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Aufgabe 3 — Elektroneninterferenz am Doppelspalt

Im Jahr 1923 postulierte Louis de Broglie, dass Materieteilchen auch Welleneigenschaften zugeordnet werden können. Im Jahr 1961 wurde von Claus Jönsson eine experimentelle Arbeit zur Beugung von Elektronen am Doppelspalt veröffentlicht.

3.1

Material 1 zeigt einen Ausschnitt aus der Originalveröffentlichung von C. Jönsson zur Beugung von Elektronen an einem Doppelspalt. In Material 2 ist eines der Messergebnisse abgebildet.

a)

Erkläre, dass die Abbildung in Material 2 als Nachweis für die Welleneigenschaften von Elektronen gedeutet werden kann und gegen die Beschreibung von Elektronen als klassische Teilchen spricht.

6 BE

3.2

C. Jönsson schreibt in der Veröffentlichung, dass eine „Nachvergrößerung der sehr feinen Interferenzfiguren“ zur Beobachtung notwendig ist (Material 1).

Für die Maxima bei der Interferenz am Doppelspalt gilt die Gleichung:

Formula: n \cdot \lambda=g \cdot \sin \alpha_nFormula: n \cdot \lambda=g \cdot \sin \alpha_n

Dabei ist Formula: nFormula: n die Ordnung des Maximums, Formula: \lambdaFormula: \lambda die Wellenlänge, Formula: gFormula: g der Spaltmittenabstand und Formula: \alpha_nFormula: \alpha_n der Beugungswinkel des Maximums Formula: n\text{-}Formula: n\text{-}ter Ordnung.

Formula: n \cdot \lambda=g \cdot \sin \alpha_n \quad \left| \, \begin{array}{ll} n  \text{:} & \text{Ordnung des Maximums;} \\ \lambda \text{:} & \text{Wellenlänge;} \\ g \text{:} & \text{Spaltmittenabstand;} \\ \alpha_n \text{:} & \text{Beugungswinkel des Maximums } n\text{-ter Ordnung} \end{array} \right.Formula: n \cdot \lambda=g \cdot \sin \alpha_n \quad \left| \, \begin{array}{ll} n  \text{:} & \text{Ordnung des Maximums;} \\ \lambda \text{:} & \text{Wellenlänge;} \\ g \text{:} & \text{Spaltmittenabstand;} \\ \alpha_n \text{:} & \text{Beugungswinkel des Maximums } n\text{-ter Ordnung} \end{array} \right.

a)

Berechne den Beugungswinkel Formula: \alpha_1Formula: \alpha_1 des Maximums 1. Ordnung, welcher unter den von C. Jönsson in Material 1 beschriebenen Versuchsbedingungen ohne Nachvergrößerung zu erwarten ist.

[Kontrollwert: Formula: \alpha_1=0,00014^{\circ}Formula: \alpha_1=0,00014^{\circ}]

6 BE

b)

Beurteile mithilfe einer Berechnung der Streifenabstände auf dem Schirm (Material 2), ob diese nach der beschriebenen Nachvergrößerung, wie in Material 1 behauptet, groß genug sind, um sie mit dem bloßen Auge beobachten zu können.

6 BE

c)

Begründe schrittweise und kausal korrekt strukturiert, in welcher Weise sich das Interferenzmuster aus Material 2 verändert, wenn die verwendete Beschleunigungsspannung vergrößert wird.

5 BE

d)

Erläutere die Veränderung des Interferenzmusters aus Material 2, wenn das Experiment mit einem Elektronenstrahl durchgeführt wird, in dem die Elektronen viele unterschiedliche Geschwindigkeiten haben. Gehe dabei sowohl auf den Fall einer schmalen als auch auf den Fall einer breiten Geschwindigkeitsverteilung ein.

4 BE

3.3

Das in Material 3 beschriebene Experiment von Akira Tonomura ist eine Weiterentwicklung des Doppelspaltexperimentes mit Elektronen.

a)

Interpretiere die in Material 3 gezeigten Messergebnisse hinsichtlich der Fragestellung, inwiefern diese Quanteneigenschaften der Elektronen zeigen. Gehe dabei auch darauf ein, dass sich zu fast jedem Zeitpunkt nur ein einzelnes Elektron in der Apparatur befindet.

4 BE

b)

Erläutere Feynmans Aussage zur Quantentheorie, dass es unmöglich ist, Ereignisse genau vorherzusagen (Material 4), am Beispiel des Experimentes von Tonomura (Material 3).

4 BE

c)

Entwickle ausgehend vom Versuchsaufbau in Material 3 ein Gedankenexperiment, um die Eigenschaft der Komplementarität für Elektronen nachzuweisen.

5 BE

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