Aufgabe 3 – Frage nach Gott und menschlicher Existenz
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Erarbeite Thema und Gedankengang des Gesprächs in dem Auszug aus Eric-Emmanuel Schmitts Roman und arbeite die jeweilige Antwort auf die Frage nach Gott in den Ausführungen der beiden Romanfiguren heraus.
24 P
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Entfalte vergleichend zwei dir bekannte religionskritische Entwürfe der Gegenwart und setze diese in Beziehung zu den Antworten auf die Frage nach Gott in den Ausführungen der beiden Romanfiguren.
30 P -
Setze dich kritisch mit den von den beiden Romanfiguren in ihren Antworten entwickelten Deutungen menschlicher Existenz auseinander, erörtere vor dem Hintergrund deiner bisherigen Ergebnisse und anhand konkreter Beispiele mögliche Konsequenzen solcher Selbstverständnisse für die Lebensführung und nimm begründet Stellung.
26 P
Eric-Emmanuel Schmitt
Nachtfeuer
Was ich in der Wüste erlebte
In seinem von persönlichen Erlebnissen inspirierten Roman erzählt Schmitt von dem jungen Philosophieprofessor Éric, der in Algerien als Teilnehmer einer Reisegruppe eine zehntägige geführte Wanderung durch die Wüste Sahara unternimmt. Während der Wanderung unterhält sich Éric häufiger mit Ségolène, einer mitreisenden Augenärztin, die ähnlich wie er in der Wüste über grundlegende Fragen des Lebens nachdenkt.
1 Louis Pasteur (1822 - 1895): französischer Naturwissenschaftlicher
2 Voltaire (1694 - 1778): französischer Philosoph
Die Kürzungen im Text unterbrechen den Gedankengang nicht, sondern nehmen nur ergänzende Aspekte heraus.
Eric-Emmanuel Schmitt ist ein französischer Philosoph und Schriftsteller.
Aus: Eric-Emmanuel Schmitt:Nachtfeuer. Was ich in der Wüste erlebte.Frankfurt a. M.: S. Fischer 2020, S. 105–116
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Thema des Romanauszugs; sinngemäß: Der Auszug setzt sich in Form eines Streitgesprächs zwischen zwei Romanfiguren mit der Frage nach der Existenz Gottes auseinander. |
Hauptteil
Teilaufgabe 1
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Rahmensituation des Textauszugs: ein Gespräch zwischen dem Erzähler Éric, einem Philosophen, und einer Reisegefährtin, der Augenärztin Ségolène, während einer gemeinsamen Wanderung durch die Wüste Sahara in Algerien, in dessen Verlauf sie über die Existenz Gottes streiten. |
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Ségolène vertritt im Gesprächsverlauf die Position, dass es eine höhere Intelligenz geben muss, die den Menschen als intelligentes Wesen erschaffen hat. |
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Begründungen der Ärztin für ihre Position: Für sie lässt die ausgeklügelte Differenziertheit der Natur, insbesondere des Menschen, auf eine schöpferische und gestaltende Intention rückschließen, was sie am Beispiel des Auges ausführt. |
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Widerstreben Érics, der als Philosoph die Position der Ärztin für nicht zwingend hält und die Ordnungen der Natur und den Menschen als ein Produkt einer zufälligen evolutionären Entwicklung ohne eine dahinterstehende schöpferische Intention ansieht. |
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Erzähler Éric begründet seine Ablehnung der Hypothese eines schöpferischen Gottes unter Verweis auf lebensfeindliche Bedingungen der Natur, was er am Beispiel der Wüste verdeutlicht. |
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Éric zufolge existiert Gott nur insofern, als man an ihm zweifeln kann, während Ségolène die menschliche Frage nach Gott als Indiz seiner Existenz deutet. |
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Für die Ärztin Ségolène ist Gott der Schöpfer der Welt und des Menschen, während Gott für den Philosophen Éric lediglich als unwahrscheinliche Hypothese existiert und der Mensch sich als reflektierendes Wesen der Absurdität seiner Existenz stellen muss. |
Teilaufgabe 2
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Religionskritische Entwürfe der Gegenwart in ihrem Kontext |
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Entfalte vergleichend das jeweilige spezifische Menschen- und Gottesbild bzw. das jeweilige Wirklichkeitsverständnis der gewählten religionskritischen Entwürfe |
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Erläutere vergleichend die jeweiligen Konsequenzen aus der Bestreitung Gottes in den gewählten religionskritischen Entwürfen. |
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Bezüge und Unterschiede zwischen den gewählten religionskritischen Ansätzen der Gegenwart und der Antwort auf die Frage nach Gott in den Ausführungen der beiden Romanfiguren, z. B.
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Die gewählten religionskritischen Entwürfe der Gegenwart und die Antworten auf die Frage nach Gott in den Ausführungen der beiden Romanfiguren weisen Gemeinsamkeiten auf, allerdings gibt es grundlegende Unterschiede zwischen den Positionen der Figuren: Während Ségolène die Existenz eines dem Menschen zugewandten Schöpfergottes bejaht, negiert Éric diese Vorstellung und ihre Bedeutsamkeit und zeigt damit im Unterschied zu Ségolène ein Denken, das religionskritischen Entwürfen verwandt ist. |
Teilaufgabe 3
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Argumente für und gegen die von beiden Romanfiguren entwickelte Deutung menschlicher Existenz
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Mindestens zwei Beispiele zur Erörterung möglicher Konsequenzen solcher Selbstverständnisse für die Lebensführung. |
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Positive und negative Konsequenzen solcher Selbstverständnisse für die Lebensführung und die jeweiligen Auswirkungen, z. B. auf
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Bezug auf religionskritische Entwürfe der Gegenwart und die Antworten auf die Frage nach Gott in den Ausführungen der beiden Romanfiguren. |
Schluss
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Zusammenfassende und abwägende Bewertung, inwiefern den im Roman von Eric-Emmanuel Schmitt entwickelten Deutungen menschlicher Existenz zugestimmt wird
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eigenes begründetes Urteil