Aufgabe B – Religionskritik zur Resonanztheologie
Thema
Von der Religionskritik zur Resonanztheologie
Aufgaben
Fasse die Kernaussagen in M 1 zusammen und formuliere das Anliegen in M 1.
Setze die Haltung des Beters in Psalm 57 in Beziehung zu M 1.
Stelle eine moderne religionskritische Position dar und setze diese in Beziehung zu M 1.
„Ein resonanzorientiertes Leben besteht darin, der Absurdität des Lebens zu widerstehen.“ (Z. 47-48)
Erläutere dieses Zitat im Kontext von M 1 und entwickle Perspektiven für ein „resonanzorientiertes Leben“ anhand einer aktuellen gesellschaftlichen Herausforderung.
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Gerd Theißen1
1 Gerd Theißen (1943), emeritierter Professor für Neues Testament an der evangelisch-theologischen Fakultät der
Universität Heidelberg.
2 Resonanz: Hier wird Resonanz als Widerhall, Mitschwingen in einem zwischenmenschlichen und spirituellen Sinn
verstanden.
3 Theodizee-Aporie: Unlösbare Frage nach der Rechtfertigung Gottes angesichts des Leids in der Welt.
Quelle: Gerd Theißen: Von der Religionskritik zur Resonanztheologie. Religionskritik als Beitrag zum Verstehen des christlichen Glaubens. In: Jahresheft der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg, 13.2017/18 (2018), S. 21-38.
Anmerkung zum Autor: Gerd Theißen (* 1943), emeritierter Professor für Neues Testament an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Heidelberg.
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Der Fachtext Von der Religionskritik zur Resonanztheologie (2018) des Heidelberger Professoren Gerd Theißen entwirft das Modell einer erneuerten Religion und transparenten Kirche auf der Grundlage einer trinitarisch konzipierten Resonanztheologie.
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Der Autor nutzt das optische Bild des Kirchenfensters, um das Zusammenspiel aus menschlich-religiöser Gestaltung und gottgegebenem Licht zu veranschaulichen.
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Sein zentrales Anliegen ist die Begründung des christlichen Glaubens als tragfähige Widerstandskraft gegen die Erfahrung von weltlicher und menschlicher Absurdität (Leid, Tod, Sünde, Entfremdung).
Kernaussagen und Anliegen
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Das Bild der transparenten Kirche (Z. 1–8):
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Kirche wird mit einem künstlerisch gestalteten Kirchenfenster verglichen: Das Fenster ist menschliches Werk, das einfallende Licht hingegen unverfügbares Gottesgeschenk.
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Religion hat die Aufgabe, dieses göttliche Licht für die Welt sichtbar zu machen.
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Drei Artikel der trinitarischen Resonanztheologie (Z. 9–37):
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1. Artikel (Schöpfung – extensive Resonanz): Das göttliche Licht lässt Menschen die Wirklichkeit als Fülle und Wunder erfahren (Gott als Schöpfer). Glauben bedeutet, sich am Licht zu orientieren, um der Finsternis und der Absurdität von Leid und Katastrophen zu widerstehen.
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2. Artikel (Christologie – intensive Resonanz): In Jesus Christus bricht das Licht durch die Geschichte Israels durch. Er offenbart die Liebe als Wesen Gottes (1Joh 4,16) und verleiht am Kreuz die Kraft, selbst extremste Absurdität des Leidens zu ertragen.
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3. Artikel (Pneumatologie – aktivierende Resonanz): Der Heilige Geist verwandelt Glaubende in ein „Licht der Welt“ (Mt 5,14). Er befreit aus egozentrischer Verengung (Umkehr) und befähigt zur Überwindung der inneren Absurdität von Sünde und Selbstentfremdung.
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Praktische Überwindung der Theodizee-Aporie (Z. 38–53):
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Theißen betont, dass die Bibel keine theoretische Erklärung für das Leid bietet, sondern im Hiob-Buch, den Klagepsalmen und dem Kreuz Jesu die Unlösbarkeit der Theodizee-Frage aushält.
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Die Antwort des Glaubens ist rein praktisch: Ein resonanzorientiertes Leben leistet Widerstand gegen die Absurdität, indem es Dankbarkeit aktiviert und veränderbare Missstände bekämpft.
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Selbstkritik und Neuanfang der Religion (Z. 54–72):
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Theißen verschweigt nicht historische „Resonanzkatastrophen“ der Kirche (z. B. Ketzerverfolgungen, Antisemitismus, Nationalprotestantismus).
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Religionserneuerung geschieht dort, wo Vergebung Neuanfänge ermöglicht und Glaube die Kraft gibt, auch die eigene kirkliche Absurdität und den eigenen Fanatismus ständig zu bekämpfen.
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Aufgabe 2
Die Haltung des Beters in Psalm 57
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Psalm 57 gehört zu den individuellen Klage- und Bittpsalmen (mit Danklied-Elementen). Der Beter befindet sich in einer existenziellen Bedrohung durch feindliche Verfolger („Ich muss liegen mitten unter Löwen“, Ps 57,5).
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Der Psalm beginnt mit der existenziellen Zufluchtsbitte: „Erbarme dich meiner, Gott [...]; denn auf dich traut meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe“ (Ps 57,2). Der Beter flieht vor der äußeren Absurdität der Gewalt unter das schützende Bild der Flügel Gottes.
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Beter erfährt Gott als den Höchsten, der Treue und Barmherzigkeit vom Himmel sendet (Ps 57,3–4). Er reflektiert, dass die Feinde sich in ihrer eigenen Grube fangen (Ps 57,7).
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Mitten in der Bedrohung schlägt die Stimmung um (Umschlagpunkt): „Mein Herz ist getrost, Gott [...]; ich will singen und spielen“ (Ps 57,8). Der Beter ruft die Morgenröte auf und weitet sein Danklied in den Weltraum aus („Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist“, Ps 57,11).
Beziehungssetzung zwischen Psalm 57 und M 1
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In Psalm 57 wird die Realität nicht schönrednerisch verklärt. Die „Absurdität“ (Feinde, Todesangst, Nachstellung) bildet den düsteren Folien-Hintergrund, vor dem die Resonanz Gottes überhaupt erst ihre Leuchtkraft gewinnt.
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Das Suchen nach dem „Schatten der Flügel“ (Ps 57,2) entspricht Theißens Motiv des Sich-Ausrichtens am Licht im Kampf gegen die Finsternis.
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Theißen verweist in M 1 explizit auf die Klagepsalmen als biblischen Ort, an dem das Leid vor Gott gebracht und Gott gegenüber eingeklagt wird (vgl. Z. 39–41).
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Der Beter in Psalm 57 verharrt nicht in stummer Verzweiflung, sondern stellt Resonanz her: Durch das Aussprechen der Not wird seine verschüttete „Resonanzsensibilität“ (vgl. Z. 55 f.) neu erweckt.
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Der Umschlag in Ps 57,8 ff. („Mein Herz ist getrost“) demonstriert das, was Theißen als Pneumatologie beschreibt: Das göttliche Licht kommt von außen, aktiviert im Menschen jedoch eine kraftvolle Selbstaktivierung (vgl. Z. 28–32).
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Der Psalmbeter wird vom gelähmten Opfer zum aktiven Betenden, der sich die Resonanzfülle Gottes durch Lobpreis selbst wieder vor Augen stellt.
Aufgabe 3
Darstellung einer modernen religionskritischen Position
Hartmut Rosas Soziologie der Resonanz:
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Die moderne Gesellschaft ist durch Beschleunigung, Dynamisierung und Steigerungslogik geprägt, was zur schleichenden Entfremdung des Menschen von der Welt, der Arbeit, seinen Mitmenschen und sich selbst führt („stumme Weltbeziehung“).
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Ein gelingendes Leben erfordert Resonanzbeziehungen – Momente, in denen das Individuum von einer Sache, Natur oder Person berührt wird (Affizierung), darauf antwortet (Emotion), sich verwandelt (Transformation) und anerkennt, dass diese Erfahrung niemals erzwungen oder vollkommen berechnet werden kann (Unverfügbarkeit).
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Rosa sieht das Religionsthema zweischneidig. Einerseits sind Religionen historische „Resonanzräume“ (Kirchenbauten, Musik, Rituale). Andererseits neigt dogmatische und institutionelle Religion dazu, Resonanz einzufrieren, zu verwalten oder zur Zwangsideologie zu erstarren. Wenn Kirche das Göttliche verfügbar machen oder moralisch aufzwingen will, schlägt der Resonanzraum in eine Entfremdungszone um.
(Alternativ : Hartmut Rosas Entfremdungskritik im Vergleich zu Friedrich Nietzsche (Glaube als Schwäche) oder Karl Marx (Religion als Opiat/Entfremdung)).
Beziehungssetzung der Position zu M 1
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Theißen übernimmt das soziologische Vokabular der Resonanz von Hartmut Rosa und wendet es auf die Trinitätslehre an.
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Beide Autoren diagnostizieren die drohende Entfremdung und Erstarrung des modernen Menschen als Zustand der Absurdität bzw. der „stummen Weltbeziehung“.
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Theißen teilt die religionskritische Mahnung: Er räumt ein, dass Religion durch Fanatismus, Hexenverfolgung und ideologische Erstarrung zu „Resonanzkatastrophen“ (vgl. Z. 62–64) führen kann.
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Wenn Kirche versucht, Glauben als starre Lehre von außen aufzuzwingen, zerstört sie die Unverfügbarkeit der Resonanz.
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Während soziologische Religionskritik wie bei Rosa Gottesglauben oft nur als eine von vielen Kulturtechniken zur Resonanzerzeugung betrachtet, stützt Theißen die Resonanz ontologisch im Schöpfergott ab.
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Für Theißen ist Gott nicht bloß ein psychologisches Mitschwingen, sondern der reale Grund der Wirklichkeit, der die Unverfügbarkeit des Lichts überhaupt erst garantiert (vgl. Z. 5–7).
Aufgabe 4
Erläuterung des Zitats im Kontext von M 1
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Das Zitat „Ein resonanzorientiertes Leben besteht darin, der Absurdität des Lebens zu widerstehen“ (Z. 47–48) bildet die ethisch-praktische Kernaussage von Gerd Theißens Resonanztheologie.
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Es besagt, dass christlicher Glaube das Leid, den Tod und die Sinnlosigkeit in der Welt nicht leugnet oder billig weg-erklärt (Ablehnung theoretischer Theodizee-Systeme).
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Vielmehr ist Resonanz kein Zustand passiven Genießens, sondern ein aktiver Widerstand: Wer vom göttlichen Licht berührt ist, nimmt die Absurdität der Welt als Hintergrundfolie wahr und aktiviert dagegen Hoffnung, Dankbarkeit und veränderndes Handeln.
Entwicklung von Perspektiven anhand einer aktuellen gesellschaftlichen Herausforderung
(Beispielgewählte Herausforderung: Die globale Klimakrise und die daraus resultierende Klima-Resignation / Zukunftsangst)
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Junge Menschen erfahren die ökologische Krise oft als fundamentale Absurdität: Das Gefühl der Verfehltheit menschlichen Wirtschaftens, drohende Naturkatastrophen, politischer Stillstand und die eigene Machtlosigkeit führen zu Zukunftsangst, Zynismus oder Erstarrung (Entfremdung).
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Perspektive 1: Ausrichtung am 1. Artikel (Extensive Resonanz – Staunen über die Schöpfung):
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Gegen die Zerstörung setzt die Resonanztheologie den Blick auf die Welt als Gottes Schöpfung. Die Natur ist keine reine Ausbeutungsmaschinerie, sondern ein Wunder der Existenz.
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Das Wiedererlernen von Staunen und Dankbarkeit stützt die Motivation zum Umweltschutz: Man schützt das, was man als wertvolle Gabe und Resonanzraum erfährt.
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Perspektive 2: Ausrichtung am 2. Artikel (Intensive Resonanz – Aushalten von Frustration am Kreuz):
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Im Kampf gegen die Klimakrise gibt es Rückschläge, Enttäuschungen und Verfehlungen. Die Christologie (das Kreuz) schenkt die Kraft, auch extreme Frustrationen und das Mitleiden mit der leidenden Schöpfung auszuhalten, ohne in Bitterkeit zu verfallen.
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Perspektive 3: Ausrichtung am 3. Artikel (Aktivierende Resonanz – Handeln im Heiligen Geist):
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Der Heilige Geist befreit von der eigenen Lähmung und Egozentrik. Resonanz fordert konkret auf: „Was kann ich ändern, so dass Resonanz verstärkt wird – auch für andere Menschen?“ (Z. 50–52).
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Perspektiven für ein resonanzorientiertes Handeln sind:
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Transformation des Lebensstils: Verzicht auf ressourcenfressenden Konsum nicht aus saurer Pflicht, sondern aus der Freude an echter Lebensresonanz.
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Politisches Engagement: Zivilgesellschaftlicher Einsatz für Klimagerechtigkeit im Bewusstsein, Anwalt für zukünftige Generationen und die geschädigte Natur zu sein.
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Kirche als Schutzraum der Hoffnung: Gemeinden bieten Räume gegen Zukunftsangst, in denen Trauer geäußert werden darf, aber immer der Trost der Verheißung (Jer 31) spürbar bleibt.
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Fazit
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Ein resonanzorientiertes Leben im Sinne Gerd Theißens erweist sich angesichts der Klimakrise als mächtiges Gegenmittel gegen Verzweiflung und Untätigkeit.
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Es verwandelt stumme Bedrohung in ein Aufbegehren der Hoffnung: Indem Menschen sich vom Schöpfergeist aktivieren lassen, widerstehen sie der Absurdität der Umweltzerstörung und gestalten Orte, an denen Leben und Schöpfung wieder neu miteinander in Einklang schwingen.