Aufgabe I – mit praktischem Schwerpunkt und schriftlichem Anteil
Verwende Textimpuls Material 1 als Grundlage zur Gestaltung eines Bildes.
Aufgabe (praktischer Aufgabenteil)
Erprobe deine Gestaltungsideen in vielfältigen Skizzen.
Gestalte ausgehend von den Skizzen ein Bild.
Aufgabe (schriftlicher Aufgabenteil)
Begründe deinen Lösungsweg und deine gestalterischen Entscheidungen.
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Textimpuls Material 1, Schreib-, Zeichen- und Malmaterial,
Zeichen- und Malgründe unterschiedlicher Formate
Material 1
Die Welt ringsum
ein Spiegel voller
Helligkeit –
Zartgrünes Sommerlaub
regt sich jetzt
beginnt zu winken
Aus:
Wakayama Bokusui, In der Ferne der Fuji wolkenlos heiter
Manesse, Zürich 2015, S. 73
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Grundlegende Ideen zur Gestaltung und Ausfertigung der Skizzen
Ausgangspunkt ist der Textimpuls von Wakayama Bokusui:
„Die Welt ringsum / ein Spiegel voller / Helligkeit – / Zartgrünes Sommerlaub / regt sich jetzt / beginnt zu winken“
Die Gestaltung soll somit insbesondere die Helligkeit eines Sommertages, zartgrünes Laub und dessen einsetzende Bewegung bildnerisch umsetzen. Die Aufgabe verlangt zunächst vielfältige Gestaltungsskizzen und anschließend die Ausarbeitung eines Bildes. Niedersachsen Abi Kunst gA 2026…
Skizzenansatz A: Blick in die Baumkrone – Das Licht
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Konzept: Blick aus einer starken Untersicht direkt nach oben in die Krone eines sommerlichen Baumes. Zwischen den Ästen und Blättern bricht helles Sonnenlicht hervor. Die einzelnen Blätter scheinen durch den Wind leicht in Bewegung zu geraten.
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Gestaltungsmittel:
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Perspektive: starke Untersicht bzw. Froschperspektive; Blick unmittelbar nach oben.
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Ausschnitt: angeschnittene Äste und Baumkrone füllen nahezu das gesamte Bildformat.
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Komposition: Äste verlaufen vom Rand in Richtung des hellen Bildzentrums.
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Licht: extrem heller Mittelpunkt; Licht scheint durch einzelne Lücken des Blattwerks.
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Farbe: verschiedene helle Grün-, Gelb- und Türkistöne; Weiß und Hellgelb für besonders intensive Lichtbereiche.
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Kontraste: Hell-Dunkel-Kontrast zwischen beschatteten Ästen und leuchtendem Himmel.
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Bewegung: einzelne Blätter werden mehrfach beziehungsweise leicht verwischt dargestellt.
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Ikonizitätsgrad: mittlerer bis hoher Realitätsgrad; Blätter in den Randbereichen zunehmend abstrahiert.
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Skizzenansatz B: Der Wind – Das winkende Sommerlaub
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Konzept: Der Schwerpunkt liegt auf der Textstelle „regt sich jetzt / beginnt zu winken“. Ein kräftiger Windstoß bewegt die Zweige eines Baumes. Blätter und Äste scheinen in eine gemeinsame Richtung zu strömen.
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Gestaltungsmittel:
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Ausschnitt: Nahaufnahme mehrerer belaubter Äste.
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Komposition: starke diagonale Ausrichtung von links unten nach rechts oben.
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Bewegung: Wiederholung einzelner Blattformen und Bewegungsspuren.
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Form/Duktus: geschwungene, schnelle und lockere Pinselbewegungen.
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Farbe: zarte Grün- und Gelbtöne vor einem hellen Hintergrund.
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Schärfe/Unschärfe: einige Blätter präzise, andere nur als verwischte Farbspuren.
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Ikonizitätsgrad: teilweise abstrahierte Darstellung; die Bewegung ist wichtiger als die genaue botanische Wiedergabe der Blätter.
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Wirkung: lebendig, leicht, sommerlich und dynamisch.
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Skizzenansatz C: Die Spiegelung – „Die Welt ringsum ein Spiegel“
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Konzept: Ein sommerlicher Baum steht am Rand eines kleinen Sees oder Teiches. Seine hellgrüne Krone und der helle Himmel spiegeln sich auf der Wasseroberfläche. Durch Wind bewegen sich gleichzeitig Blätter und Wasser, sodass sich die Spiegelung zunehmend auflöst.
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Gestaltungsmittel:
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Format: Hochformat oder annähernd quadratisches Format.
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Komposition: horizontale Teilung durch die Wasseroberfläche.
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obere Bildhälfte: reale Vegetation und Himmel
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untere Bildhälfte: Spiegelung
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Spiegelung: Formen werden im Wasser wiederholt, jedoch verzerrt und aufgelöst.
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Farbe: helle Grün-, Blau-, Gelb- und Weißtöne.
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Bewegung: kleine Wellen zerlegen die Spiegelung in einzelne Farbflächen.
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Kontrast: reale, deutlicher erkennbare Formen ↔ abstraktere Spiegelung.
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Licht: helle Reflexe auf der Wasseroberfläche.
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Ikonizitätsgrad: Verbindung realistischer und abstrahierter Darstellung.
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Skizzenansatz D: Sommerweg – Der helle Außenraum
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Konzept: Ein schmaler Weg führt durch dichtes sommerliches Grün. Auf beiden Seiten befinden sich Bäume, deren Äste und Blätter durch Wind bewegt werden. Am Ende des Weges befindet sich eine besonders helle Lichtfläche.
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Gestaltungsmittel:
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Perspektive: Zentralperspektive mit einem Fluchtpunkt im hellen Hintergrund.
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Blickführung: Weg und Baumreihen führen den Blick in die Tiefe.
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Raumstaffelung: deutlich ausgeprägter Vorder-, Mittel- und Hintergrund.
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Farbe: Vordergrund kräftiger und dunkler; Hintergrund heller und farblich zurückgenommen.
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Licht: starkes Gegenlicht am Ende des Weges.
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Bewegung: Blätter und Zweige durch lockeren Duktus und verwischte Formen.
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Formkontrast: geometrischer Weg ↔ organische Formen der Vegetation.
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Wirkung: Eindruck eines hellen, lebendigen und offenen Sommertages.
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Folgende Fertigkeiten im Umgang mit künstlerischen Techniken und Methoden hinsichtlich der zu entwickelnden Skizzen sollen dabei gezeigt werden:
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gestalterische Qualität
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Grad der Verdeutlichung
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angemessene Größe
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Einsatz geeigneter zeichnerischer und/oder malerischer Mittel
Die unterschiedlichen Entwürfe sollten dabei insbesondere folgende Möglichkeiten erproben:
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hell beleuchteter Außenraum
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belaubte sommerliche Vegetation
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unterschiedliche Vegetationsformen
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einsetzende Bewegung des Blattwerks
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ggf. Einbeziehung von Figuren
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unterschiedliche Betrachterstandpunkte
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verschiedene Perspektiven und Bildausschnitte
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unterschiedliche Form- und Farbwirkungen
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verschiedene Möglichkeiten der Lichtdarstellung
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Verhältnis von Groß- und Detailformen
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unterschiedliche Schwerpunktsetzungen
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Reduktion bzw. Abstraktion
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verschiedene Ikonizitätsgrade
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Zusammenführung unterschiedlicher Entwurfsansätze
Zusammenführung der Skizzen (Synthese)
Das finale Konzept verbindet Skizzenansatz A (Blick in die Baumkrone) mit Elementen aus Skizzenansatz C (Spiegelung) und Skizzenansatz B (Bewegung).
Finale Bildidee: „Sommerlicht in Bewegung“
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Im Mittelpunkt steht ein großer sommerlicher Baum an einem kleinen Gewässer.
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Der Betrachter befindet sich sehr nah am Baum und blickt leicht nach oben in die Krone.
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Die Baumkrone reicht über die obere Bildkante hinaus und erzeugt dadurch den Eindruck, dass sich die Natur außerhalb des Bildes fortsetzt.
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Durch das dichte Blattwerk scheint intensives Sonnenlicht.
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Die Mitte bzw. der obere Bereich des Bildes wird von einer fast weißen, hellgelben Lichtfläche bestimmt.
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Die Blätter besitzen unterschiedliche Grünwerte:
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Gelbgrün
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Hellgrün
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kräftiges Grün
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dunkles Grün
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Einige Blätter werden detailliert dargestellt.
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Andere Blätter lösen sich durch den Wind in Farbspuren und verschwommene Formen auf.
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Die Zweige verlaufen teilweise diagonal und geschwungen durch die Komposition.
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Im unteren Bildbereich befindet sich Wasser.
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Teile des Baumes und des hellen Himmels spiegeln sich darin.
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Die Wasserbewegung verzerrt die Spiegelung und zerlegt sie zunehmend in abstrakte Farbflächen.
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Dadurch wird die Textstelle „Die Welt ringsum / ein Spiegel voller Helligkeit“ unmittelbar aufgegriffen.
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Gleichzeitig wird durch das bewegte Blattwerk die Textstelle „regt sich jetzt / beginnt zu winken“ visualisiert.
Technische Umsetzung und Materialwahl
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Umsetzung auf einem größeren Hochformat
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Mischtechnik aus:
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Acrylfarbe
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Aquarell bzw. stark verdünnter Acrylfarbe
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ggf. Ölkreide oder Farbstiften für einzelne Details
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Baumstamm und Äste:
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etwas kräftigerer, strukturierter Farbauftrag
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dunklere Braun- und Grüntöne
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sichtbarer Duktus zur Darstellung der rauen Oberfläche
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Blattwerk:
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Kombination unterschiedlicher Malweisen
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detaillierte Blätter im Vordergrund
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lockere Pinselstriche und Farbtupfen in bewegten Bereichen
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teilweise verwischte Formen als Bewegungsspuren
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Licht:
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dünne, lasierende Farbschichten
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besonders helle Gelb- und Weißbereiche
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zunehmende Aufhellung in Richtung des Lichtzentrums
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Wasser/Spiegelung:
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horizontaler, lockerer Pinselduktus
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Farben der Vegetation werden wiederholt
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Formen werden jedoch verzerrt und stärker abstrahiert
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helle Reflexe auf der Wasseroberfläche
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Farbkontraste:
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Hell-Dunkel-Kontrast zwischen Licht und beschatteter Vegetation
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unterschiedliche Grünwerte
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leichte Kalt-Warm-Kontraste zwischen kühleren Grün-/Blautönen und warmem Sonnenlicht
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Raumwirkung:
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Überdeckungen
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Größenunterschiede
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Überschneidungen
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unterschiedliche Detailgrade
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hellere und weniger konkrete Formen im Hintergrund
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Schriftlicher Aufgabenteil
Begründung des Lösungsweges und der gestalterischen Entscheidungen
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Ausgangspunkt meiner Gestaltung ist der Textimpuls von Wakayama Bokusui.
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Besonders wichtig erscheinen mir die Begriffe „Spiegel“, „Helligkeit“, „Sommerlaub“ und „winken“.
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Diese Begriffe bilden deshalb die Grundlage meiner Bildidee.
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In meinen ersten Skizzen habe ich unterschiedliche Möglichkeiten zur Umsetzung des Textes untersucht:
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Blick in eine vom Sonnenlicht durchbrochene Baumkrone
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bewegtes Blattwerk im Wind
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Spiegelung sommerlicher Vegetation auf einer Wasseroberfläche
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heller Weg durch eine sommerliche Landschaft
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Dadurch konnte ich unterschiedliche:
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Perspektiven
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Bildausschnitte
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Kompositionen
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Bewegungsdarstellungen
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Lichtwirkungen
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Ikonizitätsgrade erproben.
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Auswahl der endgültigen Gestaltung
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Für die endgültige Gestaltung verbinde ich den Blick auf einen sommerlichen Baum mit einer Spiegelung im Wasser.
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Dadurch lassen sich mehrere Aspekte des Textimpulses gleichzeitig bildlich umsetzen.
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Das Wasser greift den Begriff „Spiegel“ unmittelbar auf.
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Die starke Sonneneinstrahlung verdeutlicht die im Gedicht beschriebene „Helligkeit“.
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Die hellen Grünwerte beziehen sich auf das „zartgrüne Sommerlaub“.
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Die verwischten und teilweise mehrfach dargestellten Blätter verdeutlichen das „Winken“ und damit die einsetzende Bewegung des Blattwerks.
Komposition und Perspektive
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Das Hochformat wurde gewählt, um die vertikale Ausdehnung des Baumes zu betonen.
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Der niedrige Betrachterstandpunkt lässt die Baumkrone groß und raumgreifend erscheinen.
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Die angeschnittenen Äste vermitteln den Eindruck, dass sich die Natur über die Grenzen des Bildes hinaus fortsetzt.
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Gleichzeitig entsteht durch die Wasserfläche eine horizontale Gegenbewegung.
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Die Komposition verbindet damit vertikale und horizontale Richtungen.
Farbe und Licht
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Die Farbgestaltung wird von unterschiedlichen Grüntönen bestimmt.
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Hellgrün und Gelbgrün stehen für das junge, vom Sonnenlicht durchdrungene Sommerlaub.
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Dunklere Grün- und Brauntöne kennzeichnen stärker verschattete Bereiche.
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Weiß und Hellgelb werden für die intensivsten Lichtstellen verwendet.
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Durch diese Unterschiede entsteht ein deutlicher Hell-Dunkel-Kontrast.
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Das intensive Licht soll die Natur leicht, freundlich und beinahe leuchtend erscheinen lassen.
Bewegung
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Das Blattwerk wird bewusst nicht vollständig naturalistisch dargestellt.
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Einige Blätter sind deutlich ausgearbeitet, während andere nur aus Farbtupfen, Pinselspuren oder verwischten Formen bestehen.
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Dadurch entsteht der Eindruck einer Bewegung, die gerade erst einsetzt.
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Dies nimmt unmittelbar Bezug auf die Formulierung „regt sich jetzt / beginnt zu winken“.
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Die Bewegung wird zusätzlich durch diagonale und geschwungene Richtungen der Äste unterstützt.
Spiegelung und Wirklichkeitsgrad
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Die obere Bildhälfte besitzt einen höheren Ikonizitätsgrad.
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Baum, Äste und einzelne Blätter sind dort deutlich erkennbar.
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In der Spiegelung werden dieselben Formen zunehmend aufgelöst.
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Durch die Wasserbewegung entstehen abstraktere Farbflächen und Linien.
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Damit wird der Übergang von gegenständlicher Darstellung zu Abstraktion bewusst eingesetzt.
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Gleichzeitig entsteht ein Gegensatz zwischen realer Natur und ihrem veränderten Spiegelbild.
Angestrebte Wirkung
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Das Bild soll insgesamt eine helle, leichte, sommerliche und bewegte Atmosphäre erzeugen.
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Der Betrachter soll den Eindruck erhalten, einen kurzen Augenblick wahrzunehmen, in dem Sonnenlicht, Wind, Blätter und Wasser miteinander verbunden sind.
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Dadurch wird der Textimpuls nicht lediglich illustriert, sondern seine Stimmung mit bildnerischen Mitteln übertragen.