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A3 Quantenobjekte

Interferenzexperimente sind eine wesentliche Methode zur Untersuchung von Quantenobjekten. Am Beginn standen Experimente mit Elektronen. In den vergangenen Jahrzehnten wurden solche Experimente auch mit zunehmend größeren Objekten durchgeführt.

1

Im Folgenden wird die Interferenz von Farbstoffmolekülen an einem Doppelspalt untersucht.

a

Skizziere einen Versuchsaufbau, bei dem durch ein elektrisches und ein magnetisches Feld erreicht wird, dass einfach positiv geladene Farbstoffmoleküle diesen Versuchsaufbau nur mit dem Geschwindigkeitsbetrag von Formula: 158\;\tfrac{\text{m}}{\text{s}}Formula: 158\;\tfrac{\text{m}}{\text{s}} passieren können. Trage in die Skizze dafür notwendige Messgrößen ein und gib passende Werte an.

5 BE

b

Zeige mithilfe der Tabelle in Material 1, dass ein Farbstoffmolekül mit dem Geschwindigkeitsbetrag von Formula: 158\;\tfrac{\text{m}}{\text{s}}Formula: 158\;\tfrac{\text{m}}{\text{s}} eine De-Broglie-Wellenlänge von Formula: 1,95 ⋅ 10−12\;\text{m}Formula: 1,95 ⋅ 10−12\;\text{m} besitzt.

2 BE

c

In Material 1 ist der Interferenzversuch mit den Farbstoffmolekülen beschrieben. Skizziere die Intensitätsverteilung entlang der Linie Formula: L,Formula: L, die sich aus dem Schirmbild in Material 1 Abb. 2 ergibt.

2 BE

d

Bestimme anhand von Material 1 Abb. 2 den Abstand Formula: aFormula: a des Schirms vom Doppelspalt. Erläutere dein Vorgehen mithilfe von Skizzen und gehe auf eine notwendige Näherung bei der Bestimmung von Formula: aFormula: a mit den daraus abgeleiteten Vereinfachungen ein.

11 BE

e

Der experimentelle Aufbau wird dahingehend erweitert, dass jeweils bestimmt werden kann, welchen Spalt die Farbstoffmoleküle passieren.

Erläutere die daraus resultierende Änderung des Schirmbilds und skizziere das neue Schirmbild.

3 BE

2

Erläutere anhand von Material 2, dass durch Interferenzexperimente der experimentell bestätigte Gültigkeitsbereich der Quantentheorie erweitert wird.

3 BE

3

Beurteile den Werbeflyer in Material 3 hinsichtlich seiner Vertrauenswürdigkeit. Berücksichtige die verwendete Argumentationsstruktur.

4 BE
30 BE

Material 1: Interferenz von Farbstoffmolekülen

Die Farbstoffmoleküle bewegen sich mit einheitlicher Geschwindigkeit auf den Doppelspalt zu und treffen senkrecht auf ihn. Der Schirm ist parallel zum Doppelspalt im Abstand a angeordnet (siehe Abb. 1). Abb. 2 zeigt maßstabsgetreu das sich ergebende Interferenzbild auf dem Schirm.

Schematische Darstellung zweier Trichter mit Mittelachse, Abstand a und Streuung/Partikel im rechten Trichter.Schematische Darstellung zweier Trichter mit Mittelachse, Abstand a und Streuung/Partikel im rechten Trichter.

Abb. 1: Versuchsaufbau

Masse eines Farbstoffmoleküls

Formula: 1298\;\text{u}Formula: 1298\;\text{u}

Summenformel eines Farbstoffmoleküls

Formula: \text{C}_{48}\text{H}_{26}\text{F}_{24}\text{O}_8Formula: \text{C}_{48}\text{H}_{26}\text{F}_{24}\text{O}_8

Geschwindigkeit der Farbstoffmoleküle

Formula: 158\;\tfrac{\text{m}}{\text{s}}Formula: 158\;\tfrac{\text{m}}{\text{s}}

Spaltmittenabstand Formula: gFormula: g

Formula: 100\;\text{nm}Formula: 100\;\text{nm}

Schirmbreite

Formula: 150\;\mu\text{m}Formula: 150\;\mu\text{m}

Daten des Experiments

SchirmbildSchirmbild

Abb. 2: maßstabsgetreues Schirmbild

(Abb. 1 und Abb. 2 sind in Anlehnung an Thomas Juffmann, Adriana Milic, Michael Müllneritsch, Peter Asenbaum, Alexander Tsukernik, Jens Tüxen, Marcel Mayor, Ori Cheshnovsky and Markus Arndt:

Real-time single-molecule imaging of quantum interference.

In: Nature Naonotechnology Vol 7, Mai 2012)

Material 2: Interferenzversuche mit Molekülen

Diagramm mit farbigen Molekülmodellen und Beschriftungen, die verschiedene Molekülgrößen zeigen.Diagramm mit farbigen Molekülmodellen und Beschriftungen, die verschiedene Molekülgrößen zeigen.

Abb. 3

Quelle: Prof. Dr. Markus Arndt, Quantum Nanophysics Group, Universität Wien

Seit 1930 gelangen Interferenzexperimente mit immer komplexeren Systemen. Auf das kleinstmögliche Molekül Formula: \mathrm{H}_2Formula: \mathrm{H}_2 (1930) folgte 1994 mit Formula: \mathrm{He}_2Formula: \mathrm{He}_2 das am schwächsten gebundene zweiatomige Molekül. Interferenz mit Molekülen, die aus vielen Atomen bestehen, wurde 1999 bei Formula: \mathrm{C}_{60}Formula: \mathrm{C}_{60} beobachtet. Seitdem wurden Interferenzexperimente mit unterschiedlichsten Substanzen wie organischen Farbstoffen (2003), Vitaminen (2017), Koffein-Clustern (2014) bis hin zu Antibiotika (2020) oder komplexen organischen Molekülen mit mehr als 2000 Atomen (2019) erfolgreich durchgeführt.

Material 3: Werbeflyer

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Rotes Verbotszeichen mit durchgestrichenem Radioaktivitätszeichen und Text "STOPP dem Atomstrom"
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