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Squash im olympischen Sportartenprogramm – „Motor“ für eine neue Popularität des schnellen Spiels mit dem kleinen Ball?!
Dieser Schlägersport ist noch nie Teil der Olympischen Spiele gewesen, obwohl er bei den Olympischen Jugendspielen 2018 in Buenos Aires als Demonstrationssportart ausgetragen wurde. Seit 1997 ist Squash bei den World Games1 stets präsent. Squash wird erstmalig im Jahr 2028 in Los Angeles als „neue“ Sportart im Rahmen des Programms der Olympischen Spiele stattfinden.
1Die World Games sind die Weltspiele der nicht-olympischen Sportarten, die alle vier Jahre ausgetragen werden, allerdings nur in der Sommervariante.
Stelle die konditionellen Fähigkeiten dar und erläutere diesbezüglich das Anforderungsprofil der Sportart Squash unter Berücksichtigung von M 1 bis M 3.
Erläutere das Modell der Motive im Sport nach Gabler und arbeite auf der Grundlage des Modells sowie ausgewählter Interviewausschnitte (M 3) heraus, welche Motive den deutschen Squashspieler Simon Rösner möglicherweise antreiben.
Analysiere auf der Basis der fundamentalen Prinzipien nach Coubertin und unter Berücksichtigung von M 1 bis M 3 die Aufnahme von Squash als neue Sportart bei Olympia. Prüfe anschließend auf der Basis eigener Ideen zur Weiterentwicklung der Sportart Squash, inwiefern sich die in M 4 formulierten Ziele und Kriterien umsetzen lassen.
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monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?M 1: Squash – die Rückschlagsportart im Überblick
Die körperliche Belastung bei einem Squashmatch zeichnet sich durch viele kurze Antritte, Stopps und abrupte Richtungsänderungen aus. Dabei wird vorrangig die Beinmuskulatur trainiert. Zudem wird die Rumpf- und Armmuskulatur belastet, die beim Verwringen während der Ausholbewegung und dem Schlagen des Balles benötigt wird.
Squash ist eines der wenigen Rückschlagspiele, bei dem die Spieler das Spielfeld gemeinsam nutzen und bei dem die Seitenwände des Spielfelds mit in das Spiel einbezogen werden. Ein weicher Ball wird im besten Fall so gegen die Wand gespielt, dass der Gegner ihn nicht mehr erreichen kann. Der Ball ist darüber hinaus der Namensgeber des Spiels: Squash bedeutet auf Englisch so viel wie kräftig schlagen, quetschen oder pressen.
Das Wichtigste in Kürze:
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Squash wird auf einem Court mit vier Wänden gespielt, wobei die Stirnwand eine zentrale Rolle einnimmt.
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Squash entstand im 19. Jahrhundert in England aus einem Rückschlagspiel.
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Ziel ist es, den Ball so zu schlagen, dass der Gegner ihn nicht erreicht, bevor er zweimal den Boden berührt.
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Für das Spiel werden Squashschläger und ein Gummiball sowie eine Schutzbrille benötigt.
Herkunft vom Squash
Squash entstand Anfang des 19. Jahrhunderts in England. 1924 legte die Tennis and Squash Association mit dem ersten Squashhandbuch einheitliche Spielregeln, Spielfeldmarkierungen und Materialien fest. Einige Jahre später kamen Schläger- und Ballnormen hinzu. 1967 entstand der Squash-Weltverband, der heute ca. 150 Mitgliedstaaten zählt. Nach Deutschland gelangte Squash bereits in den 30er-Jahren, einen regelrechten Boom erlebte die Sportart aber erst in den 1980er-Jahren. Heute finden jährlich eine Weltmeisterschaft und eine Europameisterschaft sowie eine Weltcup-Turnierserie für die Profis statt. In Deutschland gibt es außerdem eine Bundesliga.
Die Squash-Regeln
Beim Squash wird ein Ball von zwei Squashspielern bzw. -spielerinnen abwechselnd gegen eine oder mehrere Wände gespielt. Ziel ist es, den Ball so zu spielen, dass der Gegner den Ball nicht mehr erreicht, bevor er zum zweiten Mal den Boden berührt. Zwischen den Schlägen darf der Ball maximal einmal den Boden berühren. Nach dem Schlag muss der Ball allerdings entweder direkt oder indirekt (über die Seitenwand oder Rückwand) die Stirnwand berühren. Gespielt werden kann im Einzel oder im Doppel.
Aufschlag und Schlagarten
Der Aufschlag muss aus einem der beiden Aufschlagfelder erfolgen und dabei direkt an die Stirnwand (Frontwand) oberhalb der Aufschlaglinie gespielt werden. Danach muss der Ball im gegnerischen Viertel hinter der Querlinie aufkommen. Nach jedem Punktgewinn wechselt die Aufschlagseite. Sobald der Spieler mit Aufschlagrecht einen Ballwechsel verliert, gibt es (vergleichbar zum Volleyball) einen Aufschlagwechsel. […]
Punktgewinn und ungültige Bälle
Einen Punkt gibt es immer dann, wenn der Gegner den Ball nicht mehr erreicht, bevor er ein zweites Mal auf dem Boden auftrifft. Ein Ball ist nach den Squashregeln dann ungültig, wenn eine der folgenden Situationen auftritt:
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Der Ball trifft die Wand auf oder über der oberen Begrenzungslinie (Aus).
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Ein geschlagener Ball trifft die untere Begrenzung (Tin).
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Der Ball berührt direkt nach dem Schlag den Fußboden, bevor er die Frontwand berührt hat.
Zählweise
Die Zählweise des Spielstandes im Squash erfolgt nach Squashregeln im „Point-a-Rally“-System, welches auch im Volleyball genutzt wird. Dabei ergibt jeder Ballwechsel entweder für den Spieler mit Aufschlagrecht oder den Rückschläger einen Punkt: Derjenige, der den Ballwechsel gewinnt, erhält den Punkt. Gespielt wird in Sätzen bis 11 Punkte, jedoch kann ein Satz nur mit zwei Punkten Unterschied gewonnen werden. Kommt es zu einem Spielstand mit 10:10 unentschieden, wird deshalb weitergespielt, bis ein Spieler zwei Punkte Vorsprung hat. Ein Spiel ist in der Regel ein 5-Satzspiel („best of five“), also 3 Gewinnsätze. Aber auch ein 3-Satzspiel (2 Gewinnsätze) ist möglich.
Letball
Da Squash auf vergleichsweise engem Raum stattfindet, ist es wichtig, seinen Gegner nicht zu behindern. Deshalb muss jeder Spieler versuchen, seinem Gegner ungehinderten Zugang und freie Sicht zum Ball zu gewähren und ihm ausreichend Platz zu lassen. Die Squashregeln legen fest, dass eine vernünftige Schlagbewegung möglich sein muss, durch die der Ball an jede Stelle der Stirnwand gelangen kann. Fühlt ein Spieler sich jedoch behindert oder besteht die Gefahr eines Zusammenstoßes, so darf er den Ballwechsel unterbrechen. Geschieht dies, dann kann der Ballwechsel wiederholt werden.

Abbildung 1: Foto eines Squashcourts

Abbildung 2: Maße eines Squashcourts
Quellen:
https://www.kuebler-sport.de/blog/squash-regeln-im-ueberblick/ (gekürzt; geändert; Zugriff: 01.06.2025); https://www.ldksportsequipment.com/product_build-your-own-glass-squash-court_1473.html (Zugriff: 07.12.2025);
https://www.kuebler-sport.de/blog/squash-regeln-im-ueberblick/ (Zugriff: 01.06.2025)
M 2: Anforderungen beim Squash
1Als T wird der Schnittpunkt der Quer- und Mittellinie bezeichnet (siehe Abbildung 2).
Quelle: https://shop.doctorbox.de/de-at/pages/squash-fitness-fur-den-hartesten-sport-doctorbox-ratgeber?srsltid=AfmBOoozo1kKEKmbasmSClrHkOYNv0_hZ-Zth9J_D8jPcPdB7h_ThMcQ (gekürzt; Zugriff: 07.01.2026)
M 3: Interview mit Simon Rösner: „Wir haben gegen Breakdance verloren“
1Zum Zeitpunkt des Artikels war die Entscheidung für die Zulassung in 2028 noch nicht getroffen.
Quelle: https://www.spox.com/mehrsport/news/squash-superstar-simon-roesner-im-interview-ueber-seine-karriere-itw/4700670 (gekürzt; geändert; Zugriff: 01.06.2025)
M 4: Braucht Olympia neue Sportarten?
1Unter Urbanisierung des Sports versteht man in diesem Zusammenhang die Anpassung des Sports an die Bedingungen und Gegebenheiten der modernen Stadt.
Quelle: https://www.deutschlandfunkkultur.de/skaten-und-surfen-braucht-olympia-neue-sportarten-100.html (Zugriff: 03.01.2025)
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Ausdauer: Squash verlangt eine extrem hohe aerobe und anaerobe Ausdauerfähigkeit. Das Spiel ist "unheimlich intensiv und dynamisch". Ein Spieler muss über lange Ballwechsel hinweg kontinuierlich arbeiten und kann pro Stunde über 800 Kalorien verbrennen. Pausen sind extrem kurz ("nach zehn Sekunden geht es weiter"), sodass das Herz-Kreislauf-System den Puls schnellstmöglich absenken muss.
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Kraft: Im Zentrum steht die Schnellkraft und Reaktivkraft. Die Beinarbeit erfordert kraftvolle, ständige Sprints, tiefe Ausfallschritte und abrupte Stopps, was die Bein- und Gesäßmuskulatur enorm beansprucht. Zudem wird die Rumpfmuskulatur (Core) für die Stabilität bei Drehbewegungen sowie die Arm-/Schultermuskulatur für kräftige Schläge benötigt.
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Schnelligkeit: Squash ist extrem rasant. Gefordert ist eine hohe Reaktionsschnelligkeit (auf den unvorhersehbaren Ball von der Wand) sowie Aktionsschnelligkeit (der erste schnelle Schritt zum Ball auf kleinstem Raum).
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Beweglichkeit: Eine exzellente Beweglichkeit (Mobility) in den Hüft-, Bein- und Schultergelenken ist unabdingbar. Diese ermöglicht weite Ausfallschritte zum Erreichen des Balles ("früh am Ball sein") und weite, effiziente Ausholbewegungen.
Motive im Sport nach Gabler und Analyse von Simon Rösner (M3)
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Modell nach Gabler: Das Modell klassifiziert sportliche Motive. Diese können sich richten auf das Sporttreiben selbst (z. B. Bewegungsdrang, Risikolust), das Ergebnis des Sporttreibens (z. B. Leistung, Sieg, Selbstbestätigung) oder das Sporttreiben als Mittel zum Zweck (z. B. Gesundheit, Geld, Geselligkeit). Zudem unterscheidet Gabler, ob die Motive ich-bezogen oder im sozialen Kontext wirken.
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Analyse der Motive bei Simon Rösner (M3):
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Bezogen auf das Ergebnis (ich-bezogen / im sozialen Kontext): Ein extrem ausgeprägtes Leistungsmotiv. Der Ursprung seines Ehrgeizes lag im familiären Umfeld ("Ich wollte verdammt nochmal meinen Bruder schlagen"). Er hat den unbedingten Willen zur Leistungssteigerung ("wollte um jeden Preis besser werden") und strebt als oberstes Ziel an, die Nummer 1 der Welt zu werden, um sich selbst zu beweisen, dass er der Beste ist.
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Bezogenes auf das Sporttreiben selbst (ich-bezogen): Freude an der Spezifik der Bewegung. Er schätzt die hohe Intensität, Dynamik und die alleinige Verantwortung als Einzelsportler für Sieg und Niederlage ("Ich liebe generell Rückschlagsportarten [...] Das mag ich.").
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Als als Mittel für weitere Zwecke (sozialer Kontext): Anschluss-/Vergleichsmotiv. Er nutzte die Reisen nach Pakistan, um sich mit anderen Kulturen und Spielweisen zu messen ("Wollte erleben, wie die Jungs trainieren. Ich wollte mich mit ihnen messen."). Das Preisgeld (26.000 Dollar in NY) kann zudem ein extrinsischer Anreiz (Mittel zum Zweck) sein, auch wenn Rösner dies der Leistung unterordnet.
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Olympische Analyse (Coubertin) und Kriterien-Evaluierung mit eigenen Ideen (M1-M4)
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Fundamentale Prinzipien nach Coubertin (M1-3):
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Leistungsprinzip ("Citius, Altius, Fortius"): Squash verkörpert höchste athletische Anforderungen. Die geforderte maximale Schnelligkeit, Ausdauer und körperliche Härte (Puls bis 195) spiegeln das olympische Streben nach physischer Höchstleistung wider.
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Internationalität und Völkerverständigung: Squash ist global etabliert. Es stammt aus England, der Weltverband hat ca. 150 Mitgliedsstaaten, die Spitzenreiter trainieren in Pakistan oder Ägypten und Turniere finden weltweit (z.B. New York) statt.
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Fair Play und Respekt: Dieses Prinzip ist fest im Regelwerk verankert. Die "Letball"-Regel zwingt die Spieler auf engstem Raum dazu, dem Gegner ungehinderten Zugang zum Ball zu gewähren und Rücksicht auf die Sicherheit zu nehmen.
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Prüfung anhand M4 (Olympia-Ziele) & eigene Weiterentwicklungsideen:
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Kriterien nach M4: Das IOC fordert "mehr Jugendlichkeit", "Urbanisierung" und "spektakuläre Bilder/mediale Inszenierung". Squash stand laut Rösner in direkter Konkurrenz zu Breakdance.
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Umsetzbarkeit der Kriterien (Urbanisierung & Inszenierung): Squash eignet sich perfekt für urbane Zentren. Wie das Turnier in der Grand Central Station (New York) zeigt, kann ein Glaskasten flexibel mitten in der Stadt aufgebaut werden ("Wir können zu den Zuschauern kommen"). Das schnelle, dynamische Spiel liefert die vom DOSB geforderten "spektakulären Bilder" auf engem Raum.
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Eigene Ideen zur Weiterentwicklung (Jugendlichkeit): Um die von Breakdance oder Skateboarding bekannte "Jugendlichkeit" zu erreichen, müsste Squash eventmäßig weiterentwickelt werden:
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Digitalisierung: Einsatz von Augmented Reality (AR) auf den Glaswänden für Zuschauer (Live-Tracking der Ballgeschwindigkeit, digitale Ziele).
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Event-Charakter: Kombination der Turniere in urbanen Zentren mit Musik-Acts, DJs und urbaner Lifestyle-Kultur, um das elitäre Country-Club-Image abzustreifen.
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Format-Anpassungen: Noch schnellere, kürzere Spielformate ("Fast-Court" Varianten) zur Steigerung der Fernsehtauglichkeit und der Spannung für junge Zielgruppen.
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