Aufgabe 2 – Verfassen informierender Texte
Thema
Materialgestütztes Verfassen informierender Texte
Themenfeld: Sprache in politisch-gesellschaftlichen Verwendungszusammenhängen
Memes
Aufgabenstellung
In einem Projekt zum Wandel der Kommunikation durch die sozialen Medien wurden von Schülerinnen und Schülern Memes erstellt. Diese sollen nun in einer multimedialen Ausstellung in der Schule präsentiert werden.
Du wirst gebeten, für die Ausstellungseröffnung einen informierenden Vortrag zu halten, in dem du über Memes als Phänomene politisch-gesellschaftlicher Kommunikation informierst.
Verfasse diesen Vortragstext. Wähle einen geeigneten Titel.
Nutze dazu die folgenden Materialien 1 bis 6 und beziehe eigene Erfahrungen und im Unterricht erworbenes Wissen ein.
Verweise auf die Materialien erfolgen unter Angabe des Namens der Autorin bzw. des Autors und ggf. des Titels.
Gestalte den Einführungsvortrag als Fließtext, der etwa 1000 Wörter umfasst.
Material 1
Sprache-Bild-Kommunikation in Imageboards – Das Internet-Meme als multimodaler Kommunikationsakt in alternativen Öffentlichkeiten (2019)
Andreas Osterroth

Abb. 1: Prototypischer Aufbau eines Internet-Memes
Abb. 1 zeigt den prototypischen Aufbau, der im Zusammenspiel zwischen Text und Bild entsteht. Die einzelnen Teile ergeben nur in Kombination ihrer Bezugselemente ein Internet-Meme. Die obere Zeile legt zunächst eine Situation, eine grundlegende Information fest bzw. eröffnet einen Frame. Das Bild illustriert diesen Frame oder bestimmte Aktanten, meist den imaginären Verfasser des Textes, und die untere Zeile stellt die Punch-Line oder Pointe dar. Während die zwei sprachlichen Anteile meist schnell verstanden werden können, entzieht sich der bildliche Anteil dem Außenstehenden zunächst. […] Internet-Memes werden meist genutzt, um innerhalb einer bestimmten Gemeinschaft online miteinander zu kommunizieren. Dies kann vom Informieren über Neuigkeiten der Zeitgeschichte bis hin zu intimsten Geständnissen das Privatleben betreffend reichen. […]
Dr. Andreas Osterroth: Der Autor (*1984) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Germanistik an der Universität Kaiserslautern-Landau.
Quelle: Osterroth, Andreas (2019): Sprache-Bild-Kommunikation in Imageboards – Das Internet-Meme als multimodaler Kommunikationsakt in alternativen Öffentlichkeiten. (Stand: 08.02.2023).
Varianten der Schreibung wurden vereinheitlicht.
Material 2
Die Welt ist so memes! (2023)
Susann de Luca
[…]
Memes, das sind Fotomontagen, animierte Bilder, kurze Video-Clips, Text- oder Audioschnipsel – und die beliebteste Variante: Bild-Text-Kombinationen. Sie nehmen Bezug auf das aktuelle Zeitgeschehen, sind witzig in ihrer Botschaft und von besonderer Aussagekraft. Ob ein lustig untertiteltes Star-Foto, eine Textzeile aus einem Lied, eine Szene aus den TV-Nachrichten oder ein Ausschnitt aus einem Film – aus nahezu allem kann ein Meme werden.
Ein gutes Meme bedeutet Sofortkommunikation ohne Umschweife: In Bruchteilen von Sekunden lässt es uns die wiedergegebene Stimmung erfassen – um ein Vielfaches schneller und besser als ein bloßer Text. Getreu der Maxime: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
So bunt wie die digitale Meme-Welt, so vielfältig ist auch die Art von Humor, mit denen die aufs Wesentliche reduzierten Informationseinheiten ihre Botschaften transportieren. Humorvoll bis sarkastisch verpackt, leichtgängig oder aber mit Unterton und von tieferer Bedeutung, bringen sie einen Gedanken auf den Punkt. Trifft dieser dann den Nerv einer bestimmten Zielgruppe oder der Netzgemeinde, schafft das dieses wunderbare Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Beste Voraussetzung also, um sich durchzusetzen und auf Twitter, WhatsApp, TikTok und Co. viral zu gehen.
Besitzt ein Meme Share-Potential à la Ohrwurm oder Kettenbrief, wundert es wenig, dass dieses, im übertragenen Sinn, wahrhaft ansteckend wirken und Nutzende sozialer Netzwerke damit regelrecht „infizieren“ kann. Damit ist den witzigen Botschaftsüberbringern ein Kopieren, Modifizieren und Replizieren auf Social Media so gut wie sicher. Und es erklärt, so gesehen, auch gleich den Begriff „Memes“ an sich recht gut:
Seine Wortgebung geht auf den Wissenschaftler Richard Dawkins zurück. In dessen 1976 veröffentlichtem Buch „Das egoistische Gen“ prägte er den Begriff „Mem“ – in Analogie zum Wort „Gen“. Und zwar, als er die Verbreitung von kulturellem Erbe wie etwa von Sprachen, Religion oder Kunst mit der Weitergabe von Eigenschaften durch Gene verglich. Ein Eintrag auf Wikipedia ergänzt dazu: „Zunächst hatte meme nur die Bedeutung Mem, wurde aber im Zuge der digitalen Revolution dafür verwendet, eine bestimmte Art von Internetphänomen zu beschreiben.“
[…]
Zentrales Ziel aller Formen außerhalb eines Textes ist es […], Gefühle und Gedanken auszudrücken oder zu unterstreichen. Das bewirken neben Statusmeldungen und Hashtags insbesondere auch alle Arten von Memes. So finden selbst politische Statements oder Gesellschaftskritik mit dem „Meme“ ein Sprachrohr in der digitalen Welt.
[…]
Susann de Luca: Die Verfasserin (*1978) ist Moderatorin und Journalistin.
Quelle: De Luca, Susann (10.02.2023): Die Welt ist so memes! (Stand: 01.12.2023).
Material 3
Meme-Forscherin im Interview: „Memes sind eine Art Insiderwitz im Internet“ (2021)
Ben Kendal
[…] Wie Memes zu einem so großen und bedeutsamen Teil der Netzkultur werden konnten, weiß Forscherin Idil Galip ganz genau: Das Internetphänomen ist der Forschungsschwerpunkt der Soziologie-Doktorandin von der Universität in Edinburgh. Im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) erklärt sie, wie sich Memes im Laufe der Zeit verändert haben – und warum nicht alle Menschen den Humor verstehen.
[…]
Vor allem aus sozialen Netzwerken sind Memes nicht mehr wegzudenken. Freunde schicken sich gegenseitig Memes oder verlinken sich auf den witzigen Bildern und Videos. Welche kommunikative Rolle übernehmen Memes auf Facebook, Instagram und Co.?
Jemanden auf einem Meme zu verlinken, ist fast schon ein Akt der Freundschaft […]. Denn wenn Freundinnen oder Freunde mir ein Meme schicken, sagen sie mir auch, dass sie bei diesem Meme an mich denken mussten. Und dass sie mich gut kennen, weil sie wussten, dass ich das Meme lustig finden würde. Das ist ein sehr positiver Aspekt von Memes, weil sich Menschen über diese Geste freuen.
[…]
Welche Funktionen erfüllen Memes denn?
Grundsätzlich kann man zwischen kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Funktionen unterscheiden. Bei der politischen Funktion spielt die Gruppenzugehörigkeit eine große Rolle. Denn Memes können auch teils komplexe politische Ideen vermitteln – und wer diese Memes versteht, fühlt sich einer politischen Gruppe zugehörig. Diese Form der politischen Kommunikation sehe ich teils als positiv und teils als negativ an.
Was sind konkret die Vor- und Nachteile von politischen Memes?
Manche Memes können mit politischen Wahlplakaten verglichen werden: Weil der Platz begrenzt ist, muss man in wenigen Worten überzeugende und schlagfertige Argumente liefern. […] Aber der Großteil der Memes enthält nur wenig Text – und das ist auch gut so, weil man dadurch eine Idee sehr schnell verbreiten und damit viele Menschen erreichen kann. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass manche Menschen diese kurzen Informationen falsch interpretieren könnten und sich nicht weiter damit auseinandersetzen, was das Meme eigentlich ausdrücken wollte. Dadurch können Menschen Fehlinformationen verbreiten.
Sie erwähnten zuvor noch die kulturellen und gesellschaftlichen Funktionen von Memes.
Gesellschaftlich betrachtet fördern Memes das Gefühl der Gruppenzugehörigkeit – auch wenn diese Zugehörigkeit eher virtuell als physisch ist. Sprich: Memes sind meist eine Art Insiderwitz im Internet, den nur eine kleine Gruppe von Menschen versteht. Die kulturelle Funktion umfasst sowohl die gesellschaftlichen als auch politischen Aspekte. Memes sind ein großer Teil der Netzkultur, weil so viele Menschen tagtäglich neue Memes erschaffen.
[…]
Ben Kendal: Der Verfasser ist Journalist.
Kendal, Ben (07.08.2021): Meme-Forscherin im Interview: „Memes sind eine Art Insiderwitz im Internet“. (Stand: 14.10.2022).
Material 4
Memes sind Trash und trotzdem wichtig (2019)
Reto Hunziker
[…]
Seit Smartphones, Internet und soziale Netzwerke es jedem ermöglichen, Bilder oder Videos zu erstellen, zu bearbeiten und mit irgendwem auf der Welt zu teilen, ist die Zahl bekannter Memes explodiert. […]
Was ist so bahnbrechend an diesen bearbeiteten Agenturfotos, an den Fotoserien animierter GIF-Dateien oder an verwackelten Videos? Nichts. Und vielleicht ist gerade das das Erfolgsrezept der Memes. Sie bedienen sich in einem Fundus an Altem, Neuem und Belanglosem, um Alltägliches und Aktuelles zu verarbeiten. Zum Beispiel werden Gender-Fragen, LGBTQ-Anliegen und Verschwörungstheorien dank und via Memes rege diskutiert. Jeder kann mitmachen und seine Gefühle ausdrücken, auf Missstände hinweisen oder ein mediales Ereignis kommentieren. Die einzige Bedingung ist, dass man sich auf die Meme-Welt einlässt und sich ein Stück weit in sie hineindenken kann. Für Teenager ist das eine Selbstverständlichkeit. Sie posten ihre Karikaturen, Imitationen oder Parodien auf Instagram, 9Gag oder anderswo. Talent braucht es dazu keines: Memes sind so spannend oder langweilig wie ihre Erzeuger. Ein gutes Meme zu erstellen, kann jedoch Denksport sein. Denn es spielt mit Analogien und Kontextualität und ist dabei auch noch originell.
Dank diesen Vorzügen hat sich das Meme bei Menschen bis Anfang 20 Jahre als Kommunikationsmittel etabliert. Eines, das mit jedem Auftreten sich selbst und seine Community stärkt, sich durch Verbreitung und Veränderung neu konstituiert. Für die Kommunikationswissenschafterin Limor Shifman passen Memes gut in unsere Zeit des „vernetzten Individualismus“. In ihrem Buch „Meme – Kunst, Kultur und Politik im digitalen Zeitalter“ schreibt sie, Menschen nutzten Memes, um ihre Einzigartigkeit und zugleich auch ihre Verbundenheit zum Ausdruck zu bringen.
[…]
Limor Shifman untersuchte auch, welche Faktoren es begünstigen, dass virale Videos memetisch werden. Ihr Befund: gewöhnliche Menschen, brüchige Männlichkeit, Humor, Einfachheit, Wiederholung, skurrile Inhalte. Anders gesagt: Trash.
Trotzdem wäre es falsch, Memes abzutun als „Bilder mit Sprüchen“ („FAZ“) oder als eine Mischung aus digitalem Running-Gag und Insider-Witz. Denn Memes erzeugen unbestreitbar hohe Aufmerksamkeit und sind immer häufiger Teil politischer Kampagnen. […]. Für die Kommunikationsforscherin Shifman konstituieren Internet-Memes eine neue Arena des politischen Diskurses. Sie geht gar davon aus, dass diese eine „Schlüsselrolle bei der gegenwärtigen Ausformulierung politischer Partizipation und kultureller Globalisierung spielen“. […]
Reto Hunziker: Der Verfasser (*1981) ist Journalist.
Quelle: Hunziker, Reto (16.02.2019): Memes sind Trash und trotzdem wichtig. (Stand: 19.08.2023).
Material 5
Memes zum Thema Klimawandel
Abbildung 1:

Abbildung 2:

Abbildung 3:

Abbildung 1:
https://imgflip.com/i/3xpkyu (Stand: 06.12.2023).
Abbildung 2:
https://m.facebook.com/wildmics/photos/a.114648086769033/385796212987551 (Stand: 06.12.2023).
Abbildung 3:
https://www.watson.ch/international/spass/563991009-klimawandel-20-cartoons-die-unsere-klimakrise-auf-den-punkt-bringen (Stand: 06.12.2023).
Material 6
Von der politischen Fotografie zum politischen Internet-Meme (2019)
Lars Bülow, Michael Johann
[…]
Ein relativ neuer Inhalt mit politischer Relevanz sind politische Internet-Memes. Sie sind als eine Art Ausbaustufe der politischen Fotografie zu verstehen. […] Politische Internet-Memes thematisieren gesellschaftliche Interessen, gesellschaftliche Konflikte, politisch-administrative Systeme, repräsentative Handlungen oder Inhalte, Betroffene beziehungsweise Konsequenzen von entsprechenden Interessen, Konflikten oder Handlungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Thematisierung auf der Ebene des Bildes, auf der Ebene der Sprache oder durch Wechselbezüge der Ebenen erfolgt.
Demnach haben die Nutzer im Web 2.0 die Möglichkeit, politische Bilder mit ihrer ganz eigenen Bildunterschrift zu versehen. Aktuelle Ereignisse der Zeitgeschichte lassen sich auf diese Weise nicht nur durch die klassische Presseberichterstattung, sondern auch durch einzelne Nutzer in deren Alltagskommunikation kommentieren. […]
Insgesamt ermöglicht die Praktik der Meme-Kommunikation, dass mitunter anonyme Individuen in durchaus kreativer Form eine breite Masse mit ihrer politischen Botschaft bzw. Kritik erreichen (können). Memes bieten einen niederschwellig(er)en Zugang zu politischen Debatten, als dies etwa klassischere politische Partizipationsformen tun. Dabei helfen auch Meme-Generatoren, mit deren Hilfe Bild-Macros relativ einfach mit sprachlichen Bausteinen versehen werden können. Die Veröffentlichung dieser Bild-Sprache-Texte auf Social-Media-Plattformen wie Twitter, Facebook und YouTube ist ebenfalls eine niederschwellige Praktik. […] Mithilfe von Memes kann es gelingen, staatliche Repressionen und Einschränkungen der Meinungsfreiheit auf anderen Ebenen zu umgehen.
Man muss an dieser Stelle aber auch die negative Seite dieser Partizipationsform kritisch herausstellen. Es gibt Nutzerinnen und Nutzer, die demokratiefeindliche und menschenverachtende Internet-Memes in ihren Netzwerken posten. Hier wird besonders deutlich, dass Humor im Auge des Betrachters liegt und die unterhaltende Grundfunktion zu Gunsten der meinungsbildenden zurücktritt. Es haben sich mittlerweile Gruppen im Internet formiert, die gezielt versuchen, demokratische Wahlen und Prozesse mit Falschmeldungen (sogenannten Fake News) zu manipulieren. Gerade im Kontext von Memes sind zutreffende Nachrichten auf den ersten Blick kaum von Fake News zu unterscheiden. Sie können sich rasend schnell in den Sozialen Medien verbreiten und zur Desinformation weiter Teile der Bevölkerung führen. […]
Lars Bülow, Michael Johann: Prof. Dr. Lars Bülow (*1984) lehrt an der Ludwig-Maximilians-Universität München Germanistische Linguistik. Dr. Michael Johann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medien, Wissen und Kommunikation der Universität Augsburg.
Quelle: Bülow, Lars und Michael Johann: Politische Internet-Memes: Erschließung eines interdisziplinären Forschungsfeldes. In: Bülow, Lars und Michael Johann (Hg.): Politische Internet-Memes. Theoretische Herausforderungen und empirische Befunde. Berlin: Frank & Timme GmbH 2019, S. 21 und 28.
Sofern nicht anders angegeben, entsprechen Rechtschreibung und Zeichensetzung in allen Materialien der jeweiligen Textquelle.
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Formuliere einen Titel, der dem Text und seiner Intention entspricht, z. B. Zwischen Humor und Haltung: Memes als politisch-gesellschaftliches Kommunikationsphänomen oder Wenn Bilder Politik machen: Memes als Phänomen digitaler Kommunikation
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Verfasse einen die Zuhörerschaft gewinnenden Einstieg, z. B.:
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Bezugnahme auf die Ausstellungseröffnung, Einordnung des Themas
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Bedeutung von Memes im Alltag
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aktuelle Kommunikationsgewohnheiten in den sozialen Medien
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Beschreibung eines konkreten Memes
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Hauptteil
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Informiere geordnet und differenziert über Memes als Phänomen politisch-gesellschaftlicher Kommunikation, etwa:
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Begrifflichkeit und formale Gestaltung
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Bezugnahme auf Ursprung des Begriffs in der Genetik bei Richard Dawkins (M 2)
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deutsches Wort „Mem“ als Muster, das variiert wird (M 2)
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gängig: Bild-Text-Gefüge (M 1, M 2); Bild und zwei Textteile (Situation, Pointe) (M 1, M 5)
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zunehmend Erweiterung durch z. B. Film, Ton (M 2, M 4)
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kreative Prozesshaftigkeit der Memes durch Veränderung (M 1, M 4)
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Nutzung der Mittel des Humors und des Spotts (M 2), der Karikatur und der Parodie (M 4, M 5)
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Nutzung von Analogien und Kontextualität (M 4)
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Memes als Phänomen politisch-gesellschaftlicher Kommunikation, z. B.:
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Möglichkeit des Mitteilens und Thematisierens des aktuellen Zeitgeschehens (M 2, M 5)
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Erfüllen des gleichzeitigen Bedürfnisses nach Individualität und Gruppenzugehörigkeit (M 3, M 4)
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Unkompliziertheit der Einbindung in eine Vielzahl von Plattformen der sozialen Medien, z. B. Twitter, WhatsApp, TikTok (M 2, M 3, M 6)
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Möglichkeit der schnellen Erstellung (Meme-Generatoren) (M 6) und Verbreitung von Internet-Memes (M 3, M 4)
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schnelle Rezeption durch ansprechende Illustration und reduzierten Text (M 4, M 5)
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Erreichen einer hohen Reichweite (M 4, M 6)
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Phänomen als Ausdruck des Medienverhaltens Jugendlicher und junger Erwachsener (M 4)
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Weiterentwicklung der politischen Fotografie (M 6), Verbreitung politischer Ideen analog zu Wahlplakaten (M 3), Mittel politischer Kampagnen (M 4)
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Mittel zur Thematisierung von Interessen und Konflikten in Gesellschaft und Politik (M 2, M 4)
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Vorteile und Risiken der Nutzung von Memes in der politisch-gesellschaftlichen Kommunikation, z. B.:
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Vorteile
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Mittel der Kommunikation in geschlossenen, geschützten Gemeinschaften (M 3)
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gruppenbildende Funktion: gleiches Verständnis von Humor („Insiderwitz“), gleiche Anliegen und Themen (M 3, M 4)
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Kontaktaufnahme und -pflege mit Gleichgesinnten (M 2, M 3)
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Ausdrucksform für individuelle Haltung und zum Erhalt von Bestätigung (M 4)
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Potenzial für politische Teilhabe junger Menschen aufgrund großer Verbreitung von Memes bei Nutzung sozialer Medien (M 3)
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niedrigschwelliger Einstieg in politische Auseinandersetzung und Partizipation (M 4, M 6)
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Aktivierungspotenzial durch schnelle Verbreitung in sozialen Medien, z. B. bei Protestbewegungen und Kampagnen (M 4)
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Umgehen staatlicher Repressalien durch Anonymität (M 6)
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globaler kultureller und politischer Austausch (M 4)
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Risiken
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Fehldeutungen durch verkürzte Aussage (M 3, M 5) und den Interpretationsspielraum (M 6)
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Verbreitung von Fake-News (M 6)
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Verstärkung gesellschaftlicher Polarisierung durch Gruppenbildung (M 3)
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Verbreitung menschenverachtender und demokratiefeindlicher Inhalte (M 6)
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unreflektierte Rezeption und Weitergabe von Informationen und Wertungen (M 4)
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Abkehr von journalistischen Standards durch Anonymität der Autorschaft (M 6) oder ungeprüfte Verbreitung von Inhalten (M 3)
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Setze eigene Erfahrungen und unterrichtliches Wissen in Beziehung zu den vorgegebenen Materialien, z. B.: Memes als
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Spezifika der Netzkommunikation
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Mittel persuasiver und manipulativer Kommunikation
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Zusammenspiel von Information, Meinungsbildung und Unterhaltung
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Mechanismus der Verbreitung und Rezeption von Fake-News
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Entstehung von Narrativen und Deutungsmustern, Framing
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Schluss
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Formuliere ein Fazit und eine textsortenspezifische Abrundung unter Bezugnahme auf die Ausstellung
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Abschließend wird in dieser Ausstellung deutlich, dass Memes ein zentrales und wirkungsvolles Medium politisch-gesellschaftlicher Kommunikation in digitalen Räumen sind.
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Memes ermöglichen durch ihre einfache, humorvolle und schnell rezipierbare Form sowohl politische Teilhabe, bergen aber auch Risiken wie Desinformation und Polarisierung.
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Insgesamt wird überzeugend herausgestellt, dass Memes ernst zu nehmende Kommunikationsformen sind, die kritisch reflektiert und medienkompetent genutzt werden müssen.
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