Aufgabenstellung 2 – Die Stadt der Verführten – ist Coca-Cola maßgeblich verantwortlich für die Lebensumstände in San Cristóbal de las Casas, Mexiko?
Beantworte die Themenfrage, indem du
den sozioökonomischen Entwicklungsstand des mexikanischen Bundesstaates Chiapas charakterisierst,
die Bedeutung des Coca-Cola Unternehmens für die Wirtschaft und Bevölkerung der Stadt San Cristóbal de las Casas im Bundesstaat Chiapas erläuterst,
diskutierst, inwieweit das Coca-Cola Unternehmen für die Stadt San Cristóbal de las Casas nachhaltig ist.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?M 1 – Übersicht über Chiapas und die Stadt San Cristóbal de las Casas
M 1a – Lage von Chiapas und der Stadt San Cristóbal de las Casas

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/San_Cristóbal_de_las_Casas; https://www.citypopulation.de/de/mexico/admin/chiapas/07078__san_cristóbal_de_las_cas/ (Zugriff 02.02.2024, eigene Darstellung)
M 1b – Bevölkerungsentwicklung der Stadt San Cristóbal de las Casas

Quelle: https://www.citypopulation.de/de/mexico/admin/chiapas/07078__san_cristóbal_de_las_cas/ (Zugriff 05.04.2024)
M 2 – Soziale Verhältnisse in Chiapas
M 2a – Sozioökonomische Indikatoren (2022)
|
Indikatoren |
Mexiko |
Chiapas |
|
Fläche (km2) |
1.943.950 |
75.634 |
|
Bevölkerung (Mio.) |
127,5 |
5,7 (davon 1,57 Mio. indigener Herkunft) |
|
Bevölkerung unter 15 Jahren (%) |
24,5 |
31,9 |
|
Lebenserwartung bei Geburt (Jahre) |
75,3 |
74,6 |
|
HDI (Index/Rang von 191 Staaten) |
0,758 / 86* |
0,675* |
|
Analphabetenrate (%) |
4,3 |
13 |
|
Kindersterblichkeitsrate (pro 1.000 Kinder unter 5 Jahren, in %) |
13,2* |
18,5 |
|
Praktizierende Ärztinnen und Ärzte (je 1.000 Ew) |
2,4**** |
1,5** |
|
Anteil der Erwachsenen mit erhöhtem Blutdruck, die medizinisch versorgt werden (%) |
20,7 |
17,5 |
|
Anteil der Erwachsenen mit Adipositas (%) |
28,9*** |
k. A. |
|
Zugang zu sauberem Wasser (%) |
99,7 |
44 |
|
Personen unter der Armutsgrenze (%) / Rang von 33 mexikanischen Bundesstaaten |
36 |
67,4 / 1 |
|
Personen in extremer Armut (%) / Rang von 33 mexikanischen Bundesstaaten |
7,1 |
28 / 1 |
|
BIP pro Einwohner (US- |
11.266 |
3.989 |
|
Bruttowertschöpfung nach Sektoren (%) primär/sekundär/tertiär |
4,1 / 35,4 / 60,5* |
7,7 / 18,7 / 73,6* |
|
Erwerbstätige nach Sektoren (%) primär/sekundär/tertiär |
13,1 / 24,5 / 62,4* |
36,9 / 14,5 / 48,6*** |
|
Arbeitslosenquote (%) |
2,99 |
2,33 |
|
Anteil der Bevölkerung, der im informellen Sektor tätig ist (%) |
56,5* |
79,2** |
*2021 **2018 ***2016 ****2019
Adipositas: Durch die Ansammlung von übermäßig viel Fettgewebe im Körper kommt es zu einem starken Übergewicht. Ein Mensch gilt als adipös, bei einem Body-Mass-Index von über 30.
Quelle: https://www.umm.de/themenseite-adipositas/; https://t1p.de/dkage; https://t1p.de/c9c63; https://t1p.de/oyhmw; https://data.unicef.org/country/mex/; https://t1p.de/2ht01; https://www.wko.at/statistik/laenderprofile/lp-mexiko.pdf; https://borgenproject.org/-chronic-diseases-in-chiapas/; https://t1p.de/2nifq; https://t1p.de/3dj1o; https://t1p.de/rf78i; https://t1p.de/r9p9t; https://t1p.de/oneba; https://www.medigraphic.com/pdfs/cardiovascuar/cms-2022/cmss223o.pdf; https://t1p.de/0vuuy (Zugriff 26.09.2024, eigene Übersetzung)
M 2b – Schulbildung in Chiapas (2018)
|
29 % der Bevölkerung weisen einen Bildungsrückstand auf |
|
|
14,6 % der Bevölkerung über 15 Jahre haben keine Schulbildung |
16,4 % der Schülerschaft schließen die Sekundarstufe II ab |
|
34,5 % zwischen 15 und 17 Jahren gehen nicht zur Schule |
11,7 % der Studierenden schließen ein Studium ab |
Quelle: https://www.sipaz.org/informationen-ueber-chiapas-ii/?lang=de (Zugriff 05.04.2024)
M 3 – Coca-Cola in Mexiko und Chiapas
M 3a – Abriss der Geschichte von Coca-Cola in Mexiko
|
1926 |
Das US-amerikanische Coca-Cola Unternehmen eröffnet die erste Abfüllstation in Mexiko. |
|
1968 |
Coca-Cola ist ein Sponsor bei den Olympischen Spielen in Mexiko. |
|
ab 1960er |
Groß angelegte Marketingkampagnen werden durchgeführt, die sich u. a. auf die indigene Bevölkerung konzentrieren, oft in indigenen Sprachen und mit religiösen Untertönen. |
|
1993 |
Gründung des mexikanischen Coca-Cola Femsa Unternehmens, welches heute 52 Getränkeabfüllanlagen in 10 Ländern unterhält. |
|
1994 |
Das Freihandelsabkommen NAFTA tritt in Kraft. |
|
2000 – 2006 |
Vicente Fox, ehemaliger Geschäftsführer von Coca-Cola Femsa (1975 – 1979), wird Präsident des Landes und wird während seines Wahlkampfes von Coca-Cola unterstützt. |
|
2002 |
Coca-Cola baut die Mexican Recycling Industry in der Stadt Toluca im Bundesstaat México auf; die erste PET-Recyclinganlage in Lebensmittelqualität in Lateinamerika. |
|
2005 |
Die nationale Wasserbehörde CONAGUA erneuert die Wasserentnahmelizenz für die Abfüllanlage in San Cristóbal de las Casas, trotz Protesten aus der Bevölkerung. |
|
2007 |
Die mexikanische Regierung führt in Kooperation mit Coca-Cola die „Ponte al 100“ Initiative ein. Dies ist ein landesweites Bewegungs- und Ernährungsinterventionsprogramm für mexikanische Kinder und Heranwachsende. |
|
2014 |
Mexiko führt Steuern für den Konsum von zuckerhaltigen Getränken ein. |
|
2023 |
Coca-Cola vermarktet in Mexiko 83 Marken von Erfrischungsgetränken in 13 Kategorien. Der Kaloriengehalt der Produkte wurde in den letzten zehn Jahren um 21 % reduziert. |
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=tFFKqeNk4mM&t=67s; https://www.coca-cola.com/mx/es/about-us/nosotros (Zugriff 10.03.2024, eigene Übersetzung)
M 3b – Coca-Cola Unternehmen in der Stadt San Cristóbal de las Casas, Chiapas

Quelle: https://www.google.de/maps/search/San+Cristóbal+de+las+Casas+und+coca-cola/@16.735385,-92.6641928,13.55z?hl=de&entry=ttu; https://www.femsa.com/en/press-room/press-release/coca-cola-femsa-joins-the-environmental-actions-of-san-cristobal-de-las/; https://www.infosperber.ch/wirtschaft/konsum/mexiko-so-macht-coca-cola-die-bevoelkerung-krank/; https://truthout.org/articles/coca-cola-sucks-wells-dry-in-chiapas-forcing-residents-to-buy-water/ (Zugriff 10.03.2024, eigene Darstellung und Übersetzung)
M 3c – Verteilung des Umsatzes von Coca-Cola FEMSA in Mexiko (2022)

Quelle: https://www.statista.com/statistics/810531/coca-cola-femsa-product-sales-mexico/ (Zugriff 07.02.2024, eigene Übersetzung)
M 3d – Volumen an konsumierten Erfrischungstränken in Mexiko
(in Milliarden Liter)

Quelle: https://de.statista.com/outlook/cmo/alkoholfreie-getraenke/erfrischungsgetraenke/mexiko#volumen (Zugriff 07.02.2024)
M 3e – Verbraucherpreise von Erfrischungsgetränken in Mexiko
(pro Liter, in Euro)
|
2018 |
2024 |
2026* |
|
|
Energydrinks & Sportgetränke |
1,34 |
1,73 |
1,82 |
|
Kohlensäurefreie Erfrischungsgetränke |
1,05 |
1,36 |
1,44 |
|
Kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke |
0,70 |
0,91 |
0,96 |
* 2026 ist prognostiziert.
Quelle: https://de.statista.com/outlook/cmo/alkoholfreie-getraenke/erfrischungsgetraenke/mexiko#preis (Zugriff 07.02.2024)
M 4 – Coca-Cola Konsum im Vergleich
M 4a – Durchschnittlicher jährlicher Pro-Kopf-Konsum an Erfrischungsgetränken
(2019, in Liter)

M 4b – Nährwerte einer Coca-Cola
Jedes Glas von 250 ml enthält:
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pro 250 ml |
% |
|
|
Brennwert |
450 kJ |
|
|
Fett |
0 g |
0 % |
|
Kohlenhydrate |
27 g |
10 % |
|
↳ davon Zucker |
27 g |
29 % |
|
Eiweiß |
0 g |
0 % |
|
Salz |
0 g |
0 % |
% des Richtwertes für die Tageszufuhr; basierend auf einer Ernährung von täglich 8.400 kJ/2.000 kcal
Quelle: https://latinometrics.substack.com/p/domestic-beer-soda-excess-and-feeding; https://de.openfoodfacts.org/produkt/54491229/coca-cola (Zugriff
07.02.2024, eigene Übersetzung)
M 5 – Auszüge aus Pressemeldungen zu Coca-Colas Einfluss auf die Gesellschaft
*1 Peso = 0,047 Euro (Stand: 15.09.2024)
https://www.youtube.com/watch?v=tFFKqeNk4mM&t=67s; https://www.infosperber.ch/wirtschaft/konsum/mexiko-so-macht-coca-cola-diebe-voelkerung-krank/ (Zugriff 07.02.2024, eigene Übersetzung)
M 6 – Fünf häufigste Todesursachen in Chiapas (2021)
|
Todesursachen |
Prozentualer Anstieg der Tode zwischen 2011–2021 (pro 100.000 Einwohner) |
|
|
1 |
Covid-19 |
+131,7 |
|
2 |
Herz-Kreislauferkrankungen |
+28,5 |
|
3 |
Diabetes |
+20,8 |
|
4 |
Chronische Nierenerkrankung |
+12,3 |
|
5 |
Leberzirrhose |
+9,8 |
Zivilisationskrankheiten: Sammelbegriff für Krankheiten, die durch zivilisatorische Faktoren beeinflusst oder ausgelöst werden. Hierzu zählen u. a. die oben genannten Todesursachen. Als auslösende bzw. begünstigende Faktoren des modernen Lebensstils gelten u. a. mangelnde körperliche Aktivität, unausgewogene oder übermäßige Ernährung, sowie zu hoher Zuckerkonsum.
Quelle: https://www.healthdata.org/research-analysis/health-by-location/profiles/mexico-chiapas (Zugriff 26.09.2024, eigene Übersetzung); https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/zivilisationskrankheiten/71843 (Zugriff 05.04.2024)
M 7 – Regionale Wassersituation um San Cristobal de las Casas
|
„Das Wasser verschwindet in San Felipe Ecatepec, einer indigenen Stadt drei Meilen außerhalb von San Cristóbal de las Casas, Chiapas, im Süden Mexikos. ‚In den letzten vier Jahren haben unsere Brunnen zu versiegen begonnen‘, sagt Juan Urbano. ‚Die Menschen laufen manchmal zwei Stunden am Tag, um Wasser zu holen. Andere müssen ihr Wasser kaufen.‘ Wohin geht das ganze Wasser?“ (Martha Pskowski, Coca-Cola Sucks Wells Dry in Chiapas, Forcing Residents to Buy Water, 2017) |
|
„Viele Einwohner haben nur wenige Tage in der Woche fließendes Wasser, einige Haushalte haben gar keinen Wasseranschluss. Softdrinks dagegen gibt es buchstäblich an jeder Ecke. Um Keime abzutöten, ist das Leitungswasser zudem so stark gechlort, dass es fast nicht trinkbar ist.“ (Daniela Gschweng, Mexiko: So macht Coca-Cola die Bevölkerung krank, 2018) |
|
„Coca-Cola Femsa beteuert, für die Wasserknappheit nicht verantwortlich zu sein, weil das Unternehmen tiefere Brunnen nutze als die lokale Wasserversorgung. Einige externe Experten stützen diese Sicht. Coca-Cola Femsa wählt damit die womöglich gesundheitlich bessere Variante, denn die Infrastruktur in San Cristóbal ist unzureichend. Eine Abwasserreinigung gibt es nicht. Darum fließen ungeklärte Abwässer in die Oberflächengewässer, was zu einer hohen Keimbelastung führt.“ (Daniela Gschweng, Mexiko: So macht Coca-Cola die Bevölkerung krank, 2018) |
|
„Das Umweltministerium der Gemeinde San Cristóbal de las Casas führte seinen Aufforstungstag 2019 im Gebiet Arcotete durch, bei dem sich Coca-Cola Femsa für die Erhaltung der Umwelt in diesem Gebiet einsetzte. Mehr als 200 Freiwillige, Mitarbeiter und Behörden nahmen an der Anpflanzung von mehr als 5.700 endemischen Arten der Region auf einer Fläche von etwa 8 Hektar teil. Die Initiative zum Tag der Wiederaufforstung trägt dazu bei, die Erosion des Bodens zu verhindern, die Sammlung und Verteilung von Wasser in den Flüssen und Grundwasserleitern zu fördern und die Erhaltung der Umwelt für künftige Generationen sowie die soziale Integration der Gemeinschaft zu unterstützen.“ (Coca-Cola Femsa Pressemitteilung, Coca-Cola Femsa Joins the Environmental Actions of San Cristobal de las Casas’ Secretary of Ecology, 2019) |
Quelle: https://truthout.org/articles/coca-cola-sucks-wells-dry-in-chiapas-forcing-residents-to-buy-water/; https://www.infosperber.ch/wirtschaft/konsum/mexiko-so-macht-coca-cola-die-bevoelkerung-krank/; https://www.femsa.com/en/press-room/press-release/coca-cola-femsa-joins-the-environmental-actions-of-san-cristobal-de-las/ (Zugriff 27.02.2024, eigene Übersetzung)
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Chiapas ist ein Bundesstaat im Südosten Mexikos und gehört zu den peripheren, vom nationalen Zentrum weiter entfernten Räumen. San Cristóbal de las Casas liegt im Zentrum des Bundesstaates. (Atlas, M1a)
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San Cristóbal de las Casas liegt bei etwa 16° nördlicher Breite und 92° westlicher Länge. (Atlas)
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Der Bundesstaat Chiapas umfasst 75.634 km2 und hat etwa 5,7 Mio. Einwohner. (M2a)
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Auffällig ist der hohe Bevölkerungsanteil indigener Herkunft: Von den 5,7 Mio. Einwohnern sind rund 1,57 Mio. indigener Herkunft.
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Zudem wächst die Bevölkerung weiter an und ist vergleichsweise jung, da 31,9 % unter 15 Jahre alt sind und damit deutlich mehr als im Landesdurchschnitt Mexikos. (M1b, M2a)
Sozialer Entwicklungsstand
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Der HDI von 0,675 weist Chiapas formal als Raum mit mittlerem Entwicklungsstand aus. Gleichzeitig zeigen die übrigen Indikatoren, dass die realen Lebensverhältnisse in vielen Bereichen deutlich problematischer sind. (M2a)
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Die soziale Lage ist durch ausgeprägte Armut gekennzeichnet: 67,4 % der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze, 28 % sogar in extremer Armut. Damit ist Chiapas der ärmste Bundesstaat Mexikos. (M2a)
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Das BIP pro Einwohner liegt mit 3.989 US-
weit unter dem mexikanischen Durchschnitt von 11.266 US-
. Das verweist auf geringe Einkommen, eine niedrige Kaufkraft und insgesamt schwache wirtschaftliche Teilhabe großer Teile der Bevölkerung. (M2a)
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Auch die Gesundheitsindikatoren zeigen prekäre Lebensverhältnisse: Die Lebenserwartung liegt mit 74,6 Jahren leicht unter dem Landesdurchschnitt (75,3 Jahre), während die Kindersterblichkeit mit 18,5 pro 1.000 Kindern unter fünf Jahren deutlich höher ist als im Landesdurchschnitt (13,2 pro 1.000 Kindern unter fünf Jahren). (M2a)
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Hinzu kommt eine geringe Ärztedichte von 1,5 Ärzten je 1.000 Einwohner, was auf eine unzureichende Gesundheitsinfrastruktur hinweist. (M2a)
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Die gesundheitliche Situation ist zusätzlich belastet, da Zivilisationskrankheiten eine große Rolle spielen. Zu den häufigsten Todesursachen zählen neben Covid-19 auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, chronische Nierenerkrankungen und Leberzirrhose. (M6)
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Weniger als die Hälfte der Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser: Nur 44 % der Bevölkerung verfügen über eine entsprechende Versorgung. (M2a)
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Die öffentliche Wasser- und Abwasserinfrastruktur ist mangelhaft: In einzelnen Orten sind Haushalte nur an wenigen Tagen pro Woche oder gar nicht an die Wasserversorgung angeschlossen. (M2a, M7)
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Der soziale Entwicklungsstand wird auch durch deutliche Bildungsprobleme geprägt: Die Analphabetenrate liegt mit 13 % klar über dem Landeswert von 4,3 %. Zudem weisen 29 % der Bevölkerung einen Bildungsrückstand auf, 14,6 % der Über-15-Jährigen haben keine Schulbildung, 34,5 % der 15- bis 17-Jährigen gehen nicht zur Schule, und nur 11,7 % schließen ein Studium ab. (M2a, M2b)
-
Diese schwache Bildungsbeteiligung und das niedrige Qualifikationsniveau verschlechtern die Chancen auf formelle, besser bezahlte Beschäftigung und verstärken damit Armut und soziale Benachteiligung. (M2b)
Ökonomischer Entwicklungsstand
-
Chiapas ist ökonomisch deutlich schwächer entwickelt als Mexiko insgesamt. Das zeigt sich vor allem am sehr niedrigen BIP pro Einwohner und an der hohen Armutsquote. (M2a)
-
In der Bruttowertschöpfung dominiert der tertiäre Sektor mit 73,6 %. (M2a)
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Gleichzeitig arbeiten 36,9 % der Erwerbstätigen im primären Sektor, obwohl dieser nur 7,7 % zur Wertschöpfung beiträgt. Das spricht für eine wenig produktive Landwirtschaft bzw. teilweise subsistenzorientierte Wirtschaftsweise hin. (M2a)
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Der sekundäre Sektor ist mit 18,7 % an der Bruttowertschöpfung und 14,5 % an den Erwerbstätigen vergleichsweise schwach ausgeprägt, was auf einen begrenzten Industrialisierungsgrad hinweist. (M2a)
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Die Arbeitslosenquote liegt mit 2,33 % zwar leicht unter dem Landesdurchschnitt (2,99 %), dies ist jedoch kein Ausdruck wirtschaftlicher Stärke. Vielmehr sind viele Menschen im informellen Sektor oder in wenig produktiven Tätigkeiten beschäftigt. (M2a)
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79,2 % der Bevölkerung arbeiten im informellen Sektor. Das zeigt, dass zwar viele Menschen irgendeiner Erwerbstätigkeit nachgehen, diese aber oft unsicher, schlecht bezahlt und sozial kaum abgesichert ist. (M2a)
Fazit
Insgesamt ist Chiapas ein sozioökonomisch deutlich benachteiligter Bundesstaat Mexikos. Zwar weist der HDI formal einen mittleren Entwicklungsstand aus, tatsächlich prägen jedoch massive Armut, Bildungsdefizite, eine schwache Gesundheits- und Wasserversorgung sowie eine strukturell wenig produktive Wirtschaft den Raum. Vor allem der hohe Anteil informeller Beschäftigung, das sehr niedrige BIP pro Kopf und die unzureichende soziale Infrastruktur zeigen, dass Chiapas im nationalen Vergleich stark unterentwickelt ist.
Einordnung der Unternehmensansiedlung
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Coca-Cola ist bereits seit 1926 in Mexiko präsent und steigerte seinen Bekanntheitsgrad unter anderem durch das Sponsoring der Olympischen Spiele 1968. Seit den 1960er Jahren richteten sich große Werbekampagnen gezielt auch an die indigene Bevölkerung, teils in indigenen Sprachen und mit religiösen Bezügen. Dadurch nahm die Verankerung der Marke besonders auch in indigen geprägten Bevölkerungsgruppen deutlich zu. (M3a)
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Mit der Gründung von Coca-Cola Femsa 1993 und dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens NAFTA 1994 wurde der Marktzugang weiter liberalisiert. Dadurch intensivierten sich die Handelsbeziehungen zwischen dem US-Unternehmen und Mexiko, sodass sich Coca-Cola Mexiko und auch in Chiapas besonders stark ausbreiten konnte. (M3a)
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Die enge Verbindung zwischen Coca-Cola und politischen Entscheidungsträgern zeigt sich unter anderem daran, dass während der Amtszeit des ehemaligen mexikanischen Präsidenten die Wasserentnahmelizenz für die Abfüllanlage in San Cristóbal de las Casas trotz Protesten aus der Bevölkerung erneuert wurde. Zugleich profitiert das Unternehmen von sehr niedrigen Wasserkosten, was auf ein deutliches politisches Wohlwollen gegenüber der Ansiedlung hinweist. (M3a, M3b)
Bedeutung für die Wirtschaft der Stadt
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Die Abfüllanlage in San Cristóbal de las Casas schafft rund 1.600 direkte und etwa 15.000 indirekte Arbeitsplätze. Damit ist Coca-Cola ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in einer strukturell schwachen Region. (M3b)
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Coca-Cola beliefert allein in Chiapas rund 50.000 Verkaufsstellen. Dadurch profitieren zahlreiche kleine Läden und Händler von Vertrieb und Verkauf der Produkte, sodass das Unternehmen wesentlich zur lokalen Wirtschaft beiträgt. (M3b)
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Das vergleichsweise geringe Bildungsniveau der Bevölkerung erleichtert es dem Unternehmen, Arbeitskräfte für einfache Tätigkeiten in Produktion, Lagerung und Vertrieb zu finden. So eröffnet Coca-Cola Menschen mit geringer Qualifikation Beschäftigungsmöglichkeiten, nutzt aber zugleich die strukturelle Schwäche des Arbeitsmarkts. (M2b, M3b)
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Die Abfüllanlage verbraucht etwa 1 Million Liter Wasser pro Tag, zahlt dafür aber nur rund 10 US-Cent pro 1.000 Liter. Diese sehr günstigen Wasserpreise verbessern die Produktionsbedingungen erheblich und zeigen, dass Coca-Cola bei der Ansiedlung wirtschaftlich und politisch begünstigt wird. (M3b)
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Auch die Absatz- und Umsatzstruktur zeigt die starke Marktstellung des Unternehmens: 71 % des Umsatzes von Coca-Cola FEMSA in Mexiko entfallen auf kohlensäurehaltige Getränke, während Wasser als Massengut nur 16 %, kohlensäurefreie Getränke 7 % und Flaschenwasser 6 % ausmachen. Das verdeutlicht, wie stark das Geschäftsmodell auf Softdrinks ausgerichtet ist. (M3c)
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Weil Coca-Cola viele Arbeitsplätze schafft, den lokalen Handel mitprägt und von günstigen Standortbedingungen profitiert, besitzt das Unternehmen eine starke wirtschaftliche Präsenz in der Stadt. Gleichzeitig entsteht eine deutliche wirtschaftliche Abhängigkeit San Cristóbals von einem einzigen globalen Unternehmen. (M3b, M3c)
Bedeutung für die Bevölkerung der Stadt
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Für viele Einwohner ist Coca-Cola als Arbeitgeber wichtig, weil durch die Abfüllanlage Arbeitsplätze geschaffen werden und diese in einer armen Region Einkommen und Erwerbsmöglichkeiten schaffen. (M2a, M3b)
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Coca-Cola ist in der Region besonders leicht erhältlich: Die Zahl der Verkaufsstellen ist sehr hoch und die Produkte sind weit verbreitet. Der hohe Absatz der Getränke spiegelt wider, wie stark das Unternehmen im Alltag der Bevölkerung verankert ist. (M3c, M4a, M5)
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Dass diese Produkte in Mexiko insgesamt eine sehr große Bedeutung besitzen, zeigt auch das Konsumvolumen: Der Konsum von Erfrischungsgetränken liegt landesweit auf sehr hohem Niveau, wobei kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke mit Abstand den größten Anteil ausmachen. Auch zwischen 2018 und 2025 bleiben sie die mit Abstand wichtigste Getränkekategorie. (M3d)
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Da nur ein geringer Teil der Bevölkerung Zugang zu sauberem Wasser hat und die öffentliche Wasserversorgung schlecht ausgebaut ist, greifen viele Menschen auf Softdrinks zurück. Die mangelnde Alternativversorgung fördert damit den Konsum von Coca-Cola und anderen Softdrinks zusätzlich. (M2a, M4a, M5, M7)
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Dieser Effekt wird zusätzlich durch die Preisstruktur verstärkt: Kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke sind pro Liter deutlich günstiger als Energydrinks oder kohlensäurefreie Erfrischungsgetränke. Selbst 2024 bzw. in der Prognose für 2026 bleiben sie die billigste der dargestellten Getränkekategorien. Dadurch sind sie gerade für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen besonders attraktiv. (M3e)
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Dieser Zusammenhang wird noch dadurch verstärkt, dass ein großer Teil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt und zuckerhaltige Getränke im Vergleich zu anderen Versorgungsalternativen oft preisgünstig und leicht verfügbar sind. Rabatte tragen zusätzlich dazu bei, dass selbst die Zuckersteuer teilweise aufgefangen wird. (M2a, M3e, M5)
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Besonders deutlich wird die enorme Verbreitung des Konsums in Chiapas selbst: Laut Material trinkt der durchschnittliche Einwohner von Chiapas mehr als 2 Liter Erfrischungsgetränke pro Tag. Damit liegt der Konsum extrem weit über dem weltweiten Durchschnitt von 25 Litern pro Jahr. Das zeigt, wie außergewöhnlich stark Softdrinks dort im Alltag verankert sind. (M4a)
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Der hohe Zuckerkonsum steht außerdem im Zusammenhang mit häufigen Todesursachen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und weiteren ernährungs- bzw. lebensstilbedingten Krankheiten. (M4b, M5, M6)
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Aufgrund der mangelhaften Alternativen in der Getränkeversorgung entstehen somit zusätzliche gesundheitliche Risiken, die sich auch in der vergleichsweise niedrigen Lebenserwartung der Bevölkerung widerspiegeln. (M2a, M2b, M5)
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Vor allem arme und indigene Bevölkerungsgruppen sind betroffen, weil sie einerseits stärker auf billige Getränke zurückgreifen und andererseits schlechten Zugang zu Bildung, Gesundheitsaufklärung und medizinischer Versorgung haben. Der geringe Bildungsstand der Bevölkerung führt dazu, dass gesundheitliche Risiken des Coca-Cola-Konsums nur unzureichend erkannt oder im Alltag weniger stark berücksichtigt werden. (M2a, M2b, M3e, M5)
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Coca-Cola ist nicht nur ein Konsumgut, sondern spielt in Teilen der indigenen Bevölkerung sogar in religiösen Ritualen eine Rolle. Dadurch ist das Produkt sozial und kulturell besonders stark verankert. (M5)
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Gezielte Werbekampagnen, sowie hohe Verfügbarkeit und starke soziale Akzeptanz führen dazu, dass Coca-Cola von vielen Menschen nicht mehr als Luxusprodukt, sondern als selbstverständlicher Teil des Alltags wahrgenommen wird. Dies fördert eine starke Identifikation mit dem Produkt und begünstigt einen übermäßigen Konsum. (M3a, M5)
Fazit
Insgesamt wird deutlich, dass Coca-Cola für San Cristóbal de las Casas eine sehr große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung besitzt. Einerseits ist das Unternehmen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, da es direkte und indirekte Arbeitsplätze schafft, zahlreiche Verkaufsstellen beliefert und damit zur lokalen Wertschöpfung beiträgt. Gerade in einer strukturschwachen und von Armut geprägten Region ist diese wirtschaftliche Präsenz für viele Menschen von zentraler Bedeutung. Andererseits zeigt sich, dass die starke Verankerung von Coca-Cola im Alltag der Bevölkerung erhebliche Probleme mit sich bringt. Die schlechte Trinkwasserversorgung, die hohe Verfügbarkeit billiger Softdrinks, gezielte Werbestrategien und die kulturelle Einbindung des Produkts fördern einen sehr hohen Konsum. Dadurch verstärken sich gesundheitliche und soziale Belastungen zusätzlich. Insgesamt ist Coca-Cola für die Stadt also nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor, sondern zugleich auch ein Unternehmen, das die problematischen Lebensumstände der Bevölkerung mitprägt und vertieft.
Diskussion der Nachhaltigkeit des Coca-Cola Unternehmens für die Stadt San Cristóbal de las Casas
Ökonomische Dimension
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Arbeitsplätze und lokaler Wirtschaftsimpuls (+)
Die Abfüllanlage schafft rund 1.600 direkte und etwa 15.000 indirekte Arbeitsplätze und ist damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in einer strukturschwachen Region. (M2a, M3b)
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Einbindung in den lokalen Handel (+)
Durch die Belieferung von 50.000 Verkaufsstellen allein in Chiapas profitieren viele kleine Läden und Händler, sodass Coca-Cola zur lokalen Wirtschaftsdynamik beiträgt. (M3b)
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Kommunale Einnahmen durch gewerbliche Aktivität (+)
Die wirtschaftliche Präsenz des Unternehmens stärkt nicht nur Beschäftigung und Handel, sondern führt für die Stadt auch zu gewerbebezogenen Einnahmen. (M3b)
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Wirtschaftliche Abhängigkeit von einem Global Player (-)
Gleichzeitig entsteht eine starke Abhängigkeit der Stadt von einem einzigen großen Unternehmen, was langfristig keine besonders stabile Entwicklungsperspektive darstellt. (M3b)
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Einseitige Produktionsvorteile für das Unternehmen (-)
Dass Coca-Cola für große Wassermengen nur sehr geringe Preise zahlt, ist aus Unternehmenssicht ökonomisch vorteilhaft, aus Sicht einer nachhaltigen Stadtentwicklung aber problematisch. (M3b)
Soziale Dimension
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Hohe Verfügbarkeit zu niedrigen Preisen (+)
Die Produkte sind billig, weit verbreitet und für viele Menschen leicht zugänglich, sodass sie in einer Stadt mit mangelhafter öffentlicher Wasserversorgung eine alltagsnahe Versorgungsalternative darstellen. (M2a, M3e, M5, M7)
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Hoher Konsum bleibt trotz steigender Preise bestehen (-)
Obwohl die Verbraucherpreise für Erfrischungsgetränke steigen, bleibt der Konsum sehr hoch. In Chiapas liegt er sogar bei mehr als 2 Litern pro Kopf und Tag. (M3d, M3e, M4a)
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Verschlechterung der Gesundheitssituation (-)
Der hohe Konsum zuckerhaltiger Getränke verschärft gesundheitliche Probleme deutlich und steht mit Diabetes sowie weiteren Zivilisationskrankheiten in Verbindung. (M4b, M5, M6)
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Besondere Belastung armer und indigener Bevölkerungsgruppen (-)
Vor allem sozial schwächere und indigene Gruppen sind betroffen, weil Armut, geringer Bildungsstand und eingeschränkter Zugang zu medizinischer Versorgung die Risiken zusätzlich erhöhen. (M2a, M2b, M5, M6)
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Geringer Bildungsstand und fehlendes Risikobewusstsein (-)
Das niedrige Bildungsniveau kann dazu beitragen, dass die Gesundheitsrisiken des regelmäßigen Coca-Cola-Konsums nur unzureichend erkannt werden, was langfristig auch die öffentliche Gesundheit und die Gesundheitskosten belastet. (M2b, M5, M6)
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Problematische gesellschaftliche Legitimation (-)
Die Zusammenarbeit mit der Regierung im Bewegungs- und Ernährungsprogramm kann den Eindruck erzeugen, das Unternehmen handle gesundheitsfördernd, obwohl seine Produkte zugleich Gesundheitsprobleme mitverstärken. (M3a)
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Politischer Einfluss des Unternehmens (-)
Die erneuerte Wasserentnahmelizenz trotz Protesten zeigt, dass Coca-Cola erheblichen politischen Einfluss besitzt, was aus Nachhaltigkeitsperspektive kritisch zu bewerten ist. (M3a, M7)
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Starke kulturelle Verankerung des Konsums (-)
Dass Coca-Cola sogar in religiösen Ritualen genutzt wird, verstärkt die gesellschaftliche Akzeptanz und erschwert eine kritische Distanz zum Konsumverhalten. (M5)
Ökologische Dimension
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Beteiligung an Aufforstungsmaßnahmen (+)
Positiv ist, dass Coca-Cola Femsa sich an einem lokalen Aufforstungsprojekt beteiligt hat, das Erosion mindern und die Wasseraufnahme der Landschaft verbessern soll. (M7)
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Sehr hoher Wasserverbrauch der Abfüllanlage (-)
Dem steht jedoch gegenüber, dass die Anlage etwa 1 Million Liter Wasser pro Tag verbraucht und damit die lokalen Wasservorkommen erheblich belastet. (M3b, M7)
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Verschärfung und Wasserknappheit (-)
In den Materialien wird beschrieben, dass Brunnen versiegen, Menschen lange Wege für Wasser zurücklegen müssen und manche Haushalte gar keinen Wasseranschluss haben. Vor diesem Hintergrund wirkt die Wasserentnahme des Unternehmens klar nicht nachhaltig. (M7)
Fazit
Insgesamt ist Coca-Cola für San Cristóbal de las Casas nur sehr eingeschränkt nachhaltig. Zwar bringt das Unternehmen wirtschaftliche Vorteile wie Arbeitsplätze, Handelsimpulse und eine hohe Produktverfügbarkeit, doch diese positiven Effekte werden in sozialer und ökologischer Hinsicht deutlich relativiert. Vor allem die Gesundheitsfolgen des hohen Softdrinkkonsums, die besondere Belastung armer und indigener Bevölkerungsgruppen sowie die Verschärfung der Wasserknappheit sprechen klar gegen Nachhaltigkeit. Zugleich zeigen die Materialien, dass nicht allein Coca-Cola, sondern auch strukturelle Probleme wie Armut, schwache Infrastruktur und politisches Versagen zur Gesamtsituation beitragen. Insgesamt ist das Unternehmen für die Stadt also wirtschaftlich bedeutsam, aber aus sozialer und ökologischer Sicht überwiegend nicht nachhaltig.
Beantwortung der Themenfrage
Coca-Cola ist nicht allein für die schwierigen Lebensumstände in San Cristóbal de las Casas verantwortlich, spielt dabei jedoch eine wesentliche Rolle. Die Stadt ist von tief verwurzelten strukturellen Problemen wie Armut, sozialer Ungleichheit und einer unzureichenden Wasserversorgung geprägt. Durch die Wasserentnahme des Unternehmens und den hohen Konsum von Softdrinks werden bestehende Probleme zusätzlich verschärft, insbesondere im Hinblick auf Wasserknappheit und gesundheitliche Belastungen. Gleichzeitig besitzt Coca-Cola eine wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt, da das Unternehmen Arbeitsplätze schafft und Einkommen sichert. Insgesamt liegt die Verantwortung für die Lebensumstände in San Cristóbal de las Casas daher nicht bei einem einzelnen Akteur, sondern bei einem Zusammenspiel aus Unternehmen, staatlichen Stellen und den allgemeinen strukturellen Rahmenbedingungen.