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Hormonsystem

Hormondrüsen

Thema 21 von 49

Hormondrüsen im Körper

Hormondrüsen, auch endokrine Drüsen genannt, spielen eine entscheidende Rolle im menschlichen Körper, indem sie Hormone produzieren und in den Blutkreislauf abgeben. Diese Hormone regulieren viele wichtige Körperfunktionen, einschließlich Wachstum, Stoffwechsel, Reproduktion und Stimmung. Hier ist ein Überblick über die wichtigsten Hormondrüsen und ihre Funktionen:
Drüse Hormone Biologische Wirkung
Hypothalamus
  • Releasing-Hormone (Freisetzungshormone)
  • Release-Inhibiting-Hormone (Hemmhormone)
  • Oberste Kontrolle der Hormonproduktion
  • Steuert die Hypophyse über Aktivierung bzw. Hemmung ihrer Hormonprodution
Hypophyse
(unterteilt in Vorderlappen, Mittellappen und Hinterlappen)
Vorderlappen-Hormone
\(\,\)
Glandotropische Hormone:
  • Thyreotropin
  • Corticotropin
  • Follitropin
  • Lutropin
\(\,\)
Effektorische Hormone:
  • Somatropin
  • Melanotropin
  • Prolactin
Hinterlappen-Hormone
  • Adjuretin
  • Oxytocin
Glandotropische Hormone wirken auf eine periphere Drüse:
  • Schilddrüse (Thyreotropin)
  • Nebennierenrinde (Cortricotropin)
  • Ovarien (Follitropin und Lutropin)
Effektorische Hormone wirken direkt:
  • Somatropin fördert Knorpel-, Knochen- und Muskelwachstum
  • Melanotropin fördert Melaninproduktion (Hautpigemtierung)
  • Prolactin stimuliert die Milchproduktion bei Müttern
  • Adjuretin fördert die Rückresorption von Wasser in der Niere (Harnkonzentrierung)
  • Oxytocin wirkt Wehenauslösend und stimuliert die Milchproduktion
Epiphyse
  • Melatonin
  • Wirkt schlafanstoßend
  • Reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus
Schilddrüse
  • L-Thyroxin (Jodhaltig)
  • Calcitonin
  • L-Thyroxin steigert den Energieumsatz und die Wärmebildung
  • Calcitonin senkt die Ca2+-Konzentration im Blut durch Einbau von Ca2+ in den Knochen
Nebenschilddrüse
  • Parathormon
  • Gegenspieler (entgegengesetze Wirkung) vom Calcitonin
Thymus
  • Thymushormone („Thymusfaktoren“)
  • Thymushormone fördern die Ausbildung von Immunzellen in der Kindheit
Pankreas (Bauchspeicheldrüse)
  • Insulin
  • Glukagon
Insulin und Glukagon sind Gegenspieler (entgegengesetzte Wirkung)
  • Insulin senkt den Blutglukosespiegel durch Förderung der Aufnahme von Glukose in die Zellen und durch Förderung der Glykogenbildung (Speicherform der Glukose) in den Muskel- und Leberzellen
  • Glukagon stellt durch den Glykogenabbau und die Glukosesynthese in der Leber Energie in Form von Glukose bereit
Nebennieren
\(\,\)
Nebennierenrinde:
  • Cortisol
\(\,\)
Nebennierenmark:
  • Adrenalin
\(\,\)
Cortisol:
  • Bereitstellung von Energie (Glukose) durch den Glykogenabbau und Umbau von Eiweißen in Glukose (katabole Wirkung
  • Regulation des Wasser- und Elektrolythaushaltes
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Adrenalin:
  • Steigerung der Herzaktivität und des Blutdrucks
  • Blutumverteilung von den Hautgefäßen zu den Muskelzellen
  • Glykogenabbau
Ovarien (Eierstöcke)
  • Östrogen
  • Gestagen
  • Östrogen stimuliert die Ausbildung weiblicher Geschlechtsmerkale und regelt den Zyklus
  • Gestagen dient zur Vorbereiung und dem Erhalt einer Schwangerschaft
Hoden
  • Testosteron
  • Ausbildung männlicher Geschlechtsmerkmale und Organe
  • Muskelzunahme
  • Beeinflussung der Psyche (Aggression)