches Ich fühlt sich unbeschwert
„Es spricht der Eichenbaum:“ (Vers 18) Naturgeräusche und -bilder holen den Sprecher gedanklich in die Realität zurück.
b)
Benenne das in den Zitaten verwendete sprachliche Gestaltungsmittel.
  • Die Beispiele können als Personifikationen angesehen werden.
6.
a)
Ersetze in den folgenden Verszeilen den Begriff „thöricht“ durch ein sinnentsprechendes Adjektiv, das für beide Verszeilen passend ist.
„Was willst du, thörichter Reiter,
Mit deinem thörichten Traum?“
(Vers 19/20)
„Was willst du, einfältiger Reiter,
Mit deinem einfältigen Traum? “
b)
Übertrage die folgende Verszeile in die Standardsprache.
„Da harret meiner die Holde -“ (Vers 15)
  • Da erwartet mich meine Geliebte.
7.
a)
Vergleiche die Wahrnehmung der Natur durch den lyrischen Sprecher in der ersten und letzten Strophe.
  • In der ersten Strophe erschent die Natur dem lyrischen Ich als bewegt und abweisend, in der letzten eher ruhig und einladend.
b)
Nenne die beiden Verben, die den Wirkungsunterschied verdeutlichen.
  • rütteln
  • säuseln / sprechen
c)
Erläutere, welche Stimmung des lyrischen Sprechers in der letzten Strophe deutlich wird.
  • Das lyrische Ich wird sich am Ende des Gedichts bewusst, nur geträumt zu haben. Es folgt nun wieder seinem eigentlichen, einsamen Weg und findet darin seine Ruhe.
  • Am Ende des Gedichts wird der lyrische Sprecher mit der traurigen Wirklichkeit konfrontiert. Das doppelt genutzte Adjektiv „thöricht“ verdeutlicht, dass er seinen Traum als unerfüllbar abschüttelt.
8.
Leser diskutieren, ob das Gedicht der Liebeslyrik zugeordnet werden kann.
Formuliere deinen Standpunkt und begründe diesen.
  • Das Gedicht kann der Liebeslyrik zugeordnet werden, denn das Traumbild ist auf ein Treffen mit der Geliebten ausgerichtet und die Naturdarstellung unterstreicht nur die Gefühlsbewegungen des Liebenden. Die Gedanken des Reiters orientieren sich auf eine ferne Geliebte, auch wenn ihm diese Gedanken töricht erscheinen.
  • Das Gedicht gehört nicht zur Liebeslyrik, denn die Liebesbeziehung existiert nur in der Vorstellungswelt des lyrischen Ichs und kann auch in übertragener Bedeutung verstanden werden.
9.
Das Gedicht kann der literarischen Epoche der Romantik zugeordnet werden.
Erläutere diese Aussage an einem Textbeispiel.
  • Typisch für die Epoche der Romantik sind Verweise auf das Mittelalter. Wendeltreppe, Kerzengeflirr und Teppichgemach (V. 10, 11, 13) erinnern an eine mittelalterliche Burg.
  • Typisch für die Epoche der Romatnik ist die Thematisierung der Gefühlswelt. Vor allem die zweite Strophe beschreibt die Sehnsucht nach einer fernen Geliebten.
  • Typisch für die Epoche der Romantik ist das Motiv des Traums. In der Gegenüberstellung der Strophen 1 und 5 sowie 2 bis 4 wird der Gegensatz zwischen der idealen Traumwelt und der ernüchternden Realität dargestellt.
10.
Heinrich Heines Gedicht soll in einer Leseempfehlung vorgestellt werden.
Schreibe einen kurzen Begleittext, der zum Verständnis des Gedichts beiträgt.
Benenne darin das Thema des Gedichts und verarbeite fünf unterstützende Informationen zum Leben und Schaffen des Autors. Du kannst den beiligenden Informationstext, Erkenntnisse aus deiner Textbearbeitung und dein eigenes Wissen nutzen.
In dem 1822 erschienenen Gedicht LVIII. von Heinrich Heine geht es um einen Reiter, der sich nachts im Wald befindet und der sich mit Gedanken an seine Liebste aus der Realität flüchtet. Das Gedicht kann zur sogenannten Reiseliteratur gezählt werden, da es das während der Romantik beliebte Motiv des Reisens aufgreift.
Der als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter geltende Heine beschreibt in seinem Gedicht einen nächtlichen Ritt durch das nasse Grau. Um diesem zu entfliehen, schweifen die sich immer mehr überschlagenden Gedanken des lyrischen Ichs zum Hause seiner Geliebten, in welchem es warm und wohlig ist. Doch wird das lyrische Ich durch die es umgebende Natur aus seinem Traum gerissen und es ist als verachte die Natur das lyrische Ich für seine naiven Gedanken.
Durch die volksliedhafte Schreibweise wirkt das Gedicht sehr rhythmisch - wie viele der Gedichte Heines, die aufgrund dessen auch oftmals vertont und sogar in andere Sprachen übersetzt wurden. Das Gedicht kann zur Epoche der Romantik gezählt werden, da es das Motiv der Sehnsucht thematisch aufgreift in Form der Sehnsucht nach der Geliebten des lyrischen Ichs. Der selbst im Exil in Paris lebende Heine verarbeitete die Sehnsucht nach seiner Heimat in vielen seiner Gedichte.
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