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Aufgabe 3 – Massenbestimmung in der Schwerelosigkeit

Auf Raumstationen ist die Bestimmung der eigenen Körpermasse eine Herausforderung, da eine normale Personenwaage nicht eingesetzt werden kann. Stattdessen wird ein Gerät mit dem Namen BMMD (Body Mass Measurement Device) verwendet.

1

Erläutere die Bestimmung der Masse mit einem BMMD. Nutze hierzu insbesondere die Informationen aus Material 1.

4 BE

2

Für ein BMMD wurden die in Material 2 dokumentierten Messdaten ermittelt.

a

Stelle die Messreihe in einem Diagramm dar.

4 BE

b

Bestimme anschließend mithilfe deines Diagramms die Masse eines Astronauten für den Fall, dass das BMMD eine Periodendauer von Formula: T=1,35\;\mathrm{s}Formula: T=1,35\;\mathrm{s} misst.

2 BE

3

Im Folgenden wird das BMMD modellhaft als Federpendel betrachtet. Wie bei jedem Federpendel treten auch bei einem BMMD Beschleunigungen auf. Um zu beurteilen, ob diese eine Gefahr für den Benutzer darstellen, werden die in Material 3 gegebenen Diagramme betrachtet.

a

Berechne unter Nutzung der Daten aus Material 2 die Federkonstante für das BMMD.

[Kontrollwert: Formula: D=2,0\;\tfrac{\mathrm{kN}}{\mathrm{m}}Formula: D=2,0\;\tfrac{\mathrm{kN}}{\mathrm{m}} ]

2 BE

b

Beschrifte und skaliere für die in Material 3 genannte Astronautenmasse die Koordinatenachsen der Diagramme in Material 3.

6 BE

c

Bestimme den Betrag der maximalen Beschleunigung, die der Astronaut erfährt.

Beurteile, ob hierdurch eine Gefahr für einen durchtrainierten Astronauten besteht.

5 BE

4

Ein BMMD ist aufgrund einer defekten Elektronik nicht mehr für den Einsatz im Weltall geeignet und wird daher einem Schullabor gespendet.

a

Begründe mithilfe der Daten in Material 4, dass das BMMD nicht ordnungsgemäß funktioniert.

3 BE

Da das Schullabor das Gerät ohne die defekte Elektronik nutzen möchte, muss zur Bestimmung der Masse insbesondere der Hocker manuell ausgelenkt und auch die Periodendauer manuell ermittelt werden.

b

Formuliere für diesen Fall Anweisungen an die Schulgemeinschaft so, dass bei der Benutzung Messunsicherheiten möglichst geringgehalten werden und eine zuverlässige Massebestimmung gewährleistet wird. Gehe dazu in einem zusammenhängenden Text auf drei relevante Aspekte ein.

4 BE

Material 1: Das Body Mass Measurement Device (BMMD)

Das BMMD besteht aus einer Art Hocker (mit bekannter Masse Formula: m_HFormula: m_H), auf den sich der Astronaut begibt und festhält. Der Hocker ist über eine Feder (mit bekannter Federkonstante Formula: DFormula: D) mit der Raumstation fest verbunden.

Wird das Gerät eingeschaltet, so wird der Astronaut zusammen mit dem Hocker in Schwingungen versetzt. Die Elektronik des Geräts misst die Periodendauer, mit der Astronaut und Hocker als gemeinsame schwingende Masse frei auf und ab schwingen. Aus dieser Periodendauer können dann die schwingende Masse und die Masse des Astronauten errechnet werden.

Material 2: Messdaten BMMD

Bevor ein solches Gerät zum Einsatz kommt, wurden Testmessungen durchgeführt und dabei nachfolgende Messwerte ermittelt.

Gehe in den Teilaufgaben von einer Masse des Hockers von Formula: m_H=15\;\mathrm{kg}Formula: m_H=15\;\mathrm{kg} aus. Vernachlässige die Luftreibung sowie die Masse der Feder.

Messdaten zum BMMD:

schwingende Masse Formula: \boldsymbol{m}Formula: \boldsymbol{m} in Formula: \text{kg}Formula: \text{kg}

Periodendauer Formula: \boldsymbol{T}Formula: \boldsymbol{T} in Formula: \text{s}Formula: \text{s}

Formula: 20Formula: 20

Formula: 0,63Formula: 0,63

Formula: 40Formula: 40

Formula: 0,89Formula: 0,89

Formula: 60Formula: 60

Formula: 1,09Formula: 1,09

Formula: 80Formula: 80

Formula: 1,26Formula: 1,26

Formula: 100Formula: 100

Formula: 1,40Formula: 1,40

Formula: 120Formula: 120

Formula: 1,54Formula: 1,54

Formula: 140Formula: 140

Formula: 1,66Formula: 1,66

Material 3: Diagramme

Die folgenden beiden Diagramme veranschaulichen die idealisierte Bewegung jeweils für eine Periode für eine Astronautenmasse von Formula: 85\;\text{kg}.Formula: 85\;\text{kg}. Eines der Diagramme Formula: 1Formula: 1 bzw. Formula: 2Formula: 2 stellt die Geschwindigkeit der schwingenden Masse in Abhängigkeit von der Zeit und eines die momentane Auslenkung für die gleiche Zeitspanne dar. Zur Erstellung der Diagramme wurde angenommen, dass das BMMD zum Zeitpunkt Formula: t=0\;\mathrm{s}Formula: t=0\;\mathrm{s} bei einer maximalen Auslenkung von Formula: 30,0\;\mathrm{cm}Formula: 30,0\;\mathrm{cm} zu schwingen beginnt.

Zwei Diagramme auf Millimeterpapier: oben durchgezogene Sinuskurve, unten gestrichelte phasenverschobene Sinuskurve; x-Achse "Zeit in s".Zwei Diagramme auf Millimeterpapier: oben durchgezogene Sinuskurve, unten gestrichelte phasenverschobene Sinuskurve; x-Achse "Zeit in s".

Abb. 3: Diagramme der idealisierten Bewegung für eine Periode

Bewegungsgleichungen der ungedämpften harmonischen Schwingung

Formula: s(t)=s_{\max } \cdot \sin (\omega \cdot t)Formula: s(t)=s_{\max } \cdot \sin (\omega \cdot t)

Bei Vorliegen eines Nullphasenwinkels gilt:

Formula: s(t)=s_{\max } \cdot \sin \left(\omega \cdot t+\varphi_0\right)Formula: s(t)=s_{\max } \cdot \sin \left(\omega \cdot t+\varphi_0\right)

Formula: v(t)=s_{\max } \cdot \omega \cdot \cos \left(\omega \cdot t+\varphi_0\right)Formula: v(t)=s_{\max } \cdot \omega \cdot \cos \left(\omega \cdot t+\varphi_0\right)

Formula: a(t)=-s_{\max } \cdot \omega^2 \cdot \sin \left(\omega \cdot t+\varphi_0\right)Formula: a(t)=-s_{\max } \cdot \omega^2 \cdot \sin \left(\omega \cdot t+\varphi_0\right)

Formula: sFormula: s

Auslenkung, Elongation

Formula: s_{\max }Formula: s_{\max }

Amplitude

Formula: \omegaFormula: \omega

Kreisfrequenz

Formula: tFormula: t

Zeit

Formula: \varphi_0Formula: \varphi_0

Nullphasenwinkel

Formula: vFormula: v

Geschwindigkeit

Formula: aFormula: a

Beschleunigung

Material 4: Messdaten bei defektem BMMD

Bei einem harmonischen Federpendel ist das Quadrat der Periodendauer proportional zur schwingenden Masse Formula: (T^2 \sim m).Formula: (T^2 \sim m). Da das BMMD modellhaft als Federpendel betrachtet werden kann, ist davon auszugehen, dass dies auch für ein BMMD gilt.

Bei dem BMMD mit defekter Elektronik werden die folgenden Messdaten ausgegeben:

schwingende Masse Formula: \boldsymbol{m}Formula: \boldsymbol{m} in Formula: \text{kg}Formula: \text{kg}

Periodendauer Formula: \boldsymbol{T}Formula: \boldsymbol{T} in Formula: \text{s}Formula: \text{s}

Formula: 15Formula: 15

Formula: 0,60Formula: 0,60

Formula: 25Formula: 25

Formula: 0,70Formula: 0,70

Formula: 35Formula: 35

Formula: 0,80Formula: 0,80

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