Aufgabenstellung 1
Stuttgart Rosenstein – Kann eine soziale Durchmischung dank Stuttgart 21 gelingen?
Beantworte die Themenfrage, indem du
die funktionale Gliederung der Stuttgarter Innenstadt und die Verkehrsanbindung Stuttgarts beschreibst,
die sozialräumliche Gliederung Stuttgarts, unter besonderer Berücksichtigung des Stadtbezirks Stuttgart-Mitte, analysierst,
die Nachhaltigkeit des Projekts Stuttgart Rosenstein beurteilst.
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?M 1 Stuttgart Innenstadt
M 1a Wohnanlage und Verkehrsverbindung

Diercke Weltatlas (2023), Seite 49
M 1b Verkehrs- und Städtebauprojekt Stuttgart 21

https://www.its-projekt.de/bahnprojekt/fakten-zum-projekt/ (Zugriff 28.06.2026); Diercke Weltatlas (2015), Seite 49
M 2 Stuttgart Bevölkerung
M 2a Veränderung Bevölkerung 2017–2030 nach Stadtbezirken (Prognose) (in %)1

M 2b Altersstruktur nach Stadtbezirken (in Jahren, 2023)2

M 2c Höchste Bevölkerungsdichte (EW/km², 2023)3

M 3 Immobilienpreise Stuttgarter Bezirke (€/m², 2025)4

-
Stuttgart-West: 7.519 EW/km²
-
Stuttgart-Mitte: 6.211 EW/km²
-
Botnang: 6.001 EW/km²
-
Stuttgart-Ost: 5.324 EW/km²
-
Stuttgart-Süd: 4.495 EW/km²
1 https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bevoelkerungsprognose-2030-stuttgart-peilt-neuen-einwohnerrekord-an.e5a5c256-290a-4649-b8b8-4039ba9b9273.html (Zugriff 28.06.2026; Layout angepasst)
2 https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.demografie-in-stuttgart-mehr-junge-menschen-in-stuttgart.b0b0b271-5631-4a1f-a147-2c452fbab825.html (Zugriff 28.06.2026)
3 https://statistik.stuttgart.de/statistiken/statistikatlas/atlas/atlas.html?indikator=i0&select=00 (Zugriff 28.06.2026)
4 https://www.aroundhome.de/immobilienverkauf/immobilienpreise-preisentwicklung/stuttgart (Zugriff 28.06.2026; Layout angepasst)
M 4 Ausgewählte Statistiken Stuttgart Stadtbezirke (2023)
|
Anteil der ledigen Einwohner ab 18
|
Wohnfläche je Wohnung
|
|
Anteil der Familien
|
Anteil der Wohnungen mit 1 und 2 Räumen
|
|
Bevölkerung mit Migrationshintergrund
|
Anzahl der Einw. mit Wohndauer unter 5 Jahren
|
* Stuttgart ist in 23 Stadtbezirke untergliedert.
https://statistik.stuttgart.de/statistiken/statistikatlas/atlas/atlas.html?indikator=i0&select=00 (Zugriff 28.06.2026)
M 5 Stuttgart-Mitte und Stuttgart
M 5a Stuttgart-Mitte in Zahlen (2022)
|
Stuttgart-Mitte |
Stuttgart |
|
|---|---|---|
|
Fläche (km²) |
3,8 |
207,4 |
|
Einwohnerdichte (Einwohner je km²) |
6.212 |
3.053 |
|
Altersdurchschnitt (in Jahren) |
39,1 |
42 |
|
Anzahl an Hochschulen |
5 |
11 |
|
Straftaten (insgesamt) |
15.091 |
51.700 |
https://www.region-stuttgart.org/de/bereiche-aufgaben/metropolregion-stuttgart/; https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1184779/umfrage/bevoelkerungsdichte-kreise-baden-wuerttemberg/#:~:text=In%20Stuttgart%20wurde%20mit%20knapp,W%C3%BCrttemberg%20im%20Jahr%202022%20gemessen; https://www.stuttgart.de/service/statistik-und-wahlen/stuttgart-in-zahlen.php#:~:text=In%20der%20Landeshauptstadt%20leben%20mehr,von%20etwas%20%C3%BCber%2042%20Jahren.; https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bildungseinrichtungen_in_Stuttgart; https://sichersauberstuttgart.de/wp-content/uploads/2023/08/Polizeiliche-Kriminalstatistik-2022-barrierefrei1.pdf (Zugriff 24.06.2026)
M 5b Jährliche Entwicklung der Altersgruppen in Mitte und Stuttgart seit 2000

https://www.domino1.stuttgart.de/web/komunis/komunissde.nsf/49ec24bbdf344054c1257ca900367f10/4702da22d7b70f99c1258c14002badb6/\)' style='' class='mathjax-formula' src='https://www.schullv.de/api/node/mathjax-to-svg/a87666e7119f6f20f92b3a82fb8139bcc71144618983e4da653f4a5d12a62960?mode=light'/>FILE/ccd01_.PDF (Zugriff 24.06.2026; Layout angepasst)
M 6 Stuttgart Rosenstein
Das Rosensteinquartier/-viertel (85 ha) ist ein geplantes Stadtquartier in Stuttgart, nördlich vom Stuttgarter Hauptbahnhof, im Norden der Stuttgarter Innenstadt, an der Grenze zwischen den Stadtbezirken Stuttgart-Nord, Stuttgart-Ost und Bad Cannstatt. Aktuell befinden sich dort zum Teil Gleisanlagen (rund 0,71 km²), welche im Zuge des Bauprojekts „Stuttgart 21“ frei werden.
M 6a Lage5

M 6b Projekt-Planung6
4 Teilbereiche: Das Gebiet besteht aus drei neuen Quartieren: Europaquartier, Rosensteinquartier und Maker City – sowie dem grünen Rückgrat, dem Gleisbogenpark.
Kosten 424,4 Millionen Euro: Ein Großteil der Flächen ist seit 2001 im Besitz der Landeshauptstadt Stuttgart.
4.700 bis 5.700 Wohneinheiten: Entstehung von bezahlbarem Wohnraum, 70 Prozent davon als geförderter Wohnraum. Die Quartiere werden in überschaubare Nachbarschaften eingeteilt, sodass Dinge des täglichen Bedarfs zu Fuß oder mit dem Rad erledigt werden können.
34 ha Grünflächenanteil: Als klimaresilientes und grünes Quartier geplant, gibt es in Stuttgart Rosenstein neben dem Gleisbogenpark zahlreiche Grünflächen wie begrünte Innenhöfe, viele Bäume und Pflanzen in den Straßen, Höfen und auf Quartiersplätzen sowie entlang der Fassaden und auf Dächern.
Funktionale Nutzung: In den Erdgeschossen siedeln sich klassische Geschäfte und Betriebe aus dem stadtverträglichen Gewerbe oder kulturelle und soziale Einrichtungen an. Darüber befinden sich die Wohnetagen. Zudem sollen nutzungsoffene Räume entstehen, die sich an sich ändernde Anforderungen anpassen und unterschiedliche Lebensmodelle ermöglichen.
Bildungseinrichtungen: Zwei Gymnasien sowie jeweils eine Real- und Gemeinschaftsschule plus vier Grundschulen und 25 Kitas mit 139 Gruppen sind geplant.
5https://de.wikipedia.org/wiki/Rosensteinquartier#/media/Datei:Stadtentwicklung_1.svg (Zugriff 24.06.2026, Layout angepasst)
6https://rosenstein-stuttgart.de/projekt/zahlen-daten-fakten (Zugriff 24.06.2026)
M 6c Miet- und Kaufpreisbeispiele (geplant)
Miete
4-Zimmerwohnung (85,62 m²)
2. Stock
1.880,08 €/Monat (kalt)

Kaufpreis
4-Zimmerwohnung
(93,86 m²)
2. Stock
749.000 € exkl. Parkplatz
https://www.siedlungswerk.de/immobilien/miete/wohnung/16046-151/erstbezug-geraeumige-4-zimmer-wohnung; https://www.siedlungswerk.de/immobilien/kauf/wohnung/16047-138/4-zimmer-wohnung-in-stuttgart-nord-wohnen-im-rosenstein-iv-haus-1 (Zugriff 24.06.2026)
M 6d Stuttgart-21-Verspätung bremst das Rosenstein-Quartier aus
https://www.staatsanzeiger.de/nachrichten/kreis-und-kommune/s-21-verspaetung-bremst-das-rosenstein-quartier-aus/ (Zugriff 24.06.2026)
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Beschreibung der funktionalen Gliederung der Stuttgarter Innenstadt sowie der Verkehrsanbindung.
-
Geografisch verorten, z. B.:
-
im Südwesten Deutschlands, Landeshauptstadt von Baden-Württemberg
-
am Neckar gelegen
-
Schwarzwald (SW), Schwäbische Alb (S)
-
größere Nachbarstädte: Karlsruhe (NW), Reutlingen (S), Ulm (SO)
-
Lage im Gradnetz: 49° N, 9° O
-
-
Funktionale Gliederung der Stuttgarter Innenstadt, z. B.:
im Zentrum:
-
dominieren Geschäftszentren mit Fußgängerzonen zur Versorgung (mit Konsumgütern und Dienstleistungen)
-
kulturelle Einrichtungen (z. B. Staatstheater, Staatsgalerie, Neues Schloss) zur Erholung
-
Bildungseinrichtungen, wie die Universität und Krankenhäuser (M1a) zur Versorgung und als Arbeitsstätte
-
Sitz der Landesregierung (nahe Hauptbahnhof) und der öffentlichen städtischen Verwaltung
-
mehrere Banken (Versorgung, Arbeit)
-
Parkanlage nahe Schloss (Erholung)
außerhalb des Zentrums (Stadtteil Ost, Süd, West und Nord):
-
dominieren Wohnbebauung in mittlerer bis sehr guter Wohnlage
-
vereinzelt finden sich Bildungsreinrichtungen und Krankenhäuser (z. B. Marienhospital)
-
sehr gute Wohnlagen grenzen an Waldgebiete mit hohem Erholungswert
-
Zoologisch-Botanischer Garten und Rosensteinpark (Erholung)
-
diverse S-Bahnstationen (Verkehr)
-
-
Verkehrsanbindung Stuttgarts, z. B.:
-
Bahnverkehr: Hauptbahnhof Knotenpunkt für den Nah- und Fernverkehr (ICE, IC, RE, S-Bahn); Projekt Stuttgart 21 soll den Eisenbahnknotenpunkt Stuttgart bis 2027 neugestalten (z. B. Umbau des Kopfbahnhofs in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof, Verlegung der Bahnstrecken unterirdisch)
-
Öffentlicher Nahverkehr: zahlreiche S-Bahnhöfe in der Innenstadt → Verbindung mit anderen Bezirken/Umland
-
Straßenverkehr: mehrere Autobahnen und Bundesstraßen führen zur Stadt/durch die Stadt
-
Flughafen Stuttgart: südlich der Innenstadt (Filderstadt), Internationale Anbindung
-
Zwischenfazit:
Die Stuttgarter Innenstadt fungiert primär als funktionales Zentrum für Versorgung, Arbeit, Bildung und Erholung. Während sich urbaner Wohnraum direkt an dieses Kerngebiet anschließt, ist dieser jedoch durch ein überaus hohes Preisniveau geprägt. Ergänzt wird diese Struktur durch eine hervorragende Verkehrsanbindung, wobei das weitreichende Infrastrukturprojekt „Stuttgart 21“ den Regional- und Fernverkehr der Stadt grundlegend neu gestalten wird.
Analyse der sozialräumlichen Gliederung Stuttgarts, unter besonderer Berücksichtigung des Stadtviertels Mitte.
-
Räumliche Gliederung Stuttgarts, z. B.:
-
Stadt ist untergliedert in 23 Stadtviertel (M2a, M2b, M3)
-
Viertel variieren in Größe, sozialem Gefüge und Erreichbarkeit
-
Immobilienpreise steigen teilweise extrem vom Umland zu Zentrum (z. B. Stammheim vs. Stuttgart-Nord) (M3) → Segregation
-
-
Bevölkerungsstruktur Stuttgarts, z. B.:
-
Stadtviertel in Bevölkerungsstruktur teilweise sehr heterogen (M2b): jüngere Bevölkerung vermehrt im Stadtzentrum zu finden (Stuttgart-Mitte, Süd und West) → Nähe zu Universität/Arbeitgeber, attraktive Viertel
-
Viertel am Stadtrand weisen höhere Altersstruktur auf (M2b) → vermutlich vermehrt Familienhaussiedlungen
-
Bevölkerungsdichte ist in den zentralen Stadtgebieten (z. B. Mitte, West) besonders hoch (M2c); im Süden niedrigere Bevölkerungsdichte (z. B. Degerloch, Plieningen) (M2c) → Wohnfläche in zentrumsnahen Bezirken geringer (M2c, M3)
-
Stadtviertel Stuttgart-Nord und Stuttgart-Mitte mit höchstem Bevölkerungszuwachs (M2a) → attraktive Wohnviertel; Viertel im Süden mit Bevölkerungsabnahme (z. B. Plieningen, Sillenbuch) (M2a) → demografische Gründe möglich (Sillenbuch mit höchstem Anteil Rentner in Stuttgart)
-
-
Stadtviertel Stuttgart-Mitte, z. B.:
-
Stadtteil mit besonders hoher Bevölkerungszahl, starkem Bevölkerungsgewinn und niedrigem Altersdurchschnitt (M2a, M2b, M2c) → seit 2000 überproportional hoher Zuwachs von Menschen im Alter zwischen 18-65 Jahren (M5b) → attraktives Viertel; Universitäts-/Arbeitsnähe
-
Anteil der Kinder zwischen 2000-2015 rückläufig (M5b) → Anteil lediger Bewohner hier am höchsten (M4)
-
Unterschiede in Entwicklung der Altersgruppen in Stuttgart-Mitte und Stuttgart teilweise deutlich (M5b)
-
hoher Anteil an Singles, in Ein- bis Zweiraumwohnungen (M4) → vermutlich Studenten an einer der 11 Hochschulen in Stuttgart (5 in Mitte)
-
Anteil der Straftaten vergleichsweise hoch (M5a) → Kontrast: gut bis sehr gut Verdiener vs. Straftäter
-
Anteil Menschen mit Migrationshintergrund geringer als in anderen Vierteln (M4) → hohe Wohnkosten; Gefahr der Segregation
-
Wohnungs- und Hauspreise sehr hoch (M3) → größere Wohnungen für Familien sehr teuer → Anteil Familien, Geringverdiener und Menschen mit Migrationshintergrund geringer als in anderen Vierteln → Segregation/Gentrifizierung
-
Anteil der Bewohner mit kurzer Wohndauer (unter 5 Jahren) hoch (M4) → Wohndauer nur für Studium, aber auch Gefahr der Verdrängung wegen steigender Preise
-
Zwischenfazit (Variante)
Das Stadtgebiet weist deutliche Disparitäten hinsichtlich Einkommen, Bildung, Wohnsituation und sozialer Lage zwischen den einzelnen Vierteln auf. Während der Bezirk Stuttgart-Mitte in seiner Gesamtheit funktional und sozial heterogen geprägt ist, besitzt er bezogen auf die tatsächliche Wohnbevölkerung eine vergleichsweise homogene Struktur. Sollte die Stadt hier nicht steuernd eingreifen, besteht die Gefahr, dass sich das Zentrum zukünftig zu einem exklusiven Viertel für Gutverdiener entwickelt und sich die sozialräumliche Segregation somit weiter verschärft.
Beurteilung der Nachhaltigkeit des Projekts Stuttgart Rosenstein.
-
Beschreibung des Projekts, z. B.:
-
Lage nordöstlich des Hauptbahnhofs, ehemalige Gleisanlagen des Hauptbahnhofs, welche im Zuge des Bauprojekts „Stuttgart 21“ frei werden
-
geplant sind reine Wohngebiete und neue Grünanlagen im Stadtteil Rosensteinquartier und Wohn-Gewerbegebiete im Europaquartier und Maker City
-
-
ökologische Dimension, z. B.:
+ 34 ha Grünfläche (Gleisbogenpark, begrünte Innenhöfe) (M6b) → Verbesserung des Stadtklimas, insbesondere an heißen Sommertagen und Schaffung kleinräumiger Stadt-Ökosysteme
+ geringe Stellplatzanzahl (0,1 pro Wohnung) (M6d) → Reduktion des Autoverkehrs
+ Anbindung an ÖPNV durch S-Bahn, U-Bahn und Regionalbahn fördert Fortbewegung ohne privaten PKW → weniger Emissionen
+ Mobilitätshubs regeln ruhenden Verkehr und reduzieren parkende Autos im Stadtgebiet → weniger versiegelte Fläche
+ kurze Wege zur Versorgung innerhalb der Quartiere senkt den Bedarf an PKWs und steigert Radverkehr
– wenige Stellplätze können von zukünftigen Anwohnern als Einschränkung empfunden werden → Attraktivität des Wohngebiets könnte leiden
-
soziale Dimension, z. B.:
+ 4.700-5.700 neue Wohnungen, davon 70 % gefördert (M6b) → Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in attraktiver, zentrumsnaher Wohngegend
+ diverse Bildungseinrichtungen (M6b) → Steigerung der Attraktivität insbesondere für junge Familien
+ Schaffung von öffentlichen Treffpunkten, z. B. auf Quartiersplätzen oder in „nutzungsoffenen Räumen“ in Wohngebäuden → Förderung des sozialen Miteinanders
– trotz Förderung sind die Beispielmieten und Kaufpreise sehr hoch (M6c) → soziale Durchmischung ist so nicht zu erwarten
– Verzögerung des Baubeginns (M6d) → Wohnraumbedarf wird erst später gedeckt und Kosten dürften in Zukunft weiter steigen → Verteuerung der Wohnungen zu erwarten
-
ökonomische Dimension, z. B.:
+ Vielfältige Nutzung für Wohnen, Arbeiten, Einzelhandel und stadtverträgliches Gewerbe → Stärkung der lokalen Wirtschaft und Verhinderung von Monostrukturen
+ neue Gewerbeflächen und Büros → Arbeitsplätze
+ Grundstücke zurzeit noch in städtischer Hand → Verkauf an private Entwickler → hohe Einnahmen für Stadt möglich
– Verzögerungen bei Bahnprojekt Stuttgart 21 → Bau kann sich über viele Jahre hinziehen → Kostensteigerung
Zwischenfazit (Variante)
Das Vorhaben erweist sich als ein ambitioniertes Projekt mit anspruchsvollen Nachhaltigkeitszielen, insbesondere in den Bereichen der autofreien Mobilität und einer klimaangepassten Stadtplanung. Während durch die Realisierung neuer, dringend benötigter Wohnraum entsteht, finden soziale Aspekte infolge hoher Mieten und ausgeprägter Bauverzögerungen im Gesamtkonzept letztlich deutlich weniger Berücksichtigung.
Beantwortung der Themenfrage (Variante)
Das Rosensteinquartier bietet durch die freiwerdenden Gleisflächen im Zuge von Stuttgart 21 eine einmalige Chance für soziale Durchmischung in zentraler Lage. Die Stadt Stuttgart plant, durch eine Mischung aus gefördertem Wohnraum, frei finanzierten Wohnungen und öffentlichen Einrichtungen ein vielfältiges Quartier zu schaffen. Da das Areal im städtischen Besitz bleibt, kann die Stadt Einfluss auf die soziale Ausgestaltung nehmen.
Allerdings verzögert sich die Umsetzung stark durch das Großprojekt Stuttgart 21. Es besteht die Gefahr, dass hohe Baukosten und Marktinteressen den Anteil bezahlbarer Wohnungen einschränken. So bleibt die soziale Wirkung bisher theoretisch – ob sie sich in der Realität bewährt, hängt stark von der tatsächlichen Ausgestaltung und Umsetzung sowie der Beteiligung bzw. Förderung der Stadt nach Fertigstellung ab.