HT 2
Wandel urbaner Räume im Kontext nachhaltiger Stadtentwicklung – Das Beispiel des Stadtquartiers Johannisthal/Adlershof im Stadtbezirk Treptow-Köpenick, Berlin
Lokalisiere den Stadtbezirk Treptow-Köpenick sowie das Stadtquartier Johannisthal/Adlershof und kennzeichne die räumlichen und wirtschaftlichen Strukturen zum Zeitpunkt der deutschen Wiedervereinigung 1990.
Erläutere die seither eingetretenen räumlichen, wirtschaftlichen und demografischen Entwicklungen im Stadtquartier Johannisthal/Adlershof.
Erörtere, inwieweit die Entwicklung des Stadtquartiers Johannisthal/Adlershof als Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung angesehen werden kann.
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monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Material 1: Atlaskarten nach Wahl
Material 2: Berlin – Wirtschaftsstandorte um 1990

Quelle:
Diercke Weltatlas. Braunschweig: Westermann 1992, S. 32/2 (geändert)
Material 3: Bezirk Treptow-Köpenick – Daten und Fakten
Steckbrief
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Die Bezirke Treptow und Köpenick gehörten bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 zu Ost-Berlin. 2001 erfolgte ihre Zusammenlegung zum Bezirk Treptow-Köpenick.
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Der Bezirk umfasst aktuell
der Stadtfläche Berlins und
der Einwohnerzahl.
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Er ist waldreichster Stadtteil Berlins mit ca.
Waldanteil.
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Treptow-Köpenick galt ehemals als industriestärkster Stadtbezirk Berlins.
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Im Südwesten des Bezirks liegt der 2020 eröffnete internationale Flughafen Berlin-Brandenburg (BER), ehemals „Berlin Schönefeld“.
Bevölkerung
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Jahr |
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Einwohner |
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Bevölkerungsentwicklung im Vergleich

Mietpreise
3. Quartal 2025:
Durchschnittsmiete
(niedrigster Mietpreis: – höchster Mietpreis:
)
(zum Vergleich: Durchschnittsmiete Berlin: ; Deutschland:
)
Quellen:
zusammengestellt nach:
https://www.koepenick.net/koepenick-statistik.htm;
https://www.immobilienscout24.de/immobilienpreise/berlin/berlin/treptow-koepenick/mietspiegel (Zugriff jeweils 20.05.2025)
Material 4: Stadtquartier Johannisthal/Adlershof – Entwicklung
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Das heutige Stadtquartier Johannisthal/Adlershof umfasst Flächen der Ortsteile Johannisthal und Adlershof im Bezirk Treptow-Köpenick und wird seit Mitte der 1990er-Jahre vom Land Berlin als städtebaulicher Entwicklungsbereich entwickelt. ![]()
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Chronik |
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bis |
Standort für Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen der Akademie der Wissenschaften; Militärstandort der Nationalen Volksarmee |
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Schließung des Militärstandortes, Transformation der Forschungseinrichtungen |
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Entscheidung des Berliner Senats, auf dem Südteil des Geländes einen Wissenschafts- und Technologiepark zu entwickeln; Einzelmaßnahmen:
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Gründung des „Hauptstadtstudio Berlin“ durch die Studio Hamburg Atelier GmbH (Marktführer in der Film- und Fernsehproduktion) |
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Gründung eines Kooperationszentrums zur Förderung innovativer Unternehmen; Beginn der Ansiedlung von Einzelhandel, Gastronomie, Hotels, Bürogebäuden |
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Eröffnung des Zentrums für Mikrosysteme und Materialien sowie des Zentrums für IT und Medien |
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Ausweisung des Stadtquartiers Johannisthal/Adlershof zum Projektstandort für die Errichtung neuen Wohnraums; Ziel: |
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September |
Projektstart am neuen Wohngebiet im Nordwesten des Stadtquartiers ( |
Quellen: zusammengestellt nach:
Kitzmann, Robert und Kulke, Elmar: Berlin-Adlershof – vom Technologiepark zum multifunktionalen Stadtquartier. In: Geographische Rundschau. Braunschweig: Westermann 06/2021, S. 44–49;
http://www.adlershof.de/uploads/tx_psdokugalerie/WISTA_JAHRESBERICHT_2011.pdf;
https://www.berlin.de/sen/stadtentwicklung/neue-stadtquartiere/johannisthal-adlershof/lage-und-geschichte/; https://www.researchgate.net/publication/261097923_Der_Wirtschafts-und_Wissenschaftsstandort_Berlin-Adlershof_Herausbildung_eines_politisch_induzierten_innovativen_Milieus (Zugriff jeweils 10.05.2025)
Material 5: Stadtquartier Johannisthal/Adlershof – Flächennutzung 2024

Quelle:
https://www.adlershof.de/anfahrt-karten/orientierungs-plaene-karten (geändert; Zugriff 20.05.2025)
Material 6: Stadtquartier Johannisthal/Adlershof – Wirtschaft
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Unternehmen (Anzahl) |
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Beschäftigte (Anzahl) |
ca. |
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Umsatz (in Mrd. EUR) |
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Teilbereiche |
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Humboldt-Universität |
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Institute |
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Mitarbeiter |
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Studierende |
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Budget (in Mio. EUR) |
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Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen* |
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Institute |
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Mitarbeiter |
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Budget (in Mio. EUR) |
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Medienstadt |
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Unternehmen |
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Mitarbeiter |
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Umsatz (in Mio. EUR) |
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Wissenschafts- und Technologiepark |
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Unternehmen |
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Mitarbeiter |
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Umsatz (in Mio. EUR) |
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Übriges Entwicklungsgebiet (Gewerbe und Dienstleistungen) |
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Unternehmen |
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Mitarbeiter |
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Umsatz (in Mio. EUR) |
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* Forschungsschwerpunkte: Optische Wissenschaften und Mikrosystemtechnik, u. a. Technologien in Verkehr und Raumfahrt, Mikroelektronik, Materialforschung
Quellen: zusammengestellt nach:
Suwala, Lech und Dannenberg, Peter: Cluster- und Innovationspolitik maßgeschneidert. Das Beispiel Adlershof in Berlin. In: Standort – Zeitschrift für angewandte Geographie. Wiesbaden: Springer Professional 2009, Heft 33, S. 107; http://www.adlershof.de/fileadmin/user_upload/downloads/jahresberichte/WISTA-MG-Jahresbericht-Adlershof-2012.pdf; https://www.adlershof.de/adlershof-in-zahlen;
https://www.geographie.hu-berlin.de/de/institut/publikationsreihen/arbeitsberichte/download/arbeitsberichte_199_vom_monofunktionalen_arbeitsort_zum_multifunktionalen_stadtquartier2020.pdf (Zugriff jeweils 06.05.2025)
Material 7: Wohnbau-Projektbeispiel „Future Living“
Fertigstellung: Dezember
Grundstücksfläche:
Wohneinheiten:
Baukosten: Mio. EUR,
privat finanziert
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dezentrale Regenwasserbewirtschaftung
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(Regenwasser verbleibt zur Versickerung
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auf dem Gelände)
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Plusenergiehäuser (Häuser mit positiver
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jährlicher Energiebilanz)

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der Dachflächen begrünt, um das Regenwasser zurückzuhalten und die Verdunstung zu erhöhen
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auf
der Dachflächen Photovoltaikanlagen
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der
Wohnungen barrierefrei
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Carsharing-Angebot mit Elektrofahrzeugen
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smarte Paketstation für Anlieferungen bei Abwesenheit
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leistungsstarke Internetverbindung
Quellen: zusammengestellt nach:
https://regenwasseragentur.berlin/inspirieren-lassen/projektdatenbank/future-living-berlin-adlershof/; https://www.adlershof.de/fileadmin/user_upload/downloads/Wohnungsbau-Berlin-Wohnen-am-Campus.pdf (Zugriff jeweils 06.05.2025)
Material 8: Wohnbau-Projektbeispiel „Urbaner Holzbau“
Fertigstellung:
Grundstücksfläche:
Wohneinheiten:
Pkw-Stellplätze:
Fahrradstellplätze:
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erstes Bauvorhaben in nachhaltiger Holz-Hybridbauweise

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hohe Energieeffizienz durch klima- und umweltfreundliche Holzbauweise
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Regenwassermanagement
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Kosten für eine Zweizimmerwohnung in der Neuvermietung ca.
Quellen: zusammengestellt nach:
https://www.howoge.de/immobiliensuche/neubauprojekte/urbaner-holzbau.html; https://www.berlin.de/sen/wohnen/service/mietspiegel/#downloads (Zugriff jeweils 06.05.2025)
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monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Lokalisierung des Stadtbezirks und Quartiers
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Der Stadtbezirk Treptow-Köpenick liegt im Südosten der Bundeshauptstadt Berlin.
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Das heutige Stadtquartier Johannisthal/Adlershof befindet sich im westlichen Teil dieses Bezirks, verkehrsgünstig gelegen nahe dem heutigen Flughafen Berlin-Brandenburg (BER).
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Treptow-Köpenick ist der waldreichste Bezirk Berlins (ca. 41 % Waldanteil) und wird von Wasserwegen (z.B. der Dahme) durchzogen.
Räumliche und wirtschaftliche Strukturen zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung (1990)
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Bis 1990 gehörte der Bereich zu Ost-Berlin (DDR) und grenzte im Westen (Bezirk Neukölln/Tempelhof) direkt an die Berliner Mauer (Grenze zu Westberlin).
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Der damalige Bezirk galt als der industriestärkste Stadtbezirk Berlins.
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Im Bereich des heutigen Stadtquartiers Johannisthal/Adlershof befand sich ein bedeutender Standort für Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen der Akademie der Wissenschaften der DDR.
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Zudem war das Gebiet durch militärische Nutzungen geprägt, da sich hier ein Militärstandort der Nationalen Volksarmee (NVA) befand.
Fazit
Um 1990 präsentierte sich der Standort Johannisthal/Adlershof als ein stark monofunktional geprägter Raum am Rand von Ost-Berlin, der vorrangig durch geschlossene militärische Anlagen und staatliche Großforschung der DDR-Zeit charakterisiert war und mit der Wiedervereinigung vor einer massiven Transformation stand.
Wirtschaftliche Entwicklung und Profilbildung
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Nach der Schließung des Militärstandortes 1990 beschloss der Berliner Senat (1991), das Areal zu einem Wissenschafts- und Technologiepark umzuwandeln.
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Es erfolgte die Ansiedlung von naturwissenschaftlichen Instituten der Humboldt-Universität sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen (z.B. für Optik, Mikrosystemtechnik und Raumfahrt).
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Die Entwicklung der Medienstadt (ab 1997 durch Studio Hamburg) führte zur Etablierung von 240 Unternehmen und ca. 3.500 Mitarbeitern (Stand 2024).
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Insgesamt stieg die Unternehmenszahl im Quartier zwischen 2005 und 2024 von 714 auf 1.343 massiv an. Der Umsatz verdreifachte sich im selben Zeitraum von 1,2 auf 3,6 Mrd. Euro, während sich die Zahl der Beschäftigten auf 29.100 erhöhte.
Räumliche Entwicklung und Flächennutzung
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Räumlich transformierte sich die Brachfläche zu einem dichten, multifunktionalen Stadtquartier.
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Neben dem Universitätscampus und den Technologie-/Gewerbegebieten wurden großflächige Wohngebiete integriert (z.B. "Wohnen am Campus", Fertigstellung 2019/2020).
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Ein Natur- und Landschaftspark (Johannisthal) lockert die Verdichtung räumlich auf.
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Ein neues großes Wohngebiet mit 1.800 Wohnungen sowie Infrastruktur (Einkaufszentrum, Kitas) ist im Nordwesten des Quartiers für 2030 in Bau bzw. Planung.
Demografische Entwicklung
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Der Gesamtbezirk Treptow-Köpenick verzeichnet ein starkes Bevölkerungswachstum von 212.532 Einwohnern (1991) auf 294.081 Einwohner (2023).
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Das Quartier Johannisthal/Adlershof trägt gezielt zu diesem Zuzug bei: Durch Ausweisung als Wohnstandort sollen langfristig Wohnraumkapazitäten für ca. 15.000 neue Einwohner im Quartier geschaffen werden.
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Neben klassischen Familien und Fachkräften zieht das Quartier durch den Bau von Studentenwohnungen (ca. 400 Einheiten) auch junge Menschen an.
Fazit
Das Stadtquartier Johannisthal/Adlershof durchlief seit 1990 eine äußerst dynamische und politisch gesteuerte Transformation. Aus einer militärisch-wissenschaftlichen Brachfläche entstand Berlins größter, wirtschaftlich prosperierender Wissenschafts- und Technologiepark, der zunehmend durch Wohnbebauung und soziale Infrastruktur zu einem multifunktionalen, demografisch wachsenden Quartier ergänzt wird.
Ökonomische Dimension
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(+) Schaffung eines enormen regionalen Wertschöpfungsschubs: 3,6 Mrd. Euro Umsatz und über 29.000 Arbeitsplätze in zukunftsorientierten Branchen (Technologie, Medien).
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(+) Synergieeffekte zwischen Forschung (Humboldt-Universität, 11 außeruniversitäre Institute) und Wirtschaft durch räumliche Nähe im Cluster.
Ökologische Dimension
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(+) Konsequente Umsetzung von klimafreundlichen Baukonzepten: Bau von Plusenergiehäusern ("Future Living"), die eine positive jährliche Energiebilanz aufweisen.
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(+) Einsatz ressourcenschonender Baustoffe wie im Projekt "Urbaner Holzbau" (Holz-Hybridbauweise) sowie Photovoltaikanlagen auf Dachflächen.
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(+) Dezentrales Regenwassermanagement (Versickerung vor Ort, Gründächer) und nachhaltige Mobilitätskonzepte (Carsharing mit Elektrofahrzeugen).
Soziale Dimension
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(+) Schaffung dringend benötigten Wohnraums (Ziel: 5.500 Wohneinheiten) inklusive sozialer Infrastruktur (Kitas, Barrierefreiheit bei 70 von 90 Wohnungen im "Future Living").
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(+) Integration von gefördertem Wohnraum (ca. 30 % im Projekt "Wohnen am Campus I") und studentischem Wohnen.
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(-) Gefahr der Gentrifizierung: Der Durchschnittsmietpreis im Bezirk (12,37 €/m²) ist hoch, Spitzenmieten reichen bis 26,02 €/m² und Neubauprojekte wie der "Urbane Holzbau" liegen bei Erstbezug bei ca. 23 €/m². Dies kann einkommensschwächere Schichten verdrängen.
Politisch-räumliche Dimension
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(+) Revitalisierung und Entsiegelung einer ehemals militärischen Brachfläche schont Ressourcen und vermeidet Zersiedelung im Umland.
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(+) Anlage eines 1.400 Hektar großen Natur- und Landschaftsparks fördert die Naherholung und das Mikroklima.
Gesamturteil
Die Entwicklung von Johannisthal/Adlershof ist als hervorragendes und richtungsweisendes Beispiel für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu bewerten. Das Quartier vereint ökonomische Innovationskraft mit ökologischem Vorzeigebau (Regenwassermanagement, Holzbauweise) und effizienter Flächenrevitalisierung. Die einzige wesentliche Einschränkung der Nachhaltigkeit liegt in der sozialen Dimension, da das hohe Mietpreisniveau in den Neubauten die Gefahr einer sozialen Segregation birgt, auch wenn durch geförderten Wohnungsbau politisch gegengesteuert wird.
