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A2 Sonnenbrillen

Sonnenbrillen stellen für viele Menschen modische Accessoires dar. In erster Linie dienen sie allerdings dazu, die Augen der Trägerin oder des Trägers vor den Gefahren von Sonnenlicht zu schützen. Als Brillengläser dienen getönte Kunststoff- oder Glasscheiben, die mit filternden Schichten überzogen sind.

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Die Sonne sendet weißes Licht aus. Beschreibe, was man in der Physik unter dem Begriff „weißes Licht“ versteht. Berechne die Wellenlänge des Lichts, dessen Photonen Formula: 3,50\;\text{eV}Formula: 3,50\;\text{eV} Energie haben, und begründe, dass diese Photonen für menschliche Augen gefährlicher sind als die des sichtbaren Lichts.

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Die Gläser von Sonnenbrillen sind getönt (siehe Material 1).

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An einem Sommertag wurde mittags in München für blaugrünes Licht, dessen Photonen Formula: 2,48\;\text{eV}Formula: 2,48\;\text{eV} Energie haben, eine Leistung von Formula: 150\;\tfrac{\mu\mathrm{W}}{\mathrm{cm}^2}Formula: 150\;\tfrac{\mu\mathrm{W}}{\mathrm{cm}^2} gemessen.

Schätze den Flächeninhalt der Gläser einer Sonnenbrille ab und berechne mithilfe von Material 1 die Anzahl der Photonen des blaugrünen Lichts, die zu diesem Zeitpunkt höchstens pro Sekunde durch eine graugetönte Sonnenbrille der Kategorie 2 hindurch gingen.

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Beschreibe im Photonenmodell den Unterschied im Absorptionsverhalten zwischen einer beliebigen Sonnenbrille der Kategorie 2 und einer Sonnenbrille der Kategorie 2 mit Grautönung.

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Sonnenbrillengläser werden zusätzlich zur Tönung häufig mit dünnen, teilweise lichtdurchlässigen Schichten bedampft, um ihr Reflexions- und Transmissionsvermögen zu verändern (siehe Material 2).

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Begründe, dass für die Situation in Material 2 Abb. 1 bei Lichteinfall nahezu senkrecht zur Oberfläche der Gangunterschied Formula: \Delta sFormula: \Delta s der beiden Teilwellen bei Formula: PFormula: P näherungsweise Formula: \Delta s=2d \cdot nFormula: \Delta s=2d \cdot n beträgt.

Der Brechungsindex des Beschichtungsmaterials beträgt Formula: n=1,22.Formula: n=1,22.

Berechnen Sie für einen nahezu senkrechten Lichteinfall die kleinstmögliche Schichtdicke Formula: d,Formula: d, bei der Licht der Wellenlänge Formula: 390\;\text{nm}Formula: 390\;\text{nm} bei Formula: PFormula: P ein Interferenzmaximum aufweist.

Berechne außerdem eine Wellenlänge von Licht, das bei dieser Schichtdicke bei Formula: PFormula: P ein Interferenzminimum aufweist.

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In der Praxis besteht eine solche Beschichtung eines Brillenglases aus mehreren Lagen. Diese sind so gewählt, dass bei Formula: PFormula: P Interferenzmaxima für möglichst viele Wellenlängen auftreten, insbesondere auch im sichtbaren Spektralbereich.

Beschreibe die Auswirkung einer solchen Beschichtung jeweils für den Brillenträger und für eine Person, die von vorne auf die Brille blickt.

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Bestimmte Brillengläser sind mit einer Schicht versehen, die das transmittierte Licht linear polarisiert (siehe Material 3).

Stelle die Funktionsweise der polarisierenden Schicht in einem beschrifteten Bild anschaulich dar. Gestalte deine Darstellung so, dass du diese für eine Präsentation in deinem Physikkurs verwenden könntest.

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Marie ist als Segellehrerin während des Sommers an fast jedem sonnigen Tag von morgens bis abends mit dem Segelboot auf dem Wasser.

Diskutiere unter Verwendung der Materialien 1 und 3 die Eignung leicht getönter Sonnenbrillengläser mit UV 400-Kennzeichnung im Vergleich zu stark getönten, polarisierenden Gläsern mit CE-Siegel.

Erläuterw eine weitere Eigenschaft einer Sonnenbrille, auf die Marie als Seglerin aus gesundheitlichen Gründen Wert legen sollte.

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Material 1: Tönung von Brillengläsern und UV-Schutz

Die sogenannte Tönung von Brillengläsern beschreibt deren Absorptionseigenschaften im sichtbaren Spektralbereich. Die Brillengläser können in verschiedenen Farben getönt sein. Bei einer Grautönung wird bei jeder Wellenlänge des sichtbaren Spektralbereichs näherungsweise der gleiche Anteil der einfallenden Lichtenergie absorbiert, wodurch für den Brillenträger bzw. die Brillenträgerin alle Farben gleichmäßig abgedunkelt werden.

Da für die Brillenträgerin bzw. den Brillenträger die Umgebung abgedunkelt erscheint, weiten sich die Pupillen und die Augen werden nicht mehr zugekniffen. Das Sehen wird insgesamt als weniger anstrengend wahrgenommen und damit verbundene Probleme wie Kopfschmerzen sind weniger häufig bzw. intensiv.

Sonnenbrillengläser werden in fünf Kategorien (siehe Tabelle) eingeteilt. Der Absorptionsgrad gibt dabei den Anteil der einfallenden Lichtenergie an, der vom Brillenglas absorbiert wird.

Kategorie

Absorptionsgrad

im sichtbaren

Spektralbereich

Eignung

Formula: 0Formula: 0

Formula: \lt20\,\%Formula: \lt20\,\%

an bewölkten Tagen und an Abenden

Formula: 1Formula: 1

Formula: 20-57\,\%Formula: 20-57\,\%

an Frühlingstagen, bei wechselndem Wetter

Formula: 2Formula: 2

Formula: 57-82\,\%Formula: 57-82\,\%

normaler Blendschutz für den Sommer in Mitteleuropa

Formula: 3Formula: 3

Formula: 82-92\,\%Formula: 82-92\,\%

Südeuropa, Strand, Berge, Lesen in der Sonne

Formula: 4Formula: 4

Formula: \gt92\,\%Formula: \gt92\,\%

Hochgebirge, Gletscher

Über die Absorption im UV-Bereich gibt das CE-Siegel auf der Sonnenbrille Auskunft: Es wird nur vergeben, wenn die Brille einen 100-prozentigen UV-Filter für Licht mit Wellenlängen kleiner als Formula: 380\;\text{nm}Formula: 380\;\text{nm} hat.

Die zusätzliche Kennzeichnung „UV 400“ erhält die Brille dann, wenn alle Wellenlängen unterhalb von Formula: 400\;\text{nm}Formula: 400\;\text{nm} herausgefiltert werden.

Material 2: Reflektierende Beschichtung eines Brillenglases

Beim Durchgang von Licht durch teilweise lichtdurchlässige Schichten treten an Grenzflächen Reflexion und Brechung auf. Abb. 1 zeigt den Lichtweg durch eine solche Schicht. Die im Bild mit Formula: (1)Formula: (1) und Formula: (2)Formula: (2) gekennzeichneten reflektierten Lichtstrahlen liegen in der Realität an der mit Formula: PFormula: P markierten Stelle nahezu aufeinander.

Sichtbares Licht hat in teilweise lichtdurchlässiger Materie eine kleinere Ausbreitungsgeschwindigkeit als im Vakuum. Der Brechungsindex Formula: nFormula: n gibt das Verhältnis dieser Geschwindigkeiten an. In Luft gilt Formula: n_{\text {Luft }} \approx 1,Formula: n_{\text {Luft }} \approx 1, in Beschichtungen von Brillengläsern gilt Formula: n\gt1.Formula: n\gt1.

Der Gangunterschied Formula: \Delta sFormula: \Delta s der Teilwellen Formula: (1)Formula: (1) und Formula: (2)Formula: (2) kann berechnet werden, indem der Wegunterschied mit Formula: nFormula: n multipliziert wird.

Lichtreflexion eines Brillenglases
Lichtreflexion eines BrillenglasesLichtreflexion eines Brillenglases

Abb. 1: Lichtweg durch eine teilweise lichtdurchlässige Schicht

Material 3: Polarisation bei Transmission und Reflexion

Sonnenbrillen mit polarisierenden Brillengläsern laden viele Menschen zum „Spielen" ein, weil sich Helligkeiten und Kontraste verändern, wenn man durch das Brillenglas sieht und die Brille um die Sichtachse dreht. Diese Brillengläser sind mit einer Schicht versehen, die aus dem unpolarisierten Sonnenlicht linear polarisiertes Licht macht. Dazu absorbiert die Schicht alle Komponenten der eintreffenden elektromagnetischen Wellen außer einer, deren Schwingungsrichtung durch die Schicht vorgegeben ist. Die Intensität des Lichts, das das Brillenglas durchdringt, wird dabei insgesamt reduziert.

Für den Sehkomfort ist folgender Effekt besonders von Bedeutung: Wenn Sonnenlicht an einer ebenen Grenzfläche zwischen zwei Materialien reflektiert wird, ist das reflektierte Licht teilweise bis vollständig polarisiert (siehe Abb. 2). Im Alltag tritt dies häufig an Eis- oder Wasserflächen sowie glatten Lackflächen auf. Polarisierende Brillengläser filtern aufgrund der Ausrichtung der polarisierenden Schicht gerade dieses reflektierte Licht besonders gut heraus, wodurch sie ein blendarmes, kontrastreiches Sehen mit einer verbesserten Farbwahrnehmung ermöglichen.

Einfallendes Sonnenlicht wird an einer Oberfläche reflektiertEinfallendes Sonnenlicht wird an einer Oberfläche reflektiert

Abb. 2: Polarisation bei Reflexion

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