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Der Deutsche lässt sich nicht verknechten. Und wo der Versuch dazu unternommen wurde,
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da folgte mit gesetzmäßiger Notwendigkeit der germanische Protest des deutschen Mannes.
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Es ist das Zeichen der ungebrochenen Lebenskraft des deutschen Volkes, daß jedem Ver-
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knechtungsversuch der Aufstand gegen den Bedrücker folgte. War dem ersten Aufbäumen
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des deutschen Stolzes der Erfolg versagt und mußte der Deutsche wieder den Nacken beugen,
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so kam doch eines Tages wieder der Sturm, der die Ketten sprengte.
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So sind wir durch die Geschichte gegangen. Und dieser Weg war ein unruhevoller Wechsel
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zwischen Bedrückung und Freiheitskampf. Die Freiheit, kaum gewonnen, zerrann in der Zeit.
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Doch immer wieder packte ein deutscher Mann die Fahne der Freiheit und trug sie voran.
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Gegen die Verknechtung des Leibes, des Geistes, der Seele.
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Und als es schien, als sollte das ganze deutsche Volk zu den Leibeigenen der Juden der
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Welt werden, da packte wieder ein deutscher Mann die Fahne der Freiheit. An der Machter-
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greifung Adolf Hitlers und seiner Gefolgschaft zerbrach die Herrschaft des Kapitalismus der
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Welt und die neue deutsche Arbeitsordnung räumt auf mit den Restbeständen wesensfrem-
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der Arbeitsverhältnisse, die aus den Fehlentwicklungen der Vergangenheit in die Gegenwart
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hineinragen. Der Bedrücker muss dem Siege der Schaffenden des Volkes weichen. Die kapi-
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talistische Verknechtung der Welt, Versailles, ist zerschlagen. Eine wirkliche Arbeitsordnung
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für alle Schaffenden entsteht durch Adolf Hitler und seine Männer.
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Die neue deutsche Arbeitsordnung ist kein System der Herrschaft von Mensch über
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Mensch, sondern eine Ordnung der Menschen. Das ist ganz etwas anderes. Menschenord-
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nung wird nicht durch Herrschaft, sondern durch Führung geschaffen. Der Deutsche eignet
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sich nicht zum bloßen Parieren, ohne innerlich vom Vertrauen zum Befehlenden ergriffen
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zu sein. Der Deutsche will überzeugt sein. Hat er die Überzeugung, daß dort der rechte Mann
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steht, so folgt er ihm durch dick und dünn, auch wenn er einmal den Sinn des Befehls nicht
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recht übersehen kann. Und das bedeutet es, wenn wir sagen: „Der Deutsche will nicht Herr-
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scher, er will Führer!"
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Arbeitsordnung bedeutet nicht nur Abschaffung der gröbsten materiellen Unzulänglich-
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keiten des Lebens. Arbeitsordnung geht zutiefst das Verhältnis von Mensch zu Mensch an.
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Es hat nicht nur eine materielle Seite, wie die Sozialversicherung des zweiten Kaiserreiches
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glaubte, sondern auch eine seelische. Der Deutsche will wissen, wofür er arbeitet.
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Das ist die Frage seines Innern, die jene Zeit nicht beantwortete. Und er will wissen, ob
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der andere, der mit ihm zusammenarbeitet, gleichgültig ob er (in der alten Sprache) „Arbeit-
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geber" oder „Arbeitnehmer" ist, für das gleiche Ziel arbeitet, oder nur für den eigenen Nutzen.
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In der kapitalistischen Ordnung der Vergangenheit war das Geld zum Arbeitsziel des Arbeit-
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nehmers ebenso wie des Arbeitgebers geworden. Der individuelle Verdienst war es, weshalb
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die Arbeit sinnvoll zu sein schien. Der Arbeitnehmer sah im Unternehmer nur den, der eben
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„mehr verdient". Und der Unternehmer sah in den Schaffenden seines Betriebes nur Mittel
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und Werkzeuge zu solchem Mehrverdienst. Verhängnisvoll waren die Auswirkungen dieses
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Denkens. Sollte der Schaffende noch Lust zur Arbeit haben, wenn er sich sagte, „meine Ar-
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beit ist nur dazu da, daß der andere dort in der Direktion mehr verdient!" Kann ein Betrieb
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noch Qualitätsarbeit leisten, wenn jeder nur an sich denkt und alles andere gleichgültig ge-
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worden ist? Die Arbeit war gleichgültig geworden, seit es nur noch um Geld ging. Arbeit-
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geber war gleichbedeutend geworden mit Geldgeber. Und Arbeitnehmer bedeutete Geld-
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nehmer. Geld war die Parole der Zeit. Geldnehmer und Geldgeber waren die feindlichen
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Fronten des Klassenkampfes. Die Arbeit, ihr Sinn, ihre Ehre, das schöpferische
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Werk, der deutsche Arbeiter als Könner, als stolzer, fähiger, schöpferischer
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Mann - das alles war zweitrangig geworden und ganz am Rande dieses Denkens, dessen
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Da kam mit der nationalsozialistischen Freiheitsbewegung der neue Sinn der Zeit: das
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Volk! Dem alten Denken und seinen Begriffen wurde der Kampf angesagt. Adolf Hitler
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sprach darüber in der Proklamation des Reichsparteitags 1936 das entscheidende Wort: „Es
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gibt keine Arbeitgeber und es gibt keine Arbeitnehmer vor den höchsten In-
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teressen der Nation, sondern nur Arbeitsbeauftragte des ganzen Volkes." Da-
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mit steht jeder unter dem Arbeitsauftrag des Volkes.
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Der „Arbeitgeber" hat für das Volk zu arbeiten, und nicht für seinen Geldbeutel. Hier-
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bei verbleibt ihm jedoch das Recht und der Ansporn der privaten Initiative zum Unterschied
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vom mechanisierten bolschewistischen Betriebskommissar!
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Der „Arbeitnehmer" steht am Arbeitsplatz nicht für seinen Wochenlohn, sondern als
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stolzer Beauftragter des Volkes, der beste qualifizierte Facharbeit leistet.
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Die Arbeit hat für beide den gleichen tiefen Sinn erhalten. Der Gegensatz zwischen
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beiden ist überwunden. Sie stehen für das Volk in einer genossenschaftlichen Front und der
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Betrieb hat eine neue Arbeitsordnung erhalten. Wo Gegensätzlichkeit, Neid, Mißgunst und
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Mißtrauen waren, entstehen Vertrauen und Zusammenarbeit. [...]
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Der deutsche Arbeiter ist der Fachkönner, auf den die Nation nie verzichten kann. Er ist
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der deutschen Arbeitsordnung nicht nur den Wochenlohn wert, den er sie „kostet" . Das ist
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das alte Denken. Der deutsche Arbeiter ist unbezahlbar. Mit Geld ist sein Wert nicht auszu-
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drücken. Und das ist sein neuer Stolz und seine neue Ehre. Selbstbewußt sieht das neugebo-
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rene deutsche Arbeitertum in die Welt und weiß, daß dort draußen keiner ist, der dem deut-
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schen Arbeiter etwas vormacht.
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Dieses neue Selbstbewußtsein des deutschen Arbeiters räumt mit vielen Mißverständnis-
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sen und Irrtümern der Vergangenheit auf. In demselben Augenblick, in dem der deutsche
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Arbeiter sich seines Wertes wieder bewußt wurde, in dem gleichen Augenblick, in dem er
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die Kruste der Verhetzung, die vom Marxismus und dessen Helfern über ihn gelegt worden
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war, durchstieß und der arbeitsfähige und schöpferische Deutsche, der den Wesenskern des
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deutschen Arbeitertums ausmacht, wieder sichtbar wurde, da war auch die Erkenntnis durch-
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gebrochen, dals jedes Stück Lebenskraft ein Stück der Volkskraft ausmacht, dals die Ar-
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beitskraft ein Stück der Volkskraft ist, daß die Arbeitskraft jedes Deutschen als Volks-
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kraft geachtet und eingesetzt werden muß, und daß jede Verwendung und Ausnützung deut-
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scher Arbeitskraft für andere Zwecke eine Verachtung und Ausnützung des Volkes bedeutet.
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Die Tatsachen sagen längst klar genug, dass wir Deutschen unter Adolf Hitler wieder ein
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Volk von Freien wurden. Die deutsche Arbeitsfreiheit erlebte ihre Wiedergeburt in natürli-
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cher Gleichzeitigkeit mit dem Wiedererwachen der schöpferischen Arbeitskraft. Und das ist
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unsere weltpolitische Überlegenheit gegenüber allem, was vor uns war und was um uns ist:
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daß beide fest und sicher verwurzelt sind in einer volksgenössischen Arbeitsordnung, die an
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die Stelle der gegnerischen Fronten des Klassenkampfes trat. [...]
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Was sind Kraft und Freiheit ohne Ordnung? Nichts anderes als Anarchie. Aber was sind
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Kraft und Freiheit, wenn sie vom Volke her verstanden und mit verpflichtendem Inhalt erfüllt
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werden! Nichts anderes als durch nichts zu überwindende Lebenskraft.
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Arbeit ist die beste Art, in der ein Volk lebt. Durch Arbeit besteht ein Volk vor sich selbst
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und vor der Geschichte. Mit der Arbeitsfreiheit wurde des Volkes Freiheit wiedergeboren.
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Und des Volkes Kraft - das ist nicht nur sein zahlen- und mengenmäßiger Bestand an militä-
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rischen und wirtschaftlichen Faktoren, sondern das ist seine Arbeitskraft. Und des Volkes
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Ordnung? Das ist nicht die Summe seiner Strafgesetze und Polizeivorschriften, nicht die
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Summe seiner Behörden und Einrichtungen, nicht die Summe derer allein, die als Ordnungs-
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hüter in den Fällen wichtig sind, in denen ein Störungsfall vorliegt - alles das liegt am Rande
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und muß auch sein, aber es ist nicht Kern der Ordnung, sondern eben nur ein „auch". Des
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Volkes Ordnung ist seine Arbeitsordnung. Ist diese so, wie sie sein soll, dann ist die Volks-
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ordnung in ihrem Kern gesichert.
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Der deutsche arbeitende Mensch, gleich, wo in der Vielfalt der Aufgaben des Volkes
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sein Arbeitsort sich befindet, steht in der Mitte des deutschen Lebens. Wir Deutschen sind
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ein Heer von Arbeitern geworden. Und jeder, der seine Pflicht tut, rechnet sich zu ihm.