Lerninhalte
Inhaltsverzeichnis

Teil II – Wahlaufgaben

Hinweis: Von den Wahlaufgaben 4, 5 und 6 ist nur eine Aufgabe zu bearbeiten.

Aufgabe 4 Fortpflanzung der Lebewesen

4.1

Bei der Fortpflanzung von Lebewesen werden zwei Formen unterschieden, die geschlechtliche und die ungeschlechtliche Fortpflanzung.

  • Definiere den Begriff Fortpflanzung.

  • Vergleiche die zwei Formen der Fortpflanzung.

  • Gib ein Lebewesen an, das sich ungeschlechtlich fortpflanzt.

5 BE
4.2

Samenpflanzen bilden Blüten zur Fortpflanzung.

Schematische Blüte mit nummerierten Teilen: Blütenblatt (1), Griffel/Stempel (2), Staubblätter (3) und Kelchblätter (4)Schematische Blüte mit nummerierten Teilen: Blütenblatt (1), Griffel/Stempel (2), Staubblätter (3) und Kelchblätter (4)

Abbildung: Kirschblüte (schematisch)

  • Benenne die in der Abbildung gekennzeichneten Teile der Blüte.

  • Gib für das Teil 1 der Blüte eine Funktion an.

3 BE
4.3

Bestäubung ist die Übertragung von Pollen auf die Narbe.

  • Begründe, weshalb Fichten und Kiefern besonders viele Pollenkörner bilden.

  • Notiere zwei Merkmale von Blüten, die durch Insekten bestäubt werden.

3 BE
4.4

Menschen pflanzen sich geschlechtlich fort.

Seitliche schematische Darstellung weiblicher und männlicher Fortpflanzungsorgane mit BeschriftungenSeitliche schematische Darstellung weiblicher und männlicher Fortpflanzungsorgane mit Beschriftungen

Abbildungen: weibliche und männliche Fortpflanzungsorgane (schematisch)

  • Benenne jeweils drei weibliche und drei männliche in der Abbildung gekennzeichnete Fortpflanzungsorgane.

  • Wende das Erschließungsfeld Bau und Funktion auf Teil 1 oder Teil 7 an.

5 BE
4.5

Erkrankungen der Fortpflanzungsorgane können unterschiedliche Ursachen haben. Lese dazu den folgenden Text und bearbeite die im Anschluss gestellten Aufgaben.

Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten gehören zu den Infektionskrankheiten. Die Ansteckung erfolgt meist beim Geschlechtsverkehr, da sich die Erreger in den Körperflüssigkeiten befinden. Häufig auftretende Geschlechtskrankheiten sind Tripper, Syphilis und Herpes. Während Tripper und Syphilis durch Bakterien verursacht werden, erfolgt die Ansteckung bei Herpes durch Viren.

Von der Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch vergehen einige Tage bis Wochen. Bei Tripper kommt es nach zwei bis sieben Tagen zum Jucken in der Harnröhre, eitrigem Ausfluss bzw. zum Brennen beim Wasserlassen. Bei Herpes kommt es erst nach ein bis drei Wochen zu Hautausschlag mit Bläschen an den Geschlechtsorganen, Fieber und Kopfschmerzen. Viele bakterielle Geschlechtskrankheiten werden mit Antibiotika behandelt. Rechtzeitig erkannt, können fast alle diese Krankheiten erfolgreich behandelt werden. Die Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr verringert die Gefahr einer Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten.

  • Erstelle eine Übersicht zur Geschlechtskrankheit Tripper mit folgenden Angaben: Ursache, zwei Symptome und Behandlungsmöglichkeit.

  • Kondome können vor Geschlechtskrankheiten schützen. Gib einen Grund an.

4 BE
4.6

Das Geschlecht beim Menschen wird durch die Kombination von zwei Geschlechtschromosomen bei der Befruchtung der Eizelle durch die Samenzelle festgelegt.

  • Erstelle ein Kreuzungsschema zur Vererbung des Geschlechts beim Menschen.

3 BE
4.7

Schwangere sollten einige Verhaltensregeln beachten, damit sie das ungeborene Kind nicht gefährden.

  • Begründe eine Verhaltensregel von Schwangeren, die zur gesunden Entwicklung des Kindes beiträgt.

2 BE

Aufgabe 5 Ökosystem Wald

5.1

In unserer Heimat kommen zahlreiche Ökosysteme vor.

  • Definiere den Begriff Ökosystem.

2 BE
5.2

Laubmischwälder sind aus verschiedenen Schichten aufgebaut.

Abbildung: Schichten des Laubmischwaldes (schematisch) Abbildung: Schichten des Laubmischwaldes (schematisch)

Abbildung: Schichten des Laubmischwaldes (schematisch)

Nr.

Schichten

Pflanzen

Tiere

1

2

Rothirsch

3

4

Moosschicht

5

Wurzeln von Pflanzen

  • Übernehme die Tabelle in deine Aufzeichnungen und ergänze die fehlenden Fakten in der Spalte Schichten.

  • Ordne die nachfolgenden Lebewesen den entsprechenden Schichten in den Spalten Pflanzen oder Tiere zu:

    Waldameise, Schwarzer Holunder, Baummarder, Adlerfarn, Rotfuchs, Sternmoos, Rotbuche, Regenwurm

6 BE
5.3

Umweltfaktoren beeinflussen das Leben von Organismen.

EichhörnchenEichhörnchen

Abbildung: Eichhörnchen

  • Notiere zwei abiotische Umweltfaktoren, die auf ein Eichhörnchen einwirken.

  • Wende das Erschließungsfeld Bau und Funktion auf das Eichhörnchen an.

3 BE
5.4

Lebewesen sind in Ökosystemen voneinander abhängig.

  • Stelle eine mögliche Nahrungskette des Ökosystems Wald bestehend aus vier Gliedern der folgenden Lebewesen auf:

    Eichelhäher, Stockente, Gemeine Fichte, Sperber, Stieleiche, Borkenkäfer, Bakterien, Buntspecht, Steinpilz, Kartoffelkäfer

  • Erläutere an einem Sachverhalt die Bedeutung der Reduzenten in Ökosystemen.

4 BE
5.5

Der Wald-Ziest ist eine krautige Pflanze. Der Umweltfaktor Licht hat einen großen Einfluss auf die Wuchshöhe und die Blütenbildung dieser Pflanze.

Pflanze mit langem, aufrechtem Blütenstand und mehreren ovalen bis lanzettlichen BlätternPflanze mit langem, aufrechtem Blütenstand und mehreren ovalen bis lanzettlichen Blättern

Wald-Ziest

Lichteinstrahlung in %

Wuchshöhe in cm

Blütenbildung

55

0

60

22

wenig

65

40

wenig

70

60

sehr viel

80

40

viel

90

30

wenig

100

0

Einwirkung der Lichteinstrahlung auf Wuchshöhe und Blütenbildung des Wald-Ziests

  • Stelle die in der Tabelle aufgeführten Werte in einem Kurvendiagramm grafisch dar. Verwende dazu Millimeterpapier.

  • Gib den Toleranzbereich des Wald-Ziests gegenüber dem Umweltfaktor Licht an.

4 BE
5.6

Laubblätter können vielfältige Formen haben.

Übersicht verschiedener Blattformen mit Beschriftungen (gefingert, elliptisch, herzförmig, gesägt, gelappt usw.)Übersicht verschiedener Blattformen mit Beschriftungen (gefingert, elliptisch, herzförmig, gesägt, gelappt usw.)

Abbildungen: Laubblattformen

Bestimmungsschlüssel für Laubbäume

1

Laubblatt einfache Form

2

1*

Laubblatt zusammengesetzt

10

2

Laubblattform unsymmetrisch

Feld-Ulme

2*

Laubblattform symmetrisch

3

3

Laubblattform länglich oder lanzettlich

Salweide

3*

Laubblattform nicht länglich oder lanzettlich

4

4

Laubblattrand gesägt

5

4*

Laubblattrand anders geformt

6

5

Laubblattform herzförmig

Sommer-Linde

5*

Laubblattform eiförmig

Hainbuche

6

Laubblattrand ganzrandig oder wellig

Rotbuche

6*

Laubblattrand gebuchtet oder gelappt

7

7

Laubblattform handförmig, fünflappig

8

7*

Laubblattform eiförmig bis oval

9

8

Laubblatt läuft spitz zu

Spitz-Ahorn

8*

Laubblatt läuft eher rundlich zu

Berg-Ahorn

9

Laubblatt ungleich gebuchtet

Stieleiche

9*

Laubblatt gleichförmig gebuchtet

Traubeneiche

10

Laubblattform gefingert

Gemeine Rosskastanie

Sechs skizzierte Blätter in Graustufen, jeweils mit Beschriftung A bis F.Sechs skizzierte Blätter in Graustufen, jeweils mit Beschriftung A bis F.
  • Bestimme mithilfe des Bestimmungsschlüssels zwei Baumarten, deren Laubblätter (A – F) abgebildet sind. Notiere für jede zu bestimmende Art:

    a) den jeweiligen Bestimmungsweg

    b) den Artnamen.

4 BE
5.7

Wälder und andere Ökosysteme können durch die Tätigkeit des Menschen beeinflusst werden.

Eingriffe

1

Abgabe von Luftschadstoffen

2

Rodungen von Wäldern

3

Entwässerung von Flächen

4

Bebauung von Flächen durch Wohnhäuser, Industrie u. a.

Wirkungen

A

Beseitigung von Lebensbedingungen für Feuchtorganismen

B

Veränderung von Wetter und Klima

C

Saurer Regen, Verstärkung des Treibhauseffektes

D

Zerstörung des Lebensraums für Organismen des Waldes

  • Ordne den Eingriffen (1 – 4) die Wirkungen (A – D) zu.

2 BE

Aufgabe 6 Evolution und Genetik

6.1

Charles Darwin gilt als Begründer der modernen Evolutionstheorie.

  • Definiere den Begriff Evolution.

2 BE
6.2

Die Evolution von Gemeinen Schimpansen und Bonobos lässt sich mit dem Wirken von Evolutionsfaktoren erklären. Lies dazu den folgenden Text und bearbeite die im Anschluss gestellten Aufgaben.

Die Entwicklung von Gemeinem Schimpansen und Bonobo

Links Urwald vor 5 Mio. Jahren mit frühen Menschenaffen, rechts heutige Schimpansen und Bonobos am FlussLinks Urwald vor 5 Mio. Jahren mit frühen Menschenaffen, rechts heutige Schimpansen und Bonobos am Fluss

Vor ca. 5 Millionen Jahren lebte im Tropischen Regenwald Afrikas eine Population der Ursprungsart der Gemeinen Schimpansen und Bonobos beiderseits des Flusses Kongo. Dieser war so schmal, dass sich die Affen innerhalb der Population treffen konnten. Mit der Zeit wurde der Fluss immer breiter und Fressfeinde, z. B. Krokodile, besiedelten den Fluss. Es kam nicht mehr zum Aufeinandertreffen der nun entstandenen zwei Teilpopulationen. Im Laufe der Zeit entstanden aus der Ursprungsart zwei neue Arten – der Gemeine Schimpanse und der Bonobo. Da sich beide Arten sehr ähnlich sind, wurde erst 1929 erkannt, dass der Bonobo eine eigene Art ist.

  • Beschreibe die Entstehung der Arten Gemeiner Schimpanse und Bonobo anhand des Wirkens eines Evolutionsfaktors.

  • Notiere zwei weitere Evolutionsfaktoren.

3 BE
6.3

Fossilien gelten als Belege für die Evolution.

  • Beschreibe die Entstehung einer Fossilienform.

  • Gib zwei weitere Formen von Fossilien an.

3 BE
6.4

Übergangsformen stellen Bindeglieder in der Evolution der Lebewesen dar. Eine Übergangsform ist der Urvogel, der Merkmale der Wirbeltierklassen Kriechtiere und Vögel aufzeigt.

Schematische Darstellung: Skelett eines gefiederten Dinosauriers (Archaeopteryx-ähnlich) vor Umriss von Flügeln und Schwanzfedern.Schematische Darstellung: Skelett eines gefiederten Dinosauriers (Archaeopteryx-ähnlich) vor Umriss von Flügeln und Schwanzfedern.

Abbildung: Urvogel (schematisch)

  • Ordne folgende Merkmale den entsprechenden Wirbeltierklassen zu: Flügel mit Federn, Finger mit Krallen, lange Schwanzwirbelsäule, Zähne im Kiefer.

  • Erkläre eine Bedeutung von Fossilien.

4 BE
6.5

Änderungen in der Merkmalsausbildung von Lebewesen können verschiedene Ursachen haben. Man unterscheidet zwischen Mutation und Modifikation.

  • Ordne die angegebenen Merkmalsänderungen der Mutation oder der Modifikation zu.

    a) weiße Fellfarbe bei Eisbären

    b) unterschiedliche Größe von Erdbeeren einer Pflanze

    c) genetisch bedingte Krankheiten beim Menschen, z. B. Trisomie 21

    d) kurze, krumme Beine beim Dackel

  • Begründe zwei Ihrer Entscheidungen.

  • Notiere zwei Mutagene.

  • Begründe, warum Mutationen nicht nur negative Auswirkungen auf ein Lebewesen haben können.

9 BE
6.6

Lebewesen sind an ihre Umweltbedingungen angepasst. Ein Beispiel dafür ist die Weinbergschnecke. Lies dazu den folgenden Text und bearbeite die im Anschluss gestellten Aufgaben.

Die Weinbergschnecke

Die Weinbergschnecke ist die größte einheimische Art der Gehäuseschnecken. Ihr kugelförmiges, bis 5 cm großes Gehäuse, besteht aus Kalk. Mit ihren Fühlern kann sie sich orientieren. Am oberen Ende der langen Fühler befinden sich die Augen. Die unteren, kurzen Fühler dienen dem Tasten. Der größte Teil der Organe befindet sich im Inneren des Gehäuses.

Schwarz-weiß-Zeichnung einer Schnecke mit spiralförmigem Haus, kriechend über den Boden.Schwarz-weiß-Zeichnung einer Schnecke mit spiralförmigem Haus, kriechend über den Boden.

Abbildung: Weinbergschnecke

Die Tiere sondern an der Unterseite ihres Fußes Schleim ab. Damit können sie sich im Gelände fortbewegen. Sie schwimmen förmlich auf dem Schleim. Bei Gefahr ziehen sie die Fühler ein, verkriechen sich im Gehäuse und sondern extra viel Schleim ab.

Weinbergschnecken ernähren sich von unterschiedlichen Pflanzenarten. Mit einer Raspelzunge nehmen sie ihre Nahrung auf.

Der Lebensraum der Weinbergschnecke sind kalkreiche, feuchte Böden in lichten Wäldern, Gärten und Kulturlandschaften. Mit ihrer Nahrung nehmen sie Kalk für den Bau des Gehäuses und Wasser für die Bildung von lebensnotwendigem Schleim auf. In trockenen Zeiten und im Winter ziehen sich die Tiere in ihr Gehäuse zurück und verschließen die Öffnung mit einem Deckel aus Kalk.

Weinbergschnecken sind Zwitter. Das bedeutet, dass sich in ihrem Körper männliche und weibliche Geschlechtsorgane befinden. Beide Tiere übertragen bei der Paarung ihre Samenzellen in den Körper ihres Partners.

  • Wende das Erschließungsfeld Angepasstheit auf die Weinbergschnecke an.

  • Begründe, warum Weinbergschnecken sandige, trockene Böden als Lebensraum meiden.

4 BE

ANHANG: Überblick Erschließungsfelder

Vielfalt:

Vorhandensein von Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den Merkmalen Bau, Funktion, Verhalten von Lebewesen sowie deren Lebensräumen

Bau und Funktion:

Zusammenhänge zwischen dem Bau von Körperteilen oder Organen und deren entsprechenden Aufgaben

Angepasstheit:

Merkmale von Lebewesen, die das Leben in einem bestimmten Lebensraum ermöglichen

Information:

Fähigkeit der Lebewesen, Signale zu senden und auf Signale zu reagieren

Fortpflanzung:

Geschlechtliche und ungeschlechtliche Erzeugung von Nachkommen

Wechselwirkung:

Ursache-Wirkungs-Beziehung im Lebewesen, zwischen Lebewesen sowie zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt

Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!

monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?

SchulLV