Tu amigo español acaba de participar en una fiesta de intercambio de ropa en Madrid. Como va a venir de estudiante Erasmus a Múnich, te ha preguntado a ti si estas swap parties también se estilan en Alemania.
Wer Geld sparen und Ressourcen schonen will, kann seine Garderobe bei einer
Kleidertauschparty aufbessern statt im Laden einzukaufen. […] Nehmen wir Christine R., die
gerade eine Jacke im College-Stil aus einem Haufen zieht, als ein Beispiel von vielen, die an
diesem Abend aus Gründen der Nachhaltigkeit zur Kleidertauschparty gekommen sind. "Man
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macht hier witzige Funde. Und man wird seine alten Sachen los", sagt die 46-Jährige. "Upcycle
your Style" heißt die Veranstaltung von Green City, zu der die Münchner Umweltorganisation ins
Eine-Welt-Haus eingeladen hat.
Hier wechseln Klamotten nicht nur kostenlos den Besitzer, man kann diese auch gleich upcyceln.
So heißt das, wenn alte Stoffe durch die Hände eines Kreativen zu einer neuen, idealerweise
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schöneren Daseinsform gelangen. "Wir wollen Bildung vermitteln. Und den Leuten Alltagswissen
mitgeben, das sie auch zu Hause anwenden können", sagt Christina P., die Leiterin des Projekts.
An vier Nähmaschinen können die Münchnerinnen - die Frauen sind eindeutig in der Überzahl -
lernen, wie man Secondhand-Mode repariert, kürzt oder aufwertet.
Secondhand-Mode? Upcycling? Kleidertausch? All diese Begriffe stehen als Gegenentwurf zu den
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Umweltsünden der Fast-Fashion-Industrie und dem Konsumwahn […]. "Jährlich sortieren
Haushalte in Deutschland mehr als 1,5 Milliarden Textilien aus - dies sind pro Person mehr als
zwölf Kleidungsstücke", schreibt der Abfallwirtschaftsbetrieb München auf seiner Internetseite. Das
klingt nach einem gewaltigen Haufen Stoff, der da regelmäßig abgestoßen wird. […]
Green City veranstaltet seit 13 Jahren Kleidertauschpartys. Pro Veranstaltung wechseln bis zu 900
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Kilo gebrauchte Kleidung den Besitzer. Durch nur zwei getauschte anstatt neu gekaufter
Kleidungsstücke könne jeder Teilnehmer 30 Kilogramm CO₂ einsparen, erklärt die Projektleiterin.
Die Maßnahmen gegen das Coronavirus hatten den Tauschpartys eine Zwangspause auferlegt.
Doch wenn man sich die Menge der Leute anschaut, die sich im Eine-Welt-Haus um die Tische
drängen oder konzentriert die Kleiderstangen durchforsten, konnte das der Motivation offenbar
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nichts anhaben. Im Gegenteil: "Durch Pandemie und Energiekrise hat sich das Mindset verändert.
Man merkt plötzlich, dass man gar nicht mehr so viel Neues braucht", sagt Janet R., die Stil- und
Farbberatungen anbietet. […]
"Am Kleidertausch ist das Spannende das Zirkuläre, dafür interessieren sich immer mehr Leute",
sagt Stephanie M. Die Münchner Textilkünstlerin upcycelte schon als Schülerin. Als Dozentin an
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der Kunstuniversität Linz hat sie sich mit der Ausbeutung durch die Modeindustrie befasst, bei den
Tauschpartys setzt sie sich dann gerne mal an die Nähmaschine, um anderen Tricks und Kniffe zu
Dass die Preise steigen, beschäftigt viele. Das Gebot zum Sparen - plötzlich ist es in aller Munde.
Auch die Secondhand-Läden hätten die Preise erhöhen müssen, berichtet Textilkünstlerin M. "Da
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ist der Kleidertausch eine kleine Enklave." Ein Ort, an dem man sich nicht dafür schämen müsse,
arm zu sein. "Meinen Kunden geht es nicht primär ums Geld, sondern um die Wertschätzung",
sagt Gundi K., die seit 18 Jahren einen Upcycling-Laden führt. Die klopften sich nicht auf die
Schulter, weil sie nachhaltig einkauften, sondern fänden es tatsächlich schade, gut erhaltene
Dinge wegzuwerfen. Deshalb bringen sie zum Beispiel den alten Spitzenstoff der Oma, damit
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Gundi K. damit einen Jeansrock zu einem Lieblingsteil aufwerten kann. Sie sagt: "Da hängen ja