Aufgabe 2
„Dem deutschen Volke“? – Die Bundestagswahl 2025 im Fokus
Ein repräsentativer Bundestag, der die Vielfalt der Bevölkerung widerspiegelt, ist für die Legitimität und Funktionalität einer Demokratie von zentraler Bedeutung.
https://brandnewbundestag.de/wp-content/uploads/Diversitaetsmodellierung_Bundestag_2025.pdf (04.07.2026)
Stelle das Wahlsystem zum 21. Deutschen Bundestag dar.
Analysiere die Ergebnisse der Bundestagswahl 2025 hinsichtlich der politischen und sozialen Zusammensetzung des Bundestages.
Bewerte, unter Nutzung politischer Grundströmungen, die Zusammensetzung des Deutschen Bundestages hinsichtlich Legitimität und Funktionalität der repräsentativen Demokratie in der Bundesrepublik.
Erörtere ausgehend von aktuellen Herausforderungen, inwiefern direktdemokratische Elemente auf Bundesebene das Repräsentationsprinzip in der Bundesrepublik ergänzen sollten.
Zur Bearbeitung der Aufgaben sind alle Materialien einzubeziehen.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Material 1 Statistiken zum 21. Deutschen Bundestag
a) Sitzverteilung
Sitzverteilung im 21. Deutschen Bundestag
Anzahl Sitze, Differenz zu 2021

Zur besseren Lesbarkeit verändert nach: https://www.fes.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=133358&token=746f49d10a158c5c218854aebe9a634f25fe6063 (28.06.2026).
b) Stimmanteile in Altersgruppen (Angaben in Prozent)

https://www.tagesschau.de/wahl/archiv/2025-02-23-BT-DE/umfrage-alter.shtml (28.06.2026)
c) Stimmanteile nach Geschlecht (Angaben in Prozent)

https://www.tagesschau.de/wahl/archiv/2025-02-23-BT-DE/umfrage-aktuellethemen.shtml (28.08.2026)
d) Abgeordneten-Statistik
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw09-wahlergebnis-statistik-1055550 (04.07.2026)
Material 2 „Dem Deutschen Volke“? Die ungleiche Responsivität des Bundestags, Lea Elsässer, Svenja Hense, Armin Schäfer, Politikwissenschaftler, 2017
Elsässer, Lea; Svenja, Hense; Schäfer, Armin: „Dem Deutschen Volke“? Die ungleiche Responsivität des Bundestages. In: Zeitschrift für Politikwissenschaft 27(2) (2017), S. 161 – 180.
Material 3 Das Prinzip Repräsentation, Wolfgang Schäuble (CDU), ehem. Bundestagspräsident, 2021
Schäuble, Wolfgang: Das Prinzip Repräsentation. Verkannt, herausgefordert, unverzichtbar. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung 1.7.2021, S. 6.
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-
Volkssouveränität GG Art. 20
-
Personalisiertes Verhältniswahlrecht
-
Wahlrechtsgrundsätze GG Art. 38
-
Erst- und Zweitstimme
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5%-Klausel, Grundmandatsklausel
-
Wahlrechtsreform → 630 Mandate, Zweitstimmendeckung
politische Zusammensetzung, z. B.:
Sitzverteilung der Parteien
-
Stärkung des konservativen Lagers
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keine Repräsentanz des organisierten Liberalismus
-
keine eindeutigen Mehrheiten
soziale Zusammensetzung, z. B.:
Stimmanteile der Wählergruppen nach Alter und Geschlecht
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Union stärkste Partei bei den über 60-Jährigen
-
Linke und AfD stärkste Partei bei den unter 25-Jährigen
-
Unterschiede im Wahlverhalten von Männern und Frauen
Sozialstruktur des Bundestages nach Alter, Geschlecht und Berufsgruppen
-
Frauen unterrepräsentiert, große Unterschiede zwischen Parteien
-
große Alterspanne, Überrepräsentanz der 50-59-Jährigen
-
Überrepräsentanz von Akademikern
Begriffsklärung: Legitimität, Funktionalität, repräsentative Demokratie
politische Grundströmungen, z. B.:
Konservatismus, Liberalismus, Sozialismus
Inhalte, z. B.:
Konservatismus
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Stärkung des Repräsentationsgedankens
-
Elitegedanken
-
Gleichheitskritik
→ hohe Funktionalität und Legitimität der Demokratie
Liberalismus
-
Betonung des Repräsentationsgedankens
-
Betonung von Freiheit und Leistung
-
Stärkung des freien Mandates
→ hohe Funktionalität und Legitimität der Demokratie
Sozialismus
-
Gleichheitsgedanke
-
Schutz von Minderheiten
-
antielitär
→ geringe Funktionalität und Legitimität der Demokratie durch fehlende Repräsentativität
Die eigene Bewertung der Zusammensetzung des Deutschen Bundestages muss auf der Basis von mindestens zwei Grundströmungen erfolgen.
aktuelle Herausforderungen, z. B.:
-
Vertrauensverlust gegenüber politischen Entscheidungsträgern
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politische Polarisierung
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soziale Ungleichheit
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demografischer Wandel
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Klimawandel
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internationale Krisen, Konflikte und Kriege
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Digitalisierung
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Globalisierung
direktdemokratische Elemente, z. B.:
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Volksinitiative
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Volksbegehren
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Volksentscheid
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Bürgerräte
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Einführung des imperativen Mandates
Inhalte der Erörterung, z. B.:
Pro-Argumente
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hohe Responsivität
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Stärkung von Vertrauen gegenüber politischen Entscheidungsträgern
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breitere Teilhabe und Legitimation
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Verantwortung für eigene Entscheidungen
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Identität von Bevölkerung und politischen Entscheidungen
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Ausbau von gesellschaftlicher Resilienz
Kontra-Argumente
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Schwächung der parlamentarischen Entscheidungen
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populistische Einflüsse
-
zu hohe Komplexität der Themen
-
fehlendes Fachwissen
-
fehlender Minderheitenschutz
-
Lobbyismus
Die aktuellen Herausforderungen sind in die Argumentation einzubinden.