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Sprachmittlung

As an intern at “ReSet the Trend”, an EU initiative to promote sustainable production and the reuse of textiles, you have been asked to add another “story of change” to the website of the initiative.

Write a blog entry for the “ReSet the Trend” website, outlining the information on the Greenpeace project and the organisers’ and participants’ motivation.

25 %

Text

Tauschen statt Kaufen

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Neues T-Shirt, neue Jeans und – wenn schon dabei – dann vielleicht auch noch eine
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neue Jacke, denn der alten fehlt ja ein Knopf. Damit ist sie praktisch nicht mehr tragbar.
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Regelmäßig wird der heimische Kleiderschrank aussortiert, nur um üppig mit Neuem
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aufgestockt zu werden. Für nur wenig Geld erhält man mit ein paar Klicks im Internet
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einen vollen Warenkorb und wenn das Kleidungsstück nach zweimal Tragen nicht
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mehr gefällt, landet es eben im Müll. Was kann man damit schon falsch machen? Ei-
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gentlich alles, sagt das Team von Greenpeace Moosburg1. […]
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Durchschnittlich kaufen Deutsche im Jahr etwa 60 neue Kleidungsstücke dazu –
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und sortieren sie schnell wieder aus, um etwas Neues zu kaufen. Fast Fashion nennt
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sich dieses Phänomen. Und es boomt.
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Obwohl sie auf den ersten Blick durch ihre billigen Preise lockten, seien solche
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Schnäppchen nicht umsonst, betont Greenpeace. Sie gehen auf Kosten der Arbeiter
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oder der Umwelt. Die Textilindustrie verursacht jährlich 1,2 Millionen Tonnen Formula: \ce{CO2}.Formula: \ce{CO2}.
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Um eine Jeans herzustellen, werden im Schnitt 120 Liter Wasser benötigt – wichtige
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Ressourcen werden somit für den Konsum verbraucht. „Unser Verhalten muss sich
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deutlich ändern“, fordert Hans Forstner von Greenpeace Moosburg.
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Aus diesem Grund wollte die Ortsgruppe Alternativen zum Kleidererwerb aufzei-
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gen, erklärt Nanka Elleke. Statt also neue Kleider zu kaufen und damit Ressourcen zu
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verbrauchen, sollten sie am Samstag im Raum der Begegnung getauscht werden. Das
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Prinzip ist einfach: Jeder sortiert seine gut erhaltenen Klamotten aus und bringt sie mit.
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Dafür kann er sich aus den vorhandenen Sachen so viel mitnehmen, wie er möchte.
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Und das ganz umsonst. Eine nachhaltige Möglichkeit also, den Kleiderschrank aufzu-
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stocken. Was am Ende übrig bleibt, wird in den Laden Tante Emma nach Moosburg
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gebracht, wo es für wenig Geld erworben werden kann.
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Aber Moment. Es gibt da doch auch noch diesen Altkleidercontainer. Seine Klei-
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dung jedoch über diesen Weg zu entsorgen, sieht Forstner kritisch. „Weniger als ein
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Prozent der alten Textilien werden dort tatsächlich recycelt“, moniert er. Der Großteil
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werde stattdessen verschifft und nicht selten verbrannt, so Forstner. Zwar besagt das
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Kreislaufwirtschaftsgesetz, dass nur das, was gar nicht anders verwertbar ist, zur Wär-
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megewinnung verbrannt werden darf. Doch die Kleidung besteht meistens aus ver-
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schiedenen Textilien. Eine einheitliche Kennzeichnung über die Zusammensetzung
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gibt es oftmals nicht. Aus diesem Grund sei das tatsächliche Recyceln sehr aufwendig,
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so Forstner. Deswegen rät er zum Kleidertausch – der könne im Übrigen schon in der
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Nachbarschaft geschehen.
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Vergangenen Samstag jedoch fanden etwa vierzig bis fünfzig Tauschfreudige ihren
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Weg in den Raum der Begegnung nach Freising2. Es sei eine gute Gelegenheit, Klei-
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dung noch eine zweite Chance zu geben, finden etwa Ulrike und Katrin Essen. Selber
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fündig sind sie auch geworden. Das sei eben das Schöne – etwas abzugeben und dafür
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etwas Neues und sogar Besonderes mitzunehmen. Ob jung oder alt, jeder findet etwas
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an diesem Nachmittag oder bestaunt das breite Angebot an Ware. „Diese Jeans hier
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zum Beispiel“, sagt etwa Isabella Hartl, während sie die Hose hochhebt und prüfend
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betrachtet, „die ist doch noch wie neu! Viel zu schade, um sie wegzuschmeißen.“
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Mehr Qualität statt Quantität – das fordern diejenigen, die sich am Samstag zum
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Kleidertausch im Haus der Begegnung eingefunden haben.
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Und mehr Transparenz, um nachverfolgen zu können, woher das Kleidungsstück
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überhaupt stammt. „Niemand braucht jeden Tag neue Kleidung“, sagen viele an die-
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sem Tag. Das Problem ist jedoch, dass genau dieses Geschäft boomt. Neue Kleidung
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für sehr wenig Geld erscheint reizvoll, doch die Qualität leide darunter ebenfalls. Ge-
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rade die Werbung für Fashion-Ketten, die ein wenig nachhaltiges Konzept besitzen, ist
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vielen Anwesenden ein Dorn im Auge. Besonders hartnäckig locke sie mit Billigange-
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boten und sei gerade für jüngere Leute verführerisch. Das müsse sich ändern. Auch im
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analogen Leben: „Auch auf der Straße befindet sich viel Fast Fashion. Nicht nur im
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Internet“, mahnt etwa Besucherin Sofia. Solchen Ketten sollte ihrer Meinung nach we-
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niger Platz gewährt werden.

(621 Wörter)

„Tauschen statt Kaufen“, Lena Meyer, SZ vom 24. 10. 2023

(Sprachliche Fehler in der Textvorlage wurden entsprechend der geltenden Norm korrigiert.)

Annotationen

1 Moosburg: Stadt in Bayern

2 Freising: Stadt in Bayern

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