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Inhaltsverzeichnis

Dichtung

Bearbeite entweder die Aufgabe „Prosa“ oder die Aufgabe „Dichtung“!

Zu interpretierender Text: Vergil, Aeneis 4, 65 – 79

I. HINFÜHRENDE AUFGABEN

1.

Benenne zwei Sachfelder, die für Handlung und Inhalt des Textes zentral sind, und belege diese mit jeweils zwei lateinischen Beispielen aus dem Text!

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2.

Analysiere die folgenden Verse aus dem Text (V. 1-2) metrisch, indem du Längen und Kürzen auf dein Arbeitsblatt schreibst und die einzelnen Verselemente (Metren) gegeneinander abgrenzt!

Heu, vatum ignarae mentes! Quid vota furentem,

quid delubra iuvant? Est molles flamma medullas

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3.

Erkläre, was mit Iliacos labores (V. 14) gemeint ist!

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II. INTERPRETATIONSAUFGABE

4.

Interpretiere den Text – ausgehend vom lateinischen Original und ggf. unter Einbeziehung deiner Erkenntnisse aus der Bearbeitung der Aufgaben Nr. 1 bis Nr. 3 – nach formalen und inhaltlichen Gesichtspunkten! Untersuche dabei besonders die Wirkung der Darstellung Didos auf den Leser!

Aspekte, die du bereits in Teil I „Hinführende Aufgaben“ angeführt hast, werden nur bewertet, wenn du diese für die Interpretation nutzbar machst (die bloße erneute Nennung wird nicht positiv bewertet).

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III. WEITERFÜHRENDE AUFGABEN

Bearbeite von den zwei folgenden Aufgaben (Nr. 5 und Nr. 6) eine Aufgabe nach eigener Wahl!

5.

Entwickle ausgehend von der folgenden Textstelle, in der von Cicero die epikureische Gottesvorstellung beschrieben wird, die Haltung eines epikureischen Philosophen zu dem im Interpretationstext beschriebenen Seelenzustand Didos! Drei wesentliche Gesichtspunkte genügen.

1
Nihil enim agit, nullis occupationibus est implicatus, nulla opera molitur,
2
sua sapientia et virtute gaudet, habet exploratum fore se semper cum in
3
maximis tum in aeternis voluptatibus.
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6.

Erläutere, warum ein stoischer Philosoph die im Text beschriebenen Emotionen Didos kritisieren könnte! Drei wesentliche Gesichtspunkte genügen.

Bearbeite von den zwei folgenden Aufgaben (Nr. 7 und Nr. 8) eine Aufgabe nach eigener Wahl!

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Bearbeite von den zwei folgenden Aufgaben (Nr. 7 und Nr. 8) eine Aufgabe nach eigener Wahl!

7.

Weise anhand deiner Kenntnis von Petrons Satyrica nach, dass die folgenden Ausführungen des Freigelassenen Nikeros typisch für die Freigelassenengespräche während der Cena Trimalchionis sind! Drei wesentliche Gesichtspunkte genügen.

1
„Cum adhuc servirem, habitabamus in vico angusto; nunc Gavillae domus
2
est. Ibi, quomodo dii volunt, amare coepi uxorem Terentii coponis:
3
Noveratis Melissam Tarentinam, pulcherrimum bacciballum. Sed ego non
4
mehercules corporaliter illam aut propter res venerias curavi, sed magis
5
quod benemoria fuit. Si quid ab illa petii, numquam mihi negatum. Fecit
6
assem, semissem habui. [.]"

1
„Als ich noch Sklave war, wohnten wir in der Engen Gasse; jetzt gehört
2
Gavilla das Haus. Dort, wie es die Götter halt so wollen, verliebte ich mich
3
in die Frau des Gastwirts Terentius: Ihr kanntet sie ja, die Melissa aus
4
Tarent, ein sehr hübsches Bacchusballerinchen. Aber, beim Herkules, ich
5
habe sie nicht körperlich oder von wegen dem ganzen Sex begehrt,
6
sondern weil sie so schwer in Ordnung war. Wenn ich was von ihr wollte,
7
wurde mir das nie abgeschlagen. Machte sie einen As, hatte ich einen
8
halben As. ..."

(nach N. Holzberg)

Petronius Arbiter: Satyrische Geschichten – Satyrica. Lateinisch/Deutsch. Herausgegeben und übersetzt von N. Holzberg, Berlin 2013, S. 121.

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8.

In Ciceros De re publica lobt Scipio die Monarchie, indem er das Staatsgebilde mit den Wünschen und Emotionen eines Menschen vergleicht.

Weise nach, dass dieser Vergleich den Aussagen Scipios in der Verfassungsdiskussion in De re publica entspricht! Drei wesentliche Argumente genügen.

1
„Adde avaritiam, adde imperii, adde gloriae cupiditatem, adde libidines et
2
illud vide, si in animis hominum regale imperium sit, unius fore dominatum,
3
consilii scilicet - ea est enim animi pars optima; consilio autem dominante
4
nullum esse libidinibus, nullum irae, nullum temeritati locum."

1
„Nimm doch die Habsucht, nimm die Machtgier; nimm die Ruhmsucht,
2
nimm die irrationalen Kräfte hinzu und nimm zur Kenntnis: Wenn es in
3
den Seelen der Menschen eine leitende Instanz gibt, dann ist dies die
4
Herrschaft einer einzelnen Kraft, natürlich der Kraft des vernünftigen
5
Nachdenkens - sie ist namlich der beste Teil der Seele; wenn aber
6
vernünftiges Nachdenken herrscht, dann gibt es keinen Platz für
7
Irrationalität, Zorn, Verantwortungslosigkeit."

(nach R. Nickel)

Marcus Tullius Cicero: Der Staat – De re publica. Lateinisch/Deutsch. Herausgegeben und übersetzt von R. Nickel, Mannheim 2010, S. 131.

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