Lerninhalte
Inhaltsverzeichnis

Teil A

Ein Muskel ist ein Organ, welches durch Kontraktion und Erschlaffung innere und äußere Strukturen des Organismus bewegen kann. Je nach Organismus können Bewegung, Formgebung und Thermoregulation zu seinen Funktionen gehören.

1

Nach zellulärem Aufbau und Art der Energiebereitstellung werden unterschiedliche Muskeltypen unterschieden.

1.1

Die Herzmuskulatur weist, wie die Skelettmuskulatur, eine hohe Ordnung der kontraktilen Muskelproteine Aktin und Myosin auf.

Schematische Zeichnung von Muskelgewebe mit Myosin-Filamenten und Beschriftungen.Schematische Zeichnung von Muskelgewebe mit Myosin-Filamenten und Beschriftungen.

Schematische Darstellung einer Muskelzelle des Herzens

Benenne die gekennzeichneten Strukturen 1–6.

Erläutere den Zusammenhang von Bau der Muskelzelle und ihrer Funktion anhand von zwei Bestandteilen.

4 BE

1.2

Skelettmuskelzellen können Energie sowohl aerob als auch anaerob bereitstellen.

Vergleiche die beiden Prozesse der Energiebereitstellung in Muskelfasern anhand von drei Kriterien.

3 BE

1.3

Regelmäßiges Training führt zu strukturellen Veränderungen des Muskels.

Balkendiagramm mit Vergleich von untrainierter und ausdauertrainierter Person.Balkendiagramm mit Vergleich von untrainierter und ausdauertrainierter Person.

Wirkung von Training auf die Kapillarisierung und den Anteil der Mitochondrien am Gesamtvolumen des Muskels

Begründe anhand der dargestellten Veränderungen die Leistungssteigerung der Muskulatur bei einer ausdauertrainierten Person.

3 BE

1.4

Pyruvat ist ein Zwischenprodukt beim Glucoseabbau. Um den Einfluss von Pyruvat und ADP auf die Atmungskette in den Mitochondrien zu untersuchen, wurde der Sauerstoffverbrauch in einer Mitochondriensuspension gemessen. Der Suspension wurden Pyruvat und zeitlich versetzt ADP und Phosphorsäurerest-Ionen zugegeben.

Diagramm zur Sauerstoffkonzentration über die Zeit mit Pyruvat sowie ADP und P.Diagramm zur Sauerstoffkonzentration über die Zeit mit Pyruvat sowie ADP und P.

Sauerstoffkonzentration einer Mitochondriensuspension nach Zugabe von Pyruvat und ADP + Pi

Erläutere den Zusammenhang zwischen Pyruvatzugabe und Sauerstoffabnahme.

Stelle anhand der Versuchsergebnisse eine begründete Vermutung über den Einfluss von ADP auf die Funktion der ATP-Synthase auf.

6 BE

2

Die Skelettmuskeln sind für die willkürlichen Körperbewegungen zuständig. Die Verbindung zwischen Motoneuron und Muskel erfolgt über Synapsen.

2.1

Fertige eine beschriftete Skizze einer Synapse an.

3 BE

2.2

Myasthenia gravis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der gegen die Acetylcholin-Rezeptoren auf Skelettmuskelfasern Antikörper gebildet werden. Diese Antikörper gehören zu den Autoantikörpern.

Schema zu Acetylcholin-Rezeptoren, Autoantikörpern und Muskelzell-ErregungSchema zu Acetylcholin-Rezeptoren, Autoantikörpern und Muskelzell-Erregung

Schematische Darstellung der Vorgänge an der Muskelmembran ohne und mit Autoantikörpern (vereinfacht)

Beschreibe mithilfe der Darstellung die Vorgänge an der Muskelmembran bei von Myesthenia gravis Betroffenen.

Leite ein mögliches Symptom der Betroffenen ab.

4 BE

2.3

Zur Behandlung von Myasthenia gravis können Cholinesterasehemmer wie Pyridostigmin eingesetzt werden. Ein neuer Ansatz ist die Gabe des Antikörperfragments Efgartigimod alfa, das den körpereigenen Abbau von Antikörpern beschleunigt.

Erläutere den therapeutischen Einsatz beider Substanzen.

Leite eine mögliche Nebenwirkung der Einnahme von Efgartigimod alfa ab.

4 BE

3

Mithilfe des Gleitfilament-Modells kann der Zusammenhang von Aufbau der Muskulatur und molekularbiologischen Vorgängen bei deren Kontraktion verdeutlicht werden.

3.1

Begründe mithilfe des Gleitfilament-Modells die Versteifung der Skelettmuskulatur bei der Totenstarre.

3 BE

3.2

Die BRODY-Krankheit ist eine seltene vererbbare Muskelerkrankung. Bei Betroffenen sind die Muskeln nach anstrengenden Aktivitäten steif und brauchen einige Minuten bis sie wieder vollständig entspannen. Die Krankheit kann durch Mutationen im ATP2A1-Gen verursacht werden. Dieses Gen codiert die Formula: \ce{Ca^2+}Formula: \ce{Ca^2+}-Pumpe in der Membran des sarkoplasmatischen Retikulums (endoplasmatisches Retikulum der Muskelzelle). Die Erhöhung der Formula: \ce{Ca^2+}Formula: \ce{Ca^2+}-Konzentration im Cytoplasma ist die Grundlage für die Bindung des Myosinköpfchens an Aktinfilamente.

Schema einer Ca2+-Pumpe mit ATP-Verbrauch und Transport von Calcium über eine MembranSchema einer Ca2+-Pumpe mit ATP-Verbrauch und Transport von Calcium über eine Membran

Schema zum Transport von Calcium-Ionen an der Membran des sarkoplasmatischen Retikulums

Nicht-Betroffener

3′ ... ACG GCT GCA CGG ACG ACG ... 5′

Betroffener

3' ... ACG GCT GCA CGG ACG ACT ... 5'

Ausschnitt aus dem codogenen Strang des ATP2A1-Gens

Codonrad mit Aminosäuren und Start-/StoppsignalenCodonrad mit Aminosäuren und Start-/Stoppsignalen

Codesonne (Die Codons sind von innen nach außen zu lesen.)

Erkläre die verlängerte Muskelanspannung bei Betroffenen.

6 BE

3.3

In einer Familie, in der die BRODY-Krankheit auftritt, haben nichtbetroffene Eltern zwei betroffene Töchter.

Begründe den zugrundeliegenden Erbgang.

Gib die Genotypen der Familienmitglieder an.

4 BE

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