Aufgabe I
Teilaufgaben:
Erläutere an drei Beispielen deiner Wahl, wie das stalinistische Regime versuchte, Zustimmung bei der Bevölkerung zu erzeugen.
Analysiere M 1 und vergleiche M 1 mit M 2.
Die nationalsozialistische Herrschaft beruhte vor allem auf Terror.
Erörtere diese These für die Zeit zwischen 1933 und 1939.
Analysiere M 3.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Material 1: „Sowjetrussland von heute“, Bericht von Hans Halm über die wirtschaftliche Entwicklung der Sowjetunion, Berlin 1932
Hans Halm (1887–1975) war ein auf Russland und die Sowjetunion spezialisierter österreichischer Wissenschaftler.
[Halm, Hans: Sowjetrussland von heute – Bericht eines Augenzeugen. Berlin: Buchholz & Weißwange Verlagsbuchhandlung, 1932, S. 17-19]
1 Der erste Fünfjahresplan in der UdSSR wurde 1928 eingeführt.
2 „aus den Kräften des Volksmarkes“: gemeint ist hier die Ausbeutung der Arbeitskraft (Kräfte) der Arbeiterklasse (Volksmark) in Russland.
Material 2: „Wir erbauen den Sozialismus“, Plakat von Jurij Iwanowitsch Pimenow, Sowjetunion 1928
Pimenow (1903–1977) war Mitglied der Akademie der Künste der UdSSR und erhielt mehrere staatliche Preise.

Anmerkungen:
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Der Schriftzug auf dem Plakat lautet übersetzt: „Wir erbauen den Sozialismus.“
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In der Bildmitte sind Felder zu sehen, die mit modernen Traktoren bestellt werden und bis zum Horizont reichen. Auf dem farbigen Originalplakat leuchten die Felder gelb.
[Seht her, Genossen! Plakate aus der Sowjetunion. Hg. von: Rheinisch-Westfälische Auslandsgesellschaft. Dortmund 1982, S. 69]
Material 3: Fotografie von Rudolf Kessler, Mogilew, Juli 1941
Der Fotograf Rudolf Kessler begleitete die deutsche Wehrmacht als Teil einer Propagandakompanie. Diese Einheiten hatten die Aufgabe, das Kriegsgeschehen medial festzuhalten. Nachdem die sowjetische Stadt Mogilew (im heutigen Belarus) nach schweren Kämpfen im Juli 1941 durch die Wehrmacht erobert und besetzt worden war, wurden jüdische Einwohner der Stadt zu Aufräumarbeiten gezwungen.

[https://www.bild.bundesarchiv.de/dba/de/search/?yearfrom=&yearto=&query=Kessler&page=4, Bildnummer: Bild 101I-138-1083-26; Zugriff am: 04.07.2026]
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Mögliche Aspekte:
Einleitung
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verorte das stalinistische Regime zeitlich (ca. 1927/28 bis 1953) und charakterisiere es als totalitäre Diktatur;
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erkläre, dass die Herrschaftssicherung neben Terror und Repression auch strategisch auf der Erzeugung von Zustimmung und Mobilisierung basierte.
Darstellung von drei Beispielen zur Zustimmungserzeugung
1. Der stalinistische Personenkult
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Mittel und Umsetzung: Omnipräsenz Stalins im öffentlichen Raum (Denkmäler, Porträts, Stadtumbenennungen) und in der Kultur (Vorgabe des Sozialistischen Realismus); Inszenierung als unfehlbarer „Vater der Völker“.
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Funktion und Wirkung: Erzeugung quasi-religiöser Verehrung und emotionaler Bindung; Abschieben von Systemfehlern auf lokale Bürokraten oder „Saboteure“.
2. Wirtschaftspropaganda und „Heroisierung der Arbeit“
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Mittel und Umsetzung: Massive propagandistische Begleitung der Fünfjahrespläne; Etablierung der Stachanow-Bewegung (mediale Inszenierung und Privilegierung von Arbeitern, die Produktionsnormen massiv übererfüllten).
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Funktion und Wirkung: Appell an sozialistischen Patriotismus und den Stolz der Arbeiterklasse; Erzeugung einer kollektiven Aufbruchstimmung für eine vermeintlich bessere, moderne Zukunft.
3. Soziale Aufstiegschancen und Bildungsoffensive
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Mittel und Umsetzung: Massive Alphabetisierungskampagne und Ausbau des höheren Bildungswesens; gezielte Bevorzugung von Arbeitern und Bauern bei Studienplätzen und Ämtern; Neubesetzung frei gewordener Posten nach den „Säuberungen“.
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Funktion und Wirkung: Generierung tiefer, existenzieller Loyalität; realer Aufstieg einer neuen, jungen Generation aus einfachsten Verhältnissen in die sowjetische Elite.
Fazit
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mache deutlich, dass Zustimmung in der stalinistischen Realität ein eng verzahntes System aus realer Begeisterung (Aufstieg, Visionen), sozialem Pragmatismus (Anpassung) und der permanenten Drohung von Terror war.
Mögliche Aspekte
1. Analyse von Material 1 (Textquelle)
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Formale Einordnung: Kritischer Bericht bzw. Augenzeugenbericht von Hans Halm, einem österreichischen Russland-Experten, veröffentlicht 1932 in Berlin unter dem Titel „Sowjetrussland von heute“.
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Der Text richtet sich an die deutsche und westliche Öffentlichkeit, um über die dortige Wirtschaftsentwicklung aufzuklären.
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Kernaussagen zu den Zielen: Der Fünfjahrplan soll die vollständige wirtschaftliche Autarkie der UdSSR vom kapitalistischen Ausland sichern.
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Das westliche Ausland soll ökonomisch ein- und überholt werden.
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Ziel ist es, die Weltrevolution nicht mehr über politische Parolen, sondern durch die Demonstration wirtschaftlicher Stärke zu erzwingen.
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Kernaussagen zum wahren Charakter: Halm entlarvt den Fünfjahrplan als reinen, militärischen „Rüstplan“ zur Landesverteidigung.
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Belegt wird dies durch eine extreme Investitionsasymmetrie: Für die Schwer- und Rüstungsindustrie werden 15 Milliarden Rubel ausgegeben, während für zivile Konsumgüter (Nahrung, Kleidung) nur 3 Milliarden Rubel bereitgestellt werden.
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Kernaussagen zur Lebensrealität: Es herrscht ein krasser Widerspruch zwischen den neu entstehenden industriellen „Giganten“ und dem realen Elend der Bevölkerung.
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Die Versorgungslage ist katastrophal: Es herrscht Mangel an Grundnahrungsmitteln, und die Menschen müssen nächtelang für schlechtes, gestrecktes Brot anstehen.
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Die arbeitende Bevölkerung (z. B. Maurer) lebt in absoluter Armut und bettelt sogar um Zigarettenstummel.
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Kernaussagen zur politischen Basis: Die Industrialisierung erfolgt nicht aus echten wirtschaftlichen Überschüssen, sondern durch die rücksichtslose Ausbeutung der physischen Arbeitskraft („Kräfte des Volksmarkes“).
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Die erfolgreiche Durchführung des Plans ist für den Machterhalt und die Alleinherrschaft der Kommunistischen Partei existenziell, um inneren Protest zu ersticken.
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2. Vergleich von Material 1 mit Material 2
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Formale Einordnung von M 2: Sowjetisches Propagandaplakat des staatlich prämierten Künstlers Jurij Iwanowitsch Pimenow aus dem Jahr 1928 mit dem Titel „Wir erbauen den Sozialismus“. Es dient der Mobilisierung der sowjetischen Bevölkerung.
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Gemeinsamkeiten:
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Zentrales Thema: Beide Materialien behandeln die radikale Modernisierung, den sozialistischen Aufbau und die forcierte Industrialisierung im Kontext der Fünfjahrespläne.
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Fokus: Beide Quellen rücken das Entstehen gigantischer industrieller Großprojekte sowie die fundamentale Rolle der Arbeiterschaft in das Zentrum des Geschehens.
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Unterschiede:
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Perspektive und Intention: M 1 bietet die analytische, demaskierende Außenperspektive eines kritischen Beobachters zur Aufklärung; M 2 ist eine heroisierende Innenperspektive staatlicher Propaganda, die Emotionen ansprechen und Begeisterung wecken soll.
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Darstellung der Arbeitswelt: Während M 1 die körperliche Erschöpfung, Unterernährung und Armut der realen Arbeiter anprangert , idealisiert M 2 den Arbeiter als monumentale, muskulöse und stolze Symbolfigur des sozialistischen Fortschritts.
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Realität vs. Utopie: M 1 benennt Schmutz, Elend und die einseitige Ausrichtung auf die Kriegsindustrie. M 2 hingegen zeichnet ein harmonisches Zukunftsbild, in dem moderne Großindustrie und eine mechanisierte, erfolgreiche Landwirtschaft (Traktoren auf weiten Feldern) Hand in Hand gehen.
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Fazit
Beide Quellen dokumentieren den epochalen Versuch, die Sowjetunion in kürzester Zeit radikal zu modernisieren. Während das sowjetische Propagandaplakat (M 2) diesen Prozess als heroische, harmonische und zukunftsträchtige Erfolgsgeschichte inszeniert , entlarvt der Augenzeugenbericht (M 1) die rücksichtslose Realität als ein rein militärisch motiviertes Rüstungsprojekt, das auf Kosten der hungernden Bevölkerung erzwungen wird.
Mögliche Aspekte
Einleitung
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verorte die Phase der Herrschaftsettablierung und -konsolidierung auf die Vorkriegsjahre (1933–1939);
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erkläre, dass die moderne Forschung die NS-Diktatur als ein enges Zusammenspiel aus Repression (Terror) und Integration (Zustimmung) deutet.
Sachverhalte/Beispiele zur Bekräftigung der These (Terror und Repression)
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Ausschaltung der Opposition (1933): Radikale Zerschlagung der Demokratie durch Notverordnungen, das Ermächtigungsgesetz sowie das Verbot von Parteien und Gewerkschaften.
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Aufbau des Lagersystems: Errichtung der ersten Konzentrationslager (z. B. Dachau ab März 1933) zur systematischen Ausschaltung und Folterung politischer Gegner.
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Überwachungsstaat und Gestapo: Schaffung eines Klimas der Angst durch Sondergerichte und das Netz der Geheimen Staatspolizei, was zu weitreichendem „vorauseilendem Gehorsam“ führte.
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Innerparteilicher Terror („Röhm-Putsch“ 1934): Gewaltsame Ermordung der SA-Führung und konservativer Kritiker zur Absicherung von Hitlers absoluter Macht.
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Systematische Rassenverfolgung: Staatlich organisierter Terror gegen Minderheiten, insbesondere gegen die jüdische Bevölkerung (Nürnberger Gesetze 1935, Novemberpogrome 1938).
Sachverhalte/Beispiele zur Relativierung der These (Konsens und Integration)
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Ideologie der „Volksgemeinschaft“: Schaffung eines exklusiven Wir-Gefühls, das der „arischen“ Mehrheit soziale Aufstiegschancen und Gleichheit bot, während andere radikal ausgeschlossen wurden.
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Wirtschaftspolitische Erfolge: Rasche Überwindung der Massenarbeitslosigkeit durch staatliche Programme (z. B. Autobahnbau) und die forcierte Aufrüstung.
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Sozialpolitische Angebote: Breitenwirksame Einbindung der Bevölkerung durch attraktive Freizeit- und Urlaubsangebote („Kraft durch Freude“) sowie die Erfassung der Jugend in HJ und BDM.
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Außenpolitische Triumphe: Beliebtheitsgewinn Hitlers durch die revisionistische Außenpolitik ohne Krieg (Remilitarisierung des Rheinlands 1936, „Anschluss“ Österreichs 1938).
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Totale Propagandakontrolle: Allgegenwärtige Indoktrination durch das Goebbels-Ministerium (z. B. via Volksempfänger), die Erfolge inszenierte und Terror/Mängel ausblendete.
Fazit
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Formuliere ein nachvollziehbares und differenziertes Fazit unter Abwägung beider Seiten;
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mache deutlich, dass die These zu kurz greift: Die NS-Diktatur funktionierte zwischen 1933 und 1939 primär als „Zustimmungs-“ bzw. „Konsensdiktatur“;
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ziehe das Resümee, dass Terror zwar das Fundament zur Ausschaltung von Widerstand und Minderheiten bildete, die breite Masse der Deutschen das Regime jedoch aufgrund von wirtschaftlichen und außenpolitischen Erfolgen aktiv mittrug oder passiv tolerierte. Terror wirkte für sie eher als latente Drohung im Hintergrund.
Mögliche Aspekte
1. Formale Einordnung
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Fotograf und Gattung: Es handelt sich um eine historische Schwarz-Weiß-Fotografie von Rudolf Kessler. Er begleitete die deutsche Wehrmacht als Teil einer Propagandakompanie.
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Ort und Datum: Die Aufnahme entstand im Juli 1941 in der Stadt Mogilew im heutigen Belarus.
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Adressaten: Die Fotografie richtete sich an die deutsche Bevölkerung an der Heimatfront sowie an die militärische Führung zur propagandistischen Nutzung.
2. Bildbeschreibung
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Zentrales Motiv: Im linken und mittleren Bildbereich ist eine größere Gruppe von Männern in einfacher Zivilkleidung zu sehen.
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Kennzeichnung: Die gezeigten Zivilisten tragen deutlich sichtbar helle, sechszackige Stoffabzeichen auf der Brust ihrer Jacken.
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Ausrüstung: Mehrere Personen halten Arbeitsgeräte wie Schaufeln oder Besen auf den Schultern oder in den Händen.
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Bewachung: Auf der rechten Bildseite befinden sich uniformierte deutsche Soldaten mit Stahlhelmen. Zwei von ihnen stehen eng zusammen und wirken entspannt, wobei einer eine Zigarette raucht und sich unterhält, während ein anderer Soldat im Hintergrund die Gruppe fixiert.
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Umgebung: Der Boden ist unbefestigt, und im Hintergrund sind teils beschädigte Gebäude sowie Torbögen erkennbar.
3. Historischer Kontext und Deutung
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Militärische Situation: Das Foto entstand unmittelbar nach der Eroberung und Besetzung der sowjetischen Stadt Mogilew durch die Wehrmacht im Juli 1941 während des Krieges gegen die Sowjetunion.
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Maßnahmen der Besatzer: Nach den schweren Kämpfen wurde die jüdische Bevölkerung von der deutschen Wehrmacht systematisch zu Aufräumarbeiten im Stadtgebiet gezwungen.
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Auftrag der Propagandakompanie: Die Spezialeinheiten der Propagandakompanie hatten die gezielte Aufgabe, das Kriegs- und Besatzungsgeschehen nach den Vorgaben des Regimes medial zu dokumentieren.
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Bildkomposition und Intention: Das Foto inszeniert ein klares Machtgefälle. Die entspannte Haltung der rauchenden Soldaten kontrastiert mit den bewachten, zur Arbeit angetretenen Zivilisten. Die Aufnahme sollte die rasche, reibungslose Organisation der Besatzungsmacht und die vollständige Kontrolle über die unterworfenen Einwohner demonstrieren.
4. Perspektive und Gesamtaussage
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Perspektive: Die Quelle bildet ausschließlich die offizielle und gelenkte Täterperspektive der deutschen Besatzungs- und Propagandamikrostruktur ab.
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Gesamtaussage: Die Fotografie dokumentiert die unmittelbare, visuelle Inszenierung des nationalsozialistischen Repressions- und Verfolgungsapparates in den besetzten Ostgebieten, der durch Ausgrenzung und die sofortige Etablierung von Zwangsarbeit geprägt war.