Abschlussprüfung 2025
Aufgabe 1
Der Angriffsschlag ist eine entscheidende Technik im Volleyball mit dem Ziel eines direkten Punktgewinns.

Abb. 1: Angriffsschlag im Volleyball (verändert nach: http://www.sportunterricht.de/lksport/vbareihe3b.gif, aufgerufen am 08.04.2025)
Analysiere die Phasenstruktur des Angriffsschlags im Volleyball (s. Abb. 1) und beschreibe die charakteristischen Merkmale der einzelnen Phasen!
Beschreibe zwei für den Angriffsschlag im Volleyball wesentliche biomechanische Prinzipien!
Nenne zwei koordinative Fähigkeiten und stelle deren jeweilige Bedeutung für die Sportart Volleyball anhand eines Beispiels dar!
Aufgabe 2
Die Sportart Volleyball beansprucht die Wirbelsäule in besonderem Maße.
Beschreibe den anatomischen Aufbau der Wirbelsäule anhand ihrer jeweiligen Abschnitte!
Erkläre drei Funktionen der menschlichen Wirbelsäule!
Nenne zwei mögliche Situationen im Sport, die zu einer starken Beanspruchung der Wirbelsäule führen, und jeweils eine geeignete Maßnahme, die diesen Beanspruchungen entgegenwirkt!
Aufgabe 3
Die Sportart Beachvolleyball stellt besondere Anforderungen an die Ausdauerleistungsfähigkeit von Athletinnen und Athleten.
Definiere den Begriff „Ausdauer“ im sportlichen Kontext!
Stelle eine für die Sportart Beachvolleyball wesentliche Art der Ausdauer dar und nenne deren positive Einflussfaktoren auf die sportliche Leistungsfähigkeit!
Aktive Erholungsmaßnahmen wie z. B. das „Auslaufen“ beeinflussen die Erholung nach sportlicher Belastung.
Beschreibe und erkläre in diesem Zusammenhang die folgende Grafik (s. Abb. 2)!
![Grafik: Laktat [mmol/l] sinkt über Zeit [min], zwei fallende Kurven, aktive und sitzende Person.](https://www.schullv.de/resources/images/mathe/desktop/fe11eff3_Bildschirmfoto 2026-03-10 um 16.54.27.png)
Abb. 2: Vergleich aktiver und passiver Erholung im zeitlichen Verlauf nach Belastungsende (verändert nach: Weineck, A., Weineck, J.: Leistungskurs Sport. Sportbiologische und trainingswissenschaftliche Grundlagen. Band II. Waldkirchen 2008. S. 152)
Nenne vier Anpassungserscheinungen des Herz-Kreislauf-Systems an ein regelmäßiges Ausdauertraining!
Aufgabe 4
Die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft ist die offizielle Weltmeisterschaft für Fußball-Vereinsmannschaften. Ab dem Jahr 2025 soll dieses Turnier alle vier Jahre mit 32 Vereinen ausgerichtet werden.
Stelle jeweils mindestens drei Gründe für bzw. gegen die Einführung dieses neuen Formats dar!
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Aufgabe 1
Analyse der Phasenstruktur des Angriffsschlags im Volleyball und Beschreibung charakteristischer Merkmale der einzelnen Phasen, z. B.:
Der Angriffsschlag im Volleyball ist eine azyklische Bewegung, die in drei Phasen gegliedert ist:
Vorbereitungsphase (Schaffen optimaler Voraussetzungen für die Hauptphase):
-
Anvisieren des gestellten Balles;
-
Orientierungsschritt als Auftakt;
-
raumgreifender Stemmschritt mit Aufsetzen des Beins über die Ferse mit Absenken des Körperschwerpunktes, Doppelarmschwung nach hinten;
-
Beistellschritt, Doppelarmschwung nach vorne;
-
beidbeiniger senkrechter Absprung mit fortgeführtem Doppelarmschwung nach vorne-oben;
-
Ausholbewegung des angewinkelten Schlagarmes mit Rücknahme der Schlagschulter (Bogenspannung).
Hauptphase (Realisierung des eigentlichen Bewegungsziels):
-
Auflösen der Bogenspannung;
-
peitschenartige Bewegung des Schlagarms mit hohem Ellenbogen und Schlagen des Balles bei langem Arm am höchstmöglichen Punkt vor dem Körper mit Nachklappen des Handgelenks über den Ball.
Endphase (Ausklingen der Bewegung, Einnehmen einer spielbereiten Position):
-
abfedernde, beidbeinige Landung;
-
Übergang in die neue Spielsituation.
Beschreibung zweier für den Angriffsschlag im Volleyball wesentlicher biomechanischer Prinzipien, z. B.:
-
Prinzip des optimalen Beschleunigungswegs: Ziel ist das Erreichen einer maximalen Endgeschwindigkeit eines zu beschleunigenden Objekts oder des eigenen Körpers. Die physikalische Voraussetzung dafür ist ein möglichst langes Einwirken der beschleunigenden Kraft. Der optimale Beschleunigungsweg kann stetig gekrümmt oder geradlinig sein.
-
Prinzip der Koordination der Teilimpulse: Um einen optimalen Gesamtimpuls zu erzeugen, müssen die Teilimpulse der beteiligten Körperteile zeitlich und räumlich optimal koordiniert werden.
Nennung zweier koordinativer Fähigkeiten und Darstellung der jeweiligen Bedeutung für die Sportart Volleyball anhand eines Beispiels, z. B.:
-
Kopplungsfähigkeit: bedeutsam für die Abstimmung von Absprung- und Schlagbewegung, um den Ball auf der optimalen Schlaghöhe zu treffen;
-
Rhythmisierungsfähigkeit: bedeutsam für die aufeinander abgestimmte Schrittfolge im Anlauf zur optimalen Vorbereitung des Absprungs.
Aufgabe 2
Beschreibung des anatomischen Aufbaus der Wirbelsäule anhand ihrer jeweiligen Abschnitte, z. B.:
Die Wirbel der menschlichen Wirbelsäule sind durch Zwischenwirbelscheiben (sog. Bandscheiben aus Faserknorpel) sowie durch verschiedene Bänder miteinander verbunden. Die Wirbelsäule lässt sich in 5 Abschnitte untergliedern:
-
Halswirbelsäule: 7 Halswirbel;
-
Brustwirbelsäule: 12 Brustwirbel;
-
Lendenwirbelsäule: 5 Lendenwirbel;
-
Kreuzbein: 5 miteinander verwachsene Kreuzbeinwirbel;
-
Steißbein: 4 – 5 miteinander verwachsene Steißbeinwirbel.
Erklärung dreier Funktionen der menschlichen Wirbelsäule, z. B.:
Die Funktionen der Wirbelsäule werden durch deren Form maßgeblich beeinflusst. So ermöglichen die Doppel-S-Form und die Bandscheiben eine abfedernde Bewegung zum Schutz des Kopfes (Federfunktion), das Rückenmark wird durch den knöchernen Wirbelkanal geschützt (Schutzfunktion) und die stabile Gesamtstruktur ermöglicht den aufrechten Gang (Stützfunktion).
Nennung zweier möglicher Situationen im Sport, die zu einer starken Beanspruchung der Wirbelsäule führen, und jeweils einer Maßnahme, die diesen Beanspruchungen entgegenwirkt, z. B.:
-
Bandscheibenbelastung beim Gewichtheben;
Maßnahme: Heben mit geradem Rücken.
-
Stürze auf den Rücken z. B. beim Skifahren;
Maßnahme: Tragen eines Rückenprotektors.
Aufgabe 3
Definition des Begriffs „Ausdauer“ im sportlichen Kontext, z. B.:
Unter Ausdauer wird allgemein die psychophysische Widerstandsfähigkeit einer Sportlerin bzw. eines Sportlers verstanden.
Darstellung einer für die Sportart Beachvolleyball wesentlichen Art der Ausdauer, z. B.:
Die Grundlagenausdauer bezeichnet die allgemeine aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit. Sie ist für alle Sportarten von Bedeutung und hat gesundheitsfördernde Wirkung.
Nennung ihrer positiven Einflussfaktoren auf die sportliche Leistungsfähigkeit, z. B.:
-
Erhöhung der Erholungsfähigkeit;
-
Aufrechterhaltung der Reaktions- und Handlungsschnelligkeit möglichst über die Dauer des gesamten Spiels;
-
Verringerung technischer Fehlleistungen;
-
Förderung der psychischen Belastbarkeit.
Beschreibung der Grafik, z. B.:
Die Grafik zeigt zwei Laktatkurven im zeitlichen Verlauf nach Belastungsende (x-Achse: Zeit, y-Achse: Laktatwert). Beide Laktatkurven starten bei einem hohen Laktatwert von ca. 15 mmol/l. Bei aktiver Erholung sinkt der Laktatwert deutlich schneller und erreicht schon nach ca. 20 Minuten einen Wert von ca. 1 mmol/l, während dieser Wert bei passiver Erholung erst nach über 40 Minuten erreicht wird.
Erklärung der Grafik, z. B.:
Eine aktive Erholung mit leicht aerober Folgebelastung begünstigt die Laktateliminationszeit erheblich, weil der Abtransport und der Abbau des Laktats in der Herz- und der geringer belasteten Skelettmuskulatur sowie der Leber schneller gelingen.
Nennung von vier Anpassungserscheinungen des Herz-Kreislauf-Systems an ein regelmäßiges Ausdauertraining, z. B.:
-
Ökonomisierung der Herzarbeit;
-
Steigerung des maximal möglichen Herzminutenvolumens;
-
Verbesserung der Blutumverteilung durch Kapillarisierung und Kollateralbildung;
-
Zunahme des Blutvolumens.
Aufgabe 4
Darstellung von mindestens drei Gründen für bzw. gegen die Einführung des neuen Formats der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft, z. B.:
Gründe für das neue Format:
-
zusätzliches und attraktives Format für das Publikum;
-
verbesserte Vergleichsmöglichkeit von Mannschaften über kontinentale Konföderationsgrenzen hinweg;
-
Werbefläche für teilnehmende Vereine;
-
zusätzliche Einnahmequelle;
-
erhöhte Planungssicherheit für Mannschaften im Vergleich zu bisherigem Format.
Gründe gegen das neue Format:
-
weitere Einnahmequelle für ohnehin privilegierte Vereine;
-
nahezu geschlossener Teilnehmerkreis für die sportlich erfolgreichsten Mannschaften;
-
inflationäre Zahl sog. „Spitzenspiele“;
-
möglicher Bedeutungsverlust für den Ligabetrieb;
-
erhöhte Belastung der Spieler bei bereits großer Wettkampfdichte, vor allem in sehr erfolgreichen Mannschaften;
-
weitere Etablierung von kaum nachhaltigen „Megaevents“.