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Aufgabe 2 – Kondensatoren als Informationsspeicher

DRAM (Dynamic Random Access Memory) bezeichnet eine Technologie für einen elektronischen Speicherbaustein, der hauptsächlich in Computern eingesetzt wird. Das speichernde Element ist dabei ein Kondensator, der entweder geladen oder entladen ist.

Hinweis:

Die in den DRAMs enthaltenen Kondensatoren sollen in dieser Aufgabe als Plattenkondensatoren betrachtet werden.

1
a

Skizziere das Feldlinienbild des elektrischen Feldes zwischen den Platten und im Randbereich des Kondensators in Material 1 Abbildung 1.

Gib zwei Regeln an, die bei der Veranschaulichung elektrischer Felder mithilfe von Feldlinien zu beachten sind.

4 BE

b

Ein Plattenkondensator wird von der Spannungsquelle abgetrennt und nachfolgend der Plattenabstand halbiert.

Erkläre, dass eine Messsonde bei beiden Abständen nahezu die gleichen Werte für die elektrische Feldstärke zwischen den Platten misst.

Erläutere, weshalb die Messwerte nicht identisch sind.

4 BE

2

In einem Modellversuch zu DRAMs wird der Zusammenhang zwischen Ladungsmenge und angelegter Spannung bei zwei Plattenkondensatoren ermittelt.

a

Vergleiche qualitativ mithilfe der Abbildung 2 in Material 2 den Wert der Kapazität des Kondensators Formula: AFormula: A mit dem des Kondensators Formula: B.Formula: B.

Begründe deine Aussage.

3 BE

b

In einem weiteren Versuch wird die Kapazität Formula: CFormula: C in Abhängigkeit vom Plattenabstand Formula: dFormula: d untersucht. Begründe unter Einbeziehung aller Messdaten des Materials 3, dass der Zusammenhang zwischen diesen beiden Größen in guter Näherung durch die Gleichung Formula: C=\tfrac{7,6\;\mathrm{nF} \cdot \mathrm{mm}}{d}Formula: C=\tfrac{7,6\;\mathrm{nF} \cdot \mathrm{mm}}{d} angegeben werden kann.

3 BE

3

In einem Internetforum über Computertechnik wird über die besonders kleinen Dimensionen von Kondensatoren in DRAMS zur Speicherung von digitalen Informationen diskutiert (Material 4).

Schreibe den nächsten Beitrag in diesem Forum, in dem du die Frage von Detlef7 mit einer nachvollziehbaren Begründung beantwortest. Gehe davon aus, dass die Angaben im Forum-Beitrag von Community4 richtig sind.

6 BE

4

Die in den DRAMs enthaltenen Kondensatoren müssen regelmäßig aufgeladen werden.

a

Skizziere den zeitlichen Verlauf der Stromstärke für einen Aufladevorgang eines vollständig entladenen Kondensators.

Erkläre ohne Verwendung der Gleichungen für Auf- und Entladen eines Kondensators über einen Ohm'schen Widerstand, dass die Stromstärke beim Aufladevorgang nicht konstant ist.

4 BE

b

Der Aufladevorgang wird durch den Leitungswiderstand und die Kapazität beeinflusst. Beschreibe den Einfluss dieser Parameter auf die Aufladezeit.

2 BE

5

Bei digitalen Anwendungen werden unterschiedliche Speichertechnologien für Daten verwendet. In Material 5 sind einige Eigenschaften und technische Angaben von zwei verschiedenen Speicherarten in Laptops dargestellt.

Beurteile auf der Grundlage von Material 5 für DRAM- und HDD-Speicher je ein Risiko, welches eine sichere Datenspeicherung auf einem Laptop gefährdet.

4 BE

Material 1: Plattenkondensator

Zwei vertikale Platten mit seitlichen Anschlüssen, links Minuszeichen, rechts PluszeichenZwei vertikale Platten mit seitlichen Anschlüssen, links Minuszeichen, rechts Pluszeichen

Abb. 1: Schematische Darstellung eines Plattenkondensators

Material 2: Zusammenhang zwischen Ladung und angelegter Spannung

Diagramm Ladung Q gegen Spannung U mit zwei Geraden: Kondensator A flacher, Kondensator B steiler.Diagramm Ladung Q gegen Spannung U mit zwei Geraden: Kondensator A flacher, Kondensator B steiler.

Abb. 2: Qualitativer Zusammenhang zwischen Ladung und Spannung bei zwei unterschiedlichen Kon-

densatoren

Material 3: Zusammenhang zwischen Kapazität und Plattenabstand

Experimentell ermittelte Kapazitäten eines Plattenkondensators bei verschiedenen Abständen:

Formula: \boldsymbol{d}Formula: \boldsymbol{d} in Formula: \text{mm}Formula: \text{mm}

Formula: \boldsymbol{C}Formula: \boldsymbol{C} in Formula: \text{nF}Formula: \text{nF}

Formula: 0,5Formula: 0,5

Formula: 15,2Formula: 15,2

Formula: 1,0Formula: 1,0

Formula: 7,7Formula: 7,7

Formula: 1,5Formula: 1,5

Formula: 5,0Formula: 5,0

Formula: 2,0Formula: 2,0

Formula: 3,8Formula: 3,8

Formula: 2,5Formula: 2,5

Formula: 3,0Formula: 3,0

Formula: 3,0Formula: 3,0

Formula: 2,6Formula: 2,6

Material 4: Forenauszug zum Thema Kondensatoren in Computern

Smartphone-Display zeigt Forum-Beitrag "Kondensatoren in Computern".Smartphone-Display zeigt Forum-Beitrag "Kondensatoren in Computern".

Abb. 3: Forenauszug zum Thema Kondensatoren in Computern

Material 5: Vergleich der zwei Speicherarten DRAM und HDD

DRAM und HDD sind Speicherarten, welche auch in Laptops eingesetzt werden. DRAM (Dynamic Random Access Memory) ist ein Speicher, in dem ein Computer seine Rechendaten vorübergehend zwischenspeichert. Die Informationsspeicherung erfolgt über den Ladungszustand des Kondensators. Das Dielektrikum im Kondensator lässt in geringem Maße elektrischen Strom zu, dadurch kommt es zu einer Selbstentladung des aufgeladenen Kondensators. Der Ladungszustand der DRAM-Kondensatoren muss also regelmäßig aufgefrischt, d. h. erneuert werden.

HDD (Hard Disk Drive) ist ein Speicher, welcher als interner und externer Festplattenspeicher eingesetzt wird, um System- und Nutzerdaten langfristig zu speichern. Die wesentlichen Bauelemente einer HDD sind magnetisierbare rotierende Scheiben und ein beweglicher Schreib-Lese-Arm (Abb. 4). Beim Schreiben und Lesen der Daten muss dieser Arm in sehr geringem Abstand präzise über die Oberfläche der schnell rotierenden Scheibe bewegt werden. Entsprechend der zu speichernden Daten werden auf den Scheiben bestimmte Bereiche der Metalloberfläche magnetisiert.

Schematische Darstellung einer Festplatte mit rotierender Scheibe, Drehachse und beweglichem Schreib-Lese-Arm.Schematische Darstellung einer Festplatte mit rotierender Scheibe, Drehachse und beweglichem Schreib-Lese-Arm.

Abb. 4: Schematischer Aufbau einer HDD

Vergleich DRAM und HDD:

Lese- und Schreibezeit

in Formula: \text{ns}Formula: \text{ns}

Datenerhalt ohne

Spannungsversorgung

DRAM

Formula: 5Formula: 5 - Formula: 50Formula: 50

Millisekunde bis Sekunde

HDD

Formula: 3,5 \cdot 10^6Formula: 3,5 \cdot 10^6 - Formula: 8 \cdot 10^6Formula: 8 \cdot 10^6

Jahre bis Jahrzehnte

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