Aufgabenstellung 1
Aufgabe:
Die Aufklärung – ihre Leistungen und Grenzen?
Stelle in Form einer historischen Argumentation deine Position zur oben genannten Themenfrage dar, indem du
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die im Zitat vermittelte Position herausarbeitest,
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ausgehend von der Themenfrage und dem Zitat Erscheinungsformen und Folgen der Aufklärung problemorientiert erläuterst und
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zur Themenfrage begründet Stellung nimmst.
Material
Der Historiker Georg Schmidt äußert sich zur Aufklärung:
Fundort: Schmidt, Georg: Wandel durch Vernunft. Deutsche Geschichte im 18. Jahrhundert, München 2009, S. 398.
Die Rechtschreibung und Zeichensetzung folgen dem Fundort.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Mögliche Vorgehensweise:
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Thematisiere folgende Aspekte und historischen Hintergründe der Aufklärung, etwa
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eine zeitliche und räumliche Einordnung sowie eine begriffliche Charakterisierung der Aufklärungsbewegung,
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im 17. Jahrhundert beginnende, im 18. Jahrhundert vorherrschende europäische „Geistesbewegung“,
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Säkularisierung, Verwissenschaftlichung des Denkens, Rationalismus, Empirismus,
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Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Andersgläubigen, Gleichheit der Menschen, freie Entwicklung von Produktion und Handel,
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kritische Vernunft als Maßstab des Denkens und Handelns gegen kirchliche und fürstliche Bevormundung,
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Träger der Aufklärung, etwa französische Aufklärer, englische Ökonomen, deutsche Philosophen und Staatsmänner,
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Staatstheorien.
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Folgen der Aufklärung, etwa
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Schaffung der Grundlagen für den modernen Verfassungsstaat, wie das Prinzip der Gewaltenteilung, die Bindung des Gesetzgebers an Grund- und Menschenrechte, das Prinzip der Volkssouveränität,
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die Revolutionen des 18. und 19. Jahrhunderts als politische und gesellschaftliche Umbrüche.
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Beziehe dich auf die im Zitat zum Ausdruck kommende Position von Georg Schmidt zum Thema, der
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die Vielfalt der aufklärerischen Gedanken um 1800 betont,
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die Notwendigkeit einer proaktiven Herangehensweise der Menschen beim Aneignen dieser Gedanken hervorhebt,
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die Selbstbestimmtheit und das Gemeinwohl als ein zu erreichendes Ideal menschlichen Daseins postuliert.
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Die Darstellung sollte unter klarer Bezugnahme auf die genannte Themenfrage und das Zitat strukturiert und verknüpft werden, sowie ihre Entscheidungen begründen, hier:
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einerseits sollte auf die Leistungen der Aufklärung verwiesen werden,
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andererseits sollte sowohl auf zeitgenössische, aber auch in der weiteren historischen Entwicklung bis in die Gegenwart sich zeigende Grenzen der Aufklärung wie z. B. patriarchalische-diktatorische, den modernen Menschen- und Bürgerrechten widersprechende Staatsformen, alle Formen unmündiger, autoritär geprägter, den Regeln der Vernunft widersprechende Denk- und Handlungsweisen verwiesen werden.
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Abschließend sollte zur Themenfrage begründet Stellung genommen werden (relativierend/abwägend/einschränkend), hier z.B.:
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Einerseits die Leistungen der Aufklärung wie u. a. die Internalisierung aufklärerischer Werte wie Freiheit, Emanzipation, Bürger- und Menschenrechte, damit auch die Schaffung eines modernen Verfassungsstaates, andererseits ihre Grenzen, wie u. a. das bis in die Gegenwart hineinreichende Fehlen der Verinnerlichung dieser Wertevorstellung bzw. entsprechender staatlicher Strukturen
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Diskussion der in dem Zitat vermittelten Position des Autors und Argumentation in Bezug auf die Fragestellung unter Herstellung problembezogener Gegenwartsbezüge wie Menschen- und Bürgerrechte und Religionsfreiheit.
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