Wahlaufgaben
3 Proteingehalt in Futterpflanzen
Nenne vier abiotische Umweltfaktoren, die den Aufbau organischer Stoffe in der Pflanze beeinflussen.
In der Tierproduktion ist eine tägliche Gewichtszunahme bei Masttieren nur möglich, wenn im Futter der artspezifische Eiweißbedarf berücksichtigt wird. Sojabohnen, die bis zu 42 % ihres Trockengewichts an Rohproteinen enthalten, sind deshalb zu einem begehrten Futterzusatz geworden. Der Anbau von Sojabohnen erfolgt hauptsächlich in den USA. Auf Versuchsfeldern wurden Experimente zum Ertrag und zum Eiweißgehalt der Sojabohnen durchgeführt. Material 2 zeigt Ergebnisse einer Probe.
Stelle einerseits die Länge der Bohnen im Verhältnis zur Anzahl und andererseits die Länge der Bohnen zum Eiweißgehalt grafisch dar und beschreibe die Kurvenverläufe.
Die Bohnen eines Versuchsfeldes wurden in einer Sortiermaschine nach Länge sortiert und in zwei Gruppen unterteilt.
Gruppe A: Durchschnittslänge 10 mm
Gruppe B: Durchschnittslänge 15 mm
Jeweils 1000 Bohnen einer Gruppe wurden auf parallel nebeneinander liegenden Versuchsfeldern ausgesät. Die Pflanzen beider Felder unterlagen gleichen Wachstumsbedingungen wie im Vorjahr.
Erläutere die zu erwartenden Ertragsergebnisse.
In Deutschland gibt es Bestrebungen, den Sojaanteil im Mastfutter durch andere Eiweißquellen zu ersetzen. Durch Züchtung gelang es bei einheimischen Arten wie Erbse, Ackerbohne und Lupine, den Eiweißanteil in den Samenkörnern auf ähnliche Werte wie bei Sojabohnen zu erhöhen.
Werte diese Bestrebung des Anbaus einheimischer Arten unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit.
4 Stoßzähne der Elefanten
Erläutere mit Hilfe von Material 3 die Entwicklung der Stoßzähne der Elefanten nach der synthetischen Evolutionstheorie.
Erkläre die Herausbildung der Stoßzähne nach LAMARCK.
Stelle eine Hypothese zu der im Material 3 genannten Entwicklung der Zunahme der Elefanten ohne Stoßzähne auf.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?M 2 Wertetabelle: Sojabohne als Futterpflanze (Samenkörner)
|
Länge der Bohnen (mm) |
2,5 |
5 |
7,5 |
10 |
12,5 |
15 |
17,5 |
20 |
|
Anzahl Bohnen ( |
20 |
48 |
390 |
652 |
710 |
600 |
167 |
23 |
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Eiweißgehalt (%) |
18 |
25 |
34 |
38 |
40 |
42 |
32 |
26 |
M 3 Afrikanische Elefanten
Afrikanische Elefanten leben in Mutterfamilien von fünf bis zehn Tieren, die alle untereinander verwandt sind. Das älteste Weibchen ist als Leitkuh das ranghöchste Tier. Innerhalb der Gruppe helfen sich die Tiere im Rahmen ihres komplexen Sozialverhaltens wechselseitig zum Beispiel bei der Jungenaufzucht und Verteidigung der Gruppe. Jungbullen verlassen die Gruppe, wenn sie geschlechtsreif geworden sind. Sie leben dann für einige Jahre in Junggesellenverbänden und werden später zu Einzelgängern.
Sie gesellen sich während der Fortpflanzungszeit zu den Herden, die aus mehreren Mutterfamilien bestehen. Männliche Tiere mit kräftigen Stoßzähnen werden von den Weibchen bevorzugt. Der Afrikanische Elefant gilt mittlerweile als vom Aussterben bedrohte Art. Die Jagd auf ihn ist verboten, er wird aber fast überall wegen seines Elfenbeins gewildert.
Stoßzähne treten beim Afrikanischen Elefanten bei männlichen und weiblichen Tieren auf. Sie wachsen während des ganzen Lebens nach und dienen zum Entrinden von Bäumen, Graben von Wasserlöchern und Imponieren. Selten werden immer wieder als Folge von Mutationen Tiere ohne Stoßzähne geboren. Ihr Anteil betrug in den afrikanischen Populationen meist etwa ein Prozent. In den letzten Jahrzehnten stieg der Anteil auf etwa 13 Prozent.
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Nennen von vier abiotischen Umweltfaktoren, die den Aufbau organischer Stoffe in der Pflanze beeinflussen: z. B.
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Licht
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Temperatur
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Kohlenstoffdioxidgehalt
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Wasser
Grafisches Darstellen und Beschreiben:
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zwei Einzeldiagramme oder beide Aspekte in einem Diagramm
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Achsenbeschriftung y-Achse = Anzahl der Bohnen bzw. Proteingehalt in %; x-Achse = Länge der Bohnen
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Kurvenverlauf beider Diagramme
-
Beschreibung beider Kurven


Erläutern der zu erwartenden Versuchsergebnisse:
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Die Samenlänge variiert, da die Versorgung mit Nährstoffen (innerhalb der Hülse) ungleich war. Eigenschaft der Modifikation, entsprechend der Umweltbedingungen zu variieren im Rahmen der genetisch bedingten Reaktionsnorm.
-
Bei beiden Gruppen Auftreten verschiedener Längen entsprechend einer Normalverteilung (Reaktionsnorm) aufgrund gleicher Wachstumsbedingungen wie im Vorjahr.
Werten des Ersatzes von Soja im Mastfutter durch einheimische Arten unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit (aufgrund ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte): z. B.
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Erhalt der Artenvielfalt
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bessere Anpassung an die klimatischen Bedingungen
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geringere Transportkosten durch kürzere Wege vom Anbau bis zur Verwertung, gekoppelt an geringere Energiekosten
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Schaffung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung im eigenen Land
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Sicherung der Versorgung mit Lebensmitteln
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Erhöhung des Stickstoffgehaltes im Boden durch Symbiose der Leguminosen mit Knöllchenbakterien usw.
Erläutern der Entwicklung der Stoßzähne der Elefanten nach der synthetischen Evolutionstheorie: z.B.
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Stoßzähne variieren durch Mutation und Neukombination in ihrer Größe
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Stoßzähne zum Graben von Wasserlöchern und Entrinden von Bäumen verwendet → bessere Nahrungsmöglichkeiten → höhere Fitness
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Imponieren durch Stoßzähne → Weibchen bevorzugen Männchen mit langen Stoßzähnen und führen damit eine sexuelle Selektion in Richtung der Stoßzahngröße durch
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Merkmal der langen Stoßzähne wird dadurch häufiger vererbt → Entwicklung in Richtung langer Stoßzähne
Erklären der Herausbildung der langen Stoßzähne nach Lamarck:
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Stetiger Gebrauch der Stoßzähne sowie ein innerer Antrieb zur Vervollkommnung mit dem Ziel, besser graben und imponieren zu können
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führt zur schrittweisen Verlängerung der Zähne → Eigenschaft wird an die Nachkommen vererbt und damit in die Richtung eines immer länger werdenden Stoßzahnes
Hypothese zur Entwicklung der Zunahme der Elefanten ohne Stoßzähne: z.B.
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Stoßzähne haben verschiedene Funktionen, sind damit vorteilhaft und führen zu einer höheren reproduktiven Fitness. Wenn die Elefanten ohne Stoßzähne sich verstärkt fortpflanzen können, müssen sich die Umweltbedingungen geändert haben.
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Laut M3 werden Elefanten wegen ihres Elfenbeins massiv gejagt. Elefanten ohne Stoßzähne werden nicht gejagt, ihre Zahl nimmt zu, während die der anderen abnimmt. Die Chancen, von Weibchen zur Fortpflanzung erwählt zu werden, steigt, da insgesamt weniger Möglichkeiten vorhanden sind. Das Merkmal der Stoßzahnlosigkeit wird damit vererbt und die Anzahl solcher Elefanten steigt.