Lerninhalte
Inhaltsverzeichnis

Teil A

1

Pflanzen sind autotrophe Organismen, die u. a. für Wachstum und Entwicklung anorganische Stoffe und Licht benötigen.

1.1

Die grundlegenden Prozesse zur Ernährung der Pflanzen finden in den Laubblättern statt. Je nach Standort weisen diese spezielle morphologische Angepasstheiten auf.

Schematische Darstellung eines Blattquerschnitts mit beschrifteten Zellschichten und Leitbündel.Schematische Darstellung eines Blattquerschnitts mit beschrifteten Zellschichten und Leitbündel.

Laubblattquerschnitt

Benenne die Strukturen 1–7.

Erläutere anhand von drei Strukturmerkmalen des dargestellten Laubblattquerschnittes die Angepasstheit der Pflanze an die Wasserverfügbarkeit am Standort.

4 BE

1.2

In einem Laborexperiment werden Laubblätter gleicher Blattfläche einer hygro- und einer xerophyten Pflanzenart untersucht. Die Laubblätter werden belichtet und ihre jeweilige Masse über einen Zeitraum von fünf Stunden wiederholt bestimmt.

Diagramm mit zwei fallenden Kurven zu Masse über Zeit.Diagramm mit zwei fallenden Kurven zu Masse über Zeit.

Masseveränderung von Laubblättern verschiedener Pflanzenarten

Begründe, welches der verwendeten Blätter einer xerophyten Pflanzenart zugeordnet werden kann.

3 BE

2

Die lichtabhängigen und lichtunabhängigen Reaktionen der Fotosynthese finden in den Chloroplasten statt.

2.1

Fertige eine beschriftete Skizze vom Feinbau eines Chloroplasten an.

3 BE

2.2

Zur Untersuchung der Bedingungen für die Teilprozesse der Fotosynthese werden mit einer zuvor im Dunkeln gehaltenen Chloroplastensuspension verschiedene Experimente durchgeführt. Die Ansätze werden anschließend auf das Vorhandensein von Sauerstoff und Glucose überprüft.

Ansatz

Versuchsaufbau

1

aufgebrochene Chloroplasten ohne Stroma, intakte Thylakoide, Licht, Formula: \ce{H2O}Formula: \ce{H2O}, Formula: \ce{CO2}Formula: \ce{CO2}, ADP + Pi, wasserstoffbindendes Coenzym Formula: \ce{NADP+}Formula: \ce{NADP+}

2

intakte Chloroplasten, Licht, Formula: \ce{H2O}Formula: \ce{H2O}

3

aufgebrochene Chloroplasten, intakte Thylakoide, Stroma-Enzyme, Formula: \ce{CO2}Formula: \ce{CO2}

4

aufgebrochene Chloroplasten ohne Thylakoide, Stroma-Enzyme, Formula: \ce{CO2}Formula: \ce{CO2}, ATP, Formula: \ce{NADPH + H+}Formula: \ce{NADPH + H+}

Begründe die zu erwartenden Versuchsergebnisse.

4 BE

2.3

Führe das folgende Experiment mit drei Gurkenscheiben durch: Bestreue eine Gurkenscheibe mit Glucose und eine zweite mit Stärke, sodass die Schnittflächen jeweils bedeckt sind. Eine dritte Scheibe bleibt unbehandelt.

Beobachte die Ansätze nach 10 Minuten.

Fertige ein Protokoll an.

Begründe, dass in Chloroplasten Glucose in Stärke umgewandelt werden muss.

6 BE

3

Die Akeleipflanzen aus der Familie der Hahnenfußgewächse unterscheiden sich vor allem in der Farbe und der Form ihrer Blüten, wobei die meisten Vertreter Blütenblätter mit einer besonderen Verlängerung, dem sogenannten Nektarsporn, besitzen. Die Länge des Sporns variiert dabei zwischen 10 und 120 mm. Je nach Habitat und Blütenform gehören Hummeln, Schwärmer und Kolibris zu den häufigsten Bestäubern der Akeleipflanzen.

3.1

Die Blüten der Akeleipflanzen werden von lang- und kurzrüsseligen Hummelarten besucht. Kurzrüsselige Hummeln beißen bei Mangel an anderen Nahrungsquellen am unteren Ende ein Loch in den Nektarsporn.

Beschriftete Blüte mit Bestäuber, Blütenblatt, Nektarsporn und Nektar.Beschriftete Blüte mit Bestäuber, Blütenblatt, Nektarsporn und Nektar.

Schematische Darstellung einer Akeleiblüte mit Bestäuber

Charakterisiere die jeweilige Beziehung zwischen Akelei und den unterschiedlichen Hummelarten.

3 BE

3.2

Beobachtungen haben gezeigt, dass die verschiedenen Akelei-Arten von unterschiedlichen Bestäubern besucht werden.

Schematische Zeichnung von mehreren Blumen- und Tierformen mit den Buchstaben A bis D.Schematische Zeichnung von mehreren Blumen- und Tierformen mit den Buchstaben A bis D.

Blütenformen verschiedener Akelei-Arten (1– 3) und Bestäuber (A – D) im Habitat

Formuliere eine begründete Vermutung zur Populationsentwicklung der Akelei-Arten im Habitat, wenn Bestäuber C ausfallen würde.

4 BE

4

Pflanzen der Gattung Akelei enthalten zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, z. B. Alkaloide.

4.1

In einem Experiment wurde die Wirkung eines Alkaloids auf Synapsen untersucht, die als Transmitter Formula: \gammaFormula: \gamma-Aminobuttersäure (GABA) nutzen. GABA bindet an Rezeptoren von Formula: \ce{Cl-}Formula: \ce{Cl-}-Kanälen der Postsynapse bestimmter Nervenzellen.

Diagramm zur GABA-Freisetzung: Spannungsverlauf mit und ohne Alkaloid über die Zeit.Diagramm zur GABA-Freisetzung: Spannungsverlauf mit und ohne Alkaloid über die Zeit.

Membranpotenzial der postsynaptischen Membran mit und ohne Alkaloid-Einwirkung

Begründe die Änderung des Membranpotenzials der Postsynapse ohne Alkaloid-Einfluss.

Formuliere zwei Hypothesen zu möglichen Wirkmechanismen des Alkaloids an der Synapse.

6 BE

4.2

Das Alkaloid Lycorin hat eine hemmende Wirkung auf Acetylcholinesterase. Alzheimer-Patienten haben unter anderem aufgrund einer verminderten Acetylcholinkonzentration in Synapsen des Gehirns Probleme bei der Erinnerung und Aufmerksamkeit.

Begründe, dass der Stoff Lycorin bei der Behandlung von Alzheimer-Patienten zum Einsatz kommt.

3 BE

4.3

Lycorin wirkt außerdem hemmend auf die RNA-abhängige RNA-Polymerase, die unter anderem bei RNA-Viren vorkommt. Dieses Enzym dient der Vervielfältigung von RNA. Aktuelle Forschungsergebnisse an Sars-CoV-1-Viren (RNA-Viren) weisen auf eine antivirale Wirkung gegen diese Art von Krankheitserregern hin.

Schematische Darstellung der Vermehrung eines RNA-Virus in einer Wirtszelle.Schematische Darstellung der Vermehrung eines RNA-Virus in einer Wirtszelle.

Schematische Darstellung zu Vorgängen in einer Wirtszelle nach erfolgter Virusinfektion

Erläutere mithilfe der Abbildung die Eignung von Lycorin als antiviralen Wirkstoff.

4 BE

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