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Aufgabe 4

Aufgaben
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Interpretiere das Gedicht.
Material 1
Joseph von Eichendorff (1788-1857) - Liedchen
Wie jauchzt meine Seele
Und singet in sich!
Kaum daß ich's verhehle[1],
So glücklich bin ich.
Rings Menschen sich drehen
Und reden gescheut[1],
Ich kann nichts verstehen,
So fröhlich zerstreut. -
Zu eng wird das Zimmer,
Wie glänzet das Feld,
Die Täler voll Schimmer,
Weit, herrlich die Welt.
Gepreßt bricht die Freude
Durch Riegel und Schloß,
Fort über die Heide!
Ach, hätt ich ein Roß[3]! -
Und frag' ich und sinn'[4] ich,
Wie so mir geschehn? -
Mein Liebchen herzinnig,
Das soll ich heut' sehn.
von Eichendorff, Joseph: Liedchen. In: Schultz, Hartwig (Hrsg.): Joseph von Eichendorff. Sämtliche Gedichte und Versepen. Insel Verlag, Frankfurt a.M. und Leipzig 2007, S. 174.

[1] verhehlen: verbergen, verschweigen
[2] gescheut: gescheit, klug
[3] Roß: Pferd
[4] sinnen: nachdenken
#gedicht#gedichtinterpretation
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$\blacktriangleright$  Gedicht interpretieren
In dem Gedicht Liedchen von Joseph von Eichendorff, das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand, wird die wachsende Freude eines lyrischen Ichs mit seiner Geliebten beschrieben. Es kann der Epoche der Romantik zugeordnet werden und soll im Folgenden interpretiert werden.
Einleitung
Das Gedicht wurde in einer sehr regelmäßigen äußeren Form geschrieben. Es hat fünf Strophen mit jeweils vier Versen und die Verse reimen sich im Schema des Kreuzreimes. Zudem wurden fast ausschließlich reine Reime benutzt bis auf „Freude/Heide“ in der vierten Strophe. Liedchen ist relativ kurz, auch die Verse sind mit meistens vier bis fünf Wörtern sind kurz gehalten. Dies passt äußerst gut zum Titel des Gedichts. Durch die Verniedlichungsform -chen wird das Lied sozusagen verkleinert und verharmlost. Dies kann wiederum auf den Inhalt des Gedichtes zurückschließen.
Hauptteil
Form
Betrachtet man den Inhalt der Strophen genauer, kommt man zu dem Schluss, dass der Inhalt tatsächlich mit der Form übereinstimmt. Das Gedicht ist harmlos, relativ flach und spiegelt ein leichtes Thema wieder. Das Liedchen handelt von der ansteigenden Freude des lyrischen Ichs mit seiner Liebsten. Strophe 1 beschreibt die wachsende Freude: Zuerst ist das lyrische Ich nur glücklich, dann jauchzt es vor Glück und kann schließlich seine Freude kaum mehr unterdrücken. Anschließend wird die Ablenkung des lyrischen Ichs durch das Glücksgefühl erläutert. Es kann sich schon gar nicht mehr richtig auf seine Umgebung und auf das, was all die klugen Menschen um es herum sagen, konzentrieren („So fröhlich zerstreut“ V.8). Das Glück übermannt sogar die Vernunft, was ganz im Einklang der Epoche der Romantik steht. Dieses Gefühl lässt das lyrische Ich die Enge des Hauses deutlich spüren, das lyrische Ich ist regelrecht vorm Platzen vor Freude und entflieht der Enge, indem es in die Natur hinausgeht. Diese wird als glitzernd und leuchtend wahrgenommen („Täler voll Schimmer“ V. 11, „Wie glänzet das Feld“ V.10). Schließlich platzt das lyrische Ich tatsächlich vor Freude, sein Glücksgefühl sprengt Riegel und Schloß. Die Freude wird hier sogar personifiziert und wird als mächtiges Gefühl dargestellt, das Grenzen auflösen kann. Die Grenzen sind nun gesprengt, also will das lyrische Ich geradewegs auf ein Pferd steigen und durch die Naturwelt reiten. Das Gefühl gilt hier als Unruhe, die einen wünschen lässt, die Zeit würde schneller vergehen. Das lyrische Ich versteht seine innere Unruhe nicht und versucht nachzuvollziehen, woher diese kommt. Dies wird durch das kursive so verdeutlicht. Das lyrische Ich beantwortet die Frage allerdings auch gleich selbst: Es wird heute sein Liebchen, also seine Geliebte sehen. Erst in der letzten Strophe wird also deutlich, dass das Glücksgefühl ein Gefühl des Verliebtseins ist.
Der Inhalt des Gedichts ist sogar auf die heutige Zeit übertragbar, das Gefühl der Liebe ist damals wie heute genau gleich.
Die Erzählstruktur stimmt auch mit dem Inhalt überein. Die zum Teil unvollständige Satzstruktur („So fröhlich zerstreut“ V. 8, Weit, „herrlich die Welt“ V. 12) lässt schließen, dass das lyrische Ich zu euphorisch ist um noch in klaren Strukturen denken zu können. Zudem hat der Eichendorff oftmals die Satzstruktur umgestellt, um den Kreuzreim nicht zu unterbrechen, was zusätzlich der Rhythmik dient. Die Ausrufezeichen in Vers 15 und 16 verdeutlichen außerdem den Tatendrang, den das lyrische Ich verspürt. Dieses ist vermutlich männlich, da es von seinem Liebchen spricht, also seiner Geliebten. Einen offensichtlichen Adressaten gibt es nicht, das Gedicht ist an niemand bestimmten gerichtet, sondern spiegelt die Gedanken des lyrischen Ichs wieder. Das Gedicht besteht aus einem äußerst positivem Wortschatz (fröhlich, glücklich, herzinnig), ist jedoch veraltet, was aber nicht den Lesefluss stört. Das Gedicht weist sehr viele Personifikationen auf (vgl. V.1, V. 9, V. 13f.). Dies liegt daran, dass das Liebesgefühl nicht mehr mit einfachen Worten beschrieben kann und außerdem alle anderen Dinge vereinnahmt und übermächtig ist. Alles im lyrischen Ich drängt danach, zu seiner Liebsten zu gelangen, und so auch die physischen Dinge wie beispielsweise Riegel und Schloß.
Erzählstruktur
Stilmittel
Das Gedicht weist einen volksliedhaften Charakter auf. Dies war für die Gedichte der Romantik-Epoche sehr üblich. Die Menschen damals wollten sich in ihrer Freizeit mit seichten Themen wie Liebe oder Freundschaft beschäftigen und somit gab Eichendorff dem simplen Volk die Möglichkeit, sich auch an der Liebeslyrik zu ergötzen. Auch das Liedchen kann dem zugeschrieben werden. Es wäre leicht singbar, wie auch der Titel bestätigt.
Charakter des Volksliedes
Liedchen von Joseph von Eichendorff kann als leichtes Liebesgedicht angesehen werden, welches die Freude und das Glücksgefühl vom Verliebtsein widergibt. Es ist in einer besonderen, einfachen Form geschrieben, in welcher es auch wunderbar vorgetragen oder gesungen werden kann. Das Thema ist heute genauso aktuell wie damals, deswegen kann der Leser den Inhalt und die Botschaft leicht nachvollziehen.
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