Lerninhalte
Inhaltsverzeichnis

Block 2 – Materialgestütztes Schreiben

Thema

Lesen im digitalen Zeitalter

Aufgabenstellung

  • In der Oberstufe deiner Schule wurden Methodentage zum Thema Digitalisierung durchgeführt. Die Ergebnisse sollen nun für deine Mitschülerinnen und Mitschüler der Klassenstufen 10 bis 12 in einer Broschüre zusammengestellt werden. Dein Deutsch-Kurs hat sich mit dem Lesen im digitalen Zeitalter beschäftigt.

  • Verfasse einen informierenden Beitrag, in dem du das Lesen digitaler und analoger Medien unter Einbindung des aktuellen Forschungsstandes gegenüberstellst und über deine eigenen Leseerfahrungen reflektierst.

  • Nutze für deinen Beitrag die Materialien 1 bis 5 und beziehe unterrichtliches Wissen ein.

  • Formuliere eine geeignete Überschrift.

  • Verweise auf die Materialien erfolgen unter Angabe des Namens der Autorin bzw. des Autors und ggf. des Titels.

  • Dein Beitrag sollte etwa 1000 Wörter umfassen.

Material

1: Leseforschung: Buch oder Bildschirm? (2021)

Hanna Ender

1
[…] Haben wir das Lesen verlernt? Haben wir in einer informationsüberfrachteten Umwelt, in
2
der im Minutentakt Nachrichten auf uns einprasseln, die Geduld verloren, in Geschichten
3
einzutauchen? In Geschichten, die länger sind als ein Tweet, eine E-Mail oder eine
4
Bildunterschrift auf Instagram?
5
Ja, sagt die Kognitions- und Literaturwissenschaftlerin Maryanne Wolf. Und beschreibt den
6
Leser des 21. Jahrhunderts als flatterhaften Gesellen:
7
„Sein Geist wird wie ein vom Nektar angelockter Kolibri von einem Reiz zum nächsten
8
schwirren, seine Aufmerksamkeit wird sich in ihrer Beschaffenheit ganz allmählich verändern,
9
und das mit Folgen, die niemand bisher vorhersagen kann.“ […]
10
„Ich habe immer wieder von Leuten gehört, dass sie nicht mehr so lesen wie früher. Sie hatten
11
nicht mehr dieses Gefühl, in einen Text einzutauchen, beim Lesen zu sich selbst zu finden und
12
dadurch Platz für neue Gedanken zu schaffen. Und ich glaube, dass dies einer der traurigsten
13
Aspekte unserer digitalen Welt ist: Bildschirme haben uns tatsächlich verändert. Aber ich hätte
14
nie gedacht, dass mir das mal passieren würde.“ […]
15
„Wir neigen dazu, schneller ungeduldig zu werden, und es fällt uns schwerer, die nötige
16
kognitive Ausdauer und Geduld aufzubringen. Das bestätigen viele Menschen, wenn wir sie
17
nach ihrer Vorliebe für das Lesen auf Papier oder Bildschirmen fragen. Je länger und je
18
komplexer der Text wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass du ihn lieber ausdruckst und ihn
19
auch besser verstehst, wenn du ihn auf Papier liest.“
20
Anne Mangen hat mit dem niederländischen Buchwissenschaftler Adriaan van der Weel die
21
Initiative „E-Read“ ins Leben gerufen, der sich mehr als hundertfünfzig Wissenschaftler aus
22
Dutzenden Ländern angeschlossen haben. Forschende aus verschiedenen Disziplinen
23
untersuchen, wie sich das Lesen im Zeitalter der Digitalisierung verändert. In einer großen
24
Analyse haben sie über 50 Studien ausgewertet, an denen insgesamt mehr als 170.000
25
Menschen beteiligt waren.
26
„Diese Metaanalysen, die in den Jahren 2018 und 2019 veröffentlicht wurden, weisen alle in
27
dieselbe Richtung: Sie zeigen, dass der Bildschirm beim Lesen von Informationstexten dem
28
Buch unterlegen ist. Die Leser verstehen Sachtexte besser, wenn es keine Links, keine
29
Multimedia-Inhalte, keine Animationen gibt, sondern nur den gedruckten Text. Wenn es sich
30
um reine Informationstexte handelt, dann führt das gedruckte Wort auf Papier zu einem
31
besseren Textverständnis als das Lesen auf einem Bildschirm.“
32
„Je mehr wir auf Bildschirmen lesen, desto mehr beeinflusst das unsere Art des Lesens auf
33
Papier“, erklärt Mangen. „Und dabei haben viele das Gefühl: ‚Oh, wir haben nicht mehr die
34
Fähigkeit, uns über lange Zeit zu konzentrieren‘. Und es wird kognitiv viel schwieriger für uns,
35
einen Roman mit 550 Seiten aufzunehmen, weil uns Geduld und Ausdauer fehlen. Oder weil
36
wir zumindest härter dafür arbeiten müssen, beides aufzubringen.“
37
Die vielen Links im World Wide Web belasten das Arbeitsgedächtnis, so Mangen. Es ist der
38
Teil unseres Erinnerungsvermögens im Gehirn, das Informationen kurzfristig speichert und
39
zugleich verarbeitet. Wenn Informationstexte von Links durchzogen sind, musst du den
40
Impuls, darauf zu klicken, permanent unterdrücken und verbrauchst dabei Ressourcen. […]
41
Trotzdem lesen selbst Forschende einen Großteil der Papers, also wissenschaftliche
42
Veröffentlichungen, auf dem Bildschirm. Und wo kämen etwa Journalisten hin, wenn sie jeden
43
Text, den sie für ihre Recherche lesen, einzeln ausdrucken würden? Auch wenn die Forschung
44
beim Papier Vorteile sieht, wenn es um das Verständnis des Inhalts geht: Auch digitale Texte
45
haben ihre Berechtigung.
46
„Speziell, was das Lesen auf den digitalen Geräten angeht, würde ich sagen, ist ein Vorteil,
47
dass man normalerweise in Browsern oder auch in PDF-Dokumenten eine Suchfunktion hat.
48
Das heißt also, dass man in Texten, auf Webseiten ganz gezielt nach bestimmten Wörtern
49
suchen kann. Ein zweiter Vorteil, denke ich, ist, dass man in einem Browser oder auch wieder
50
in PDF-Readern mehrere Dokumente parallel öffnen kann, um so sozusagen auch lateral zu
51
lesen, das heißt, mehrere verschiedene Texte parallel miteinander abzugleichen. Und nicht
52
nur eins nach dem anderen lesen zu müssen.“
53
Dieses Querlesen, also ein schnelles Überfliegen, muss nicht zwangsläufig schlecht sein.
54
Viele Berufsgruppen, wie etwa Fact-Checker, nutzen es im Alltag, um die Flut an Informationen
55
zu verarbeiten. […]

Anmerkung zum Autor: Hanna Ender (*1980) ist eine deutsche Journalistin.

Quelle: Ender, Hanna: Leseforschung: Buch oder Bildschirm? 12.8.2021. <https://www.deutschlandfunkkultur.de/leseforschung-buch-oder-bildschirm-100.html>. 24.3.2024

2: Digitales Lesen (2014)

Monika Reitprecht

1
[…] Neben gedruckten Büchern gibt es heute eine Vielzahl digitaler Leseangebote. Dabei
2
handelt es sich nicht nur um digitalisierte Printtexte, wie E-Books, Online-Zeitungen und Apps
3
für Zeitschriften und Kinderbücher. Darüber hinaus existieren noch etliche originäre Formen
4
des Online-Lesens: das Surfen und Recherchieren im Internet, das Lesen von E-Mails, SMS,
5
Blogeinträgen, Newslettern, Beiträgen in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, um
6
nur einige zu nennen. Die oft gehörte Klage über die heutige Jugend, die den ganzen Tag vor
7
dem Computer sitzt oder in ihr Handy starrt, anstatt zu lesen, trifft nicht den Punkt. Um sich
8
der sogenannten „neuen Medien“ und ihrer Funktionen bedienen zu können, musst du häufig
9
lesen (und schreiben). „Gerade, weil das Lesen mit elektronischen Medien eine unabdingbare
10
Voraussetzung für die Teilhabe an Bildungsangeboten, Arbeitsprozessen, Freizeitaktivitäten
11
und anderen Lebensvollzügen ist, sind die Anforderungen an Lese- und Sprachkompetenz
12
gewachsen und werden mit der noch zunehmenden Digitalisierung weiter ansteigen.“
13
Die spezifische Hypertextstruktur des Internets bringt eine grundlegend andere Form des
14
Lesens mit sich. Das klassische Buch steht für sequentielles Lesen, d. h. der Text wird linear
15
als Ganzes gelesen, der Autor führt den Leser gleichsam durch den Text,
16
Sinnzusammenhänge werden durch den Verfasser nahegelegt. Demgegenüber steht die
17
„nicht-lineare Hypertextualität“ des Web, die punktuelles Lesen nach sich zieht, der Text wird
18
selektiv und sprunghaft gelesen. Der Verfasser ist nicht mehr alleiniger Schöpfer und
19
Bestimmer über Sinnzusammenhänge; „hypertextuelles Schreiben und Denken [vollzieht sich]
20
in unmittelbarer Interaktion mit dem Schreiben und Denken anderer Menschen. (…) die
21
Interaktionsmöglichkeiten sind unendlich.“ […]

Anmerkung zum Autor: Monika Reitprecht (*1973) ist eine österreichische Bibliothekarin und engagiert sich im Büchereiverband Österreichs für die Leseförderung und Literaturvermittlung.

Quelle: Reitprecht, Monika: Digitales Lesen. 2024. <https://www.wirlesen.org/artikel/warum-lesen/lesen￾sprache/lesen-medien/digitales-lesen>. 24.3.2024

3: Auch digitales Lesen will gelernt sein! (2023)

Andreas Gold

1
[…] Die Leseforschung sagt, dass wir anspruchsvolle Sachtexte weniger gut verstehen, wenn
2
wir sie digital lesen. Dennoch dominiert gerade hier zunehmend das Bildschirmlesen. Mehr als
3
80 Prozent ihrer Lesezeiten verbringen Studierende heute vor dem Bildschirm. Bei
4
Erzähltexten dagegen soll das Lesemedium keine Rolle spielen: E-Books wären demnach
5
gleichwertig. Dennoch präferieren die Leserinnen und Leser für das Freizeitlesen von Krimis
6
und Romanen eindeutig das gedruckte Buch.
7
Der Widerspruch lässt sich auflösen, wenn neben dem Genre der Lektüre auch die
8
Lesehaltung und der Lesezweck betrachtet werden. Suchst du nach Informationen, ist das
9
digitale Medium hervorragend geeignet, denn der Bildschirm triggert einen gezielt suchenden
10
Lesemodus. Um den Modus des verstehenden Lesens hingegen musst du dich aktiv
11
bemühen. Am Bildschirm bedarf dieses intensive Lesen anspruchsvoller Texte weit größerer
12
Anstrengungen als auf Papier. Anders gesagt: Ein Interview mit Alice Schwarzer oder mit
13
Friedrich Merz lässt sich gut in der digitalen ZEIT lesen. Zwei Seiten mit 25.000 Zeichen von
14
Jürgen Habermas eher nicht.
15
Belletristik wiederum wird im Allgemeinen zum Vergnügen gelesen; das kannst du auch mit
16
dem E-Book haben – auch wenn viele die haptische Erfahrung bevorzugen. Anders als bei
17
Zeitungen und Zeitschriften verharrt der digitale Marktanteil bei der Belletristik weiterhin im
18
einstelligen Bereich.
19
In der Wissenschaft wie in der Schule dagegen treiben die Universitätsbibliotheken und die
20
Kultusministerien die Digitalisierung des Lesens vehement voran. Mit dem DigitalPakt Schule
21
wurden Kinder flächendeckend mit Tablets und Laptops ausgestattet. Und wissenschaftliche
22
Zeitschriften gibt es bald nur noch in elektronischer Form. Die gedruckte Encyclopaedia
23
Britannica hat 2012 nach 244 Jahren das Aus ereilt und den deutschen Brockhaus kurz
24
darauf. Digital wird das neue Normal.
25
Umso wichtiger, dass das richtige Bildschirmlesen gelernt und in der Schule gelehrt wird. Auch
26
wer sich für einen geübten Bildschirmleser hält, macht sich nämlich nicht selten etwas vor.
27
Digital liest du schneller, weniger sorgfältig und sprunghafter. Denn der damit verbundene
28
Lesemodus ist das überfliegende Lesen. Auf Beute aus sein! Ideal ist eine solche Lesehaltung
29
für das zweckorientierte Lesen und für das Lesen von Online-Texten. Das verstehend￾
30
intensive Lesen am Bildschirm – Stichwort Habermas – dagegen musst du üben: bewusst
31
langsamer lesen, digital oder analog fortlaufend Notizen machen, zwischendurch Fragen
32
stellen und beantworten, Benachrichtigungsfunktionen ausschalten. […]

Anmerkung zum Autor: Andreas Gold (*1954) ist Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Frankfurt a. M.

Quelle: Gold, Andreas: Auch digitales Lesen will gelernt sein! 29.4.2023. <https://www.zeit.de/2023/18/digitales-lesen-medien-technik>. 24.3.2024

4: Studie: Digitale Freizeitlektüre wirkt kaum auf das Leseverständnis von Schülern (2023)

News4Teachers

1
Wer liest, ist im Vorteil. Ob in der Freizeit oder in der Schule, das Lesen von gedruckten
2
Büchern trägt dazu bei, die Fähigkeiten sich entwickelnder Leserinnen und Leser Texte zu
3
verstehen, zu verbessern. Die explosionsartige Verbreitung digitaler Lesegeräte, der ständige
4
Zugang zu diesen Geräten und neue Arten von Lesematerialien haben jedoch diese
5
Gewissheit ins Wanken gebracht. In einer aktuellen, umfassenden Studie über digitale
6
Lesegewohnheiten in der Freizeit kommen Lidia Altamura, Cristina Vargas und Ladislao
7
Salmerón von der Universität von Valencia nun zu dem Ergebnis, dass es praktisch keinen
8
Zusammenhang zwischen dem digitalen Lesen und der Verbesserung des
9
Leseverständnisses von Schülern gibt.
10
„Unsere Ergebnisse sind besonders überraschend, wenn man sie mit dem vergleicht, was wir
11
bereits über den gut etablierten positiven Zusammenhang zwischen der Lesehäufigkeit in
12
gedruckter Form und dem Textverständnis wissen.“ Ausgehend von den Erkenntnissen
13
früherer Studien schätzen die Autorinnen und Autoren, dass Schülerinnen oder Schüler, die in
14
ihrer Freizeit zehn Stunden in gedruckter Form lesen, wahrscheinlich sechs- bis achtmal so
15
viel verstehen wie Schülerinnen und Schüler, die die gleiche Zeit auf digitalen Geräten lesen.
16
„Wir hatten erwartet, dass die digitale Freizeitlektüre zu Informationszwecken, wie
17
beispielsweise der Besuch von Wikipedia oder anderen Bildungswebseiten oder das Lesen
18
von Nachrichten, viel positiver mit dem Leseverständnis verbunden sein würde“, so Altamura.
19
Aber selbst das sei nicht der Fall gewesen. […]
20
„Auf der Grundlage unserer Ergebnisse können wir nicht einfach davon ausgehen, dass jede
21
Art von Freizeitlektüre für die Entwicklung von Lesern von Vorteil ist“, so Altamura. „Es kommt
22
auf das verwendete Medium an.“ Lehrerinnen und Lehrer ebenso wie Eltern sollten mithin
23
insbesondere die jüngeren Leserinnen und Leser ermutigen, häufiger in gedruckter Form als
24
auf digitalen Geräten zu lesen.

Anmerkung zum Autor: News4Teachers ist eine Austausch- und Informationsplattform für Lehrkräfte.

Quelle: News4Teachers: Studie: Digitale Freizeitlektüre wirkt kaum auf das Leseverständnis von Schülern. 17.12.2023. <https://www.news4teachers.de/2023/12/studie-digitale-freizeitlektuere-wirkt-kaum-auf￾das-leseverstaendnis-von-schuelern/#>. 24.3.2024

5: Lesen analog und digital – Gedanken aus der Leseförderung (2022)

Christine Tresch

1
[…] Mit der Digitalisierung stellt sich die Herausforderung Lesen noch einmal neu. Ich nehme
2
auf der einen Seite die Stimmen wahr, die den Niedergang der Gutenberg-Kultur beklagen,
3
weil Kinder und Jugendliche keine gedruckten Bücher mehr lesen, sondern sich nur noch über
4
ihre Smartphones orientieren würden. (Dass sie das immer häufiger und länger tun, zeigt die
5
JAMES-Studie 2020 der Zürcher Fachhochschule für Angewandte Psychologie. Schweizer
6
Jugendliche verbrachten 2020 im Durchschnitt drei Stunden täglich an ihrem Handy, übers
7
Wochenende fünf Stunden.) Auf der anderen Seite höre ich die Fachleute, die der
8
Überzeugung sind, dass dank der digitalen Revolution heute so viel geschrieben und gelesen
9
wird wie noch nie. […]
10
Zurzeit lese ich in gedruckter Form Amos Oz’ grossartigen autobiographischen Roman „Eine
11
Geschichte von Liebe und Finsternis“. Ich halte einen Ziegelstein in den Händen. Das
12
Haptische dieser Lektüreform geht einher mit weiteren Sinneseindrücken wie dem Geruch des
13
Papiers. Aus der neurologischen Forschung weiss ich, dass andere Areale in meinem Kortex
14
aktiviert werden, wenn ich analog lese, unter anderem dieselben Hirnareale, die mir auch
15
helfen, mich im Raum zu orientieren.
16
Gerade für schwächere Leserinnen und Leser ist diese räumliche Orientierung, die analoge
17
Lektüren bieten, ganz wichtig, um sich in einem Text auch inhaltlich zurechtzufinden. Sie fehlt
18
bei der Lektüre auf dem E-Reader – der Scrollbalken, der mir anzeigt, wie weit meine Lektüre
19
schon fortgeschritten ist, kann das Lesen im Raum nicht ersetzen. Recherchiere ich im
20
Internet, lese ich die Chatnachricht einer Freundin oder schaue meinem Sohn beim
21
Computerspielen über die Schultern, um zu sehen, was für Herausforderungen ihn auf der
22
nächsten Station seines Adventure-Games erwarten, bin ich lesend ganz anders gefordert.
23
Im Internet kommen mir nicht nur Schriftzeichen entgegen, es poppen auch viele visuelle
24
Informationen auf, Bilder, Grafiken, Videos... Rasch muss ich mich entscheiden, ob ein Inhalt
25
wesentlich und glaubwürdig ist, muss die Faktizität meiner Fundstücke einschätzen können,
26
denn Falschinformationen nehmen hier schnell ein Eigenleben an […].
27
Die Stavanger-Erklärung von 2019, in der gut 100 europäische Forscher(innen) ihre
28
Schlussfolgerungen zur Veränderung des Lesens angesichts der Digitalisierung festgehalten
29
haben, […] hält auch fest, dass es für Schülerinnen und Schüler gerade in den ersten
30
Schuljahren absolut zentral ist, weiterhin gedruckt Bücher zu lesen, um grundlegende
31
Lesefertigkeiten zu erwerben, die auch für Lektüren im Internet unabdingbar sind. […]

Anmerkung zum Autor: Christine Tresch ist Expertin für Kinder- und Jugendliteratur am Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM).

Der Artikel ist in Schweizerdeutsch verfasst.

Sprachliche Fehler in den Textvorlagen wurden entsprechend der geltenden Norm korrigiert.

Quelle: Tresch, Christine: Lesen analog und digital – Gedanken aus der Leseförderung. 18.1.2022. <https://mullermartini.com/de/newsroom/blog/markttrend/lesen-analog-und-digital-%E2%80%93-gedanken-aus-der-leseforderung/>. 24.3.2024

Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!

monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?

SchulLV