Aufgabenstellung 2 – Themenfeld Wirtschaft
Hinweis: Von den drei vorgelegten Aufgabenstellungen muss eine zur Bearbeitung gewählt werden.
Die protektionistische Wirtschaftspolitik der USA seit Donald Trump – ein Vorbild für die Wirtschaftspolitik der Europäischen Union?
Beantworte die Themenfrage, indem du
die Aussagen des Textes strukturiert zusammenfasst,
die nachfrage- und die angebotsorientierte Wirtschaftstheorie erläuterst und dabei Aussagen des Textes einbeziehst sowie
bei deiner begründeten Stellungnahme zur Themenfrage auf mögliche soziale und gesellschaftliche Auswirkungen in Deutschland eingehst.
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von Thomas Rixen1
Anmerkungen:
1Thomas Rixen (geb. 1974): Professor für Internationale und Vergleichende Politische Ökonomie am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft (OSI) der Freien Universität Berlin.
2Fähigkeit einer Lieferkette, angesichts von Veränderungen fortzubestehen, sich anzupassen oder sich zu transformieren.
3Investitionsprogramm von 738 Milliarden Dollar; Inhalt: Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels, Neuausrichtung auf erneuerbare Energien, umfassende steuerliche Neuregelungen (u. a. Steueranreize, welche teilweise an den Erwerb von Produkten aus US-amerikanischer Produktion geknüpft sind).
4Schaffung günstigerer Bedingungen für die Klimaschutzziele der EU (insbesondere Klimaneutralität Europas bis 2050), z. B. durch Vereinfachung des Rechtsrahmens, beschleunigten Zugang zu Finanzierungen für „Clean Technologies“, Förderung der Kompetenzen von Arbeitskräften, offenen Handel für widerstandsfähige Lieferketten.
5Organisation der US-Administration, deren Ziel die Verschlankung des Staates durch Massenentlassungen in solchen Politikfeldern, die von der Trump-Administration politisch abgelehnt oder bekämpft werden, ist.
6Steve Bannon (geb. 1953) war u. a. 2016/2017 Berater und Chefstratege von Donald Trump. Er gilt als rechtspopulistisch bis rechtsradikal und befürwortet wirtschaftspolitisch den Protektionismus. Er bezeichnet sich selbst als Wirtschaftsnationalisten.
7Am 6. Januar 2021 stürmten Anhänger des damals noch amtierenden, aber bereits abgewählten US-Präsidenten Donald Trump den Sitz des Kongresses, d.h. der Legislative der Vereinigten Staaten.
Fundort:
Thomas Rixen: Der Neoliberalismus schlägt zurück, 03.02.2025, online verfügbar unter: https://www.deutschlandfunkkultur.de/donald-trump-elon-musk-usa-neoliberalismus-100.html [Zugriff: 10.02.2025].
Wortlaut, einschließlich Sprachgebrauch, Rechtschreibung und Zeichensetzung, folgt dem Fundort.
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Der Politikwissenschaftler Thomas Rixen vertritt die These, dass die Phase einer Abkehr vom Neoliberalismus beendet sei und aktuell eine „Konterrevolution“ stattfinde.
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Zunächst beschreibt er, dass viele westliche Demokratien infolge von Krisen wie der Corona-Pandemie, dem Ukrainekrieg, wachsender sozialer Ungleichheit und der Klimakrise stärker wirtschaftspolitisch eingegriffen haben.
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Ziel dieser Politik war die Förderung widerstandsfähiger Lieferketten, einer unabhängigen Energieversorgung und klimafreundlicher Technologien.
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Gleichzeitig sollten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie einkommensschwächere Haushalte unterstützt werden.
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Diese Entwicklung sei sowohl in den USA als auch in Europa sichtbar gewesen:
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In den USA durch den Inflation Reduction Act.
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In der EU durch den Green Deal Industrial Plan.
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Viele Beobachter hätten darin die Rückkehr eines aktiven Staates gesehen, der Märkte zugunsten des Gemeinwohls steuert.
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Allerdings bewertet Rixen diese Neuausrichtung als nicht ausreichend:
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Die Maßnahmen hätten weder die ökologische Krise noch die soziale Ungleichheit wirksam gelöst.
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Die aktuelle Entwicklung in den USA bezeichnet er deshalb als „veritable Konterrevolution“.
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Besonders kritisch beurteilt er die Wirtschaftspolitik der Regierung Trump:
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Deregulierung von Sozial-, Umwelt- und Finanzmarktstandards.
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Unterstützung riskanter Kryptowährungen.
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Gleichzeitig protektionistische Maßnahmen wie Zölle zum Schutz der US-Wirtschaft.
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Nach Ansicht des Autors profitieren davon vor allem wirtschaftliche Eliten um Elon Musk.
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Die Kombination aus innerer Deregulierung und äußerem Protektionismus werde der amerikanischen Mittelschicht nicht helfen:
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Zölle führten wahrscheinlich zu höheren Preisen.
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Umweltprobleme und Risiken für die Finanzmarktstabilität würden zunehmen.
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Als verbindendes Element unterschiedlicher Strömungen innerhalb der Trump-Regierung nennt Rixen die Ablehnung demokratischer Prinzipien.
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Er greift die Einschätzung des Historikers Timothy Snyder auf, der von einem „Mump-Regime“ spricht:
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mafiös (Bereitschaft zu illegalem Handeln),
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libertär/neoliberal (Interessen von Trump und Musk),
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oligarchisch (Vorteile für wenige Wohlhabende),
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faschistoid (Ablehnung demokratischer Verfahren zugunsten starker Führungspersönlichkeiten).
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Abschließend warnt Rixen vor den Auswirkungen dieser Entwicklung auf Europa und bezeichnet sie als Rückkehr des Neoliberalismus in seiner extremsten Form.
Erläuterung der nachfrage- und angebotsorientierten Wirtschaftstheorie unter Einbeziehung des Materials
Nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik (Keynesianismus)
Grundannahmen
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Vertreter: insbesondere John Maynard Keynes.
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Wirtschaftskrisen entstehen häufig durch eine zu geringe gesamtwirtschaftliche Nachfrage.
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Märkte können sich nicht immer selbst stabilisieren.
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Der Staat muss deshalb aktiv eingreifen.
Rolle des Staates
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Staatliche Investitionen schaffen Nachfrage.
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Förderung bestimmter Branchen und Zukunftstechnologien.
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Unterstützung von Unternehmen und Haushalten.
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Sozialtransfers stärken die Kaufkraft der Bevölkerung.
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Durch den Multiplikatoreffekt entstehen zusätzliche Investitionen, Einkommen und Beschäftigung.
Bezug zum Material
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Die im Material beschriebenen Maßnahmen nach Corona, Ukrainekrieg und Klimakrise entsprechen weitgehend einer nachfrageorientierten Politik.
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Beispiele:
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Inflation Reduction Act der USA.
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Green Deal Industrial Plan der EU.
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Der Staat fördert gezielt:
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klimafreundliche Technologien,
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resiliente Lieferketten,
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Energieversorgung,
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Arbeitnehmer und einkommensschwache Haushalte.
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Rixen beschreibt dies als Rückkehr des wirtschaftspolitisch aktiven Staates, der Märkte im Interesse des Gemeinwohls lenkt.
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Die wirtschaftspolitische Wende steht damit für eine Abkehr vom klassischen neoliberalen Denken.
Bewertung
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Vorteile:
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Stabilisierung der Wirtschaft in Krisenzeiten.
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Förderung von Beschäftigung.
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Unterstützung des ökologischen Umbaus.
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Verringerung sozialer Ungleichheit.
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Nachteile:
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Hohe Staatsausgaben.
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Gefahr steigender Staatsverschuldung.
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Staatliche Eingriffe können Fehlanreize erzeugen.
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Angebotsorientierte Wirtschaftspolitik (Neoliberalismus)
Grundannahmen
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Vertreter: insbesondere Milton Friedman.
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Wirtschaftswachstum entsteht vor allem durch günstige Rahmenbedingungen für Unternehmen.
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Staatliche Eingriffe werden als Ursache wirtschaftlicher Probleme angesehen.
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Märkte können sich grundsätzlich selbst regulieren.
Ziele
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Deregulierung der Wirtschaft.
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Niedrige Steuern und Abgaben.
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Weniger staatliche Eingriffe.
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Freie Preisbildung und Wettbewerb.
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Sicherung stabiler Rahmenbedingungen.
Bezug zum Material
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Die von Trump angekündigte Deregulierung entspricht zentralen Forderungen der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik:
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Abbau von Sozialstandards.
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Abbau von Umweltauflagen.
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Lockerung von Finanzmarktregeln.
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Unterstützung staatsferner Kryptowährungen.
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Gleichzeitig weist Rixen auf einen Widerspruch hin:
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Nach innen verfolgt Trump eine neoliberale Deregulierung.
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Nach außen betreibt er mit Zöllen und Handelsschranken eine protektionistische Politik.
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Protektionismus gehört eigentlich nicht zum klassischen Neoliberalismus, da dieser freien Welthandel befürwortet.
Bewertung
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Vorteile:
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Unternehmen können günstiger produzieren.
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Investitionen werden attraktiver.
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Wirtschaftswachstum kann gefördert werden.
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Nachteile:
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Gefahr wachsender sozialer Ungleichheit.
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Schwächung von Arbeitnehmerrechten.
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Umweltbelastungen können zunehmen.
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Finanzmärkte können instabiler werden.
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Begründete Stellungnahme zur Themenfrage unter Einbeziehung sozialer und gesellschaftlicher Auswirkungen in Deutschland
Urteil
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Die protektionistische Wirtschaftspolitik der USA sollte nicht als umfassendes Vorbild für die Europäische Union dienen.
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Einzelne Elemente zum Schutz strategisch wichtiger Branchen können sinnvoll sein.
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Eine weitgehende Übernahme der US-Politik würde jedoch erhebliche wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Risiken mit sich bringen.
Argumente für eine Orientierung an der US-Politik
Schutz europäischer Unternehmen
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Zölle können europäische Unternehmen vor Billigimporten schützen.
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Strategisch wichtige Industrien könnten gestärkt werden.
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Arbeitsplätze in bestimmten Branchen könnten gesichert werden.
Stärkung wirtschaftlicher Unabhängigkeit
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Verringerung der Abhängigkeit von China oder anderen Handelspartnern.
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Sicherung wichtiger Lieferketten.
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Mehr wirtschaftliche Resilienz in Krisenzeiten.
Förderung europäischer Zukunftsbranchen
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Gezielte Industriepolitik könnte Investitionen in Zukunftstechnologien fördern.
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Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und China könnte verbessert werden.
Argumente gegen eine Orientierung an der US-Politik
Wirtschaftliche Nachteile für die EU
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Die EU profitiert stark vom internationalen Handel.
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Zölle können Gegenmaßnahmen anderer Staaten auslösen.
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Exporte europäischer Unternehmen könnten zurückgehen.
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Produktionskosten könnten steigen.
Gefährdung des europäischen Binnenmarktes
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Die EU basiert auf den vier Grundfreiheiten:
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freier Warenverkehr,
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freier Dienstleistungsverkehr,
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freier Kapitalverkehr,
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Freizügigkeit der Arbeitnehmer.
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Eine stärker protektionistische Politik könnte diese Prinzipien schwächen.
Mögliche soziale und gesellschaftliche Auswirkungen in Deutschland
Positive Auswirkungen
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Schutz bestimmter Industriearbeitsplätze.
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Mehr Investitionen in heimische Unternehmen.
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Größere wirtschaftliche Unabhängigkeit.
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Höhere Staatseinnahmen bei erfolgreicher Wirtschaftspolitik.
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Potenziell mehr soziale Stabilität durch Beschäftigungssicherung.
Negative Auswirkungen
Höhere Preise
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Importbeschränkungen verteuern viele Produkte.
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Verbraucherinnen und Verbraucher müssten höhere Lebenshaltungskosten tragen.
Belastung der Beschäftigung
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Exportorientierte Branchen wie:
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Automobilindustrie,
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Maschinenbau,
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Chemieindustrie
könnten unter Gegenmaßnahmen anderer Staaten leiden.
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Arbeitsplätze könnten verloren gehen.
Wachsende soziale Ungleichheit
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Preissteigerungen treffen besonders einkommensschwache Haushalte.
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Reallohnverluste könnten entstehen.
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Die Kaufkraft der Bevölkerung würde sinken.
Gesellschaftliche Folgen
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Soziale Spannungen könnten zunehmen.
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Vertrauen in Politik und Wirtschaft könnte sinken.
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Politische Polarisierung könnte verstärkt werden.
Schlussurteil
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Die Europäische Union sollte nicht die protektionistische Wirtschaftspolitik Donald Trumps kopieren.
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Sinnvoll erscheint vielmehr ein Mittelweg:
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gezielte staatliche Förderung wichtiger Zukunftsbranchen,
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Schutz kritischer Infrastruktur und Lieferketten,
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gleichzeitig Offenheit für internationalen Handel.
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Für Deutschland wären die Risiken einer umfassenden protektionistischen Politik aufgrund seiner starken Exportorientierung vermutlich größer als die möglichen Vorteile.
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Daher ist die US-amerikanische Wirtschaftspolitik unter Donald Trump insgesamt kein geeignetes Vorbild für die Wirtschaftspolitik der Europäischen Union.