HT 2
Beschreibe das Werk „Tattoos and Shadows“ (2000) von Jeff Wall.
Analysiere die formale Gestaltung des Werks. Berücksichtige dabei insbesondere die Aspekte
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Bildfläche (einschließlich der Richtungsbezüge),
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Bildraum,
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Kameraperspektive,
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Lichtführung,
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Farbe.
Fertige zunächst eine analysierende Skizze zum Aspekt „Bildfläche (einschließlich der Richtungsbezüge)“ an und beziehe die dadurch gewonnenen Erkenntnisse erläuternd in die Analyse mit ein.
Interpretiere das Werk auf Grundlage der bisherigen Untersuchungsergebnisse, der Kenntnisse über die Arbeitsweise von Jeff Wall sowie der Zusatzinformationen. Beziehe dabei Kenntnisse über weitere Werke des Künstlers in die Überlegungen mit ein. Nimm abschließend Stellung zu der Frage, welches künstlerische Darstellungsinteresse sich in Bezug auf das dargestellte Motiv, insbesondere hinsichtlich der Konstruktion von Wirklichkeit in individuellen und gesellschaftlichen Kontexten, aufzeigen lässt.
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Abbildung:
Jeff Wall: Tattoos and Shadows, 2000, Diapositiv in Leuchtkasten, 214,9 x 274,3 x 30,2 cm, Courtesy White Cube.
Textmaterial:
Zusatzinformationen:
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zum werkspezifischen Kontext:
In einem Audiobeitrag des San-Francisco-Museum of Modern Art äußert sich Jeff Wall zu seinem Werk folgendermaßen: „‚Tattoos and Shadows‘ entstand durch etwas, das ich in der Nähe meines Hauses sah. Es war ein Sommernachmittag, ich ging spazieren, ich weiß nicht, wohin ich ging. In der nächsten Straße saßen drei oder vier junge Leute mit Tattoos unter einem Baum, und das Licht flimmerte durch die Blätter, genau wie auf dem Bild zu sehen. Diese Kombination aus der festen Einfärbung der Haut, die nie verschwindet, und dem anderen Muster hat einfach etwas sehr Schönes an sich. Diese beiden Muster liegen auf den Armen dieser Leute. […]
Es entstand also aus diesem realen Moment heraus und aus einer Art Inspiration […]. Die Rekonstruktion ist also eine Transformation, die zu etwas Vertrautem führt.“
Quelle: Audiobeitrag des San-Francisco-Museum of Modern Art
https://www.sfmoma.org/artwork/2001.171/ (Zugriff: 04.03.2025; übersetzt mit DeepL.com) -
zum Motiv:
Der Mann trägt ein T-Shirt mit dem Namen des US-amerikanischen Schriftstellers Charles Bukowski (1920–1994). Bukowski veröffentlichte zwischen 1960 und den frühen 1990er-Jahren über 40 Bücher mit Erzählungen und Gedichten. Seine Texte erzählen von den Schattenseiten des amerikanischen „Way of Life“, von im sozialen Abseits stehenden Menschen sowie von Außenseitern, die zu Helden werden. Aufgrund eines harten, direkten und auch öbszönen Sprachgebrauches schockierte Bukowski seine Zeitgenossen.
Bukowskis Leben war seit seiner Jugend vom Widerspruch gegen die Ideale des wohlhabenden Bürgertums geprägt. Seine Biografie ist gekennzeichnet von häufig wechselnden Jobs, Alkoholismus und einem in frühen Jahren geringen Erfolg als Schriftsteller. Er gilt heute als „Klassiker“, als ein Schriftsteller, der den Mythos um seine Person, die sich jenseits tradierter, literarischer Normen bewegte, Zeit seines Lebens kultivierte.
(Autorentext)
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monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Beschreibung des Werkes und Benennung der wesentlichen Werkdaten:
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Jeff Walls großformatige Farbfotografie „Tattoos and Shadows“ (2000) ist ein Diapositiv in einem Leuchtkasten mit den Maßen 214,9 × 274,3 × 30,2 cm. Das Werk zeigt drei junge Erwachsene, die sich an einem sonnigen Tag in einem dicht bewachsenen Garten unter einem Baum aufhalten.
Links sitzt ein tätowierter Mann mit angewinkelten Beinen und gesenktem Kopf auf dem Boden. In der Bildmitte liegt eine Frau in einem pink-roten Oberteil und Jeans seitlich auf dem Rasen. Rechts sitzt eine weitere tätowierte Frau neben einem leeren Metallstuhl. Die Personen interagieren kaum miteinander und wirken entspannt bzw. in sich versunken.
Die dichte Vegetation, ein Holzzaun und teilweise sichtbare Gebäude begrenzen den Gartenraum. Besonders auffällig sind die unregelmäßigen Sonnen- und Schattenflecken, die durch das Blätterdach auf den Rasen sowie auf die Körper der Figuren fallen und sich dort mit den Tätowierungen überlagern.
Analysierende Skizze zum Aspekt „Bildfläche einschließlich der Richtungsbezüge“:
In einer analytischen Skizze können folgende Punkte dargestellt werden:
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Verhältnis des Bildausschnittes zum breiten Querformat
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quantitative Verteilung und Anordnung der drei Figuren
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horizontale Reihung der Personen im unteren Bildbereich
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Betonung der liegenden mittleren Figur als horizontale Richtungsachse
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vertikale Gegenrichtungen durch:
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Baumstämme,
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Zaunelemente,
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Metallstuhl
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diagonale Richtungsbezüge innerhalb der Körperhaltungen
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große dunkle Vegetationsfläche im oberen Bildbereich
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Wechsel von hellen und dunklen Bildzonen
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Verbindung der Figuren durch die gemeinsame Bodenfläche sowie wiederkehrende Licht- und Schattenmuster
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Kontrastierung von Statik, Ruhe und leichten diagonalen Spannungen
Analyse des Aspekts „Bildfläche“ einschließlich der Richtungsbezüge:
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horizontale Anordnung der drei Figuren erzeugt Verbindung und rhythmische Reihung
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keine streng symmetrische Komposition
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mittlere liegende Figur verstärkt die horizontale Ausrichtung des Querformats
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sitzende linke und rechte Figur bilden aufrechtere Gegenakzente
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vertikale Baumstämme und Stuhl kontrastieren die überwiegenden Horizontalen
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große dunkle Baumkrone fasst die Szene nach oben ein
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Figuren befinden sich überwiegend im unteren Bildbereich und sind in die Vegetation eingebettet
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Kontrast von:
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organischen Formen der Vegetation,
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menschlichen Körpern,
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geometrischeren Elementen wie Zaun und Stuhl
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scheinbar beiläufige, tatsächlich jedoch ausgewogen komponierte Figurenverteilung
Analyse des Aspekts „Bildraum“:
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vergleichsweise geschlossener und intimer Gartenraum
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Vorder- und Mittelgrund durch die drei Personen bestimmt
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Begrenzung des Hintergrundes durch:
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Zaun,
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Vegetation,
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teilweise sichtbare Architektur
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geringe bis mittlere Tiefenwirkung
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räumliche Staffelung durch Überschneidungen und teilweise Durchblicke
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Bodenfläche verbindet die Figuren räumlich miteinander
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dichter Bewuchs verhindert eine weitreichende Öffnung des Bildraumes
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Nähe der Personen zur Betrachterin / zum Betrachter
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Gleichzeitigkeit von räumlicher Geschlossenheit und kleinen Öffnungen zur umgebenden Wohnwelt
Analyse des Aspekts „Kameraperspektive“:
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weitgehend natürliche Kameraposition ohne extreme Auf- oder Untersicht
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annähernd frontale Wahrnehmung der Figurengruppe
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Kamera befindet sich ungefähr auf menschlicher Wahrnehmungshöhe
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dadurch Eindruck unmittelbarer Anwesenheit
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Betrachterin / Betrachter scheint der entspannten Gartensituation gegenüberzustehen
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keine starke perspektivische Dramatisierung
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scheinbar beiläufig gewählter fotografischer Ausschnitt unterstützt den Eindruck einer spontanen Alltagssituation
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zugleich bewusste Fokussierung der drei Personen als zusammengehörige Figurengruppe
Analyse des Aspekts „Lichtführung“:
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natürlich wirkendes sommerliches Sonnenlicht
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Filterung des Lichts durch die Baumkrone
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unregelmäßige Licht- und Schattenflecken auf:
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Körpern,
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Kleidung,
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Rasen
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Akzentuierung einzelner Körperpartien
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teilweise Auflösung der Körperkonturen durch Licht- und Schattenwechsel
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zentrale optische Korrespondenz zwischen:
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dauerhaften Tätowierungen,
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flüchtigen Schattenmustern
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Licht verbindet Figuren und Umgebung miteinander
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Hell-Dunkel-Kontraste erzeugen räumliche und körperhafte Wirkung
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Schatten wird vom bloßen Beleuchtungsmittel zum eigenständigen Bedeutungsträger
Analyse des Aspekts „Farbe“:
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Dominanz unterschiedlicher Grünwerte der Vegetation
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dunkle, teilweise verschattete Grundstimmung
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warme Hauttöne heben die Figuren von der Umgebung ab
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pink-rotes Oberteil der mittleren Figur als auffälliger Farbakzent
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Blau der Jeans als weiterer Akzent
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helle Hautflächen kontrastieren mit dunkler Vegetation
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naturalistische Farbwirkung unterstützt zunächst den dokumentarischen Eindruck
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Licht verändert die lokale Farbigkeit der Körper und Gegenstände
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farbliche Einbettung der Figuren in den Naturraum bei gleichzeitiger Hervorhebung einzelner Kleidungsstücke
Interpretation des Werkes auf Grundlage der Analyseergebnisse sowie unter Einbezug der Zusatzinformationen:
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alltägliche und zunächst unspektakulär erscheinende Gartensituation als Ausgangspunkt der künstlerischen Auseinandersetzung
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Fokus auf:
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Körper,
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Haut,
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Licht,
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Muster,
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individuelle Erscheinung
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Tätowierungen als dauerhaft in den Körper eingeschriebene Muster
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Baumschatten als zufällige, natürliche und vergängliche Muster
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Überlagerung beider Strukturen auf den Körpern
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Spannungsverhältnisse von:
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dauerhaft / flüchtig,
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künstlich gestaltet / natürlich entstanden,
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kontrolliert / zufällig,
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individuell / umweltbedingt
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menschlicher Körper fungiert als Bild- und Projektionsfläche
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Tattoos als mögliche Zeichen von Individualität, Selbstgestaltung, Gruppenzugehörigkeit oder Abgrenzung
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ruhige, alltägliche Inszenierung vermeidet eine eindeutige Festlegung der dargestellten Personen
Einbezug der Zusatzinformationen:
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Ausgangspunkt des Werkes war eine reale Beobachtung Walls in der Nähe seines Hauses
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besonderes Interesse an der Kombination der dauerhaften Tätowierungen mit den durch das Blätterdach erzeugten flüchtigen Schattenmustern
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reale Situation wird nicht unmittelbar fotografisch dokumentiert, sondern später rekonstruiert
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Wall beschreibt diese Rekonstruktion selbst als Transformation eines realen Moments.
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dadurch Ambivalenz zwischen:
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realer Beobachtung,
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Erinnerung,
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Rekonstruktion,
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fotografischer Inszenierung
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fotografische Wirklichkeitsnähe verschleiert zunächst den konstruierten Charakter des Bildes
Bedeutung des Bukowski-Motivs:
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T-Shirt des Mannes verweist auf den Schriftsteller Charles Bukowski
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Bukowski thematisierte:
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Schattenseiten des amerikanischen „Way of Life“,
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Menschen im sozialen Abseits,
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Außenseiter
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sein Leben und seine Literatur waren von Widerstand gegen bürgerliche Ideale und tradierte Normen geprägt.
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möglicher Bezug zwischen Bukowski, Tätowierungen und gesellschaftlichem Außenseitertum
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Erweiterung der individuellen Körperdarstellung um gesellschaftliche Fragen von:
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Norm,
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Anpassung,
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Abgrenzung,
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Individualität
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gleichzeitig erscheinen die Figuren selbstverständlich in einer alltäglichen Umgebung, wodurch eindeutige stereotype Zuschreibungen relativiert werden
Einbezug der Kenntnisse über Walls künstlerische Verfahren und Strategien der Bildentstehung:
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Ausgangspunkt häufig:
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beobachtete Alltagssituationen,
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Erinnerungen,
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kunsthistorische Bildvorlagen
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bewusste Rekonstruktion und Inszenierung scheinbar spontaner Augenblicke
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Verbindung von dokumentarischer Wirkung und fiktionaler Konstruktion
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großformatige Präsentation alltäglicher Motive
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Leuchtkasten steigert:
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Präsenz,
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Farbwirkung,
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Lichtwirkung,
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Monumentalität
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Orientierung an filmischer Inszenierung und kunsthistorischer Malerei
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bewusste Hinterfragung der Vorstellung von Fotografie als objektiver Abbildung der Wirklichkeit
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scheinbar zufällige Bildsituationen sind Ergebnis bewusster Auswahl und Gestaltung
Einbezug des Wissens über weitere Werke:
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„Parent child“:
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alltägliche Eltern-Kind-Situation
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realer Ausgangspunkt und anschließende Rekonstruktion
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scheinbar spontane Fotografie als bewusst inszenierte Wirklichkeit
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„Picture for Women“:
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Bezug auf Manets „Eine Bar in den Folies-Bergère“
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komplexe Blickbeziehungen
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Thematisierung von Fotograf, Modell und Betrachter
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Offenlegung bzw. Reflexion fotografischer Bildkonstruktion
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„A Sudden Gust of Wind (after Hokusai)“:
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scheinbar spontaner und zufälliger Augenblick
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tatsächlich aufwendig konstruierte Fotografie
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Transformation eines kunsthistorischen Vorbildes
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„The Destroyed Room“:
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inszenierter Raum mit dokumentarischer Wirkung
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Verbindung von fotografischer Wirklichkeitsnähe und bewusster Konstruktion
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Abschließende Erläuterung des künstlerischen Darstellungsinteresses:
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Überführung eines beiläufig beobachteten Alltagsmoments in ein monumentales Kunstwerk
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Interesse an der ästhetischen Verbindung von:
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Körper,
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Tätowierung,
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Licht,
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Schatten
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dauerhafte individuelle Körpergestaltung wird mit einem flüchtigen Naturphänomen kontrastiert
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Sichtbarmachung individueller Identität und möglicher gesellschaftlicher Zuschreibungen
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Bukowski-Verweis erweitert die Darstellung um Fragen von Außenseitertum und gesellschaftlichen Normen
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Rekonstruktion des realen Ausgangsmoments macht die Fotografie zu einer bewusst konstruierten Wirklichkeit
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dokumentarische Erscheinung und tatsächliche Inszenierung stehen in einem produktiven Spannungsverhältnis
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Wall zeigt damit, dass fotografische Wirklichkeit nicht einfach vorgefunden und objektiv wiedergegeben wird, sondern durch Auswahl, Erinnerung, Rekonstruktion und Inszenierung entsteht.