Wahlaufgabe II: Training der motorischen Hauptbeanspruchsformen
Bodypump ist ein Fitnesstraining in der Gruppe, dessen zentraler Gegenstand die Langhantel ist. Es handelt sich um ein Ganzkörper-Workout, bei dem der Fokus auf moderater Gewichtsbelastung und hoher Wiederholungszahl (z. B. 70 – 100 Wiederholungen) liegt. Der Trainierende verbrennt dabei bis zu 540 Kalorien. Bodypump gibt es als 55-, 45- oder 30-minütiges Workout. Es beansprucht jeden Muskel der Hauptmuskelgruppen mit jeweils einem Musiktrack (3 bis 4 Minuten): Erwärmung, Beine, Brust, Rücken, Arme, Gesäß, Schultern, Bauch, Cool Down.

Abbildung 6: Bodypump-Kurs
Die Übungen werden mit einem langsamen Abbremsen des Gewichts und schnellen Wiederhochführen oder einem schnellen abrupten Abbremsen und langsamen Wiederhochführen des Gewichts durchgeführt.
Pausen von ca. 2 Minuten ergeben sich durch das Umbauen der Langhantel und ggf. durch kurze Trinkpausen.
Beschreibe die konditionelle Fähigkeit Kraftausdauer und gib die im Text genannten Belastungskomponenten an.
Erkläre drei physiologische Auswirkungen eines Kraftausdauertrainings sowie zwei gesundheitsförderliche Effekte eines Bodypump-Trainings im Breitensport.
Beurteile den Einsatz von negativ dynamisch ausgeführten Übungen mit geringen Lasten im Bodypump.
Prüfe anhand der Hauptgütekriterien die Eignung des sportmotorischen Tests (M 1) zur Beurteilung der Kraftausdauerleistung des M. triceps brachii nach einer mehrwöchigen Teilnahme am Bodypump-Kurs.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?M 1 M. triceps brachii - Test
Die Basisübung für den Test der Kraftausdauer ist der M. triceps brachii. In dieser
Übung wird primär der Oberarmtrizeps beansprucht und auf seine Kraft und
Ausdauerfähigkeit hin untersucht. Die Brustmuskulatur unterstützt bei der Übung.
Während der Durchführung des Tests sollten keine Wechsel der Griffpositionen
vorgenommen werden, um das Ergebnis nicht negativ zu beeinflussen.
Man erreicht 5 von 5 Punkten ab 56 Wiederholungen, 4 von 5 Punkten ab 50
Wiederholungen, 3 von 5 Punkten ab 40 Wiederholungen, 2 von 5 Punkten ab 30
Wiederholungen und 1 von 5 Punkten für weniger als 30 Wiederholungen.

Abbildung 7: Oberamtrizeps - Dips
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Kraftausdauer beschreiben:
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Ermüdungswiderstandfähigkeit des Gesamtorganismus bzw. einzelner Teilsysteme bei länger dauernden Kraftleistungen
Belastungskomponenten nennen:
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Intensität: mittel (moderate Gewichtsbelastung)
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Umfang: 70 bis 100 Wiederholungen (in verschiedenen Variationen)
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Dauer: ca. 4 Minuten (ein Musiktrack)
physiologische Auswirkungen erklären:
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beim KA-Training mit geringeren Lasten kommt es zur Optimierung des anaerob-aerober Stoffwechsels mit akzentuierter Glykogenzunahme und Erhöhung der anaeroben und aeroben Enzyme
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Verbesserung der intermuskulären Koordination
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Ökonomisierung der Bewegung
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reduzierter Kraftaufwand bzw. Energiebedarf (spätere Ermüdung)
gesundheitsförderliche Effekte im Breitensport erklären:
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Verletzungsprophylaxe
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Wohlbefinden, Gewichtsreduktion
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Alltagskompetenz, Erhalt der Vitalität
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gesteigerte Belastungsverträglichkeit und Regenerationsfähigkeit
Einsatz von negativ dynamischen Übungsformen beurteilen:
Vorteile:
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Spannungsspitzen höher (exzentrisches Kraftmaximum liegt etwas über dem isometrischen, über positiv dynamischen KT), da nachgebende Muskelarbeit weniger Energie verbraucht und somit bei geringen Lasten eine höhere Wiederholungszahl möglich ist (dosiert im Reha-Bereich möglich)
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bei langsamer Ausführung kommt es durch den lange auf die Muskulatur einwirkenden Kraftreiz zu einer ausgeprägten Muskelhypertrophie
Nachteile:
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provoziert starken Muskelkater (Verwendung zu hoher Lasten)
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fehlende Bewegungskontrolle kann Fehlhaltungen und Verletzungen provozieren
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Übungsauswahl eingeschränkt (ggf. Geräte oder Personen notwendig)
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Überwindung der konzentrischen Phase wirkt zusätzlich ermüdend
mögliches Urteil:
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Eignung vor allem für Fortgeschrittene insbesondere bei komplexeren Bewegungen, Anfänger sollten daher mit geringen Widerständen arbeiten, Differenzierung muss eigenverantwortlich erfolgen
mögliche Ansätze zum Prüfen der Eignung des M. triceps brachii-Tests (M 1):
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Objektivität: Unabhängigkeit vom Untersucher – abhängig von Festlegung, wann eine Wiederholung zählt (objektive Beurteilung fehlt), unterschiedliche Stuhlhöhe (Text) hat Einfluss
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Reliabilität: formale Messgenauigkeit – bei gleichen Gegebenheiten (z. B. Stuhl gleicher Höhe), Bewegungsqualität wird mit Zunahme der Wiederholungen schlechter, Handgelenk muss in der Schwerpunktlinie des Ellenbogengelenks positioniert werden (gleichbleibende Position der Füße)
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Validität: misst das, was er vorgibt – durch isolierten Einsatz des Oberarmtrizeps und Brustmuskels wird die Zielsetzung erfüllt
mögliches Fazit:
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Einsatz im Breitensport und Feststellung der individuellen Entwicklung möglich, objektive Beurteilung durch Außenstehende notwendig für eine präzise Einschätzung