Aufgabe 1 – Glaube an Gott gestaltet Lebenswirklichkeit
Hinweis: Wähle eine der beiden Aufgaben aus und bearbeite diese.
Schwerpunktthema I
Im dir vorliegenden Text heißt es, dass sich „das menschliche Dasein in der Sünde beispielsweise als Existenz in der Unwahrhaftigkeit, in Täuschung und in Lüge“ (Text, Z. 6 f.) darstelle. Zeige die dazu im Text dargelegten Kernaussagen auf (mit Zeilenangaben).
Entfalte die in Psalm 22 zum Ausdruck kommende Gottesbeziehung des Psalmbeters (mit Angabe von Bibelversen).
Erläutere die Vorstellung, dass Gott in Christus ist. (Bibelstellenbelege sind nicht erforderlich.)
Im vorliegenden Text wird vor einem unvorsichtigen Umgang mit Medien gewarnt (vgl. Text, Z. 20-25). Stelle dar, warum Medienethik in unserer heutigen Gesellschaft wichtig ist. (Der dir vorliegende Text steht als Informationsquelle zur Verfügung.)
„Ein Aspekt des biblischen Menschenbildes ist die Hoffnung. Es ist daher möglich, Christinnen und Christen als Hoffnungsmenschen zu bezeichnen.“ (Aussage einer Schülerin im Religionsunterricht)
Setzen dich mit der These auseinander, Christinnen und Christen könnten Hoffnungsmenschen genannt werden, indem du unter Verwendung von Fachwissen ein begründetes eigenes Urteil entwickelst. (Bibelstellenbelege sind nicht erforderlich.)
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Unwahrhaftigkeit als ein Phänomen der Sünde
1 gedeihlich = hier: gelingend
2 erodieren = hier: kaputtgehen, sich auflösen
3 beargwöhnen = hier: misstrauisch beobachten
4 Echo-Kammer = bezeichnet das Phänomen, dass der Großteil der Menschen dazu neigt, sich mit Gleichgesinnten zu umgeben, um sich gegenseitig wie in einem geschlossenen Raum in der eigenen Position zu verstärken. Soziale Netze unterstützen und verstärken diesen Effekt, da aufgrund der Algorithmen überwiegend Informationen angezeigt werden, die von Gleichgesinnten stammen oder von diesen mit einem ‚Like‘ versehen werden.
5 Ressentiment = hier: unterschwellige Feindseligkeit
6 Heidelberger Katechismus (1563) = bedeutende Bekenntnisschrift der reformierten Kirche
Autorenhinweis: Theologinnen und Theologen der Kammer für Theologie im Auftrag des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
[Sünde, Schuld und Vergebung aus Sicht evangelischer Anthropologie. Ein Grundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Hrsg. Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Leipzig 2020, S. 35, 41-43] (zu Prüfungszwecken bearbeitet)
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Hinweise zum Erwartungshorizont
Die Aufgabenstellung zielt auf die EPA-Anforderungsbereiche I und II. Der Operator „aufzeigen“ verlangt hier, die im vorliegenden Text dargestellten Kernaussagen zur Aussage, dass sich das menschliche Dasein in der Sünde als Existenz in Unwahrhaftigkeit, Täuschung und Lüge darstellt, wiederzugeben.
Dies kann mit eigenen Worten oder textnah geschehen. Es ist in jedem Fall mit Zeilenangaben zu arbeiten.
Lösungsansatz
Die Aufgabenstellung verlangt das inhaltliche Erfassen der im Text dargestellten Kernaussagen zur Unwahrhaftigkeit als Phänomen der Sünde. Dabei sind folgende Kriterien relevant: Sachgemäßheit des Textverständnisses, Differenzierung zwischen Wichtigem und weniger Wichtigem sowie die strukturierte Wiedergabe der Hauptaussagen.
Ausgehend von der Aussage, dass sich das menschliche Dasein in der Sünde als Existenz in Unwahrhaftigkeit, Täuschung und Lüge zeigt (Z. 6–10), verdeutlicht der Text die Folgen dieser Grundhaltung für den Menschen und sein Verhältnis zu Mitmenschen und Gott. Dies kann z. B. folgendermaßen dargestellt werden:
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Der Text beschreibt Sünde als eine grundlegende menschliche Fehlhaltung, die zunächst unauffällig erscheint, sich jedoch zunehmend ausbreitet, den Menschen beherrscht und ihn von sich selbst entfremdet (Z. 1–5).
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Das menschliche Dasein in der Sünde äußert sich als Existenz in Unwahrhaftigkeit, Täuschung und Lüge. Demgegenüber wird Gott als wahrhaftig dargestellt und der Mensch dazu aufgerufen, die Lüge abzulegen und die Wahrheit zu leben (Z. 6–10).
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Wahrhaftigkeit bildet die Grundlage eines gelingenden Zusammenlebens. Lüge zerstört Vertrauen, erzeugt Misstrauen und gefährdet zwischenmenschliche Beziehungen (Z. 11–15).
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Unwahrhaftigkeit zeigt sich bereits im Alltag durch Beschönigungen, Verharmlosungen, Übertreibungen, Schmeicheleien oder kleine Lügen. Diese mögen kurzfristig Konflikte vermeiden, erschweren jedoch eine ehrliche Kommunikation (Z. 16–20).
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Auch auf gesellschaftlicher Ebene führt Unwahrhaftigkeit zu negativen Entwicklungen. Halbwahrheiten, Echo-Kammern und bewusste Falschinformationen fördern Hass und Ressentiments; zudem können politische Entscheidungen und Wahlen durch Lügen beeinflusst werden (Z. 21–29).
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Nach theologischer Auffassung verhindert die Sünde, dass der Mensch seine von Gott gewollte Bestimmung verwirklicht. Gott habe den Menschen zu Liebe, Mitmenschlichkeit, Wahrhaftigkeit und Freiheit geschaffen; Unwahrhaftigkeit stehe diesem Ziel entgegen (Z. 30–35).
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Die Sünde entfremdet den Menschen außerdem von sich selbst. Er lebt in Selbsttäuschung oder verliert sein wahres Selbst, ohne dies zu erkennen (Z. 36–40).
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Schließlich wird auch das Verhältnis zu Gott gestört. Der Mensch verliert das Vertrauen in Gott, erkennt seine Angewiesenheit auf Vergebung und Versöhnung nicht mehr und entwickelt ein illusionäres Selbstbild, das Gottes Gnade überflüssig erscheinen lässt (Z. 41–50).
Hinweise zum Erwartungshorizont
Die Aufgabenstellung zielt auf die EPA-Anforderungsbereiche I und II. Der Operator „entfalten“ verlangt hier, die im Psalm 22 dargestellte Gottesbeziehung des Psalmbeters umfassend darzustellen und ihre Entwicklung zu erläutern.
Dies kann mit eigenen Worten oder textnah geschehen. Es ist in jedem Fall mit Angabe der Bibelverse zu arbeiten.
Lösungsansatz
Die Aufgabenstellung verlangt das inhaltliche Erfassen der im Psalm 22 dargestellten Gottesbeziehung des Psalmbeters. Dabei sind folgende Kriterien relevant: Sachgemäßheit des Textverständnisses, Differenzierung zwischen den einzelnen Aspekten der Gottesbeziehung sowie die strukturierte Darstellung unter Verwendung von Bibelversen.
Ausgehend vom Klageruf des Psalmbeters entwickelt Psalm 22 eine Gottesbeziehung, die von tiefer Verzweiflung über Vertrauen bis hin zu Lob und Hoffnung reicht. Dies kann z. B. folgendermaßen dargestellt werden:
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Der Psalm beginnt mit einem eindringlichen Klageruf. Der Psalmbeter empfindet Gott als fern und verlassen und versteht nicht, weshalb Gott auf seine Bitten nicht antwortet („Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“; Ps 22,2–3).
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Trotz seines Leidens hält der Psalmbeter an Gott fest und erkennt ihn weiterhin als den heiligen Gott Israels an. Er erinnert daran, dass die Vorfahren Gott vertraut haben und von ihm gerettet wurden (Ps 22,4–6).
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Der Beter schildert seine tiefe Erniedrigung und Ausgrenzung. Er fühlt sich von den Menschen verspottet und verachtet, klammert sich jedoch weiterhin an Gott, der ihn seit seiner Geburt begleitet hat (Ps 22,7–12).
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Anschließend beschreibt der Psalmbeter sein schweres körperliches und seelisches Leiden. Er erlebt seine Feinde als bedrohlich und fühlt sich dem Tod ausgeliefert. Deshalb bittet er Gott eindringlich um Hilfe und Rettung (Ps 22,13–22).
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Nach der Klage vollzieht sich ein Wendepunkt. Der Psalmbeter ist überzeugt, dass Gott sein Gebet erhört hat, und kündigt an, Gottes Namen öffentlich zu verkünden und ihn vor der Gemeinde zu loben (Ps 22,23–27).
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Die Gottesbeziehung weitet sich schließlich über den einzelnen Beter hinaus aus. Gottes Herrschaft gilt allen Menschen und allen Völkern. Deshalb sollen die ganze Erde und auch zukünftige Generationen Gott anbeten und seine Gerechtigkeit verkünden (Ps 22,28–32).
Insgesamt zeigt Psalm 22 eine Gottesbeziehung, die trotz tiefster Verzweiflung nicht abbricht. Der Psalmbeter klagt offen über seine Not, hält jedoch gleichzeitig am Vertrauen auf Gott fest. Am Ende überwiegen Hoffnung, Dank und das Bekenntnis zu Gottes universaler Herrschaft.
Hinweise zum Erwartungshorizont
Die Aufgabenstellung zielt auf die EPA-Anforderungsbereiche I und II. Der Operator „erläutern“ verlangt hier, die Vorstellung, dass Gott in Christus ist, sachgerecht darzustellen und ihre Bedeutung für das christliche Gottesverständnis zu erklären.
Bibelstellenbelege sind gemäß Aufgabenstellung nicht erforderlich.
Lösungsansatz
Die Aufgabenstellung verlangt die Erläuterung der christlichen Vorstellung, dass Gott in Jesus Christus gegenwärtig ist. Dabei sind folgende Kriterien relevant: Sachgemäßheit der Darstellung, Differenzierung zwischen den theologischen Aussagen sowie die Erklärung ihrer Bedeutung für den christlichen Glauben.
Ausgehend von der christlichen Überzeugung, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist, lässt sich diese Vorstellung folgendermaßen erläutern:
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Gott wird in Jesus Christus Mensch. Damit bleibt Gott nicht fern oder unnahbar, sondern begegnet den Menschen unmittelbar in der Person Jesu. Jesus macht Gottes Wesen und seinen Willen sichtbar.
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In Jesus zeigt sich Gott vor allem als ein Gott der Liebe, Barmherzigkeit und Versöhnung. Durch seinen Umgang mit Kranken, Sündern und Ausgegrenzten wird deutlich, dass Gottes Zuwendung allen Menschen gilt.
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Die Botschaft und das Handeln Jesu machen das Reich Gottes erfahrbar. Er ruft die Menschen zu Umkehr, Nächstenliebe, Vergebung und Vertrauen auf Gott auf.
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Besonders im Leiden und Sterben Jesu wird deutlich, dass Gott das menschliche Leid nicht aus der Distanz betrachtet, sondern selbst daran teilhat. Gott solidarisiert sich mit den Leidenden und trägt deren Schuld und Not.
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Durch die Auferstehung Jesu wird der Tod überwunden. Sie bestätigt, dass Jesus der Christus ist und dass Gottes Liebe und Leben stärker sind als Leid, Schuld und Tod.
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Die Vorstellung, dass Gott in Christus ist, bildet die Grundlage der christlichen Erlösungslehre. Durch Jesus wird die gestörte Beziehung zwischen Gott und Mensch überwunden; Vergebung und Versöhnung werden möglich.
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Daraus ergibt sich auch eine Orientierung für das Leben der Christen. Wer an Christus glaubt, ist dazu aufgerufen, Gottes Liebe weiterzugeben und sein eigenes Handeln an Jesu Vorbild auszurichten – insbesondere durch Nächstenliebe, Vergebung, Barmherzigkeit und den Einsatz für Gerechtigkeit.
Insgesamt bedeutet die Vorstellung, dass Gott in Christus ist, dass Gott den Menschen in Jesus Christus unmittelbar begegnet. In seinem Leben, Sterben und seiner Auferstehung offenbart sich Gottes Liebe und sein Heilswille für alle Menschen. Dadurch wird Jesus Christus zum zentralen Offenbarer Gottes und zum Maßstab christlichen Glaubens und Handelns.
Hinweise zum Erwartungshorizont
Die Aufgabenstellung zielt auf die EPA-Anforderungsbereiche II und III. Der Operator „darstellen“ verlangt hier, die Bedeutung der Medienethik für die heutige Gesellschaft unter Einbeziehung des vorliegenden Textes sachgerecht zu erläutern und auf aktuelle Entwicklungen zu beziehen.
Der vorliegende Text dient dabei als Informationsquelle, die mit eigenem Wissen und aktuellen Beispielen verknüpft werden soll.
Lösungsansatz
Die Aufgabenstellung verlangt die Darstellung der Bedeutung von Medienethik in der heutigen Gesellschaft unter Berücksichtigung der Aussagen des Textes. Dabei sind folgende Kriterien relevant: Sachgemäßheit der Darstellung, Einbezug der Textaussagen, Verknüpfung mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen sowie eine nachvollziehbare Begründung der eigenen Ausführungen.
Ausgehend von der im Text beschriebenen Gefahr von Halbwahrheiten, Echo-Kammern und Unwahrhaftigkeit (Z. 20–29) lässt sich die Bedeutung der Medienethik folgendermaßen darstellen:
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Der Text macht deutlich, dass Medien die öffentliche Meinungsbildung erheblich beeinflussen. Deshalb ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Informationen notwendig, damit Menschen fundierte Entscheidungen treffen können (Z. 20–25).
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Medienethik soll verhindern, dass Falschinformationen, Halbwahrheiten oder bewusste Manipulation verbreitet werden. Wahrhaftigkeit und sorgfältige Recherche sind Voraussetzungen für Vertrauen in Medien und Gesellschaft.
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Der Text warnt vor sogenannten Echo-Kammern, in denen Menschen überwiegend Informationen erhalten, die ihre eigene Meinung bestätigen. Dadurch können Vorurteile, Hass und gesellschaftliche Spaltung verstärkt werden (Z. 22–25).
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Besonders soziale Medien ermöglichen die schnelle Verbreitung von Desinformation, Fake News oder Verschwörungserzählungen. Medienethik fordert deshalb einen kritischen Umgang mit Quellen sowie die Überprüfung von Informationen vor ihrer Weitergabe.
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Medien beeinflussen auch demokratische Prozesse. Der Text weist darauf hin, dass Wahlen oder politische Entscheidungen durch Lügen und unehrliche Wahlversprechen beeinflusst werden können (Z. 25–29). Medienethik trägt daher zum Schutz demokratischer Entscheidungsprozesse bei.
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Ein verantwortungsvoller Umgang mit Medien bedeutet außerdem, die Würde anderer Menschen zu achten, Hassrede, Diskriminierung und Cybermobbing entgegenzutreten sowie unterschiedliche Meinungen respektvoll zu diskutieren.
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Aus christlich-ethischer Perspektive orientiert sich Medienethik an den Werten der Wahrhaftigkeit, Verantwortung und Nächstenliebe. Menschen sollen Informationen ehrlich weitergeben und mit digitalen Medien so umgehen, dass sie dem Gemeinwohl dienen und anderen nicht schaden.
Insgesamt ist Medienethik in der heutigen Gesellschaft unverzichtbar, da digitale Medien einen großen Einfluss auf Meinungsbildung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratie haben. Der im Text geforderte verantwortungsvolle Umgang mit Wahrheit und Kommunikation trägt dazu bei, Vertrauen zu erhalten, Manipulation zu verhindern und ein respektvolles Zusammenleben zu fördern.
Hinweise zum Erwartungshorizont
Die Aufgabenstellung zielt auf die EPA-Anforderungsbereiche II und III. Der Operator „setze dich auseinander“verlangt hier, die vorgegebene These unter Verwendung von Fachwissen zu prüfen, verschiedene Argumente gegeneinander abzuwägen und auf dieser Grundlage ein begründetes eigenes Urteil zu entwickeln.
Bibelstellenbelege sind gemäß Aufgabenstellung nicht erforderlich.
Lösungsansatz
Die Aufgabenstellung verlangt die kritische Auseinandersetzung mit der These, dass Christinnen und Christen als Hoffnungsmenschen bezeichnet werden können. Dabei sind folgende Kriterien relevant: Sachgemäße Verwendung theologischer Fachbegriffe, differenzierte Argumentation, Einbezug von Fachwissen sowie die Entwicklung eines nachvollziehbar begründeten eigenen Urteils.
Ausgehend von der christlichen Hoffnung auf Gottes Heilshandeln lässt sich die These folgendermaßen beurteilen:
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Für Christinnen und Christen ist Hoffnung ein zentraler Bestandteil des biblischen Menschenbildes. Sie gründet nicht auf Optimismus oder Wunschdenken, sondern auf dem Vertrauen auf Gott und seine Verheißungen.
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Die Auferstehung Jesu Christi bildet die Grundlage dieser Hoffnung. Sie macht deutlich, dass Leid, Schuld und Tod nicht das letzte Wort haben, sondern dass Gott neues Leben schenkt und Erlösung verheißt.
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Christliche Hoffnung richtet sich sowohl auf das zukünftige Reich Gottes als auch auf das gegenwärtige Leben. Sie motiviert dazu, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen und sich für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.
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Hoffnung zeigt sich außerdem im Vertrauen auf Gottes Nähe auch in Krisen, Krankheit oder Leid. Christinnen und Christen können deshalb schwierige Lebenssituationen mit Zuversicht bewältigen, ohne deren Schwere zu leugnen.
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Die Hoffnung führt nach christlichem Verständnis zu einem verantwortungsvollen Handeln. Nächstenliebe, Vergebung, Barmherzigkeit und Solidarität mit Benachteiligten sind Ausdruck dieser Hoffnung und prägen das christliche Leben.
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Allerdings sind nicht alle Christinnen und Christen gleichermaßen hoffnungsvoll. Zweifel, Ängste und Krisen gehören ebenso zum Glaubensleben. Hoffnung bedeutet daher nicht, immer optimistisch zu sein oder Leid auszublenden.
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Zudem können auch Menschen anderer Religionen oder ohne religiösen Glauben Hoffnung besitzen und ihr Leben an positiven Zukunftserwartungen ausrichten. Hoffnung ist daher keine ausschließlich christliche Eigenschaft.
Begründetes Urteil
Meines Erachtens ist die Aussage insgesamt zutreffend. Christinnen und Christen können als Hoffnungsmenschen bezeichnet werden, weil ihre Hoffnung auf Gott, die Auferstehung Jesu Christi und die Verheißung des ewigen Lebens gegründet ist. Diese Hoffnung prägt ihr Gottesverständnis und motiviert sie zu verantwortlichem Handeln gegenüber ihren Mitmenschen. Gleichzeitig darf der Begriff nicht verallgemeinert werden, da auch Christinnen und Christen Zweifel erleben und Hoffnung kein ausschließlich christliches Merkmal ist. Insgesamt beschreibt die Bezeichnung „Hoffnungsmenschen“ jedoch einen wesentlichen Kern des christlichen Glaubens.