Lerninhalte
Inhaltsverzeichnis

Aufgabe A – Neuanfänge

1

Neu in der Klasse

M1 Fallbeispiel

Paula (13) ist genau wie ihre 24 Mitschülerinnen und Mitschüler aufgrund der Wahlpflichtfächerwahl neu in der Klasse 7d. Die ersten Tage des Schuljahres sind für sie und die anderen sehr aufregend. Die Klassenleiterin Frau Mayer unterstützt die Orientierungsphase durch Kennenlernübungen, erarbeitet Gesprächsregeln, erklärt die Hausordnung und verteilt Ordnungsdienste.

1.1

Bei der Klasse 7d handelt es sich um eine formelle Gruppe.

Nenne zwei Merkmale der formellen Gruppe und belege diese am Fallbeispiel M1.

1.2

Benenne zwei Entwicklungsaufgaben nach Havighurst und begründe jeweils, wie Paula (vgl. M1) diese im schulischen Kontext bewältigen kann. Orientiere dich an folgendem Beispiel:

Paula wird selbständig, indem sie ihre Arbeitsprozesse in einer Projektarbeit eigenverantwortlich strukturiert und durchführt.

M2 Fortsetzung des Fallbeispiels mit Soziogramm der Klasse 7d

Bereits nach zwei Wochen stellt die Klassenleiterin Frau Mayer unerwünschte Entwicklungen unter den Schülerinnen und Schülern der 7d fest. Daraufhin erstellt sie folgendes Soziogramm, um die informellen Strukturen in einem Teil der Klasse aufzudecken:

Diagramm mit Kreisen A–F und Pfeilen; durchgezogene Pfeile = Anziehung, gestrichelte = Ablehnung.Diagramm mit Kreisen A–F und Pfeilen; durchgezogene Pfeile = Anziehung, gestrichelte = Ablehnung.
1.3

Ordne drei verschiedene informelle Rollen einzelnen Schülerinnen und Schülern (A bis F) zu. Begründe deine Wahl jeweils mit den Beziehungen, die du dem Soziogramm M2 entnehmen kannst.

2

Neuorientierung im eigenen Körper

M3 Fallbeispiel

Der junge talentierte Fußballspieler Max (17) erleidet bei einem Spiel eine schwere Wirbelsäulenverletzung, die zu einer Querschnittslähmung führt. Trotz Operation und Rehabilitation bleibt er auf einen Rollstuhl angewiesen. Sein Leben ändert sich daher drastisch: Er muss seine Ausbildung abbrechen und kämpft seitdem mit vielen Herausforderungen.

2.1

Max (M3) ist beeinträchtigt.

Belege dies mit drei Merkmalen des Grundlegenden Begriffs Beeinträchtigung.

2.2

Erläutere kurz je eine physische, psychische und soziale Herausforderung, die auf Max (M3) in seiner neuen Lebenssituation zukommt. Beschreibe anschließend jeweils eine Möglichkeit der Bewältigung.

M4 Schaubild

Infografik zu Menschen mit schwerer Behinderung in Deutschland 2023: Tortendiagramme, Balken und Rollstuhl-IllustrationInfografik zu Menschen mit schwerer Behinderung in Deutschland 2023: Tortendiagramme, Balken und Rollstuhl-Illustration
2.3

Werte das Schaubild M4 aus, indem du zwei grundlegende Aussagen formulierst.

Ordne zusätzlich Max (M3) inhaltlich in diese Grafik ein.

2.4

„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ (Artikel 3, Absatz 3 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland)

Nenne vier konkrete Maßnahmen, wie der Staat dieses Grundrecht umsetzt.

3

Neuerungen in der Arbeitswelt

3.1

Definiere den Grundlegenden BegriffTertiäre Sozialisation.

M5 Karikatur

Mann verlässt Büro mit Karton, kaputter Roboter ("KI") sitzt am Boden und winkt entschuldigend.Mann verlässt Büro mit Karton, kaputter Roboter ("KI") sitzt am Boden und winkt entschuldigend.
3.2

Beschreibe die Karikatur M5 und erläutere deren Aussage. Beziehe in deine Ausführungen die Ursache der hier thematisierten Arbeitslosigkeit mit ein.

M6 Fallbeispiel

Thomas R. (45) ist Sozialpädagoge bei der Caritas. Er berät junge Erwachsene mit psychischen Problemen, damit sie ihren Alltag wieder bewältigen können. Diese tracken ihre Emotionen täglich mit der KI-basierten „Mood-Verhaltensapp“ und erhalten dabei sofort eine Rückmeldung. Die vorliegenden App-Daten unterstützen Thomas R. bei den langfristigen individuellen Handlungsempfehlungen für die betreuten jungen Erwachsenen. Dieses persönliche, zielorientierte Gespräch mit den jungen Menschen kann die KI nicht ersetzen.

Der Sozialpädagoge meint deshalb: „Künstliche Intelligenz wird den Menschen in der Arbeitswelt unterstützen, kann ihn aber nicht ersetzen.“

Plakat mit Schriftzug 'mood', Slogan "Tracke deine Emotionen! Tracke dein Verhalten!" und Emoticon-Netzwerk.Plakat mit Schriftzug 'mood', Slogan "Tracke deine Emotionen! Tracke dein Verhalten!" und Emoticon-Netzwerk.
3.3

Belege die unterstrichene Aussage von Thomas R. (M6) am Beispiel von zwei weiteren sozialen Berufen.

4

Neues im Alter

4.1

Definiere den Grundlegenden Begriff Quartäre Sozialisation.

M7 Fallbeispiel

Manfred K. (64) ist Maler und Lackierer in einem kleinen Betrieb. Er steht gerade vor einer schweren Entscheidung: Manfred könnte demnächst in den Ruhestand gehen, aber sein Arbeitgeber hat ihn gefragt, ob er noch ein weiteres Jahr berufstätig sein möchte.

4.2

Beschreibe aus Sicht von Manfred K. und seinem Arbeitgeber (M7) kurz je einen Vor- und Nachteil eines weiteren Jahres der Berufstätigkeit. Nimm abschließend Stellung, indem du eine begründete Empfehlung für Manfred K. aussprichst.

4.3

Erläutere am Beispiel einer Sozialversicherung einen Vorteil für den Sozialstaat, wenn Arbeitnehmer wie Manfred K. (M7) den Eintritt in den Ruhestand verzögern.

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