Aufgabe II – Neuseeland und Ozeanien
Neuseeland zeigt durch seine Insellage und die landschaftsprägenden Neuseeländischen Alpen eine große geographische Vielfalt und hat eine wirtschaftlich prägende Rolle im südlichen Pazifik.
Ordne die Klimadiagramme A – C (M1) den folgenden Orten (M4) jeweils anhand von Temperatur und Niederschlag begründet zu:
Kaikoura (42° 25´ S / 173° 42´ O)
Tara Hills (44° 31´ S / 169° 54´ O)
Westport (41° 44´ S / 171° 34´ O)
Der Bereich um den Mount Cook in den Neuseeländischen Alpen ist durch Gletscher sowie Hochgebirgsklima geprägt.
Bezeichne die glazialmorphologischen Formen A – E (M2) und erkläre jeweils deren Genese.
Erkläre sowohl die Entstehung des Gletscherwindes als auch der Lössablagerungen anhand von M3.
Der Klimawandel kann zur Zunahme von Naturgefahren in vergletscherten Gebieten führen.
Vergleiche die konkrete Gefährdung von Mount Cook Village und Mount Cook Airport (M4) durch von Gletschern ausgehende Naturereignisse (M5).
Neuseeland unterhält aufgrund der kulturellen, historischen und geographischen Nähe Beziehungen zu vielen Inselstaaten Ozeaniens.
Analysiere anhand der von dir vervollständigten Analysespinne (M8) den jeweiligen Entwicklungsstand der Staaten Samoa, Fidschi und Salomonen in Relation zur Reihenfolge, die sich aus den HDI-Werten ergibt (M8).
Die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Neuseeland und Samoa wird seit 2024 fortgeführt und vertieft. Aufgrund der begrenzten finanziellen Mittel gibt es allerdings immer wieder Zweifel, ob die Investitionen für das Erreichen der UN Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) effizient eingesetzt werden.
Ordne die Teilbereiche des Programms (M6) begründet den ausgewählten SDGs (M7) zu und beurteile die Effizienz (Aspekte Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit) der jeweiligen Maßnahmen auf Grundlage der bisherigen Zielerreichung und Trends (M7) sowie der Strukturdaten in M8.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?M1 Ausgewählte Klimadiagramme in Neuseeland, Südinsel
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A |
B |
C |
|---|---|---|
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M2 Höhenlinienkarte und Geländeprofil Region Lake Pukaki

M3 Entstehung von Gletscherwinden und Lössablagerungen (Skizze)

M4 Topographische Karte Mount Cook inkl. Übersichtskarte Neuseeland

M5 Naturereignisse in Gletschergebieten

[Darstellung IBBW nach: nature review earth & environment]
M6 Grundzüge des „Statement of Partnership 2024 – 2028“
Neuseeland (HDI 2023: 0,938) unterstützt Samoa im Rahmen des „Statement of Partnership 2024 – 2028“ durch eine Vielzahl an Maßnahmen in unterschiedlichen Bereichen. Es legt die Prinzipien und Prioritäten für die Zusammenarbeit in vier Teilbereichen bis zum Jahr 2028 fest, um die Entwicklung Samoas zu unterstützen.
Teilbereich 1: Partnerschaft und Austausch
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Neuseeland unterstützt Samoa bei der Ausrichtung internationaler Veranstaltungen (z. B. Commonwealth Heads of Government Meeting 2024) und fördert so den internationalen Austausch und die Sichtbarkeit Samoas.
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Es finden regelmäßige Ministertreffen und bilaterale Gespräche statt, um die Prioritäten gemeinsam festzulegen und die Zusammenarbeit kontinuierlich zu verbessern.
Teilbereich 2: Stärkung von Gemeinschaften
-
Neuseeland fördert gezielt den Wiederaufbau des 2016 bei einem Feuer zerstörten historischen Savalalo-Marktes in Apia, der das wirtschaftliche sowie soziale Zentrum der Stadt war. Der Markt hatte besonders für Frauen als Unternehmerinnen eine große Bedeutung. Durch diese Unterstützung wird die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen und die lokale Wertschöpfung gestärkt.
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Um Zugang zu Bildung zu ermöglichen, unterstützt Neuseeland Samoa mit dem Einsatz mobiler Lehrkräfte in abgelegenen und benachteiligten Regionen.
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Neuseeland stärkt außerdem die berufliche Bildung, indem es gemeinsam mit Samoa Programme zur Förderung von Führungskompetenzen auflegt.
Teilbereich 3: Klimawandel und Resilienz
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Über das Programm „Samoa–Aotearoa New Zealand Climate Partnership“ stellt Neuseeland 15 Millionen NZ-Dollar (ca. 7 Millionen Euro) an flexiblen Mitteln bereit, um Samoa bei seinen Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen zu unterstützen.
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Die Gelder werden gemeinsam mit der samoanischen Regierung eingesetzt, um gezielt in Projekte zur Stärkung der Klimaresilienz und zur Reduktion von Emissionen zu investieren, z. B. in erneuerbare Energien, Infrastruktur und Katastrophenvorsorge.
Teilbereich 4: Wirtschaftliches Wachstum
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Neben dem Wiederaufbau des Savalalo-Marktes fördert Neuseeland den Tourismus und die Entwicklung lokaler Unternehmen, insbesondere im Bereich Kulturtourismus, um die wirtschaftliche Basis Samoas zu verbreitern.
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Die Zusammenarbeit umfasst auch die Förderung von Arbeitsmobilität, etwa durch die Maßnahme „Recognised Seasonal Employer Scheme“, die samoanischen Arbeitskräften temporäre Beschäftigungsmöglichkeiten in Neuseeland bietet und so Einkommen und Innovationen nach Samoa zurückführt.
[Text IBBW ausgehend von: „New Zealand – Samoa | Statement of Partnership“, 2024]
M7 SDG-Dashboard*: Zielerreichung ausgewählter SDGs und deren Trends für Samoa (Stand 2024)

* Im SDG-Dashboard wird aufgezeigt, inwieweit ein Land die festgelegten Zielwerte für das jeweilige Nachhaltigkeitsziel erreicht hat. Dabei reicht die Spanne von „große Herausforderungen“ bis „Ziel erreicht“. Die Trends zeigen die Entwicklung basierend auf den vergangenen jährlichen Wachstumsraten seit 2015, die auf 2030 extrapoliert werden.
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M8 Ausgewählte Strukturdaten und Analysespinne (Vorlage)
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Staat |
HDI (2023) |
Verstädterungsgrad (2023) |
GII* (2022) |
Internetnutzer (2023) |
Analphabetenquote (2021) |
Erwerbstätige Landwirtschaft (2023) |
|---|---|---|---|---|---|---|
|
Samoa |
0,708 |
17,5 % |
0,406 |
58,1 % |
2 % |
30,2 % |
|
Fidschi |
0,731 |
58,7 % |
0,332 |
79,3 % |
5 % |
28,1 % |
|
Salomonen |
0,584 |
26,0 % |
0,659 |
42,5 % |
16 % |
37,6 % |
* Gender Inequality Index (GII): Index des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) bestehend aus den Indikatoren Müttersterblichkeitsrate, Geburtenrate bei Jugendlichen, Frauenanteil im nationalen Parlament, Frauenanteil in der sekundären Schulbildung, Erwerbsbeteiligung von Frauen
[Zusammenstellung IBBW u. a. nach: wko.at | data.worldbank.org | hdr.undp.org]

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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Klimatologie Neuseelands
Zuordnung und Begründung der Klimadiagramme
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Westport: Diagramm A
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Begründung: Diagramm A zeigt eine extrem hohe Jahresniederschlagssumme von 2183 mm, die ganzjährig hoch und ohne Trockenzeit verteilt ist. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 12,6°C. Dies korrespondiert mit der geographischen Lage von Westport an der Westküste der Südinsel (
). Die Stadt liegt direkt in der Westwindzone an der Luv-Seite der Neuseeländischen Alpen, was zu kontinuierlichen, intensiven Steigungsregen (orografischen Niederschlägen) führt.
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Tara Hills: Diagramm B
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Begründung: Diagramm B zeigt mit 9,6°C die geringste Jahresdurchschnittstemperatur und mit 694 mm das ausgeprägteste Niederschlagsdefizit. Zudem ist die Temperaturamplitude zwischen Sommer und Winter (Januar-Minimum knapp über 0°C im südwinterlichen Juli) deutlicher ausgeprägt. Dies belegt die kontinentalere Innenbecken- bzw. Höhenlage von Tara Hills (
) im inneren Regenschatten (Lee-Lage) der Hochgebirgsketten.
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Kaikoura: Diagramm C
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Begründung: Diagramm C weist eine moderate Jahresniederschlagssumme von 843 mm bei einer identischen Jahresdurchschnittstemperatur von 12,6°C auf. Ein leichtes Niederschlagsmaximum zeigt sich im südwinterlichen Zeitraum (Mai bis Juli). Dies passt zu Kaikoura an der Ostküste (
). Durch die Lage auf der Lee-Seite der Neuseeländischen Alpen ist der Ort vor den direkten maritimen Westwind-Regenfällen geschützt (Regenschatteneffekt), behält aber aufgrund der direkten Lage am Pazifik ein ausgeglichenes, maritimes Temperaturprofil.
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Glazialmorphologie und Hochgebirgsklima
Bezeichnung und Genese der glazialmorphologischen Formen A – E
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Form A: Trogwand / Trogschulter
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Genese: Entsteht durch die schurfende und erodierende Wirkung eines Gletschers (Exaration). Ein ehemals v-förmiges Flusstal (Kerbtal) wird durch die Eismassen zu einem u-förmigen Trogtal umgestaltet, wobei steile Seitenwände zurückbleiben.
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Form B: Zungenbecken (heute Lake Pukaki)
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Genese: Der tiefste Bereich, an dem die Gletscherschaukel den Untergrund durch das enorme Gewicht und mitgeführte Gesteinswerkzeuge tief ausgeschürft hat. Nach dem Rückzug des Eises füllt sich diese Depression mit Wasser und bildet einen Zungenbecken-See.
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Form C: Endmoräne (Moränenwall)
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Genese: Ein wallartiges Relief, das am äußersten Rand der maximalen Gletschervorstoßphase aufgeschüttet wurde. Es besteht aus unsortiertem Material (Till/Geschiebemergel), das vom Gletscher als Stirn- oder Endmoräne abgelagert wurde, als Akkumulation und Abschmelzen im Gleichgewicht standen.
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Form D: Schmelzwassertal / Überlaufkanal
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Genese: Entsteht durch die erosive Kraft abfließender Gletscherschmelzwässer, die den Endmoränenwall an einer Schwachstelle durchbrechen und tief einschneiden.
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Form E: Sander / Schotterebene (Sanderfläche)
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Genese: Eine weiträumige, schwach geneigte Aufschüttungsebene vor dem Moränenwall. Die Schmelzwasserströme verlieren außerhalb des Tores an Fließgeschwindigkeit und lagern das mitgeführte, nach Korngrößen sortierte Sedimentmaterial (Kies, Sand) fächerförmig ab.
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Erklärung der Entstehung von Gletscherwinden und Lössablagerungen
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Gletscherwind: Die Luft direkt über der Eisfläche des Gletschers kühlt sich stark ab. Da kalte Luft eine höhere Dichte besitzt, wird sie schwerer als die wärmere Umgebungsluft im Tal. Dem Gefälle folgend sackt diese kalte, schwere Luftmasse hangabwärts und strömt als katabatischer Fallwind (Gletscherwind) mit hoher Geschwindigkeit gletscherabwärts in das Vorland.
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Lössablagerungen: Der Gletscher zermahlt das Gestein an seiner Basis zu feinstem Gletschermehl (Silt/Schluff). Dieses Material wird durch Schmelzwasserströme auf den vegetationslosen Sanderflächen (Form E) abgelagert. In trockenen Phasen greift der stetige, starke Gletscherwind dieses feinkörnige Sediment auf, transportiert es durch Deflation aus dem Tal heraus und lagert es in windberuhigten, dichter vegetierten Regionen als fruchtbaren Löss ab.
Risikoanalyse in vergletscherten Gebieten
Vergleich der Gefährdung von Mount Cook Village und Mount Cook Airport
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Kriterium / Naturgefahr |
Mount Cook Village |
Mount Cook Airport |
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Topographische Lage |
Liegt im unmittelbaren Nahbereich am Fuß steiler Hänge und direkt unterhalb der Abflüsse von Mueller Lake und Hooker Lake. |
Liegt ca. 10 km weiter südlich, hangfern auf der breiten, flachen Talsohle des Tasman-River-Vorlandes. |
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Gefährdung durch Eislawinen |
Sehr hoch: Aufgrund der unmittelbaren Nähe zu steilen Gletscherfronten (Mueller-/Hooker-Gletscher) können abbrechende Eismassen direkt in die Täler stürzen oder Flutwellen in den vorgelagerten Seen auslösen. |
Keine Gefährdung: Die Distanz zu den aktiven Gletscherabbrüchen ist zu groß; Sturzmassen erreichen den Bereich nicht. |
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Gefährdung durch Muren / Erdrutsche |
Hoch: Lockermaterial an den steilen, paraglazialen Hängen kann sich bei Starkregen oder Permafrostdegradation lösen und über die engen Seitentäler direkt das Dorf treffen. |
Gering: Der Flughafen befindet sich auf einer weiten Ebene. Muren sedimentieren weit vor Erreichen der Infrastruktur aus. |
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Gefährdung durch Gletscherläufe (GLOF) |
Sehr hoch: Ein plötzlicher Ausbruch des Mueller- oder Hooker-Sees (z. B. durch Eissturz) würde eine unkontrollierte Sturzflut direkt am Dorf vorbeiführen. |
Mäßig bis hoch (indirekt): Der Airport liegt in der Hauptabflussbahn des gesamten Talsystems (inkl. Tasman Lake). Ein extrem großer Gletscherlauf flutet die gesamte Talsohle flächig. |
Fazit: Mount Cook Village weist ein signifikant höheres, existenzielles Risikopotenzial für schnelle, hochenergetische Prozesse (Eislawinen, Muren) auf. Der Mount Cook Airport ist primär durch großflächige, aquatische Transportprozess-Scheiteln (Gletscherläufe) im Haupttal gefährdet.
Analyse des Entwicklungsstandes anhand der Strukturdaten
1. Die Reihenfolge nach dem HDI (Human Development Index)
Betrachtet man isoliert den HDI als zusammenfassenden Index für die menschliche Entwicklung, ergibt sich folgende klare Rangfolge:
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Fidschi: 0,731 (höchster Entwicklungsstand der drei)
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Samoa: 0,708 (mittlerer Entwicklungsstand)
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Salomonen: 0,584 (geringster Entwicklungsstand)
2. Analyse und Abgleich mit der Analysespinne (M8)
Die visuelle Darstellung in der Analysespinne spiegelt diese HDI-Rangfolge grundsätzlich sehr deutlich wider. Die Regel bei diesem Diagramm lautet: Je größer die aufgespannte Fläche und je weiter außen die Punkte liegen, desto höher ist der Entwicklungsstand.
Fidschi (Rotes Netz):
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Fidschi spannt die mit Abstand größte Fläche auf, was den ersten Platz beim HDI bestätigt.
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Das Land dominiert deutlich bei der Infrastruktur und Modernisierung: Es hat den höchsten Verstädterungsgrad (58,7 %) und die meisten Internetnutzer (79,3 %).
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Zudem weist Fidschi mit 0,332 den besten (niedrigsten) GII auf, was auf eine vergleichsweise hohe Gleichberechtigung der Geschlechter hindeutet.
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Lediglich bei der Analphabetenquote (5 %) liegt Fidschi minimal hinter Samoa.
Samoa (Blaues Netz):
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Samoas Netz liegt flächenmäßig im Mittelfeld, passend zum zweiten Platz im HDI.
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Das Land zeigt ein gemischtes Bild: Einerseits hat Samoa mit 2 % die geringste Analphabetenquote (liegt hier also sogar vor Fidschi), andererseits ist der Verstädterungsgrad mit 17,5 % sehr gering (sogar geringer als auf den Salomonen).
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Das bedeutet, Samoa ist bildungstechnisch gut aufgestellt, aber noch stark ländlich geprägt. Der GII (0,406) und die Internetnutzung (58,1 %) liegen im soliden Mittelfeld.
Salomonen (Grünes Netz):
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Die Fläche der Salomonen ist am kleinsten und liegt stark zusammengezogen im Zentrum der Spinne. Dies korreliert direkt mit dem deutlich abgeschlagenen HDI-Wert von 0,584.
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Der Staat schneidet bei fast allen Indikatoren am schlechtesten ab: Die Analphabetenquote ist mit 16 % am höchsten, die Internetnutzung mit 42,5 % am niedrigsten und die Geschlechterungleichheit ist sehr hoch (GII von 0,659).
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Zudem weisen die Salomonen mit 37,6 % den höchsten Anteil an Erwerbstätigen in der Landwirtschaft auf, was ein klassisches Merkmal für einen geringeren Entwicklungsstand ist (starke Ausprägung des Primärsektors).
Fazit
Die in der Analysespinne abgebildeten Strukturdaten bestätigen die Reihenfolge des HDI. Während Fidschi als relativ urbanisiertes Land mit ausgebauter digitaler Infrastruktur den höchsten Entwicklungsstand aufweist, zeigen die Salomonen typische Merkmale eines Entwicklungslandes (hoher Agrarsektor, Bildungsdefizite). Samoa nimmt durch eine gute Grundbildung, aber stark ländliche Prägung eine Zwischenposition ein.

Effizienzbewertung der Entwicklungszusammenarbeit Neuseeland – Samoa
Zuordnung der Teilbereiche zu den SDGs
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Teilbereich 1 (Partnerschaft/Austausch): SDG 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele). Bilaterale Ministertreffen und internationale Foren stärken die globale Integration.
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Teilbereich 2 (Stärkung von Gemeinschaften): SDG 4 (Hochwertige Bildung) durch mobile Lehrkräfte und Führungskompetenz-Programme sowie SDG 5 (Geschlechtergleichheit) durch die gezielte Unterstützung von Frauen als Unternehmerinnen auf dem Savalalo-Markt.
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Teilbereich 3 (Klimawandel/Resilienz): SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) durch die 15 Mio. NZ-Dollar schweren Investitionen in regenerative Energien und Katastrophenvorsorge.
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Teilbereich 4 (Wirtschaftswachstum): SDG 1 (Keine Armut) und SDG 9 via Kulturtourismus und das saisonale Arbeitsprogramm (RSE Scheme).
Beurteilung der Effizienz (Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit)
Maßstab Wirksamkeit (Erreicht die Maßnahme das Ziel?):
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Sehr hoch bei SDG 1 und SDG 13: Das SDG-Dashboard zeigt, dass Samoa das Klimaschutzziel (SDG 13) bereits erreicht hat und die Armutsbekämpfung (SDG 1) weitgehend auf Kurs ist. Die neuseeländischen Finanzspritzen (TB3) und das RSE-Saisonarbeitsprogramm (TB4), welches direktes Einkommen generiert, stützen und verstetigen diese positiven Trends hocheffektiv.
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Dringend notwendig bei SDG 4 und SDG 5: Hier stagniert Samoa (Trendpfeil waagerecht); SDG 5 ist „nicht erreicht“. Die Wirksamkeit der mobilen Lehrkräfte (TB2) und der Frauenförderung auf dem Savalalo-Markt setzt exakt an den kritischen Blockaden an. Die Wirksamkeit muss sich hier jedoch erst langfristig in den Daten niederschlagen.
Maßstab Wirtschaftlichkeit (Steht der Mitteleinsatz im Verhältnis zum Ertrag?):
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Vorteilhaft (Geringer Kapitaleinsatz – hohe Wirkung): Das Recognised Seasonal Employer Scheme (TB4) und die mobilen Lehrkräfte (TB2) sind volkswirtschaftlich hochgradig wirtschaftlich. Sie erfordern keine teuren Infrastrukturinvestitionen auf den Inseln, nutzen die extrem ländliche Struktur aus (17,5 % Verstädterung bedeutet, dass die Hilfe zu den Menschen auf das Land kommen muss) und bringen durch Rücküberweisungen (Remissen) direktes Privatkapital ins Land.
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Risikobehaftet (Hoher Kapitaleinsatz): Der investitionsintensive Wiederaufbau des historischen Großmarktes in der Hauptstadt Apia (TB2) birgt die Gefahr einer räumlichen Fehlallokation. Da die große Mehrheit der Bevölkerung ländlich lebt (82,5 %), ist die dauerhafte Wirtschaftlichkeit solcher punktuellen Großprojekte für das Gesamteinkommen Samoas kritisch zu hinterfragen, sofern keine funktionierenden Lieferketten aus den Dörfern etabliert werden.


