Pflichtaufgabe
Der Rückschlagsport Padel ist eine immer populärer werdende Sportart. Die Spielerinnen und Spieler, auch Padelisten genannt, stehen sich durch ein Netz getrennt gegenüber und der Ball darf analog zum Tennis maximal einmal auf der gegnerischen Seite aufspringen. Die Feldgröße ist mit 20 mal 10 Metern kleiner als beim Tennis. Die Laufwege sind demnach kürzer und werden zusätzlich durch einen Käfig aus Glas und Gitterelementen begrenzt (vgl. Abbildung 1).
Die Spieleröffnung erfolgt durch einen Aufschlag „von unten“ (Unterhandaufschlag). Die Wände dürfen in das Spiel miteinbezogen werden, sodass „überraschende“ Winkel gespielt werden können. Abprallende Bälle fordern schnelle Drehungen und eine maximale Reaktionsschnelligkeit der Padelisten. Padel wird im Wettkampf als Doppel zwei gegen zwei, zu Trainingszwecken auch als eins gegen eins gespielt. In der Regel werden zwei Gewinnsätze gespielt, dabei werden regelmäßig die Seiten gewechselt, wobei ein Seitenwechsel maximal 90 Sekunden dauern darf.
Da oft mit dem Rücken zum Netz agiert wird, sind Absprachen während der Ballwechsel unerlässlich. Die durchschnittliche Länge der oft sehr intensiven Ballwechsel liegt bei ca. 6 Sekunden, wobei durchaus auch Ballwechsel von 25 Sekunden Dauer vorkommen können. Die Gesamtdauer eines Spiels beträgt rund 90 Minuten.
[eigener Text IBBW]

Abbildung 1
[Carité, Cédric, Henry, Alain, Breböck, Maximilian: Padel Grundlagen, Regeln und Techniken. 1. Auflage, München, Riva Verlag, 2019, S. 27]
Nenne vier wesentliche Komponenten der sportlichen Leistungsfähigkeit und belege diese mit je einem Beispiel aus dem einleitenden Text.
Nenne den dominierenden Energiegewinnungsweg bei einem durchschnittlich langen Padel-Ballwechsel und begründe die Entscheidung unter Einbezug zweier Merkmale dieses Energiegewinnungsweges.
Untersuche die Bedeutung der weiteren Energiegewinnungswege im Verlauf einer Gesamtspieldauer von 90 Minuten anhand verschiedener Spielsituationen.
Einige Spitzen-Padelisten trainieren unter anderem nach HIIT-Methoden. Diskutiere anhand von vier Merkmalen dieser Trainingsform deren Eignung für unterschiedlich konstituierte Freizeitspieler, die ihre aerobe Kapazität verbessern möchten.
Das komplexe Padel-Spiel erfordert ein funktionales Zusammenwirken der muskulären Strukturen.
Beschreibe den Aufbau einer Skelettmuskelfaser.
Erläutere die Gleittheorie der Muskelkontraktion mit Hilfe einer Skizze.
Beim Padel-Spiel treten verschiedene Arbeitsweisen der Muskulatur auf, welche sich im Ablauf der Kontraktion unterscheiden. Diese Kontraktionsabläufe lassen sich symbolisch über Spannungs-Längen-Diagramme darstellen.

Abbildung 2: L = Länge; P = Spannung
[eigene Darstellung IBBW]
Ordne jedem Diagramm aus Abbildung 2 eine Arbeitsweise der Muskulatur zu und begründe diese Zuordnungen.
Nenne zu jedem Diagramm eine typische Spielhandlung des Padelisten.
Abbildung 3 zeigt die Ausführung eines Schmetterschlages beim Padel.

Abbildung 3
[Eigene Fotos IBBW]
Analysiere anhand der drei biomechanischen Prinzipien, wie beim Padel ein möglichst harter, schneller Schmetterschlag ausgeführt wird.
Das Regelwerk im Padel gleicht in vielen Bereichen dem des Doppel-Spiels beim Tennis. In Anlehnung an Digel lassen sich in Sportspielen konstitutive, strategische und moralische Regeltypen unterscheiden.
Charakterisiere diese drei Regeltypen nach Digel.
Ordne zwei unterschiedlichen Regeltypen je ein identifizierbares Regelbeispiel aus dem Eingangstext zu und begründe die Zuordnung.
Die im Vergleich zum Tennis kleinere Spielfeldgröße und die aufgrund der Ballbeschaffenheit geringeren Ballgeschwindigkeiten machen den Trendsport Padel leichter zugänglich. In vielen Wettbewerben gehen Männer und Frauen gleichberechtigt als Mixed an den Start. Anders als beim Tennis wurden die Preisgelder auf der World Padel Tour bereits 2022 vollständig angeglichen. Das Spielgerät, der Padelschläger, ist in der Regel unisex konzipiert. Spielerinnen und Spieler bezeichnen sich selbst gleichermaßen und ganz bewusst als „Padelists“.
Beschreibe einen Genderansatz, der im Trendsport Padel zur Geltung kommt. Belege die Wahl anhand von vier Beispielen aus dem obigen Text.
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Komponenten der sportlichen Leistungsfähigkeit
-
Konditionelle Fähigkeit (Ausdauer): Belegt durch die Gesamtdauer eines Spiels von rund 90 Minuten bzw. die Erwähnung der „oft sehr intensiven Ballwechsel“, was eine gut entwickelte aerobe und anaerobe Ausdauerleistungsfähigkeit erfordert.
-
Konditionelle/Koordinative Fähigkeit (Schnelligkeit & Agilität): Belegt durch die geforderte „maximale Reaktionsschnelligkeit“ sowie die Notwendigkeit für „schnelle Drehungen“ aufgrund abprallender Bälle.
-
Taktisch-Kognitive Fähigkeiten: Belegt durch das bewusste Miteinbeziehen der Wände, um „‚überraschende Winkel“ zu spielen, sowie durch die Notwendigkeit von taktischen „Absprachen während der Ballwechsel“.
-
Psychische Fähigkeiten / Soziale Fähigkeiten: Belegt durch die Kooperationsfähigkeit im Doppel (zwei gegen zwei), da aufgrund des Agierens mit dem Rücken zum Netz eine hohe psychische Belastbarkeit und „Absprachen [...] unerlässlich“ sind.
Dominierender Energiegewinnungsweg
Anaerob-alaktazide Energiegewinnung (Spaltung der energiereichen Phosphate ATP und Kreatinphosphat/KP).
Begründung unter Einbezug zweier Merkmale:
-
Zeitdauer und Kapazität: Der durchschnittliche Ballwechsel dauert ca. 6 Sekunden. Die zellulären Speicher an ATP und Kreatinphosphat (KP) reichen bei maximaler/hochintensiver Belastung exakt für diesen Zeitraum (ca. 6–8 Sekunden) aus, bevor die Glykolyse dominant einspringen muss.
-
Flussrate und Verzögerungsfreiheit: Da die Ballwechsel als „sehr intensiv“ beschrieben werden, wird eine maximale Energiemenge pro Zeiteinheit (höchste Flussrate) benötigt. Dieser Weg benötigt keinen Sauerstoff (anaerob) und bildet keine Milchsäure (alaktazid), weshalb die Energie ohne jede zeitliche Verzögerung sofort für explosive Bewegungen (Sprints, Schläge) bereitsteht.
Bedeutung der weiteren Energiegewinnungswege
Im Verlauf der Gesamtspieldauer von 90 Minuten greift der Organismus je nach Spielsituation auf alle Systeme der Resynthese zurück:
-
Anaerob-laktazide Energiegewinnung (Glykolyse):
-
Spielsituation: Kommt bei den im Text erwähnten langen, hochintensiven Ballwechseln von bis zu 25 Sekunden Dauer zum Tragen.
-
Bedeutung: Nach dem Aufbrauchen der KP-Speicher (nach ca. 7–10 Sekunden) liefert der unvollständige Abbau von Glucose zu Lactat schnell große Mengen ATP, um intensive Ballwechsel über die 6 Sekunden hinaus aufrechtzuerhalten. Dies führt jedoch zu einer zunehmenden Übersäuerung (Lactatakkumulation).
-
-
Aerob-glykolytische Energiegewinnung (Oxidativer Glucoseabbau):
-
Spielsituation: Basisabdeckung während ruhigerer Ballwechselphasen sowie in den spielfreien Phasen, wie dem Seitenwechsel von maximal 90 Sekunden.
-
Bedeutung: Unter Sauerstoffverbrauch wird Glucose vollständig zu
und
abgebaut. Dieser Weg liefert eine hohe ATP-Ausbeute und ist essenziell für die Erholung, um in den Pausen Lactat abzubauen und die Kreatinphosphatspeicher (KP) für den nächsten Ballwechsel zu resynthesisieren.
-
-
Aerob-lipolytische Energiegewinnung (Beta-Oxidation von Fettsäuren):
-
Spielsituation: Grundlagenausdauernde Belastung über die gesamte Matchdauer von 90 Minuten.
-
Bedeutung: Da die Glykogenspeicher begrenzt sind, sichert die Fettverbrennung die energetische Basis im Hintergrund. Sie hat zwar die geringste Flussrate, sorgt aber dafür, dass der Padelist über die 90 Minuten hinweg nicht vorzeitig ermüdet.
-
Diskussion der HIIT-Methode für Freizeitspieler
Merkmale von HIIT (High Intensity Interval Training)
-
Sehr hohe Belastungsintensität (nahe der maximalen Herzfrequenz, ca. 85–95%
).
-
Intervallartige Struktur (kurze Belastungsphasen im Wechsel mit unvollständigen/lohnenden Pausen).
-
Geringer zeitlicher Gesamtumfang bei hoher zeitlicher Effizienz.
-
Hohe metabolische und kardiovaskuläre Beanspruchung (hoher Nachbrenneffekt).
Eignung für unterschiedlich konstituierte Freizeitspieler
Argumente FÜR die Eignung (Chancen):
-
Zeiteffizienz: Freizeitspieler haben oft wenig Zeit. HIIT ermöglicht eine signifikante Verbesserung der aeroben Kapazität (
) bei minimalem Zeitaufwand im Vergleich zur Dauermethode.
-
Spezifität: Das Padel-Spiel ist durch seinen Intervallcharakter (Wechsel aus intensiven Ballwechseln und Pausen) strukturähnlich zu HIIT. Das Training schult somit direkt die schnelle Erholungsfähigkeit zwischen den Ballwechseln.
Argumente GEGEN die Eignung (Risiken/Grenzen):
-
Orthopädische Belastung: Für übergewichtige oder schlechter konstituierte Freizeitspieler stellt die extreme Intensität eine massive Überlastungsgefahr für den passiven Bewegungsapparat dar.
-
Kardiovaskuläres Risiko: Untrainierte oder ältere Freizeitspieler laufen Gefahr, ihr Herz-Kreislauf-System zu überlasten. Ohne vorherige aerobe Basis (Grundlagenausdauer) kann HIIT zu gesundheitlichen Risiken (z. B. Blutdruckspitzen) führen.
-
Motivationale Hürde: Die psychische Belastung durch das bewusste Aufsuchen der Erschöpfungsgrenze ist hoch; das kann bei Freizeitspielern schnell zu Frustration und Trainingsabbruch führen.
Fazit: HIIT ist zur Verbesserung der aeroben Kapazität für gut trainierte Freizeitspieler hochgradig geeignet. Für untrainierte, übergewichtige oder gesundheitlich eingeschränkte Spieler ist zunächst die klassische Dauermethode zur Ausbildung einer aeroben Basis vorzuziehen.
Skelettmuskelfaser und Gleittheorie
1. Aufbau einer Skelettmuskelfaser Eine Skelettmuskelfaser besteht aus vielen aneinandergereihten Sarkomeren (den kleinsten funktionellen Einheiten). Ein Sarkomer wird seitlich durch zwei Z-Scheiben begrenzt. Darin befinden sich:
-
Aktinfilamente (dünn): Sind fest an den Z-Scheiben verankert.
-
Myosinfilamente (dick): Liegen in der Mitte (M-Linie) und besitzen bewegliche Myosinköpfchen.
-
Titin: Ein elastisches Protein, das die Myosinfilamente mittig hält und mit den Z-Scheiben verbindet.
2. Gleittheorie der Muskelkontraktion (anhand der Skizze) Die Theorie besagt, dass sich die Filamente bei einer Kontraktion nicht selbst verkürzen, sondern aktiv ineinandergleiten.
-
Entspannter Zustand (Bild oben): Aktin- und Myosinfilamente überlappen nur wenig. Die I-Bande (nur Aktin) und die H-Zone (nur Myosinschwänze) sind breit.
-
Kontrahierter Zustand (Bild unten): Die Myosinköpfchen haken sich am Aktin ein und ziehen die Aktinfilamente (unter Energieverbrauch durch ATP) zur Mitte (M-Linie).
-
Die Folge: Die Z-Scheiben rücken näher zusammen, das Sarkomer verkürzt sich. H-Zone und I-Bande werden dabei deutlich schmaler oder verschwinden fast komplett.
Skizze zur Gleittheorie

Arbeitsweisen der Muskulatur / Spannungs-Längen-Diagramme
Zuordnung und Begründung
-
Diagramm A: Isometrische (haltende/statische) Arbeitsweise
-
Begründung: Die Kurve verläuft exakt senkrecht nach oben. Das bedeutet: Die Spannung (
) steigt deutlich an, während die Länge (
) des Muskels absolut unverändert bleibt.
-
Spielhandlung: Das Verharren in der tiefen Erwartungshaltung (Ready-Position) mit gebeugten Knien vor dem gegnerischen Schlag.
-
-
Diagramm B: Exzentrische (nachgebende) Arbeitsweise
-
Begründung: Die Kurve verläuft nach rechts oben. Das bedeutet: Während die Muskelspannung (
) steigt, nimmt auch die Länge (
) des Muskels zu (der Muskel wird gegen seinen Widerstand auseinandergezogen).
-
Spielhandlung: Das Abfangen des Körpergewichts bei der Landung nach einem Smash oder das Abbremsen eines tiefen Ausfallschritts an der Glaswand.
-
-
Diagramm C: Konzentrische (überwindende) Arbeitsweise
-
Begründung: Die Kurve verläuft nach links oben. Das bedeutet: Während die Muskelspannung (
) ansteigt, nimmt die Länge (
) des Muskels ab (Verkürzung).
-
Spielhandlung: Die aktive Schlagphase beim Unterhandaufschlag oder ein Vorhand-Drive nach vorne.
-
-
Diagramm D: Plyometrische Arbeitsweise (Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus / DVZ)
-
Begründung: Die Kurve zeigt erst eine Bewegung nach rechts oben (Spannung steigt bei zunehmender Länge = exzentrische Vordehnung) und knickt dann sofort nach links oben ab (Spannung steigt weiter bei abnehmender Länge = konzentrische Phase).
-
Spielhandlung: Der explosive Absprung zum Schmetterschlag (Smash) aus einer tiefen Ausholbewegung der Beine.
-
Biomechanische Analyse des Schmetterschlags
-
Prinzip des optimalen Beschleunigungsweges:
-
Analyse: Um eine maximale Endgeschwindigkeit des Schlägers im Treffpunkt zu erzielen, muss der Beschleunigungsweg optimal lang sein. In den Bildern 1 und 2 ist zu sehen, wie der Spieler den Schläger weit hinter den Körper führt und den Rumpf überstreckt („Bogenspannen“). Dieser verlängerte Weg ermöglicht es, die beschleunigenden Kräfte über einen maximalen Zeitraum auf den Schläger einwirken zu lassen.
-
-
Prinzip der Anfangskraft:
-
Analyse: Die Schlagbewegung wird durch eine flüssige, entgegengesetzte Ausholbewegung eingeleitet (Bilder 1–2). Durch das Abbremsen dieser Rückschubbewegung entsteht am Umkehrpunkt eine hohe Anfangskraft. Die Arbeitsmuskulatur wird elastisch vorgedehnt, speichert kinetische Energie (im Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus) und kann in der anschließenden Vorwärtsbewegung (Bild 3–4) eine deutlich höhere Kraftleistung abrufen.
-
-
Prinzip der zeitlichen Koordination von Teilimpulsen (Kinetische Kette):
-
Analyse: Ein harter Schlag erfordert das synchrone Zusammenwirken aller Körpersegmente. Die Beschleunigung startet in den Beinen durch den Absprung (Bild 2–3) und wandert als Impulswelle über die Hüft- und Rumpfdrehung in die Schulter, den Arm und schließlich explosiv in das Handgelenk (Bild 4). Die maximalen Geschwindigkeiten der einzelnen Teilsegmente müssen so nacheinander geschaltet sein, dass der Gesamtimpuls im Treffpunkt (Bild 4) exakt auf den Ball übertragen wird.
-
Regeltypen nach Digel
-
Konstitutive Regeln: Sie sind spielkonstituierend, das heißt, sie erschaffen das Spiel überhaupt erst. Sie legen die unveränderlichen Rahmenbedingungen fest, wie z. B. Spielfeldmaße, Netzhöhe, Ballcharakteristika, Zählweise und erlaubte Spieleranzahl. Ohne sie gäbe es die spezifische Sportart nicht.
-
Strategische Regeln: Sie begrenzen den taktischen Handlungsspielraum der Spieler, um den Spielfluss zu wahren, geben aber gleichzeitig Rahmen für strategische Entscheidungen vor (z. B. Zeitlimits für Pausen, erlaubte Coaching-Zonen, Regelungen zum Seitenwechsel).
-
Moralische Regeln (Fairplay-Regeln): Sie betreffen das Verhalten der Sportler untereinander. Sie fordern Respekt, Chancengleichheit und sportlichen Anstand ein (z. B. Verbot von Beleidigungen, ungeschriebene Gesetze wie das Entschuldigen bei Netzrollern).
Zuordnung von Beispielen aus dem Text
-
Beispiel 1 (Konstitutive Regel): „Die Feldgröße ist mit 20 mal 10 Metern kleiner als beim Tennis“ ODER „der Ball darf analog zum Tennis maximal einmal auf der gegnerischen Seite aufspringen“.
-
Begründung: Diese Regeln definieren die elementare Raumstruktur und den Bewegungscharakter des Spiels. Werden sie verändert, handelt es sich nicht mehr um Padel-Tennis.
-
-
Beispiel 2 (Strategische Regel): „...wobei regelmäßig die Seiten gewechselt werden, wobei ein Seitenwechsel maximal 90 Sekunden dauern darf“.
-
Begründung: Diese zeitliche Eingrenzung beschränkt den strategischen Handlungsspielraum. Die Spieler müssen sich taktisch überlegen, wie sie diese 90 Sekunden effizient zur Regeneration und Spielbesprechung nutzen.
-
Genderansatz im Trendsport Padel
Im Trendsport Padel kommt der Ansatz des Gender Mainstreaming bzw. der Geschlechterdemokratie (Egalitärer Unisex-Ansatz) zur Geltung. Ziel dieses Ansatzes ist die bewusste Dekonstruktion traditioneller Geschlechterhierarchien im Sport durch die Etablierung struktureller, finanzieller, materieller und sprachlicher Gleichberechtigung von Männern und Frauen von Beginn an.
Belege durch vier Textbeispiele
-
Struktureller Beleg (Wettkampf): „In vielen Wettbewerben gehen Männer und Frauen gleichberechtigt als Mixed an den Start.“ Dies bricht das klassische Prinzip der strikten Geschlechtertrennung im Wettkampfsport auf.
-
Finanzieller Beleg (Equal Pay): „Anders als beim Tennis wurden die Preisgelder auf der World Padel Tour bereits 2022 vollständig angeglichen.“ Dies beweist eine institutionelle Wertschätzung unabhängig vom Geschlecht.
-
Materiell-technischer Beleg (Equipment): „Das Spielgerät, der Padelschläger, ist in der Regel unisex konzipiert.“ Es wird im Materialbereich auf eine künstliche Differenzierung („Ladies-Modelle“ mit Leistungsabschlägen) verzichtet.
-
Sprachlich-identitätsstiftender Beleg: „Spielerinnen und Spieler bezeichnen sich selbst gleichermaßen und ganz bewusst als ‚Padelists‘.“ Die Nutzung eines gemeinsamen, geschlechtsneutralen Begriffs fördert eine kollektive Identität jenseits von Gender-Stereotypen.