Block II
Die Ostsee im Kontext der globalen Fischerei – Eine unerschöpfliche Nahrungsquelle?
Beschreibe die globale Bedeutung der Fischerei für die Sicherung der Ernährungssicherheit im 21. Jahrhundert anhand verschiedener Formen des Fischfangs bzw. der Fischernte (M 1, M 2, Atlas).
Erläutere am Raumbeispiel der Ostsee die Herausforderungen, mit denen sich die Fischerei im Kontext der Ernährungssicherheit sowie dem Klimawandel konfrontiert sieht (M 3, M 4, M 5, M 6, Atlas).
Beurteile unter Berücksichtigung der Dimensionen der Nachhaltigkeit, ob das System der Allmende eine nachhaltige Bewirtschaftung der Ostsee im 21. Jahrhundert ermöglicht (M 7, Atlas).
Weiter lernen mit SchulLV Plus!
monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?M 1 Fischerei und Fischkonsum

M 2 Entwicklung der Fischbestände weltweit (1974 – 2021)
Anteile der Bestände in Prozent

M 3 Bodenprofil durch die tiefen Becken der Ostsee

M 4 Wasseraustausch und Schichtung der Ostsee

M 5 Festsetzung von Quoten für ausgewählte Fischbestände in der Ostsee (Angaben in Tonnen, Werte gerundet)
|
Fischart |
|
|
|
|
|
|
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Hering (ICES UG |
TAC |
|
|
|
|
|
|
|
dt. Quote |
|
|
|
|
|
|
|
|
Fangstatistik M-V* |
|
|
|
|
|
|
|
|
Dorsch (ICES UG |
TAC |
|
|
|
|
|
|
|
dt. Quote |
|
|
|
|
|
|
|
|
Fangstatistik M-V* |
|
|
|
|
|
|
|
|
Gesamtmenge aller gefangenen Fische in Mecklenburg-Vorpommern* |
|
|
|
|
|
|
|
*= Fangstatistiken der Hochsee- und Küstenfischerei M-V, Fanggebiete: Küstengewässer und Ostsee, nach: Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern, Werte gerundet
Anmerkung: TAC und Quoten
Durch den EU-Ministerrat werden auf Vorschlag der EU-Kommission aufgrund der Empfehlung des ICES (Fischereiforschung) auf politischem Wege die maximalen Fangmengen (TAC) für die einzelnen Fischbestände und die Verteilung auf die Mitgliedsstaaten (Quoten) jährlich festgesetzt. Für die Ostseefischerei betrifft dies hauptsächlich die Fischarten Hering, Sprott, Dorsch, Lachs und Scholle. ICES UG 22-24 steht dabei für die Untergebiete 22, 23 und 24, die den südlichen Teil der Ostsee umfasst und an dem auch die deutsche Küste grenzt.
M 6 Auswirkungen des Klimawandels auf Meere und Seefischerei
M 7 Das Prinzip der Allmende und ihre Tragik
Weiter lernen mit SchulLV Plus!
monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?|
Ernährungssicherheit: Die Verfügbarkeit und der Zugang zu Nahrung für die Mitglieder einer Gesellschaft bzw. eines Haushaltes, sodass Mangelernährung oder Hunger vermieden werden können:
|
|
|
Wiedergabe bekannter Fischfangmethoden zur Verdeutlichung der Zusammenhänge:
Die abgebildeten Grafiken beschreiben die globale Bedeutung der marinen Fischbestände für die globale Ernährung sowie deren Ausbeutung. Material 1: Fischerei und Fischkonsum (weltweit)
Grafik „Fischfang nach Fischereiart 1980 - 2020 in Mio. Tonnen“ (unten rechts):
Material 2: Entwicklung der Fischbestände weltweit, 1974 - 2021
|
|
Räumliche Einordnung der Ostsee.
|
|
Materialanalyse und relevante Materialaussagen:
Klimawandel stellt wiederum zentrale Herausforderung für die Zukunft der Biodiversität in der Ostsee dar (Material 6):
|
|
Darstellung möglicher relevanter Herausforderungen und Zusammenhänge zwischen diesen, z. B.:
|
|
Dimensionen der Nachhaltigkeit:
|
|
Erläuterung des Prinzips der Allmende: gemeinschaftlicher Zugang und Nutzung vorhandener lokaler Ressourcen, wobei real oftmals Problematik einer Übernutzung der vorhandenen Ressourcen aus dem Streben nach (kurzfristiger) Profitmaximierung zu beobachten ist |
|
Das Beurteilen des Systems der Allmende für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände der Ostsee erfordert ein Eingehen auf die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie, Soziales). Ökologie, z. B.:
Ökonomie, z. B.:
Soziales, z. B.:
|
|
Mögliches Fazit: Das System der Allmende ermöglicht prinzipiell eine nachhaltige Bewirtschaftung der Ostsee, da es lokale Gemeinschaften stärkt (Soziales) und kleine Betriebe gegenüber industriellen Trawlern absichert (Ökonomie). Um die 'Tragik der Allmende' – also die Übernutzung aus Profitstreben – zu verhindern, reicht Selbstverwaltung allein jedoch nicht aus. Es bedarf strikter Governance-Strukturen: Wissenschaftlich fundierte Fangquoten (z.B. ICES) und engmaschiges Monitoring müssen zwingend in das Allmende-System integriert werden, um die Resilienz der bereits durch den Klimawandel geschwächten Arten (Ökologie) zu sichern. |