Prüfungsarbeit B – Stadtentwicklung in Wien
Die Hauptstadt Österreichs liegt in einem mit Sedimentgesteinen gefüllten Becken am Rande der Alpen. Wien verzeichnet seit mehreren Jahrzehnten ein anhaltendes Bevölkerungswachstum. Als eine Reaktion darauf wird am östlichen Stadtrand der neue Stadtteil Seestadt Aspern errichtet.
Erläutere die Entstehung und Merkmale von Sandstein und Kalkstein.
Erkläre die Wetterdaten vom 14. und 15.10.2023 in Wien.
Erläutere die Bevölkerungsentwicklung Wiens.
Beschreibe mögliche Folgen der Bevölkerungszunahme Wiens für den Stadtbezirk Donaustadt.
Stelle Auswirkungen des Konzepts der Schwammstadt auf Klima, Wasser und Vegetation im städtischen Ökosystem dar.
„Die Seestadt Aspern ist ein nachhaltiges Stadtentwicklungsprojekt.“
Diskutiere diese Aussage.
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monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?M 1: Wetterdaten von Wien
Bodenwetterkarte vom 14.10.2023
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14.10.2023 |
15.10.2023 |
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Höchsttemperatur |
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Bewölkung |
wolkenlos |
bewölkt |
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Niederschlag |
keiner |
Schauer |
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relative Luftfeuchtigkeit |
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Quelle nach: https://www.zamg.ac.at/cms/de/wetter/wetterkarte, abgerufen am 02.01.2025
http://www.wetter1030.at/2023/m202310.html, abgerufen am 31.07.2025
M 2: Einwohnerzahl, Geburten- und Wanderungsbilanz Wien 1996-2024

Quelle: https://www.wien.gv.at/statistik/bezirke/, abgerufen am 29.12.2024
M 3: Altersstrukturdiagramm Wien 2024

Quelle: https://www.wien.gv.at/statistik/bevoelkerung/prognose/, abgerufen am 29.12.2024
M 4: Bevölkerung Wiens nach Stadtbezirken

Quelle:
eigene Darstellung,
Daten aus: https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/bevoelkerung, abgerufen am 02.02.2025
M 5: Konzept einer Schwammstadt

Quelle: Praxis Geographie, Heft 5/2024
M 6: Lageplan der Seestadt Aspern

Quelle: Praxis Geographie, Heft 9/2022
M 7: Seestadt Aspern
Quelle: nach https://wien.orf.at/stories/3271732/ , Praxis Geographie Heft 9/2022
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monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Erläuterung der Entstehung und Merkmale von Sandstein und Kalkstein
Sandstein:
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Entstehung: Verfestigung/Diagenese von Sand durch Druck und Temperatur
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Merkmale, z. B.: feinkörnig, geringe Härte, geschichtete Textur, Mineralien erkennbar
Kalkstein:
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Entstehung: chemisch oder biogen
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Merkmale, z. B.: wasserlöslich, geringe Härte, meist helle Farbe, Fossilien
Erklärung der Wetterdaten am 14. und 15.10.2023 in Wien
Lufttemperatur, z. B.:
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im Warmsektor hoch, durch Zufuhr tropischer Warmluft bzw. hohe Einstrahlung
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Rückgang durch Zufuhr polarer Kaltluft
Bewölkung, z. B.:
-
Taupunkt wird nicht erreicht aufgrund hoher Temperaturen
-
Wolkenbildung an Kaltfront
Niederschlag, z. B.:
-
fehlende Wolken im Warmsektor
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Schauer durch Konvektion an der Kaltfront
relative Luftfeuchte, z. B.:
-
hohe maximale Luftfeuchtigkeit aufgrund der Temperatur im Warmsektor
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geringere maximale Luftfeuchtigkeit aufgrund der Abkühlung an Kaltfront und Rückseite
Erläuterung der Bevölkerungsentwicklung Wiens
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Entwicklung der Einwohnerzahl (M2): Kontinuierlicher und starker Bevölkerungsanstieg von unter 1,6 Mio. im Jahr 1996 auf über 2,0 Mio. im Jahr 2024.
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Geburten- und Wanderungsbilanz (M2): Das Bevölkerungswachstum wird nahezu ausschließlich durch hohe, aber schwankende Wanderungsgewinne getragen (deutliche Spitzenjahre z. B. 2015 und 2022 mit über 35.000 bzw. fast 50.000 Personen); die Geburtenbilanz ist zwar oft leicht positiv, spielt für das Gesamtwachstum jedoch eine untergeordnete Rolle.
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Altersstruktur (M3): Die Alterspyramide zeigt eine "bienenkorb-" bis "glockenähnliche" Form mit besonders stark besetzten mittleren Altersgruppen (20 bis 40 Jahre); dies ist typisch für Städte mit starkem Zuzug von Personen im erwerbsfähigen Alter (Bildungs- und Arbeitsmigration). In den sehr hohen Altersgruppen zeigt sich der demographisch übliche Frauenüberschuss.
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Bevölkerungsdichte und Entwicklungstendenzen in den Stadtbezirken (M4):
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Die Innenstadtbezirke (z. B. Margareten, Josefstadt) weisen die höchste Bevölkerungsdichte auf (>20.000 EW/km²).
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Die höchsten relativen Wachstumsraten (2002–2024) verzeichnen jedoch die flächengroßen, weniger dicht besiedelten Randbezirke im Osten und Süden, wie die Donaustadt (+60 %) oder Floridsdorf (+44 %). Hier sind großflächige Stadterweiterungsprojekte (wie die Seestadt Aspern) möglich.
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Beschreibung der möglichen Folgen der Bevölkerungszunahme Wiens für den Stadtbezirk Donaustadt
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strukturierte Beschreibung, z. B.:
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Ökologische Folgen (z.B. Flächenverbrauch / Umwelt):
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Zunehmende Flächenversiegelung und Überbauung durch großflächige Neubauprojekte (wie die Seestadt Aspern).
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Verlust von Erholungsräumen, Grünflächen und landwirtschaftlichen Nutzflächen am Stadtrand.
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Sozioökonomische Folgen (z.B. Infrastruktur / Gesellschaft):
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Notwendigkeit des massiven Ausbaus der sozialen Infrastruktur (Schulen, Kitas, Ärzte) und der technischen Infrastruktur (Strom, Wasser).
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Erhöhtes Verkehrs- und Pendleraufkommen in Richtung der Kernstadt, was den zwingenden Ausbau des ÖPNV (z. B. Straßenbahnlinien) und der Verkehrswege erfordert.
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Veränderung der Sozialstruktur: Zuzug vieler junger Familien in die Neubaugebiete ("Schlafstadt"-Problematik); Aufwertung des Bezirks, aber auch mögliche Gefahr der Segregation.
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Darstellung von Auswirkungen des Konzepts der Schwammstadt auf Klima, Wasser und Vegetation im städtischen Ökosystem
Klima, z. B.:
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Reduzierung von Hitzeinseln durch Verdunstungskühlung und Beschattung
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höhere Luftfeuchtigkeit und Verbesserung des lokalen Mikroklimas durch begrünte Dächer und offene Wasserflächen
Wasser, z. B.:
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erhöhte Sickerfähigkeit durch Entsiegelung und Förderung der Grundwasserneubildung
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Reduzierung von Oberflächenabfluss, geringere Überflutungsgefahr bei Starkregen
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Reinigung von Regenwasser durch den Boden vor der Versickerung, was die Wasserqualität steigert
Vegetation, z. B.:
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Verbesserung der Wachstumsbedingungen für das Stadtgrün
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zusätzliche Vegetationsflächen durch begrünte Dächer und Fassaden
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Erhöhung der Artenvielfalt und Biomasseproduktion
Diskussion der Aussage
Argumente dafür, z. B.:
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ökonomisch: Ansiedlung von Unternehmen
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ökologisch: Energiekonzept und Bauweise der Häuser, viele Grünflächen
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sozial: Schaffung von Wohnraum für wachsende Bevölkerung Wiens, Förderung sozialer Interaktion, erhöhte Mobilität durch Anbindung an den ÖPNV
Argumente dagegen, z. B.:
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ökonomisch: Kosten, langsamer Ausbau der Infrastruktur, Dauer der wirtschaftlichen Entwicklung
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ökologisch: Flächenversiegelung
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sozial: hohes Pendleraufkommen
Mögliches Fazit: Die Seestadt Aspern ist im Bereich der Energieeffizienz und der verkehrstechnischen Konzeption ein starkes Beispiel für nachhaltigen Städtebau. Dennoch kann die Aussage nicht uneingeschränkt bestätigt werden, da großflächige Bodenversiegelungen, das aktuell noch hohe Pendleraufkommen mangels lokaler Arbeitsplätze sowie die langsame soziale Entwicklung (Schlafstadt-Charakter) der vollständigen Erreichung aller Nachhaltigkeitsziele (Ökologie, Ökonomie, Soziales) noch entgegenstehen.
